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== Netzwerk Winter ==
 
== Netzwerk Winter ==
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: ''Hauptartikel: [[Netzwerk Winter]]''
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Netzwerk Winter ist eine Vereinigung der Salzburger  Seilbahnwirtschaft, der Skischulen und Beherbergungsbetriebe im Land  Salzburg. Die  Unternehmensgruppen haben sich [[2006]] zum ''Netzwerk  Winter'' zusammengeschlossen, um Strategien zu entwickeln, die dem Trend  der stark rückläufigen [[Skifahren#Schülerskikurse|Schülerskikursen]]  entgegen zu wirken.
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: ''Hauptartikel: [[Netzwerk Winter]]''
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=== Warnungen eines Tourismusexperten ===
Netzwerk Winter ist eine Vereinigung der Salzburger  Seilbahnwirtschaft, der Skischulen und Beherbergungsbetriebe im Land  Salzburg. Die  Unternehmensgruppen haben sich [[2006]] zum ''Netzwerk  Winter'' zusammengeschlossen, um Strategien zu entwickeln, die dem Trend  der stark rückläufigen [[Skifahren#Schülerskikurse|Schülerskikursen]]  entgegen zu wirken.
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Auf einer Tagung im Oktober 2011 in [[Kaprun]], zu der das ''Netzwerk Winter'' eingeladen hatte, warnte  Tourismusexperte Peter Zellman, Leiter des Instituts für Freizeit- und  Tourismusforschung, vor falscher Werbepolitik der Seilbahnwirtschaft.
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Trotz rückläufiger Gästezahlen, setze die Werbung auf falsche Botschaften. In einer Befragung, die Zellmann mit 6 000 Österreichern ab 15 Jahren zwischen 1987 und 2011 durchgeführt hatte, verbinden die Menschen Skifahren mit Bewegung (88 von 100 Befragten), mit Spaß (83) und mit Natur (77). Aber als teuer befanden es 73 von 100 Befragten, kalt (56) und gefährlich (54). Aber einen ''Genußskilauf'' zu vermitteln, der nicht gefährlich ist, werde an Hand von Übertragungen von Skirennen und einer Bildersprache, die sich am Rennsport orientiert, unmöglich. Dazu kommt, nach Zellmann, das fast manische Bemühen, Saison um Saison die „Qualität“ zu steigern. Dies gilt aber nicht nur in der Seilbahnwirtschaft, sondern auch in der Hotellerie.
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Einen weiteren Fehler sieht Zellmann in der Bewerbung der Quellmärkte. Die „Hoffnungsmärkte“ Russland (1,6 Prozent aller Skitouristen), Polen (1,8 %) und Tschechien (2,2 %) müssten „anders“ beworben werden. Obwohl sie in der Bilanz keine entscheidende Rolle spielten, werde gerade in die Bewerbung dieser Länder zu viel Geld gesteckt. Österreich selbst mit 23,9 Prozent und Deutschland mit 37,9 Prozent seien nach wie vor die wichtigsten Märkte. Vor allem im Osten Österreichs sei Werbung für Wintertourismus und Familienurlaub enorm wichtig.
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Eine weitere Auswertung der Befragung Zellmanns ergab, dass der Ausbau des Zwei- und Dreisterne-Übernachtungssegments wichtig wäre. Nur 13 von 100 Befragten der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen hätten sich im Vorjahr (2010/11) den Winterurlaub bis 1.000 Euro kosten lassen. In der Altersgruppe 50 plus waren es hingegen 33 von 100 gewesen. Auch beim Haushaltseinkommen sei die „mittlere Qualität“ von Bedeutung, hätten doch 54 von 100 Befragten ein Haushaltsnettoeinkommen von nur 1.500 bis 3.000 Euro zur Verfügung. Das wären in Österreich 682 560 Haushalte.
    
== Quellen ==
 
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<references/>
 
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* {{Quelle SN|22. Oktober 2011}}
    
[[Kategorie:Wirtschaft|Seilbahnwirtschaft, Salzburger]]
 
[[Kategorie:Wirtschaft|Seilbahnwirtschaft, Salzburger]]
 
[[Kategorie:Tourismus|Seilbahnwirtschaft, Salzburger]]
 
[[Kategorie:Tourismus|Seilbahnwirtschaft, Salzburger]]

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