| | Christine Scharfetter, Geschäftsführerin bei [[Hochkönigs Bergreich Maria Alm - Dienten - Mühlbach|Hochkönig Tourismus]], erklärt im SN-Video-Interview (SN.at/sn-auf-tour), warum die Touristiker in der Region zu 100 Prozent hinter den Landwirten und Jägern, die mehr Möglichkeiten zur Bejagung fordern, stehen. Denn im [[Hochkönig]]gebiet sei die Almbewirtschaftung auch ein wichtiger Aspekt für die Touristen, sagt Scharfetter. Es sei entscheidend, dass die [[Almwirtschaft]] sicher bestehen bleibe. Um Gäste, die Wolfsentnahmen kritisch sehen, macht sich Scharfetter keine Sorgen. Aber freilich müsse man die Gäste aufklären, etwa dass es auch keine Almhütten mehr geben werde, wenn auf den Almen keine Nutztiere mehr seien.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/video-touristik-chefin-wir-muessen-die-gaeste-ueber-den-wolf-aufklaerenwir-muessen-die-gaeste-ueber-den-wolf-aufklaeren-145229233 www.sn.at], 13. September 2023: "Touristik-Chefin: "Wir müssen die Gäste über den Wolf aufklären"</ref> | | Christine Scharfetter, Geschäftsführerin bei [[Hochkönigs Bergreich Maria Alm - Dienten - Mühlbach|Hochkönig Tourismus]], erklärt im SN-Video-Interview (SN.at/sn-auf-tour), warum die Touristiker in der Region zu 100 Prozent hinter den Landwirten und Jägern, die mehr Möglichkeiten zur Bejagung fordern, stehen. Denn im [[Hochkönig]]gebiet sei die Almbewirtschaftung auch ein wichtiger Aspekt für die Touristen, sagt Scharfetter. Es sei entscheidend, dass die [[Almwirtschaft]] sicher bestehen bleibe. Um Gäste, die Wolfsentnahmen kritisch sehen, macht sich Scharfetter keine Sorgen. Aber freilich müsse man die Gäste aufklären, etwa dass es auch keine Almhütten mehr geben werde, wenn auf den Almen keine Nutztiere mehr seien.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/video-touristik-chefin-wir-muessen-die-gaeste-ueber-den-wolf-aufklaerenwir-muessen-die-gaeste-ueber-den-wolf-aufklaeren-145229233 www.sn.at], 13. September 2023: "Touristik-Chefin: "Wir müssen die Gäste über den Wolf aufklären"</ref> |
| | + | Ein Plakat mit Bildern von Wolfsrissen sorgte in [[St. Margarethen im Lungau]] in den Weihnachtstagen in der Winterurlaubs-Hochsaison für Kontroversen. Am Fuß des [[Aineck]]-Skigebiets steht ein auffälliges, buntes Plakat. Es zeigt einen Wolf, Blut, zerfleischte Beutetiere, wünscht Gästen einen schönen Urlaub und prangert Tierquälerei an, die von der Europäischen Union gefördert werde. Auch die Naturschutzorganisation WWF (''World Wide Fund for Nature'') und die [[Grüne]]n werden für die Opfer verantwortlich gemacht. Aufgestellt hat das Plakat der Grundbesitzer Arthur Kratzwald aus der Ortschaft [[Oberbayrdorf]], bereits im Herbst 2023, übrigens neben dem Bauplatz für das seit Langem hier geplante Großhotel. Vorbild für die Aktion des Lungauer Landwirts war die Initiative von Berufskollegen im benachbarten [[Kärnten]], die gegen den derzeit gültigen Schutz des Raubtiers und für eine Bejagung eintreten. Das Plakat hat Kratzwald in Kärnten besorgt. |
| | + | Sein persönlicher konkreter Beweggrund war, dass er im Sommer [[2022]] auf einer Alm im Nachbarbundesland die Kadaver einiger seiner von einem Wolf gerissenen Schafe anschauen musste. Insgesamt habe es bei den Auftreibern dort gut 20 bestätigte Fälle von vom Wolf getöteten Tieren gegeben. Der Bauer vermutet weitere Fälle, die nur nicht mehr nachzuweisen gewesen seien. Trotz der Vorfälle auf der Alm mit 500 Schafen und einem Hirten habe man 2023 wieder aufgetrieben. In der vergangenen Saison sei nichts passiert. Der Viehhalter will darauf hinweisen, dass "der [[Tourismus]] nur mit einer funktionierenden Landwirtschaft funktioniert". [[Almwirtschaft]] sei Kultur. Er ärgert sich "generell über die ganze Situation", in der die Landwirtschaft hintangestellt werde. |
| | + | Diese Kritik teilen viele Einheimische. Aber etlichen wäre es doch lieber, wenn das Plakat mit dem erschreckenden Inhalt entfernt würde. Einige Leute hätten deswegen auf der Gemeinde vorgesprochen, weiß Arthur Kratzwald. Aber die Fotos mit den schrecklich zugerichteten Tieren seien Tatsachen. Er werde das Plakat stehen lassen. Dass es in den mehr als vier Monaten nie beschädigt oder gar zerstört worden sei, wundert ihn fast. Und mit den Grünen seien die gesamten Politiker gemeint, von denen - wenn es darauf ankomme - "keiner den Kopf für uns hinhält". Das Ehepaar Kratzwald, das selbst Appartementbetten vermietet, betont, dass "wir vor dem Aufstellen Rücksprache mit der Gemeinde und der Polizei gehalten haben". Es sei an dieser Stelle erlaubt. Angelika Kratzwald ist übrigens [[FPÖ]]-[[Gemeindevertreter]]in.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/der-wolf-vieh-touristen-lungau-150808018 www.sn.at], 29. Dezember 2023</ref> |