| Zeile 63: |
Zeile 63: |
| | [[1772]]: In den Salzburger [[Kaffeehäuser in der Stadt Salzburg|Kaffee-]] und Schokoladehäusern wurde mit Patent vom Dezember 1772 des [[Hieronymus Graf Colloredo|kirchlichen Landesfürstens]] das Schachspiel an Sonntagen zeitlich eingeschränkt. | | [[1772]]: In den Salzburger [[Kaffeehäuser in der Stadt Salzburg|Kaffee-]] und Schokoladehäusern wurde mit Patent vom Dezember 1772 des [[Hieronymus Graf Colloredo|kirchlichen Landesfürstens]] das Schachspiel an Sonntagen zeitlich eingeschränkt. |
| | | | |
| − | Vom Genius [[Wolfgang Amadé Mozart]], der sich einerseits als schwärmerischer Belmonte sah, als er seine Sängerin [[Constanze Nissen|Constanze]] ehelichte, der aber, nach seinen Werken und den Briefen, quasi auch Mathematiker (Fugenbau), Architekt (von Luftschlössern), Philologe (Sprachspiele) und Nekromant war, also auch die Geistersprache beherrschte, ist eigentümlicherweise gar nichts Konkretes über das Schachspiel bekannt – wo er doch die meisten Spiele seiner Zeit, insbesondere das [[Bölzelschießen]], [[Billard]] und viele Kartenspiele, wie z. B. das Pharao, gerne und teils um hohes Geld spielte. Er hatte schon als Kind mit Spiel und seiner Improvisationskunst ungeheure Sensation erweckt (frei zitiert und gekürzt nach diverser Musik-Literatur von 1842). | + | Vom Genius [[Wolfgang Amadé Mozart]], der sich einerseits als schwärmerischer Belmonte sah, als er seine Sängerin [[Constanze Nissen|Constanze]] ehelichte, der aber, nach seinen Werken und den Briefen, quasi auch Mathematiker (Fugenbau), Architekt (von Luftschlössern), Philologe (Sprachspiele) und Nekromant war, also auch die Geistersprache beherrschte, ist eigentümlicherweise gar nichts Konkretes über das Schachspiel bekannt – wo er doch die meisten Spiele seiner Zeit, insbesondere das [[Bölzelschießen]], [[Billard]] und viele Kartenspiele, wie z. B. das Pharao, gerne und teils um hohes Geld spielte. Er hatte schon als Kind mit Spiel und seiner Improvisationskunst ungeheure Sensation erweckt (frei zitiert und gekürzt nach diverser Musik-Literatur von 1842). |
| | | | |
| | [[1795]]: Spezielle österreichische Schachbücher folgen mit Allgaier 1795 und, etwas eigentümlich, im selben Jahr vom Grazer Geografen Josef Karl Kindermann ([[1801]] und erweitert [[1819]])<ref>siehe: M. Ehn und Prof. W. Sauberers Artikel dazu.</ref> | | [[1795]]: Spezielle österreichische Schachbücher folgen mit Allgaier 1795 und, etwas eigentümlich, im selben Jahr vom Grazer Geografen Josef Karl Kindermann ([[1801]] und erweitert [[1819]])<ref>siehe: M. Ehn und Prof. W. Sauberers Artikel dazu.</ref> |
| Zeile 77: |
Zeile 77: |
| | | | |
| | '''Sieger''' der Winterturniere: <br /> | | '''Sieger''' der Winterturniere: <br /> |
| − | [[1869]]: nach acht Turnier-Wochen: Leopold Zinnögger senior (* [[1811]]; † [[1872]]), der Altlinzer Maler, der im Café Traxlmayr in den [[1860er]]-Jahren einer der besten Linzer Spieler war<ref>Quelle Österreichische Schachzeitung</reg>; 2. Prof. Friedrich Kammerer (Lehrer, Musiker, in den [[1870er]]-Jahren Gemeinderat, † [[1905]]); 3. K. Schnell; 4. Alfred Baumgartner (Maler); 5. Anton Lerner (Gewerbetreibender, Kleidermacher). Der Sohn des Siegers, Leopold Zinnögger junior (* [[1844]]; † [[1927]]), k&k Postkassier, spielte später bei der Schachgesellschaft. | + | [[1869]]: nach acht Turnier-Wochen: Leopold Zinnögger senior (* [[1811]]; † [[1872]]), der Altlinzer Maler, der im Café Traxlmayr in den [[1860er]]-Jahren einer der besten Linzer Spieler war<ref>Quelle Österreichische Schachzeitung</ref>; 2. Prof. Friedrich Kammerer (Lehrer, Musiker, in den [[1870er]]-Jahren Gemeinderat, † [[1905]]); 3. K. Schnell; 4. Alfred Baumgartner (Maler); 5. Anton Lerner (Gewerbetreibender, Kleidermacher). Der Sohn des Siegers, Leopold Zinnögger junior (* [[1844]]; † [[1927]]), k&k Postkassier, spielte später bei der Schachgesellschaft. |
| | | | |
| | [[1873]]: [[Ludwig Hardtmuth]], Fotograf (* [[1826]]; † [[1875]]). Turnier mit neun Teilnehmern (Runden?) im Café Tomaselli, Spielzimmer im 1. Stock. | | [[1873]]: [[Ludwig Hardtmuth]], Fotograf (* [[1826]]; † [[1875]]). Turnier mit neun Teilnehmern (Runden?) im Café Tomaselli, Spielzimmer im 1. Stock. |
| | | | |
| − | [[1879]]: [[Josef Christof]] (* [[1843]]; † [[1913]]), Baumeister, späterer [[Salzburger Gemeinderat]]. | + | [[1879]]: [[Joseph Christoph]] (* [[1843]]; † [[1913]]), Baumeister, späterer [[Salzburger Gemeinderat]]. |
| | | | |
| | Dann folgt eine organisatorische oder Quellen-Lücke. <br /> | | Dann folgt eine organisatorische oder Quellen-Lücke. <br /> |
| Zeile 89: |
Zeile 89: |
| | Das Schachspiel in der [[Stadt Salzburg]] verlagert sich nach der Eröffnung der [[Westbahn|k. k. priv. Kaiserin Elisabeth-Westbahn]] [[1860]] und der aufkommenden wirtschaftlich-industriellen Entwicklung in ein im Frühjahr [[1876]] neu errichtetes [[Café Koller (Rainerstraße)|Café Koller]] (ab [[1903]] [[Café Krimmel|Krimmel]] genannt) in der Salzburger [[Neustadt]] an der Westbahnstraße 2, der heutigen [[Rainerstraße]]. Das Nachfolger-Café des Baldauf (* 1864; † 1874) am [[Platzl]] hieß aber ebenfalls ab [[1881]] [[Café Zeller - Café Koller - Café Lohr|Café Koller]], was leicht zu Verwechslungen führen könnte. | | Das Schachspiel in der [[Stadt Salzburg]] verlagert sich nach der Eröffnung der [[Westbahn|k. k. priv. Kaiserin Elisabeth-Westbahn]] [[1860]] und der aufkommenden wirtschaftlich-industriellen Entwicklung in ein im Frühjahr [[1876]] neu errichtetes [[Café Koller (Rainerstraße)|Café Koller]] (ab [[1903]] [[Café Krimmel|Krimmel]] genannt) in der Salzburger [[Neustadt]] an der Westbahnstraße 2, der heutigen [[Rainerstraße]]. Das Nachfolger-Café des Baldauf (* 1864; † 1874) am [[Platzl]] hieß aber ebenfalls ab [[1881]] [[Café Zeller - Café Koller - Café Lohr|Café Koller]], was leicht zu Verwechslungen führen könnte. |
| | | | |
| − | In den Cafés trafen sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur des Zeitvertreibs. Das Fernsehen gab es ja noch nicht. Diese lose Form des Spielbetriebes im österreichischen Kaffeehaus erübrigte auch lange die Notwendigkeit von speziellen Klubs. Daher gründen sich diese in Österreich gegenüber Deutschland erst relativ spät und finden sich die ersten z. B. sogar überraschend in einigen Bergbauorten. Höhere Spielerzahlen und Turniere mit Zeitmessung erforderten dann aber doch speziellere Räumlichkeiten und Organisationsformen. | + | In den Cafés trafen sich das Bürgertum, höhere Beamte, Gewerbetreibende, Künstler. Zeitungslesen, Billard und Spiele prägen diese Kultur des Zeitvertreibs. Das Fernsehen gab es ja noch nicht. Diese lose Form des Spielbetriebes im österreichischen Kaffeehaus erübrigte auch lange die Notwendigkeit von speziellen Klubs. Daher gründen sich diese in Österreich gegenüber Deutschland erst relativ spät und finden sich die ersten z. B. sogar überraschend in einigen Bergbauorten. Höhere Spielerzahlen und Turniere mit Zeitmessung erforderten dann aber doch speziellere Räumlichkeiten und Organisationsformen. |
| | | | |
| | Die Arbeiterschaft und die Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch ums Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel. In Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln; aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen). Schach wurde gelegentlich in Gasthäusern, Kantinen, dann auch in Arbeiterheimen, aber mehr lose und ohne ständige Verpflichtungen, gespielt. Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen. Oder aus denen sich dann langsam erst ein Verein entwickelt. | | Die Arbeiterschaft und die Landbevölkerung kämpfen in dieser Zeit noch ums Überleben. Es wird zwar genauso gespielt, wenngleich mehr Kartenspiel. In Salzburg Watten, Schnapsen, Färbeln; aber auch Brettspiele, Würfeln, Kegeln, Stockschießen im Winter, Bölzlschießen (Scheibenschießen). Schach wurde gelegentlich in Gasthäusern, Kantinen, dann auch in Arbeiterheimen, aber mehr lose und ohne ständige Verpflichtungen, gespielt. Auch in anderen Sportarten gibt es viele gute Hobbysportler, die aber doch keinem Meisterschaftsbetrieb beitreten wollen. Oder aus denen sich dann langsam erst ein Verein entwickelt. |
| | | | |
| − | Wenngleich sich aus der Geschichte des Schachspiels zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach auch relativ bildungsunabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf. Wie es z. B. auch [[Stefan Zweig]] in seiner Schachnovelle ausführt. | + | Wenngleich sich aus der Geschichte des Schachspiels zeigt, dass viele der stärksten Spieler aus einfachen Verhältnissen stammen, Schach auch relativ bildungsunabhängig ist, es auch einer sehr speziellen analytischen Begabung (und wie bei jedem Sport) vor allem intensiven Trainings und guter Nerven unter hohem Druck bedarf. Wie es z. B. auch [[Stefan Zweig]] in seiner Schachnovelle ausführt. |
| | | | |
| − | Anmerkungen: Bei den übrigen Sportvereinen gibt es die ersten Organisierten früh im 19. Jahrhundert bei den Turnern und Athleten, Wettkämpfe bei den Ruderern, der noble Pferdesport. Dann folgt [[Leichtathletik]]. Um 1905 bilden sich z. B. etliche Skiklubs im Pongau und Pinzgau, um Gäste ausbilden zu können. Landhockey folgt, und erst nach dem [[Ersten Weltkrieg]] entwickelt sich langsam der organisierte Fußballsport. Das damals häufige Feldhandball ist zum harten Hallensport mutiert. Es herrschte auch um diese Zeit noch die Sechstage-Arbeitswoche, mit dem Ziel einer 48-Stunden-Woche. Die Freizeit war demnach bei einer ca. 50-60-Stunden-Arbeitswoche für das normale Volk noch sehr begrenzt. Zudem herrschten noch weitgehende Armut in weiten Teilen der Bevölkerung und teils triste Wohnverhältnisse. | + | Anmerkungen: Bei den übrigen Sportvereinen gibt es die ersten Organisierten früh im 19. Jahrhundert bei den Turnern und Athleten, Wettkämpfe bei den Ruderern, der noble Pferdesport. Dann folgt [[Leichtathletik]]. Um 1905 bilden sich z. B. etliche Skiklubs im Pongau und Pinzgau, um Gäste ausbilden zu können. Landhockey folgt, und erst nach dem [[Ersten Weltkrieg]] entwickelt sich langsam der organisierte Fußballsport. Das damals häufige Feldhandball ist zum harten Hallensport mutiert. Es herrschte auch um diese Zeit noch die Sechstage-Arbeitswoche, mit dem Ziel einer 48-Stunden-Woche. Die Freizeit war demnach bei einer ca. 50-60-Stunden-Arbeitswoche für das normale Volk noch sehr begrenzt. Zudem herrschten noch weitgehende Armut in weiten Teilen der Bevölkerung und teils triste Wohnverhältnisse. |
| | | | |
| | ===1910 bis 1939 === | | ===1910 bis 1939 === |
| Zeile 106: |
Zeile 106: |
| | Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Café sah. Spieler dieser späteren Salzburger Schachgesellschaft kämpften schon am [[20. Februar]] 1910 beim Traunsteiner SK in [[Bayern]] bei einem Simultan von GM Rudolf Spielmann und spielten auch schon viele Jahre zuvor ohne formalen Klub im Café Krimmel. | | Klubabend war jeden Donnerstag ab 16.00 Uhr. Wobei man die Hälfte der Mitglieder dort aber fast täglich im Café sah. Spieler dieser späteren Salzburger Schachgesellschaft kämpften schon am [[20. Februar]] 1910 beim Traunsteiner SK in [[Bayern]] bei einem Simultan von GM Rudolf Spielmann und spielten auch schon viele Jahre zuvor ohne formalen Klub im Café Krimmel. |
| | | | |
| − | Der Meisterspieler [[Josef Hrdina]] (* [[1882]]; † [[1914]], Staatsbahn-Ingenieur) sowie die Schach-Senioren Baumeister [[Joseph Christoph]] (* [[1842]]; † [[1913]]), [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Salzburger Gemeinderat]] von [[1897]] bis [[1909]], der Sieger des kleinen Stadtturniers von [[1878]]/79, und der Bahninspektor [[Adolf-August Mehrer]] (* [[1853]]; † [[1923]]) sind die drei Initiatoren und wurden am [[21. Juni]] [[1912]] bei der Versammlung im Mozartstübchen des [[Stieglkeller]]s Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft. Sie erhielten Ehrendiplome, vom Salzburger Maler Prof. [[Franz Kulstrunk]] gestaltet. <ref>SVBl. 26. Juni 1912.</ref> | + | Der Meisterspieler [[Josef Hrdina]] (* [[1882]]; † [[1914]], Staatsbahn-Ingenieur) sowie die Schach-Senioren Baumeister [[Joseph Christoph]], [[Mitglieder des Salzburger Gemeinderates|Salzburger Gemeinderat]] von [[1897]] bis [[1909]], der Sieger des kleinen Stadtturniers von [[1878]]/79, und der Bahninspektor [[Adolf-August Mehrer]] (* [[1853]]; † [[1923]]) sind die drei Initiatoren und wurden am [[21. Juni]] [[1912]] bei der Versammlung im Mozartstübchen des [[Stieglkeller]]s Ehrenmitglieder der Salzburger Schachgesellschaft. Sie erhielten Ehrendiplome, vom Salzburger Maler Prof. [[Franz Kulstrunk]] gestaltet. <ref>SVBl. 26. Juni 1912.</ref> |
| | | | |
| | Der "Mehrer des Schachs", als gewisse graue Eminenz, wurde erster Salzburger Obmann. [[1904]] war er nach mehreren Bahnstationen (über Lemberg, Pula, u. a. Orte) nach Salzburg gekommen und wurde 1912 beruflich nach Wien als Bahnrat versetzt. Meister Josef Hrdina wurde von der Bahn nach Tirol versetzt, wo er 1912 Innsbrucker Klubmeister wurde. | | Der "Mehrer des Schachs", als gewisse graue Eminenz, wurde erster Salzburger Obmann. [[1904]] war er nach mehreren Bahnstationen (über Lemberg, Pula, u. a. Orte) nach Salzburg gekommen und wurde 1912 beruflich nach Wien als Bahnrat versetzt. Meister Josef Hrdina wurde von der Bahn nach Tirol versetzt, wo er 1912 Innsbrucker Klubmeister wurde. |
| Zeile 112: |
Zeile 112: |
| | Ab 1912 wurde [[Ernst Lechner]], der spätere Präsident der [[Finanzlandesdirektion für Salzburg|Finanzlandesdirektion]], Obmann der Salzburger Schachgesellschaft. Lechner hatte [[1881]] schon in Salzburg gemeinsam mit dem Literaten [[Hermann Bahr]] und Reininghaus (Brauerei) maturiert und war wohl Ende des [[19. Jahrhundert]]s neben dem Senior BM Christoph einer der frühen Spieler des Cafés Krimmel – neben dem jungen Beamten [[Alois Laschensky]] (* [[1883]]; † [[1945]]), dessen Vater, dem Musiker beim Dommusikverein [[Christian Laschensky]], dem Beamten [[Heinrich Ulrich]], oder dem Architekten [[Franz Drobny]]. | | Ab 1912 wurde [[Ernst Lechner]], der spätere Präsident der [[Finanzlandesdirektion für Salzburg|Finanzlandesdirektion]], Obmann der Salzburger Schachgesellschaft. Lechner hatte [[1881]] schon in Salzburg gemeinsam mit dem Literaten [[Hermann Bahr]] und Reininghaus (Brauerei) maturiert und war wohl Ende des [[19. Jahrhundert]]s neben dem Senior BM Christoph einer der frühen Spieler des Cafés Krimmel – neben dem jungen Beamten [[Alois Laschensky]] (* [[1883]]; † [[1945]]), dessen Vater, dem Musiker beim Dommusikverein [[Christian Laschensky]], dem Beamten [[Heinrich Ulrich]], oder dem Architekten [[Franz Drobny]]. |
| | | | |
| − | Einige Lehrer (Amannshauser, Barth u. a.), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn- und Postbeamte, Gewerbetreibende, z. B. Dachdeckermeister [[Otto Kunstmann]] - ein Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, der Fotograf Carl P. Wagner (* [[1875]]; † [[1960]]), der aber im März 1912 nach Innsbruck zog, Lehrmeister des späteren Weltklassespielers, des Tirolers Erich Eliskases wurde, [[1926]] die ISG gründete, Prof. Joh. Morawetz, [[Eduard Kuhn]], Juristen, [[Landesrat]] Dr. Josef Tischlinger - finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste ab [[1910]] und den ersten Jahren aus anfangs 1910 31 Personen. Auch der Sohn des ersten Turniersiegers von [[1869]], der Postkassier Leopold Zinnögger (ca. * [[1854]]; † [[1927]]) spielte bei der Schachgesellschaft. Im folgenden Jahr [[1911]] stieg es auf 37, im Jahr 1913 auf 46, bis [[1923]] sukzessive auf 120 Spieler an. Prof. R. Trimmel stiftete z. B. [[1913]] als "Schönheitspreis" ein Ölbild. | + | Einige Lehrer (Amannshauser, Barth u. a.), Schuldirektoren, Beamte, auch Bahn- und Postbeamte, Gewerbetreibende, z. B. Dachdeckermeister [[Otto Kunstmann]] - ein Adjunkt, Primarius, einige Offiziere, der Fotograf Carl P. Wagner (* [[1875]]; † [[1960]]), der aber im März 1912 nach Innsbruck zog, Lehrmeister des späteren Weltklassespielers, des Tirolers Erich Eliskases wurde, [[1926]] die ISG gründete, Prof. Joh. Morawetz, [[Eduard Kuhn]], Juristen, [[Landesrat]] Dr. Josef Tischlinger - finden sich berufsmäßig in der Mitgliederliste ab [[1910]] und den ersten Jahren aus anfangs 1910 31 Personen. Auch der Sohn des ersten Turniersiegers von [[1869]], der Postkassier Leopold Zinnögger (ca. * [[1854]]; † [[1927]]) spielte bei der Schachgesellschaft. Im folgenden Jahr [[1911]] stieg es auf 37, im Jahr 1913 auf 46, bis [[1923]] sukzessive auf 120 Spieler an. Prof. R. Trimmel stiftete z. B. [[1913]] als "Schönheitspreis" ein Ölbild. |
| | | | |
| | Das Winterturnier 1910/11 verzeichnete bereits 21 Teilnehmer, das RR Wolfram gewann. <br /> | | Das Winterturnier 1910/11 verzeichnete bereits 21 Teilnehmer, das RR Wolfram gewann. <br /> |
| Zeile 130: |
Zeile 130: |
| | Am [[27. Oktober]] [[1913]] gibt der Weltmeister, Weltenbürger und Philosoph Dr. Emanuel Lasker in Salzburg ein Simultan auf 25 Brettern (20 = 4-1) und hält Vorträge im [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]]. | | Am [[27. Oktober]] [[1913]] gibt der Weltmeister, Weltenbürger und Philosoph Dr. Emanuel Lasker in Salzburg ein Simultan auf 25 Brettern (20 = 4-1) und hält Vorträge im [[Kurhaus Salzburg (historisch)|Kurhaus]]. |
| | | | |
| − | Nach dem Ersten Weltkrieg kommen [[1919]] GM Richard Reti, in den [[1920er]]-Jahren folgen die Meister Milan Vidmar, Ernst Grünfeld, Rudolf Spielmann, der junge Tiroler Erich Eliskases. GM Richard Reti am [[25. April]] 1919 (18:2-3), GM Rudolf Spielmann am [[18. Juni]] [[1923]] im [[Gasthof Sternbräu]] (15:2-5). Es waren wohl die von Univ. Prof. Vidmar so postulierten goldenen Schachzeiten. Der Laibacher Elektrotechniker und Meister Prof. Milan Vidmar gibt am [[24. Juli]] [[1922]] ein Simultan im [[Café Corso]] (+16=1-4). Die Schachgesellschaft hatte damals mit dem Hotelier und Politiker [[Karl (III. ) Irresberger|Karl Irresberger]] auch einen großen Förderer, der diese Gastspieler gratis im [[Hotel Österreichischen Hof]] nächtigen ließ. | + | Nach dem Ersten Weltkrieg kommen [[1919]] GM Richard Reti, in den [[1920er]]-Jahren folgen die Meister Milan Vidmar, Ernst Grünfeld, Rudolf Spielmann, der junge Tiroler Erich Eliskases. GM Richard Reti am [[25. April]] 1919 (18:2-3), GM Rudolf Spielmann am [[18. Juni]] [[1923]] im [[Gasthof Sternbräu]] (15:2-5). Es waren wohl die von Univ. Prof. Vidmar so postulierten goldenen Schachzeiten. Der Laibacher Elektrotechniker und Meister Prof. Milan Vidmar gibt am [[24. Juli]] [[1922]] ein Simultan im [[Café Corso]] (+16=1-4). Die Schachgesellschaft hatte damals mit dem Hotelier und Politiker [[Karl (III.) Irresberger|Karl Irresberger]] auch einen großen Förderer, der diese Gastspieler gratis im [[Hotel Österreichischer Hof|Hotel Österreichischen Hof]] nächtigen ließ. |
| | | | |
| | 1921: Alois [[Laschensky]] (* [[1883]]; † [[1945]]) wird 3. Preisträger im Hauptturnier B, beim 6. Bayrischen Schachkongress in Regensburg (13.–21. August 1921). | | 1921: Alois [[Laschensky]] (* [[1883]]; † [[1945]]) wird 3. Preisträger im Hauptturnier B, beim 6. Bayrischen Schachkongress in Regensburg (13.–21. August 1921). |
| Zeile 138: |
Zeile 138: |
| | 1922 und 1923: [[Franz Motzko]] (* [[1868]]; † [[1929]]) zwei Mal Klubmeister der SGS. | | 1922 und 1923: [[Franz Motzko]] (* [[1868]]; † [[1929]]) zwei Mal Klubmeister der SGS. |
| | | | |
| − | 1923: Wegen der damals sehr hohen Inflation steigt auch der Mitgliedsbeitrag. Ab Oktober 1923 wird das [[Café Mozart]] an der Salzburger Getreidegasse nach mehreren Wechseln (zuvor das [[Café Corso]]) ein Schachcafé mit z. B. 1923 über 120 Mitgliedern und Sitz der Schachgesellschaft. Aktuell wird dort noch von einigen täglich spätnachmittags, außer am Wochenende, oder bei zu starkem Touristenansturm, gespielt. | + | 1923: Wegen der damals sehr hohen Inflation steigt auch der Mitgliedsbeitrag. Ab Oktober 1923 wird das [[Café Mozart]] an der Salzburger Getreidegasse nach mehreren Wechseln (zuvor das [[Café Corso]]) ein Schachcafé mit z. B. 1923 über 120 Mitgliedern und Sitz der Schachgesellschaft. Aktuell wird dort noch von einigen täglich spätnachmittags, außer am Wochenende, oder bei zu starkem Touristenansturm, gespielt. |
| | | | |
| | GM Richard Reti überrascht am [[28. März]] [[1927]] noch mit einem Blind-Simultan-Spiel im Café Mozart an zehn Brettern. Die Partien dauern von 20.00 bis 02.00 Uhr. 50 Kiebitze weilen bis zuletzt aus. Im selben Jahr wird von Reti ein Weltkrekord gegen 25 Gegner im Blindspiel aufgestellt. | | GM Richard Reti überrascht am [[28. März]] [[1927]] noch mit einem Blind-Simultan-Spiel im Café Mozart an zehn Brettern. Die Partien dauern von 20.00 bis 02.00 Uhr. 50 Kiebitze weilen bis zuletzt aus. Im selben Jahr wird von Reti ein Weltkrekord gegen 25 Gegner im Blindspiel aufgestellt. |
| Zeile 153: |
Zeile 153: |
| | [[Heinrich Kraupner|Heinz Kraupner]] (* [[1890]]; † [[1971]]) und Gregor Wagner sind die engagierten Promoter, Stadelmann, Plank usw. Spieler. Nachdem Heinz Kraupner dann Mitte der [[1930er]]-Jahren das [[Café Posthof]] als Pächter übernommen hatte, fehlte dieser Organisator dem frühen ASK im Arbeiterheim, bis er wieder nach [[1945]] tatkräftig in Erscheinung trat. Schach-Unterricht war gratis. 40 Groschen Mitgliedsbeitrag, dafür inklusive Schachzeitung. Die österreichische Arbeiterschachzeitung musste aber aus finanziellen Gründen wieder eingestellt werden. In der der Arbeiterzeitung gab es dafür aber eine Schachrubrik. | | [[Heinrich Kraupner|Heinz Kraupner]] (* [[1890]]; † [[1971]]) und Gregor Wagner sind die engagierten Promoter, Stadelmann, Plank usw. Spieler. Nachdem Heinz Kraupner dann Mitte der [[1930er]]-Jahren das [[Café Posthof]] als Pächter übernommen hatte, fehlte dieser Organisator dem frühen ASK im Arbeiterheim, bis er wieder nach [[1945]] tatkräftig in Erscheinung trat. Schach-Unterricht war gratis. 40 Groschen Mitgliedsbeitrag, dafür inklusive Schachzeitung. Die österreichische Arbeiterschachzeitung musste aber aus finanziellen Gründen wieder eingestellt werden. In der der Arbeiterzeitung gab es dafür aber eine Schachrubrik. |
| | | | |
| − | Am [[14. Mai]] 1927 gibt z. B. der Meister und Schachliterat Hans Kmoch im Arbeiterheim ein Simultan, nachdem er zuvor am [[12. Mai]] bei der SSG im Café Mozart eines gegeben hatte. Das sparte Kosten. Es wurden große Anstrengungen unternommen, das Schachspiel auch bei den Arbeitern zu verbreiten und es nicht nur den Bürgerlichen zu überlassen.<ref>z. B. "Salzburger Wacht" vom 14. November 1931, S 15</ref> Der Spieler des ATSV Bischofshofen, der Eisenbahner [[August Maggi]], wurde im November 1925 sogar überraschend erster Salzburger Landesmeister.<ref>Mozart Chronik, AZ, Salzburger Zeitungen; Ehn, Michael: Das politische Spiel. [[Venedig]]. 1997; "Der Standard": Serie über das österreichische Arbeiterschach, 2001. Deutsches Wochenschach v. 5. März 1905, Nr. 10: Schachspiel und Arbeiter. Zu den Anfängen des deutschen Arbeiterschachs in Berlin und Brandenburg.</ref> | + | Am [[14. Mai]] 1927 gibt z. B. der Meister und Schachliterat Hans Kmoch im Arbeiterheim ein Simultan, nachdem er zuvor am [[12. Mai]] bei der SSG im Café Mozart eines gegeben hatte. Das sparte Kosten. Es wurden große Anstrengungen unternommen, das Schachspiel auch bei den Arbeitern zu verbreiten und es nicht nur den Bürgerlichen zu überlassen.<ref>z. B. "Salzburger Wacht" vom 14. November 1931, S 15</ref> Der Spieler des ATSV Bischofshofen, der Eisenbahner [[August Maggi]], wurde im November 1925 sogar überraschend erster Salzburger Landesmeister.<ref>Mozart Chronik, AZ, Salzburger Zeitungen; Ehn, Michael: Das politische Spiel. [[Venedig]]. 1997; "Der Standard": Serie über das österreichische Arbeiterschach, 2001. Deutsches Wochenschach v. 5. März 1905, Nr. 10: Schachspiel und Arbeiter. Zu den Anfängen des deutschen Arbeiterschachs in Berlin und Brandenburg.</ref> |
| | | | |
| | ==== 1910–1930er-Jahre: Frühe Salzburger Schachklubs, Sektionen und Bezirke ==== | | ==== 1910–1930er-Jahre: Frühe Salzburger Schachklubs, Sektionen und Bezirke ==== |
| Zeile 200: |
Zeile 200: |
| | : Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen Oberösterreich am [[17. April]]: Erich Flir, Alois Laschensky, Wilhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. O. Günther, Czaika, G. Hopfinger, Karl Mayer, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kuchera, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz. Die Salzburger siegen gegen den Linzer SV 9:8. | | : Beim erneuten Schachwettkampf in Attnang gegen Oberösterreich am [[17. April]]: Erich Flir, Alois Laschensky, Wilhelm Ullrich, Linnerth, Pagler, Dr. O. Günther, Czaika, G. Hopfinger, Karl Mayer, Otto Kunstmann, Koberz, Brünner, Siegel, Kuchera, Dr. Hlawatschek, Kaltner, Schwarz. Die Salzburger siegen gegen den Linzer SV 9:8. |
| | : Meister Ernst Grünfeld gibt am [[21. Mai]] ein Simultan. | | : Meister Ernst Grünfeld gibt am [[21. Mai]] ein Simultan. |
| − | * 1931: Freundschaftskampf in Linz: 6:6.
| + | * 1931: Freundschaftskampf in Linz: 6:6. |
| | * 1929 und 1932 fanden anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Linzer Schachvereines, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann (dem letzten Ritter des Königsgambits), Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Brettern statt.<ref>"Linzer Tagespost" vom 17. April 1929 und 9/1932, mit Auflistung der Spieler.</ref> So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi-Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert. | | * 1929 und 1932 fanden anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Linzer Schachvereines, neben dem Wettkampf zwischen dem (späterem) GM Erich Eliskases gegen Rudolf Spielmann (dem letzten Ritter des Königsgambits), Vergleichskämpfe der Salzburger mit dem Linzer Schachverein auf 17 Brettern statt.<ref>"Linzer Tagespost" vom 17. April 1929 und 9/1932, mit Auflistung der Spieler.</ref> So wurde bei den Ansprachen 1929 die Not der damaligen Profi-Schachmeister beklagt und eine Schach-Notgemeinschaft gefordert. |
| | * 1934: Am [[30. Juni]] begann in Klagenfurt das erste Ländertreffen mit acht Vierer-Mannschaften. Turniersieger wurde Tirol (22,0) vor 2. [[Steiermark]] (21,0), 3. [[Oberösterreich]] und Salzburg (17,0), 4. [[Niederösterreich]] (16,5), 5. das nicht so stark besetzte [[Wien]], 6. [[Vorarlberg]], 7. [[Kärnten]] I und 8. Kärnten II. | | * 1934: Am [[30. Juni]] begann in Klagenfurt das erste Ländertreffen mit acht Vierer-Mannschaften. Turniersieger wurde Tirol (22,0) vor 2. [[Steiermark]] (21,0), 3. [[Oberösterreich]] und Salzburg (17,0), 4. [[Niederösterreich]] (16,5), 5. das nicht so stark besetzte [[Wien]], 6. [[Vorarlberg]], 7. [[Kärnten]] I und 8. Kärnten II. |
| Zeile 238: |
Zeile 238: |
| | 1868/69 Leopold Zinnögger | | 1868/69 Leopold Zinnögger |
| | | | |
| − | 1872/73 Ludwig Hardtmuth< | + | 1872/73 Ludwig Hardtmuth |
| | | | |
| − | 1878/79 Josef Christoph | + | 1878/79 Joseph Christoph |
| | | | |
| | 1910/1911 Heinrich Wolfrum | | 1910/1911 Heinrich Wolfrum |
| Zeile 267: |
Zeile 267: |
| | | | |
| | ==== Offizielle Salzburger Landesmeister 1925-2018 ==== | | ==== Offizielle Salzburger Landesmeister 1925-2018 ==== |
| − | | + | {| class="wikitable" |
| − | 1925 August Maggi (Freie Schachvereinigung-Bischofshofen (1923) | + | |- |
| − | | + | | 1925 August Maggi (Freie Schachvereinigung-Bischofshofen (1923)|| 1976 Wolfgang Hackbarth (ATSV Ranshofen) |
| − | 1928 Erich Flir (SGS) | + | |- |
| − | | + | | 1928 Erich Flir (SGS)|| 1978 Johann Fischbacher (ESV Bischofshofen) |
| − | 1931 Karl Mayer (SGS) | + | |- |
| − | | + | | 1931 Karl Mayer (SGS)|| 1980 Arthur Hinteregger (ATSV Ranshofen) |
| − | 1933 Richard Wallaschek (SGS) | + | |- |
| − | | + | | 1933 Richard Wallaschek (SGS)|| 1982 Franz Hager (ESV-Bischofshofen) |
| − | 1936 Walter Kolneder (SGS) | + | |- |
| − | | + | | 1936 Walter Kolneder (SGS)|| 1984 Harald Herndl (SK Hallein) |
| − | 1938 Wilhelm David (SGS) | + | |- |
| − | | + | | 1938 Wilhelm David (SGS)|| 1986 Ulrich Fössmeier (SK Ach [[Burghausen]]) |
| − | 1939 Karl Mayer (SGS; <br>Bewerb als Gaumeisterschaft tituliert) | + | |- |
| − | | + | | 1939 Karl Mayer (SGS; <br>Bewerb als Gaumeisterschaft tituliert)spiel || 1988 Harald Herndl (Inter Salzburg) |
| − | 1946 Walchshofer (SGS-Posthof) | + | |- |
| − | | + | | 1946 Walchshofer (SGS-Posthof)|| 1990 Reinhard Hanel (Mozart) |
| − | 1948 Gerhard Bruckner (Bad Gastein) | + | |- |
| − | | + | | 1948 Gerhard Bruckner ([[Bad Gastein]])|| 1992 Arthur Hinteregger (ATSV Ranshofen) |
| − | 1950 Heinrich Langecker (SGS Posthof) | + | |- |
| − | | + | | 1950 Heinrich Langecker (SGS Posthof) || 1994 Siegfried Teufl (ASK) |
| − | 1951 Georg Berner (ATSV–Itzling, Traunstein) | + | |- |
| − | | + | | 1951 Georg Berner (ATSV–Itzling, Traunstein)|| 1996 Arthur Hinteregger (ATSV Ranshofen) |
| − | 1952 August Travnitzky (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1952 August Travnitzky (Mozart)|| 1998 Juro Ljubic (SK [[Schwarzach im Pongau|Schwarzach]]) |
| − | 1953 Erich Flir (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1953 Erich Flir (Mozart) || 2000 Juro Ljubic (Schwarzach) |
| − | 1954 August Travnitzky (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1954 August Travnitzky (Mozart)|| 2002 Georgi Ganchev (Mozart) |
| − | 1955 Adolf Rabitsch (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1955 Adolf Rabitsch (Mozart)|| 2004 Harald Hicker (Mozart) |
| − | 1956 Walter Wöll (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1956 Walter Wöll (Mozart)|| 2006 Markus Bawart (Schwarzach) |
| − | 1958 Karl Schatzl (Posthof)
| + | |- |
| − | | + | | 1958 Karl Schatzl (Posthof)|| 2008 Robert Scheiblmaier (ASK) |
| − | 1960 August Travnitzky (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1960 August Travnitzky (Mozart)|| 2010 Juro Ljubic (Schwarzach) |
| − | 1962 August Travnitzky (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1962 August Travnitzky (Mozart)|| 2012 Gerhard Spießberger (ATSV Ranshofen) |
| − | 1964 Walter Wöll (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1964 Walter Wöll (Mozart)|| 2013 Lukas Prüll (ASK) |
| − | 1966 Karl Leingstättner (Hallein/Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1966 Karl Leingstättner (Hallein/Mozart)|| 2015 Gerald Wieneroiter (SK Salzburg-Süd) |
| − | 1968 Werner Mikenda (1. SK Bad Ischl)
| + | |- |
| − | | + | | 1968 Werner Mikenda (1. SK Bad Ischl)|| 2017 Emanuel Frank (SK [[Neumarkt am Wallersee|Neumarkt]]) |
| − | 1970 Erich Flir (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1970 Erich Flir (Mozart)|| 2018 Emanuel Frank (SK Neumarkt) |
| − | 1972 Walter Klimitschek (Mozart)
| + | |- |
| − | | + | | 1972 Walter Klimitschek (Mozart)|| 2019 Emanuel Frank (SK Neumarkt) |
| − | 1974 Wolfgang Hackbarth (ATSV Ranshofen)
| + | |- |
| − | | + | | 1974 Wolfgang Hackbarth (ATSV Ranshofen)|| |
| − | 1976 Wolfgang Hackbarth (ATSV Ranshofen)
| + | |} |
| − | | |
| − | 1978 Johann Fischbacher (ESV Bischofshofen)
| |
| − | | |
| − | 1980 Arthur Hinteregger (ATSV Ranshofen)
| |
| − | | |
| − | 1982 Franz Hager (ESV-Bischofshofen)
| |
| − | | |
| − | 1984 Harald Herndl (SK Hallein)
| |
| − | | |
| − | 1986 Ulrich Fössmeier (SK Ach Burghausen)
| |
| − | | |
| − | 1988 Harald Herndl (Inter Salzburg)
| |
| − | | |
| − | 1990 Reinhard Hanel (Mozart)
| |
| − | | |
| − | 1992 Arthur Hinteregger (ATSV Ranshofen)
| |
| − | | |
| − | 1994 Siegfried Teufl (ASK)
| |
| − | | |
| − | 1996 Arthur Hinteregger (ATSV Ranshofen)
| |
| − | | |
| − | 1998 Juro Ljubic (SK Schwarzach) | |
| − | | |
| − | 2000 Juro Ljubic (Schwarzach) | |
| − | | |
| − | 2002 Georgi Ganchev (Mozart) | |
| − | | |
| − | 2004 Harald Hicker (Mozart) | |
| − | | |
| − | 2006 Markus Bawart (Schwarzach) | |
| − | | |
| − | 2008 Robert Scheiblmaier (ASK) | |
| − | | |
| − | 2010 Juro Ljubic (Schwarzach) | |
| − | | |
| − | 2012 Gerhard Spießberger (ATSV Ranshofen) | |
| − | | |
| − | 2013 Lukas Prüll (ASK) | |
| − | | |
| − | 2015 Gerald Wieneroiter (SK Salzburg-Süd) | |
| − | | |
| − | 2017 Emanuel Frank (SK Neumarkt) | |
| − | | |
| − | 2018 Emanuel Frank (SK Neumarkt) | |
| − | | |
| − | 2019 Emanuel Frank (SK Neumarkt) | |
| − | | |
| | | | |
| | Anmerkungen:<br> | | Anmerkungen:<br> |
| Zeile 372: |
Zeile 325: |
| | Mozart= Verein: 1. Salzburger Schachklub Mozart, 1910 | | Mozart= Verein: 1. Salzburger Schachklub Mozart, 1910 |
| | ASK= Arbeiterschachklub, ab 1984: Allgemeiner Schachklub | | ASK= Arbeiterschachklub, ab 1984: Allgemeiner Schachklub |
| − | Sektion des ATSV-Itzling =Arbeiter-Turn und Sport-Verein Itzling<br> | + | Sektion des ATSV-Itzling =Arbeiter-Turn und Sport-Verein Itzling |
| | | | |
| − | An lokalen Einzel-Turnieren gab es zudem die Klubmeisterschaften, von 1910-1916 die Winterturniere der SGS, von 1927-1938 die | + | An lokalen Einzel-Turnieren gab es zudem die Klubmeisterschaften, von 1910-1916 die Winterturniere der SGS, von 1927–1938 die Heinrich-Kiener Turniere in Maxglan; die erste offizielle Salzburger Stadtmeisterschaft fand 1937 statt. |
| − | Heinrich-Kiener Turniere in Maxglan; die erste offizielle Salzburger Stadtmeisterschaft fand 1937 statt.<br> | |
| | | | |
| − | Anmerkungen: Die ersten drei LM ́ s ab 1925 gab es im Abstand von 3 Jahren. Dann wechselte man kurz auf ein-, später -2 jährig.<br> | + | Anmerkungen: Die ersten drei LM ́ s ab 1925 gab es im Abstand von 3 Jahren. Dann wechselte man kurz auf ein-, später -2 jährig. Oft hat zwar nur ein Teil der besten und stärksten Spieler an den LM´s teilgenommen. Die Meistertitel sind dennoch verdient gewonnen worden. Wie es im sportlichen Kampf ebenso läuft. |
| | | | |
| − | Oft hat zwar nur ein Teil der besten und stärksten Spieler an den LM´s teilgenommen.<br>
| + | == Der Salzburger Landesverband == |
| − | Die Meistertitel sind dennoch verdient gewonnen worden. Wie es im sportlichen Kampf ebenso läuft.<br>
| + | Am [[31. August]] [[1890]] wurde über Anregung des Neuen Wiener Schachklubs zwar kurzfristig ein österreichisch-ungarischer Schachbund während des Grazer Schachkongresses in Graz gegründet, der sich aber dann doch mangels teilnehmender Vereine nicht entfalten konnte.<ref>"Deutsches Wochenschach", Nr. 6,1890, 45/50, S 417 u. 326</ref> |
| | | | |
| − | == Der Salzburger Landesverband =='
| + | In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde erst 1950 gegründet. Ein eigener Landesverband (so wie etwa in Tirol oder Vorarlberg um diese Zeit gegründet) wurde 1927 von der SG zwar auch angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion Mitte der 1930er doch mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei damaligen Stadt-Vereine, der Schachgesellschaft, SK Maxglan und SK Gnigl-Itzling erledigt. |
| | | | |
| − | '''In der ersten Republik gab es noch keinen Salzburger Landesverband. Dieser wurde erst 1950 gegründet. '''<br />
| + | Anfangs schließt sich 1910 die neue Salzburger Schachgesellschaft (1910) dem Deutschen Schachbund an (wie auch der Innsbrucker SK, gegründet Februar 1904, oder die Grazer Schachgesllschaft 1877). |
| − | Ein eigener Landesverband (so wie etwa in Tirol oder Vorarlberg um diese Zeit gegründet) wurde 1927 von der SG zwar auch angedacht, aber dann wurde diese Koordinationsfunktion Mitte der 1930er doch mittels einer Arbeitsgemeinschaft der drei damaligen Stadt-Vereine, der Schachgesellschaft, SK Maxglan und SK Gnigl-Itzling erledigt.
| + | Damals gab es auch noch keinen österreichischen Verband. Am [[3. September]] [[1921]] wurde dann von Salzburg bis 1924 dem neu gegründeten Österreichischen Schachverband beigetreten.<ref>"Wiener Sporttagblatt" vom 9. 9. 1921</ref> |
| | | | |
| − | Anfangs schließt sich 1910 die neue Salzburger Schachgesellschaft (1910)dem Deutschen Schachbund an (wie auch der Innsbrucker SK, gegründet Februar 1904, oder die Grazer Schachgesllschaft 1877). <br />
| + | Dieser ÖSV (Österreichischer Schachverband) der Ersten Republik wurde nach mehreren Versuchen in der früheren Monarchie, insbesondere von 1890, aber erst nach dem Ersten Weltkrieg, am [[12. Dezember]] [[1920]] in Wien gegründet. In der Zeit der [[Habsburgermonarchie|Monarchie]] gab es nur einen gemeinsamen Heeres-Schachverein. 1869 wurde z. B. im Wiener Heerescasino ein Schach- und Billardklub gegründet<ref>"Neues Fremden Blatt" v. 13. 9. 1869, "Neue Militärische Zeitschrift"</ref> |
| − | Damals gab es auch noch keinen österreichischen Verband. <br />
| |
| − | Am 3. September 1921 wurde dann von Salzburg bis 1924 dem neu gegründeten Österreichischen Schachverband beigetreten. <br />
| |
| − | Quelle: Wiener Sporttagblatt v. 9. 9. 1921.
| |
| | | | |
| − | Dieser ÖSV (Österreichischer Schachverband) der ersten Republik wurde nach mehreren Versuchen in der früheren Monarchie, insbesondere von 1890, aber erst nach dem 1. Weltkrieg, am 12. Dezember 1920 in Wien gegründet. <br />
| + | 1921 wurde jedenfalls von der Salzburger Schachgesellschaft neben dem ÖSV auch dem Bayrischen Schachbund bis 1926) beigetreten. 1921 in [[Regensburg]] und 1922/23 nahmen Salzburger Spieler an dessen Bewerben teil (z. B. wurde die damalige Bayerische Meisterschaft 2.–13. 9. 1922 sogar in Innsbruck veranstaltet). |
| − | In der Zeit der Monarchie gab es nur einen gemeinsamen Heeres-Schachverein. 1869 wurde z. B. im Wiener Heerescasino ein Schach- und Billardklub gegründet (Quelle: Neues Fremden Blatt v. 13. 9. 1869, Neue Militärische Zeitschrift).
| |
| | | | |
| − | Am 31. 8. 1890 wurde über Anregung des Neuen Wiener Schachklubs zwar kurzfristig ein österreichisch-ungarischer Schachbund während des Grazer Schachkongresses in Graz gegründet, der sich aber dann doch mangels teilnehmender Vereine nicht entfalten konnte. <br />
| + | Wegen der zunehmenden politischen Spannungen in der Zeit der ersten Republik waren auch nicht alle österreichischen Schachvereine im ÖSV vertreten. Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] wollte man diese Fehler der Vergangenheit durch mehr Einheit und Zusammenarbeit vermeiden. [[1925]] spaltete sich zudem der österreichische Arbeiterschachbund (der zu Ostern 1924 in Wien gegründet worden war, und der auf dem Wiener Arbeiterschachklub, gegründet 12/1909, basierte) mit seinen Schachkreisen ab. Salzburg-Stadt und Bischofshofen wurden dem Kreis 5, den oberösterreichischen Arbeiterschach-Klubs zugeordnet<ref>Arbeiterzeitung, 6/1924</ref> Das kleine lokale Turnier 1926 in Salzburg und die Aktivitäten der Itzlinger sind dazu bekannt. |
| − | Quelle: Deutsches Wochenschach (Nr. 6,1890, 45/50, S 417 u. 326).
| |
| − | | |
| − | Wegen der zunehmenden politischen Spannungen in der Zeit der ersten Republik waren auch nicht alle österreichischen Schachvereine im ÖSV vertreten. Nach dem 2. Weltkrieg wollte man diese Fehler der Vergangenheit durch mehr Einheit und Zusammenarbeit vermeiden. | |
| − | | |
| − | '''1925''' spaltete sich zudem der '''österreichische Arbeiterschachbund''' (der zu Ostern 1924 in Wien gegründet worden war, und der auf dem Wiener Arbeiterschachklub, gegründet 12/1909, basierte) mit seinen Schachkreisen ab. <br />
| |
| − | Salzburg-Stadt und Bischofshofen wurden dem Kreis 5) zu oberösterreichischen Arbeiterschach-Klubs zugeordnet (AZ, 6/1924). <br /> | |
| − | Das kleine lokale Turnier 1926 in Salzburg und die Aktivitäten der Itzlinger sind dazu bekannt. | |
| | | | |
| | Der Arbeiterschachbund wollte nur den Amateurbetrieb und lehnte Spiele um Geld grundsätzlich ab. Auch um Wettverluste und Tragödien zu vermeiden und vielleicht keine brotlosen Berufsspieler zu produzieren. Es gab Beratungspartien und Spiele mit Vorgaben, um die unterschiedlichen Klassenstärken gegenüber reinen Hobby- und Gelegenheitsspielern etwas ausgleichen zu können und gewisse Chancengleichheit herzustellen. | | Der Arbeiterschachbund wollte nur den Amateurbetrieb und lehnte Spiele um Geld grundsätzlich ab. Auch um Wettverluste und Tragödien zu vermeiden und vielleicht keine brotlosen Berufsspieler zu produzieren. Es gab Beratungspartien und Spiele mit Vorgaben, um die unterschiedlichen Klassenstärken gegenüber reinen Hobby- und Gelegenheitsspielern etwas ausgleichen zu können und gewisse Chancengleichheit herzustellen. |
| | | | |
| − | Die Betonung und Förderung des Breiten- und Hobbyschachs war sehr lobenswert, in seiner gänzlichen Ablehnung des angeprangerten "Starsystems" ging er aber doch zu weit, wollen und müssen doch auch Profispieler davon leben. <br /> | + | Die Betonung und Förderung des Breiten- und Hobbyschachs war sehr lobenswert, in seiner gänzlichen Ablehnung des angeprangerten "Starsystems" ging er aber doch zu weit, wollen und müssen doch auch Profispieler davon leben. In den [[1920er]]- und [[1930er]]-Jahre ging es um Gegenentwürfe zu den sogenannten Bürgerlichen (Wohlhabenderen) und dem Etablieren von günstigen Nischen für ärmere Hobbyspieler und Sportler. Manchmal ging es auch nur um Machtfragen zwischen Funktionären. Auch erfolgte 1924 wieder der Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Spielausschuss zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt. |
| − | In den [[1920er]]- und [[1930er]]-Jahre ging es um Gegenentwürfe zu den sogenannten Bürgerlichen (Wohlhabenderen) und dem Etablieren von günstigen Nischen für ärmere Hobbyspieler und Sportler. Manchmal ging es auch nur um Machtfragen zwischen Funktionären. | |
| − | | |
| − | Auch erfolgte 1924 wieder der Austritt aus dem ÖSV. In der Salzburger Schachgesellschaft wurde in den nächsten Jahren mehrfach der Wechsel diskutiert, im Spielausschuss zwar beschlossen, dann doch nicht umgesetzt. <br /> | |
| − | Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte. <br />
| |
| − | Erst 1927 wurde nach 1921 bis 1924 letztlich dem damals umstrukturierten österreichischen Verband (ÖSV) wieder beigetreten.
| |
| − | | |
| − | 1921 wurde jedenfalls von der Salzburger Schachgesellschaft neben dem ÖSV auch dem Bayrischen Schachbund bis 1926) beigetreten. <br />
| |
| − | 1921 in Regensburg und 1922/23 nahmen Salzburger Spieler an dessen Bewerben teil (z. B. wurde die damalige Bayerische Meisterschaft 2. –13. 9. 1922 sogar in Innsbruck veranstaltet).
| |
| − | | |
| − | === Schach in den 1940er-Jahren ===
| |
| − | | |
| − | Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im [[Café Posthof]] statt.
| |
| − | Im Juni 1942 und Juni 1943 organisierte dieser weltbedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell, mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin, und dem WM-Titel-Aspiranten, dem Esten Paul Keres; offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können.
| |
| − | | |
| − | Diese Turniere wurden auch schon im Herbst 1941 und im Frühjahr 1942 angekündigt.
| |
| − |
| |
| − | Auch die anderen KdF-Reichsschachturniere, die es sogar bis 1944 gab, erfolgten unter dem Zeichen der geistigen und kulturellen Truppenbetreuung.
| |
| − | | |
| − | Die hohen Erwartungen von GM Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft. <br />
| |
| − | (Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jüngeren Keres, der aber doch erst in den [[1950er]]n am stärksten war, von 1935 bis 1943 betrug 9:5). <br />
| |
| − | Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug im Juni 1942 sogar den 50-jährigen WM Aljechin (1892–1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die linientreue Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schachs feierte. <br />
| |
| − | Im Juni 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr am 2. Turnier teil. <br />
| |
| − | Parallel dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter deutscher Führung mit dessen Verbündeten und einigen Unabhängigen (aus 13 Ländern) gegründet, um die geplante Nachkriegsordnung schon zu gestalten; der mit Kriegsende aber erlosch. <br />
| |
| − | Der veranstaltende Großdeutsche Schachbund unterstand "dem Protektorat" des Reichleiters und Reichsstatthalters Baldur von Schirach.
| |
| − | | |
| − | Der damals in Salzburg anwesende deutsche Meister Brinkmann aus dem Altreich, der über die Ziele des großdeutschen Schachbundes im Hotel Mirabell und seiner Tätigkeit in der Hitlerjugend referierte, gab ein Simultan, wobei er gar 14 Partien verlor, 8 remisierte und 15 gewann. Er entkam daher noch hauchdünn der Blamage.
| |
| | | | |
| − | === Das Internationale Turnier Bad Gastein 1948 ===
| + | Es waren nur teils politische Überlegungen maßgeblich. Es hatte ja auch seine Vorteile, weil man so doch an den nahen bayrischen Bewerben (Einzelmeisterschaft) mitspielen konnte. Erst 1927 wurde nach 1921 bis 1924 letztlich dem damals umstrukturierten österreichischen Verband (ÖSV) wieder beigetreten. |
| | | | |
| − | [[1948]], vom [[25. Mai]] bis [[20. Juni]], fand – nur drei Jahre nach dem Krieg – im Kurort [[Bad Gastein]] bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundin gewann – vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pál Benkő (Ungarn). | + | == Schach in den 1940er-Jahren == |
| − | | + | Ab Jänner 1939 fand die Einzel-Meisterschaft unter dem Großdeutschen Schachbund im [[Café Posthof]] statt. Im Juni 1942 und Juni 1943 organisierte dieser weltbedeutende Sechsmeisterturniere in Salzburg, im Hotel Mirabell, mit dem späteren Sieger, Weltmeister Alexander Aljechin, und dem WM-Titel-Aspiranten, dem Esten Paul Keres; offenbar um im Krieg mit geringem Aufwand und Mitteln etwas Ablenkung und Normalität suggerieren zu können. Diese Turniere wurden auch schon im Herbst 1941 und im Frühjahr 1942 angekündigt. Auch die anderen KdF-Reichsschachturniere, die es sogar bis 1944 gab, erfolgten unter dem Zeichen der geistigen und kulturellen Truppenbetreuung. |
| − | Dazu gibt es z. B. eine österreichische Sonderbriefmarke, bzw. Stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner. <br />
| |
| − | Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek. <br />
| |
| − | Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien.
| |
| | | | |
| − | '''1949''' Ein lokales WM-Aljechin-Erinnerungsturnier. <br />
| + | Die hohen Erwartungen von GM Keres wurden aber von Aljechin noch stark gedämpft. Der Direkt-Score von Aljechin gegen den jüngeren Keres, der aber doch erst in den [[1950er]]-Jahren am stärksten war, von 1935 bis 1943 betrug 9:5. Der junge Deutsche Klaus Junge aber schlug im Juni 1942 sogar den 50-jährigen WM Aljechin (* 1892; † 1946) in einer der jeweils beiden Partien, was die linientreue Presse als größte Sensation in der Geschichte des Schachs feierte. Im Juni 1943 war Junge an der Front und nahm nicht mehr am 2. Turnier teil. Parallel dazu wurde im Juni 1942 auch ein europäischer Schachbund unter deutscher Führung mit dessen Verbündeten und einigen Unabhängigen (aus 13 Ländern) gegründet, um die geplante Nachkriegsordnung schon zu gestalten; der mit Kriegsende aber erlosch. Der veranstaltende Großdeutsche Schachbund unterstand "dem Protektorat" des Reichleiters und Reichsstatthalters Baldur von Schirach. Der damals in Salzburg anwesende deutsche Meister Brinkmann aus dem Altreich, der über die Ziele des großdeutschen Schachbundes im Hotel Mirabell und seiner Tätigkeit in der Hitlerjugend referierte, gab ein Simultan, wobei er gar 14 Partien verlor, 8 remisierte und 15 gewann. Er entkam daher noch hauchdünn der Blamage. |
| − | Sieger 1949: Dr. Hans Geiger, 2. Gustav Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Ivan Romanenko (er spielte ansonst die 1. Violine im Konzertsaal) 5. Ing. Gerhard Bruckner.
| |
| | | | |
| − | '''Arbeiter- und Eisenbahnerschach:'''
| + | ==== Das Internationale Turnier Badgastein 1948 ==== |
| − | Der frühere, weitgehend sozialdemokratische '''Itzlinger Schachklub''' der 1930er (im Rahmen des ATSV Itzling, gegründet 1926, bzw. des Schachklubs Itzling, 1935), wurde Ende der [[1940er]] wieder als anfangs (inoffizielle?) Schach-Sektion des ATSV erweckt.
| + | [[1948]], vom [[25. Mai]] bis [[20. Juni]], fand – nur drei Jahre nach dem Krieg – im Kurort [[Badgastein]] bereits ein Internationales Schachturnier statt, das der schwedische IM Eric Lundin gewann – vor dem Franzosen Nicolas Rossolimo und dem Ungarn Pál Benkő (Ungarn). Dazu gibt es z. B. eine österreichische Sonderbriefmarke und -stempel. Die Organisation erfolgte vom Wiener Ing. Gerhard Bruckner. Das Gästeturnier (B-Turner) gewann der Badener Albert Lounek.<ref>Quelle auch: online Chronik des Schachklubs Baden bei Wien.</ref> |
| | | | |
| − | Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Wiedergründung des ATSV Itzling (1926), neben Fußball, auch mit anderen Sportarten. 1946 pachtete der ATSV ein Grundstück an der [[Plainstraße]] (das heutige Anton-Kronreif-Sportzentrum), bei dessen Kantine später der Schachklub ASK in den 1970ern spielte.
| + | 1949: Ein lokales WM-Aljechin-Erinnerungsturnier. Sieger 1949: Dr. Hans Geiger, 2. Gustav Hopfinger 3. Dr. Walchshofer 4. Ivan Romanenko (er spielte ansonst die 1. Violine im Konzertsaal) 5. Ing. Gerhard Bruckner. |
| | | | |
| − | 1948: Umbenennung in Amateur-Sportvereinigung (ASV). <br /> | + | ==== Arbeiter- und Eisenbahnerschach ==== |
| − | Mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt- und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach [[Kanada]] auswanderte). Hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof. <br /> | + | Der frühere, weitgehend sozialdemokratische Itzlinger Schachklub der 1930er-Jahre (im Rahmen des ATSV Itzling, gegründet 1926, bzw. des Schachklubs Itzling, 1935), wurde Ende der [[1940er]-Jahre wieder als anfangs (inoffizielle?) Schach-Sektion des ATSV erweckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte 1946 die Wiedergründung des ATSV Itzling (1926), neben Fußball, auch mit anderen Sportarten. 1946 pachtete der ATSV ein Grundstück an der [[Plainstraße]] (das heutige Anton-Kronreif-Sportzentrum), bei dessen Kantine später der Schachklub ASK in den 1970ern spielte. 1948 erfolgte die Umbenennung in Amateur-Sportvereinigung (ASV). Mit dem Spitzenspieler Georg v. Berner (Stadt- und Landesmeister 1950/51, der aber 1951 nach [[Kanada]] auswanderte). Hatte seine Spiellokale beim Gasthof Aignherr in Itzling und beim ehemaligen Hotel Bahnhof. Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler, ... |
| − | Mit den Spielern Klaus Albrecht, Stockinger, Weilguni, Kurt Berger, Brunauer, Brandauer, Spalt, Hagn, Borenitsch, Bitter, Stadler, Grabler, ... | |
| − | | |
| − | '''Nachkriegs-Schach'''
| |
| − | | |
| − | '''Im Frühjahr 1946''' wurde nach dem Weltkrieg eine Eingabe an die Besatzungsmacht gerichtet, das Schach-Vereinsleben wieder aufnehmen zu dürfen. <br>
| |
| − | Am 18. 11. 1946 kommt es dann im Café Mozart wieder zu einer Generalversammlung der Schachgesellschaft.
| |
| − | | |
| − | Vom Mai 1946 bis Herbst findet bereits die erste Landesmeisterschaft nach dem Krieg statt, die sogar vom Bildungsreferat des Landes ausgeschrieben wurde.
| |
| − | | |
| − | '''Am [[1. Juli]] [[1947]]''' wird nach dem [[Zweiten Weltkrieg]], während der US-amerikanischen Besatzungszeit, vorerst die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet, mit dem Vorsitzenden [[Heinrich Kraupner|Heinz Kraupner]], und erfolgte der Beitritt zum neu geschaffenen ÖSB.
| |
| − | | |
| − | Der Materialstand war gleich null. Das Mozart war vorher noch ein US-amerikanisches Offizierscasino, das Café Posthof arg bombenbeschädigt. Dennoch findet bereits 1946/47 eine Stadtmeisterschaft statt, die Dr. Walchshofer gewinnt.
| |
| − |
| |
| − | Etliche Spieler sind umgekommen oder noch in Kriegsgefangenschaft. Einige [[Displaced Persons]], auch [[Volksdeutsche]] aus dem Osten, füllen wiederum die entstandenen Lücken.
| |
| | | | |
| − | 24. 8. 1947: In Bad Ischl: Ein neuerlicher Vergleichskampf zwischen Salzburg und Oberösterreich endet remis. | + | == Nachkriegs-Schach == |
| | + | Im Frühjahr 1946 wurde nach dem Weltkrieg eine Eingabe an die Besatzungsmacht gerichtet, das Schach-Vereinsleben wieder aufnehmen zu dürfen. Am [[18. November]] [[1946]] kommt es dann im Café Mozart wieder zu einer Generalversammlung der Schachgesellschaft. Vom Mai 1946 bis Herbst findet bereits die erste Landesmeisterschaft nach dem Krieg statt, die sogar vom Bildungsreferat des Landes ausgeschrieben wurde. Am [[1. Juli]] [[1947]] wird vorerst die inoffizielle Landesgruppe Salzburg gegründet, mit dem Vorsitzenden [[Heinrich Kraupner|Heinz Kraupner]] und es erfolgt der Beitritt zum neu geschaffenen ÖSB. Der Materialstand war gleich null. Das Mozart war vorher noch ein US-amerikanisches Offizierscasino, das Café Posthof arg bombenbeschädigt. Dennoch findet bereits 1946/47 eine Stadtmeisterschaft statt, die Dr. Walchshofer gewinnt. Etliche Spieler sind umgekommen oder noch in Kriegsgefangenschaft. Einige [[Displaced Persons]], auch [[Volksdeutsche]] aus dem Osten, füllen wiederum die entstandenen Lücken. Am [[24. August]] [[1947]] findet in Bad Ischl ein neuerlicher Vergleichskampf zwischen Salzburg und Oberösterreich, der remis endet. |
| | | | |
| | === Entwicklung ab den 1950er-Jahren === | | === Entwicklung ab den 1950er-Jahren === |
| − | 1951 führten die Amateure in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel, Anfang der 1950er gegen Hallein. Bis diese Schachgruppe/Sektion schließlich 1955 im neu gegründeten Schachklub ASK mündet.
| + | 1950: Der Salzburger Landesverband wird offiziell am 24. August, anfangs mit sechs Mitgliedern (Vereinen, bzw. Sportsektionen) gegründet. Seit 7. Oktober 1950 läuft die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft. Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es 1950 zudem schon in Hallein, [[Radstadt]], [[Schwarzach]], [[Saalfelden]] (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch (* 1888; †1970) beim ersten Landestag im Februar 1951). Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet; später folgte dafür der Werksport- und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau. In den nächsten Jahren kommen dann der ASK, Hallein, Seekirchen, Oberndorf/Laufen und das starke Bad Ischl dazu. |
| | | | |
| − | '''1950:''' Offizielle '''Gründung des Salzburger Landesverbandes''': <br />
| + | Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in zwei Klassen mit neun Mannschaften zu je acht Brettern gespielt. 1951 führten die Amateure in Kärnten gegen Wolfsberg-Kohlegrube ein Freundschaftsspiel, Anfang der 1950er gegen Hallein. Bis diese Schachgruppe/Sektion schließlich 1955 im neu gegründeten Schachklub ASK mündet. |
| − | Der Salzburger Landesverband wird offiziell am 24. 8. 1950, anfangs mit sechs Mitgliedern (Vereinen, bzw. Sportsektionen) gegründet.
| |
| | | | |
| | + | Viele Vereinsgründungen<br /> |
| | Erster Salzburger Schachklub 1910 - Mozart<br /> | | Erster Salzburger Schachklub 1910 - Mozart<br /> |
| | Salzburger Schachgesellschaft-Posthof<br /> | | Salzburger Schachgesellschaft-Posthof<br /> |
| Zeile 482: |
Zeile 380: |
| | Schach-Sektion des Sportklubs [[Zell am See]] | | Schach-Sektion des Sportklubs [[Zell am See]] |
| | | | |
| − | Schon im folgenden Jahr 1951 wurde in 2 Klassen mit 9 Mannschaften zu je 8 Brettern gespielt.
| + | Am [[11. Jänner]] [[1950]] teilt sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und zwei Vereine im [[Café Posthof]] und die im alten Spielcafé Mozart bleibenden (Erster Salzburger Schachklub 1910. Mozart). Der Klub Mozart sieht aber hier nur eine juristische Namensnovation (= Änderung) und sich nach allen Jubiläen als durchgängig seit 1910 wahren ältesten Schachklub in Salzburg. Die SK´s Bischofshofen, St. Johann und die Schachsektion des Sportklubs Zell am See werden (nach Vorgängern) 1950 gegründet. Der Halleiner Schachklub Jänner 1954 (Chronik des SK Hallein) |
| − | | |
| − | '''Seit 7. Oktober 1950''' läuft die '''Salzburger Mannschaftsmeisterschaft'''.
| |
| − | | |
| − | Bekannte Schachzirkel, aber noch nicht Vereine, gab es 1950 zudem schon in Hallein, [[Radstadt]], [[Schwarzach]], [[Saalfelden]] (Bericht von Präs. HR Ritter v. Hoch (1888–1970) beim ersten Landestag im Febr. 1951). <br />
| |
| − | Die Zeller hatten sich aber bald wieder verabschiedet; später folgte dafür der Werksport- und Kulturverein Kaprun aus dem Pinzgau. <br />
| |
| − | In den nächsten Jahren kommen dann der ASK, Hallein, Seekirchen, Oberndorf/Laufen und das starke Bad Ischl dazu.
| |
| − | | |
| − | '''Viele Vereinsgründungen'''<br />
| |
| − | | |
| − | '''1950:''' Am 11. 1. 1950 teilte sich die Salzburger Schachgesellschaft in die Spielstätten und zwei Vereine im [[Café Posthof]] und die im alten Spielcafé Mozart bleibenden (Erster Salzburger Schachklub 1910. Mozart).
| |
| | | | |
| − | Der Klub Mozart sieht aber hier nur eine juristische Namensnovation (=Änderung) und sich nach allen Jubiläen als durchgängig seit 1910 wahren ältesten Schachklub in Salzburg.
| + | Schon 1950/51 gibt es vielfache Vergleichskämpfe, insbesondere von Mozart gegen Venedig, Rom, Schachring Zürich, auf 25 Brettern gegen Traunstein (mit Chiemgauern verstärkt), in [[Bad Gastein]] gegen den Kärntner Meister ESV Admira Villach und Wels. |
| | | | |
| − | '''1950:''' Die SK´s Bischofshofen, St. Johann und die Schachsektion des Sportklubs Zell am See werden (nach Vorgängern) 1950 gegründet.
| + | 1953/1954 erfolgen Teilnahme von Mozart am europäischen Mitropa- und Westropa-Cup mit guten Ergebnissen. DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und [[Georg Berner]] (Amateure Itzling) sind in den 1950er- und 1960er-Jahren wohl die besten Spieler. G. Berner (Salzburger Stadt- und Landesmeister 1950) schlägt auch den ÖM und Staatsmeister 1951 Mathias Leinweber. |
| | | | |
| − | Der Halleiner Schachklub Jänner 1954 (Chronik des SK Hallein)
| + | In der Zeit von 1953 bis 1956 wurde Mozart einmal Zweiter und einmal Dritter bei den österreichischen Vereinsstaatsmeisterschaften und erneut 1974/75. 1953 wurden diese Vorgänger der späteren Staatsliga (Bundesliga) eingeführt. Damals war Hietzing-Wien in Österreich die Nr. 1 und waren die vielen Wiener Meisterspieler in Österreich vorherrschend. In den 1970er-Jahren kamen die Grazer Vereine und die VÖEST stark auf. Mozart hatte ab April 1958 eine "Zweigstelle" in Wals, bis sich später der HSV Wals gründete. In den zehn Jahren zwischen 1950 und 1960 hatte z. B. allein der Klub Mozart 268 gemeldete Kaffeehaus- und Turnier-Spieler (die aber teils wieder aufhörten, zu anderen Klubs wechselten usw.). |
| | | | |
| − | '''Schon 1950/51''' gibt es vielfache Vergleichskämpfe, insbesondere von Mozart gegen Venedig, Rom, Schachring Zürich, auf 25 Brettern gegen Traunstein (mit Chiemgauern verstärkt), in [[Bad Gastein]] gegen den Kärntner Meister ESV Admira Villach und Wels.
| + | 1954/1955: Im Jänner 1954 wird der SK Hallein, im Dezember 1955 von Kurt Berger (1912-1993) und dem Schlosser Rupert Borenitsch der ASK als Arbeiterschachklub gegründet, der quasi ein Nachfolger des früheren Itzlinger Klubs (1935), bzw. der ASV-Amateure, ATSV, ESV-Sektion war, aber auch einige Spieler der früheren Lehener und Maxglaner Vereine der 1930er umfasste. Die ASKler sehen sich nun aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren mittwochs in der Kugelhofstr. im Violett, im Fußballspieler-Lokal von [[Austria Salzburg]]. Der ASK, der "Allgemeine Schachklub", hat ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich ansonst doch viele Spieler in das Internet verzogen haben. Jeden ersten Mittwoch im Monat gibt es dort z. B. ein offenes Blitzturnier. Im Pinzgau führte damals der Kultur- und Werksportklub Kaprun (1948), mit seinem Vorkämpfer Franz Weikl. |
| − | | |
| − | '''1953/1954''' erfolgen Teilnahme von Mozart am europäischen Mitropa- und Westropa-Cup mit guten Ergebnissen. <br />
| |
| − | DI Erich Flir, Walter Wöll von Mozart und [[Georg Berner]] (Amateure Itzling) sind in den 1950ern und 1960ern wohl die besten Spieler.
| |
| − | G. Berner (Salzburger Stadt- und Landesmeister 1950) schlägt auch den ÖM und Staatsmeister 1951 Mathias Leinweber.
| |
| − | | |
| − | In der Zeit von 1953 bis 1956 wurde Mozart einmal Zweiter und einmal Dritter bei den österreichischen Vereinsstaatsmeisterschaften und erneut 1974/75. <br />
| |
| − | 1953 wurden diese Vorgänger der späteren Staatsliga (Bundesliga) eingeführt.
| |
| − | | |
| − | Damals war Hietzing-Wien in Österreich die Nr. 1 und waren die vielen Wiener Meisterspieler in Österreich vorherrschend. <br />
| |
| − | In den 1970ern kamen die Grazer Vereine und die VÖEST stark auf.
| |
| − | | |
| − | Mozart hatte ab April 1958 eine "Zweigstelle" in Wals, bis sich später der HSV Wals gründete. <br />
| |
| − | In den zehn Jahren zwischen 1950 und 1960 hatte z. B. allein der Klub Mozart 268 gemeldete Kaffeehaus- und Turnier-Spieler (die aber teils wieder aufhörten, zu anderen Klubs wechselten usw.).
| |
| − | | |
| − | '''1954/1955''': Im Jänner 1954 wird der SK Hallein, im Dezember 1955 von Kurt Berger (1912-1993) und dem Schlosser Rupert Borenitsch der ASK als Arbeiterschachklub gegründet, der quasi ein Nachfolger des früheren Itzlinger Klubs (1935), bzw. der ASV-Amateure, ATSV, ESV-Sektion war, aber auch einige Spieler der früheren Lehener und Maxglaner Vereine der 1930er umfasste. <br />
| |
| − | Die ASKler sehen sich nun aber mehr als Nachfolger der Maxglaner und residieren mittwochs in der Kugelhofstr. im Violett, im Fußballspieler-Lokal von [[Austria Salzburg]]. <br /> | |
| − | Der ASK, der "Allgemeine Schachklub", hat ein sehr lebendiges Klubleben, zumal sich ansonst doch viele Spieler in das Internet verzogen haben. <br /> | |
| − | Jeden ersten Mittwoch im Monat gibt es dort z. B. ein offenes Blitzturnier. | |
| − | | |
| − | Im Pinzgau führte damals der Kultur- und Werksportklub Kaprun (1948), mit seinem Vorkämpfer Franz Weikl. | |
| | | | |
| − | '''1958:''' K. Schatzl, der Oberkellner des [[Café Glockenspiel]], der aber beim Verein Posthof spielt, wird Landesmeister (dazu gibt es auch einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten Walter Müller im SN-online-Archiv).
| + | 1958: K. Schatzl, der Oberkellner des [[Café Glockenspiel]], der aber beim Verein Posthof spielt, wird Landesmeister (dazu gibt es auch einen amüsanten Artikel vom Salzburger Literaten Walter Müller im SN-online-Archiv). |
| | | | |
| − | '''Am 19. Juli 1959''' findet in Seekirchen (zum 5. Geburtstag) ein schönes Schachfest mit 8er-Mannschaften und 30-Minuten-Kurzzeit-Partien statt.
| + | Am [[19. Juli]] 1959 findet in [[Seekirchen]] (zum 5. Geburtstag) ein schönes Schachfest mit 8er-Mannschaften und 30-Minuten-Kurzzeit-Partien statt. Die Schachvereinigung Oberndorf-Laufen (das bayerische Laufen gegründet bereits 1948) nimmt an den Salzburger Bewerben teil. Ebenso ist der 1. SK Bad Ischl (OÖ.) von 1959 bis 1998 bei Salzburg. |
| − | | |
| − | '''1959:''' Die Schachvereinigung Oberndorf-Laufen (das bayerische Laufen gegründet bereits 1948) nimmt an den Salzburger Bewerben teil.
| |
| − | Ebenso ist der 1. SK Bad Ischl (OÖ.) von 1959 bis 1998 bei Salzburg. | |
| | | | |
| − | '''Ab 1966''' gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere (Schnellschach). <br />
| + | Ab 1966 gab es, ausgehend vom Schachklub Freilassing, Grenzlandturniere (Schnellschach). Mai: SSG Posthof gegen Wels (auf 15 Brettern). |
| − | 1966 Mai: SSG Posthof gegen Wels (auf 15 Brettern).
| |
| | | | |
| − | '''1967''' Der frühere ATSV bzw. SK Bischofshofen (1923 und 1950) wird über die neue Schach-Sektion im ESV Bischofshofen (ASKÖ-Mitglied) neu belebt und siegt mit den jungen Spielern in der 2. höchsten Division. Sternstunden um die 1980er. Baumeister Ing. Hans Schmid ist 30 Jahre verdienstvoller Obmann.
| + | 1967: Der frühere ATSV bzw. SK Bischofshofen (1923 und 1950) wird über die neue Schach-Sektion im ESV Bischofshofen (ASKÖ-Mitglied) neu belebt und siegt mit den jungen Spielern in der 2. höchsten Division. Sternstunden um die 1980er. Baumeister Ing. Hans Schmid ist 30 Jahre verdienstvoller Obmann. |
| | | | |
| − | '''1969/70''' Die Landesliga wird eingeführt. Bis dahin wurde nur in einer 1. und einer 2. Klasse gespielt.
| + | 1969/70: Die Landesliga wird eingeführt. Bis dahin wurde nur in einer 1. und einer 2. Klasse gespielt. |
| | | | |
| − | '''1970:''' Mozart siegt im 1. österr. Schach-Cup (aber keine Bestbesetzung der anderen Bundesländer). Mozart Dritter bei den Vereinsstaatsmeisterschaften; hinter 1. Gemeinde Graz und 2. Berghofer Wien.
| + | 1970: Mozart siegt im 1. österr. Schach-Cup (aber keine Bestbesetzung der anderen Bundesländer). Mozart Dritter bei den Vereinsstaatsmeisterschaften; hinter 1. Gemeinde Graz und 2. Berghofer Wien. |
| | | | |
| − | '''1973''' folgten die neuen Bewerbe Landes-Blitzmeisterschaft und Landescup. <br />
| + | 1973 folgten die neuen Bewerbe Landes-Blitzmeisterschaft und Landescup.<ref>Quelle: ASK Chronik</ref> |
| − | Quelle: ASK Chronik<br /> | + | * Ranshofen siegt bei den österreichischen Vereins-Staatsmeisterschaften. |
| − | - Ranshofen siegt bei den österreichischen Vereins-Staatsmeisterschaften. <br />
| + | * der Kultur- und Werksportklub Kaprun feiert sein 25-Jahre-Jubiläum mit einem Pinzgauer Mannschafts-Schachturnier. |
| − | -der Kultur- und Werksportklub Kaprun feiert sein 25-Jahre-Jubiläum mit einem Pinzgauer Mannschafts-Schachturnier. <br />
| + | * USK Uttendorf (gegründet 1961) nimmt erstmals beim SLV teil. |
| − | - USK Uttendorf (gegründet 1961) nimmt erstmals beim SLV teil. <br />
| + | * SC Inter Salzburg, anfangs eine Mischung aus Schach- und Geselligkeitsklub, wird in [[Liefering]] gegründet, dann Taxhamer, Lehener, und steigt in den [[1990er]]-Jahren bis zum Bundesliga-A-Klub auf. |
| − | - SC Inter Salzburg, anfangs eine Mischung aus Schach- und Geselligkeitsklub, wird in [[Liefering]] gegründet, dann Taxhamer, Lehener, . . . und steigt in den 1990ern bis zum Bundesliga-A-Klub auf.
| |
| − | | |
| − | '''1974/75''' Mozart: 2. Platz bei den österreichischen Vereins-Staatsmeisterschaften.
| |
| | | | |
| − | '''1974:''' Der Salzburg-Pongauer Maler und Grafiker [[Stefan Schneider]] (* 1908; † 1980) wird FIDE-Internationaler Meister (IM) im scharfsinnigen Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung), mit etwa 300 Problemkompositionen.
| + | 1974/75: Mozart: 2. Platz bei den österreichischen Vereins-Staatsmeisterschaften. Der Salzburg-Pongauer Maler und Grafiker [[Stefan Schneider]] (* 1908; † 1980) wird 1974 FIDE-Internationaler Meister (IM) im scharfsinnigen Problemkompositionsschach (damals noch ohne Computerunterstützung), mit etwa 300 Problemkompositionen. |
| | | | |
| − | '''In den 1970ern''' bis Anfang der 1980er prägen die vielen guten Mozartler wie ÖM [[Walter Klimitschek]] und die Ranshofner Staatsligaspieler IM Arne Dür (aus Tirol), Josef Ager oder ÖM A. Prameshuber (Staatsmeister 1958) das Salzburger Spitzen-Schach. <br />
| + | In den [[1970er]]- bis Anfang der [[1980er]]-Jahre prägen die vielen guten Mozartler wie ÖM [[Walter Klimitschek]] und die Ranshofner Staatsligaspieler IM Arne Dür (aus Tirol), Josef Ager oder ÖM A. Prameshuber (Staatsmeister 1958) das Salzburger Spitzen-Schach. Mitte der 1970er-Jahre kommt eine neue Generation von starken Juniorenspielern in der Liga auf. Bad Ischl, ASK, Mozart, Ranshofen, etwas später dann Bischofshofen, Oberndorf, Uttendorf. |
| − | Mitte der 1970er kommt eine neue Generation von starken Juniorenspielern in der Liga auf. <br /> | |
| − | Bad Ischl, ASK, Mozart, Ranshofen, etwas später dann Bischofshofen, Oberndorf, Uttendorf. | |
| | | | |
| − | '''1975/76:''' Gründung der Staatsliga'''
| + | 1975/76: Gründung der Staatsliga |
| | | | |
| − | Der engagierte Werksportverein ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen. <br /> | + | Der engagierte Werksportverein ATSV Ranshofen war 1971 von OÖ zum Salzburger Verband gestoßen. Obmann (ÖM) Wolfgang Hackbarth wollte wohl der damals sehr starken VÖEST Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar. Er hatte großen Anteil an der Gründung der neuen Staatsliga 1975/76 (seit 2003 Bundesliga), die den früheren Vereinsstaatsmeisterschaften (seit 1953) nachgefolgt war. Mit großer Unterstützung seiner Gattin Christa, die gute Spielerin und auch Funktionärin ist. Ranshofen gewann zweimal die Staatsliga (1973 und 1988/89). |
| − | Obmann (ÖM) Wolfgang Hackbarth wollte wohl der damals sehr starken VÖEST Linz ausweichen und witterte in Salzburg offenbar mehr Beute. Zudem war es auch leichter erreichbar. Er hatte großen Anteil an der Gründung der neuen Staatsliga 1975/76 (seit 2003 Bundesliga), die den früheren Vereinsstaatsmeisterschaften (seit 1953) nachgefolgt war. Mit großer Unterstützung seiner Gattin Christa, die gute Spielerin und auch Funktionärin ist. <br /> | |
| − | Ranshofen gewann zweimal die Staatsliga (1973 und 1988/89). | |
| | | | |
| − | 1976 1. Bad Ischler Turnier<br> | + | 1976 1. Bad Ischler Turnier |
| − | | |
| − | '''1979/80:''' Die Westliga (nun Bundesliga B West) der drei westlichen Bundesländer wird gegründet. <br>
| |
| − |
| |
| − | '''Im Café Mozart''' in der [[Getreidegasse]] wird, vor allem in den 1960ern bis 1980ern, täglich ab Nachmittag, von 20 bis 30 gewieften Kaffeehaus-Blitzern gespielt und Partien analysiert.
| |
| | | | |
| − | Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy- und Penthouse-Girl Brigitta Cimarolli, die sogar sehr beachtliche 1840 nationale Elo und den WMK-Titel errang. Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Café Mozart zum Spiel (und sponserten manchmal bei den Blitzturnieren schöne Preise). Durch die Ausdünnung des Gewerbes in der Stadt, Fitness-Trends, aus Kostengründen und infolge der Computerisierung hat sich das früher sehr beliebte Kaffeehausschach leider nun doch stark verflüchtigt. <br /> | + | 1979/80: Die Westliga (nun Bundesliga B West) der drei westlichen Bundesländer wird gegründet. <br> |
| − | Der Trend ging zum exakteren Turnierschach mit Elowertung und ins Internet-Blitzen. <br /> | + | Im Café Mozart'in der [[Getreidegasse]] wird, vor allem in den 1960er- bis 1980er-Jahren, täglich ab Nachmittag, von 20 bis 30 gewieften Kaffeehaus-Blitzern gespielt und Partien analysiert. Auch der bekannte Pianist Friedrich Gulda fand sich manchmal zum Blitzspiel ein, oder das Playboy- und Penthouse-Girl Brigitta Cimarolli, die sogar sehr beachtliche 1840 nationale Elo und den WMK-Titel errang. Damals kamen auch etliche Gewerbetreibende der Innenstadt ins Café Mozart zum Spiel (und sponserten manchmal bei den Blitzturnieren schöne Preise). Durch die Ausdünnung des Gewerbes in der Stadt, Fitness-Trends, aus Kostengründen und infolge der Computerisierung hat sich das früher sehr beliebte Kaffeehausschach leider nun doch stark verflüchtigt. Der Trend ging zum exakteren Turnierschach mit Elowertung und ins Internet-Blitzen. Vor allem der ASK, aber auch Royal oder [[Schachklub Salzburg-Süd]] hatten (und haben noch) immer ein sehr aktives Klubleben mit Bewerben. |
| − | Vor allem der ASK, aber auch Royal oder [[Schachklub Salzburg-Süd]] hatten (und haben noch) immer ein sehr aktives Klubleben mit Bewerben. | |
| | | | |
| − | '''Elo und FIDE Rating.'''
| + | ; Elo und FIDE Rating |
| − | Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970ern das Elosystem (heute FIDE Rating), eine Messung der Spielstärke, die nun in Variationen auch für andere Sportarten herangezogen wird. (in Österreich ab 1978 nationale ELO). | + | Im Turnierschach entwickelt sich weltweit ab den 1970er-Jahren das Elosystem (heute FIDE Rating), eine Messung der Spielstärke, die nun in Variationen auch für andere Sportarten herangezogen wird. (in Österreich ab 1978 nationale ELO). |
| | | | |
| − | '''Zeit der Simultanspiele:''' <br />
| + | ; Zeit der Simultanspiele |
| − | '''1970:''' GM Paul Keres zum Simultan erneut in Salzburg. <br />
| + | 1970: GM Paul Keres zum Simultan erneut in Salzburg. Der frühere tschechische Weltklassespieler GM Salo Flohr gab 1975 und 1978/1979 Simultanvorstellungen im Land. Simultans der russischen GMs Makaritschev (1979) und J. Schweschnikow (1980). WM Anatol Karpov folgte 1979 und 1983 (spezielle Artikel dazu auf der SLV Seite). In der Zeit der Weltmeister Bobby Fischer und Anatol Karpov (bzw. zur Zeit von SLV-Verbandspräsidenten Karl Groiss und Landesspielleiter Erich Schneider (1938–1992), kam es ab Mitte der 1970er- und in den 1980er-Jahren zu einigen neuen Vereinsgründungen und starker Zunahme und Aufwärtsentwicklung der Jugend und Junioren (wie in ganz Österreich). Bad Ischl und ASK kamen stark auf. Der ESV Bischofshofen (1967) mit dem jungen [[Josef Klinger]] (dem späteren Großmeister), das 4x um 1980 Landescup-Finalist, 1980/81 Westligameister und 2x zweiter. Der USK Uttendorf kämpfte sogar in der Westliga. |
| − | Der frühere tschechische Weltklassespieler GM Salo Flohr gab 1975 und 1978/1979 Simultanvorstellungen im Land. <br /> | |
| − | Simultans der russischen GMs Makaritschev (1979) und J. Schweschnikow (1980). <br /> | |
| − | WM Anatol Karpov folgte 1979 und 1983 (spezielle Artikel dazu auf der SLV Seite). | |
| − | | |
| − | In der Zeit der Weltmeister Bobby Fischer und Anatol Karpov (bzw. zur Zeit von SLV-Verbandspräsidenten Karl Groiss und Landesspielleiter Erich Schneider (1938–1992), kam es ab Mitte der [[1970er]]- und in den [[1980er]]-Jahren zu einigen neuen Vereinsgründungen und starker Zunahme und Aufwärtsentwicklung der Jugend und Junioren (wie in ganz Österreich). | |
| | | | |
| − | Bad Ischl und ASK kamen stark auf. Der ESV Bischofshofen (1967) mit dem jungen [[Josef Klinger]] (dem späteren Großmeister), das 4x um 1980 Landescup-Finalist, 1980/81 Westligameister und 2x zweiter. Der USK Uttendorf kämpfte sogar in der Westliga.
| + | 1978: Der Landesverband flog 1978 nach Ägypten und mit 50 Leuten zu einem Freundschaftskampf und Ausflug nach Moskau. 1982 ging es mit 60 Leuten nach Budapest. |
| | | | |
| − | '''1978:''' Der Landesverband flog 1978 nach Ägypten und mit 50 Leuten zu einem Freundschaftskampf und Ausflug nach Moskau. 1982 ging es mit 60 Leuten nach Budapest.
| + | 1968–1989: Länderkämpfe des Verbandes (als Form des Spitzen-Jugend- und Breitenschachs) in Fortsetzung der frühen Länderkämpfe der 1920er- und 1930er-Jahre gegen Oberösterreich (bzw. Wels, Steyr, Chiemgau) |
| − | | |
| − | '''1968–1989:''' Länderkämpfe des Verbandes (als Form des Spitzen-Jugend- und Breitenschachs) in Fortsetzung der frühen Länderkämpfe der 1920/30er gegen Oberösterreich (bzw. Wels, Steyr, Chiemgau)
| |
| | | | |
| | 1968 (April) und 1969 Salzburg – NÖ auf 46 Brettern (siehe NÖ-Chronik); <br /> | | 1968 (April) und 1969 Salzburg – NÖ auf 46 Brettern (siehe NÖ-Chronik); <br /> |
| Zeile 598: |
Zeile 443: |
| | Die sich rasant entwickelnden europäische Open-Turniere, wo Spieler internationale Elo und Normen erwerben konnten, lösen dann diese früheren Mannschafts-Bewerbe ab. | | Die sich rasant entwickelnden europäische Open-Turniere, wo Spieler internationale Elo und Normen erwerben konnten, lösen dann diese früheren Mannschafts-Bewerbe ab. |
| | | | |
| − | '''Alpencup:''' 1981–2001 gab es den Alpencup, ein freundschaftliches, nettes Kurzzeitturnier der drei Vereine Uttendorf, Inter Salzburg und Klausen ([[Südtirol]]), später statt Inter um den SK Jenbach ergänzt.
| + | ; Alpencup |
| | + | 1981 bis 2001 gab es den Alpencup, ein freundschaftliches, nettes Kurzzeitturnier der drei Vereine Uttendorf, Inter Salzburg und Klausen ([[Südtirol]]), später statt Inter um den SK Jenbach ergänzt. |
| | | | |
| − | '''Meister der Bundesliga B''' (frühere Westliga, bzw. Staatsliga B-West und -Mitte). <br />
| + | ; Meister der Bundesliga B |
| | + | der früheren Westliga, bzw. Staatsliga B-West und -Mitte. <br /> |
| | Mozart in der Saison 1979/80 und 81/82,<br /> | | Mozart in der Saison 1979/80 und 81/82,<br /> |
| | ESV Bischofshofen 1980/81, <br /> | | ESV Bischofshofen 1980/81, <br /> |
| Zeile 607: |
Zeile 454: |
| | Spielgemeinschaft SIR (Süd-Inter-Royal) 2000/1, und 2001/2 (2x Meister der BL-B-Mitte), 2009/10 und 2012/13 (BLB-W). | | Spielgemeinschaft SIR (Süd-Inter-Royal) 2000/1, und 2001/2 (2x Meister der BL-B-Mitte), 2009/10 und 2012/13 (BLB-W). |
| | | | |
| − | '''1982:''' Der 14-jährige Josef Klinger wird Jugendstaatsmeister (bis U-20).
| + | 1982: Der 14-jährige Josef Klinger wird Jugendstaatsmeister (bis U-20). |
| | | | |
| − | '''1983:''' Schachklub Golling gegründet
| + | 1983: Schachklub Golling gegründet |
| | | | |
| − | '''1984:''' NM Reinhard Hanel wird nach A. Herzog 2. bester Österreicher bei der 5. offenen Wiener Meisterschaft.
| + | 1984: NM Reinhard Hanel wird nach A. Herzog 2. bester Österreicher bei der 5. offenen Wiener Meisterschaft. Während andere Vereine aufblühen, überaltert die Schachgesellschaft Salzburg (Posthof), die 1980 noch mit 36 Teilnehmern ein schönes Turnier veranstaltet, und versucht mit der Umbenennung in Union Grödig ein Weiterbestehen (bis 1995). Der Druck der nachrückenden starken Jugend dürfte zudem maßgeblich gewesen sein.<ref> Quelle: u. a. Egger; Chronik Neumarkt</ref> 1. "beschränkt-offene" Salzburger Stadtmeisterschaft (54 Teilnehmer) und folgende starten. |
| − | 1984: Während andere Vereine aufblühen, überaltert die Schachgesellschaft Salzburg (Posthof), die 1980 noch mit 36 Teilnehmern ein schönes Turnier veranstaltet, und versucht mit der Umbenennung in Union Grödig ein Weiterbestehen (bis 1995). Der Druck der nachrückenden starken Jugend dürfte zudem maßgeblich gewesen sein. Quelle: u. a. Egger; Chronik Neumarkt</ref>
| |
| − | 1984: 1. "beschränkt-offene" Salzburger Stadtmeisterschaft (54 Teilnehmer) und folgende starten.
| |
| | | | |
| − | '''1985:''' Der 18-jährige Josef Klinger: Österreichischer Herren-Staatsmeister. Er gewinnt in der Schweiz ein Kat. V Turnier, 1987 6. beim Zonenturnier in München.
| + | 1985: Der 18-jährige Josef Klinger: Österreichischer Herren-Staatsmeister. Er gewinnt in der Schweiz ein Kat. V Turnier, 1987 6. beim Zonenturnier in München. |
| | | | |
| − | '''1985:''' Tolle Jubiläen: ASK – 30 Jahre, Mozart – 75 Jahre. <br />
| + | 1985: Tolle Jubiläen: ASK – 30 Jahre, Mozart – 75 Jahre. Bei der ASK-Veranstaltung siegt IM Josef Klinger im Blitz bei 94 Teilnehmern. Beim Mozart-Schnellschachturnier siegt Bayern München (damals mit den drei IMs Kindermann, Klaus Bischoff, Gerald Hertneck und FM Klundt), vor 2. Mozart I (IM Josef Klinger, NM Reinhard Hanel, NM E. Brestian, NM Heinz Peterwagner). 3. SAVA Belgrad 4. Budapest 5. Inter Salzburg, ... (18 internationale Mannschaften). SK Neumarkt am Wallersee gegründet. (z. B. haben im Schachklub Neumarkt dann innerhalb von 30 Jahren 230! Spieler zumindest eine Partie für diesen Verein gespielt, siehe: Martin Egger: Chronik). |
| − | Bei der ASK-Veranstaltung siegt IM Josef Klinger im Blitz bei 94 Teilnehmern. <br /> | |
| − | Beim Mozart-Schnellschachturnier siegt Bayern München (damals mit den drei IMs Kindermann, Klaus Bischoff, Gerald Hertneck und FM Klundt), vor 2. Mozart I (IM Josef Klinger, NM Reinhard Hanel, NM E. Brestian, NM Heinz Peterwagner). 3. SAVA Belgrad 4. Budapest 5. Inter Salzburg, … (18 internationale Mannschaften). | |
| − | | |
| − | '''1985:''' SK Neumarkt am Wallersee gegründet. <br />
| |
| − | (z. B. haben im Schachklub Neumarkt dann innerhalb von 30 Jahren 230! Spieler zumindest eine Partie für diesen Verein gespielt, siehe: Martin Egger: Chronik …). | |
| | | | |
| − | '''1985/86:''' Der '''ASK''' spielt eine Saison in der obersten österreichischen Division.
| + | 1985/86: Der ASK spielt eine Saison in der obersten österreichischen Division. |
| | | | |
| − | '''1986:''' Norbert Sommerbauer (Bad Ischl) JStM, Gerald Herndl zweiter der Jugend-StM (U 20).
| + | 1986: Norbert Sommerbauer (Bad Ischl) JStM, Gerald Herndl zweiter der Jugend-StM (U 20). |
| | | | |
| − | '''1987:''' Salzburg siegt bei der Österreichischen Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft.
| + | 1987: Salzburg siegt bei der Österreichischen Bundesländer-Mannschaftsmeisterschaft. |
| | | | |
| − | '''1988/89:''' Ranshofen siegt in der Staatsliga. Mit den Dür´s, A. Prameshuber, J. Ager. <br>
| + | 1988/89: Ranshofen siegt in der Staatsliga. Mit den Dür´s, A. Prameshuber, J. Ager. |
| | | | |
| − | '''1989:''' Salzburg wird bei den Herren 2. bei der österreichischen Schachwoche in Imst (BLMM). <br>
| + | 1989: Salzburg wird bei den Herren 2. bei der österreichischen Schachwoche in Imst (BLMM). |
| | | | |
| − | In den [[1980er]]- und [[1990er]]-Jahren wirkt der USK Uttendorf sogar in der Westliga (spätere Bundesliga-B), mit seinen Spitzen Hahn und Feichtner. <br /> | + | In den [[1980er]]- und [[1990er]]-Jahren wirkt der USK Uttendorf sogar in der Westliga (spätere Bundesliga-B), mit seinen Spitzen Hahn und Feichtner. |
| | | | |
| − | '''1990 Radstadt:''' Internationales Schnellschach Mannschaftsturnier.
| + | 1990: [[Radstadt]]: Internationales Schnellschach Mannschaftsturnier. |
| | | | |
| − | '''Kombibewerbe / Geselligkeit'''<br />
| + | ; Kombibewerbe und Geselligkeit |
| − | Die Vereine Mattighofen, Ampflwang und Radstadt organisieren schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. <br /> | + | Die Vereine Mattighofen, Ampflwang und Radstadt organisieren schöne Mannschafts-Blitz, bzw. Kurzzeit-Turniere. Seekirchen schon im Juli 1959 einen Fußball-Kegel-Schachbewerb. Die drei Stadtvereine ASK, Inter und Mozart veranstalten in den 1970ern und -80ern Fußball-Schach-Kombibewerbe. Mozart (1975) und Bad Ischl: Schach-Skirennen auf der Katrin. Schach und Schilanglauf: (1980) Radstadt gegen Salzburg-Süd in Radstadt. [[Mondsee (Ort)|Mondsee]]: Schach am [[Mondsee (See)|See]]. SK Inter – Dreikampf, ab 1974 (anfangs 5000 Meter Geländelauf, Kegeln, Schach). ASK: Schach – Kegeln, Schach – Darts, ... Also kamen auch Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz. |
| − | Seekirchen schon im Juli 1959 einen Fußball-Kegel-Schachbewerb. | |
| − | | |
| − | Die drei Stadtvereine ASK, Inter und Mozart veranstalten in den 1970ern und -80ern Fußball-Schach-Kombibewerbe. <br /> | |
| − | Mozart (1975) und Bad Ischl: Schach-Schirennen auf der Katrin. <br /> | |
| − | Schach und Schilanglauf: (1980) Radstadt gegen Salzburg-Süd in Radstadt. <br /> | |
| − | Mondsee: Schach am See <br /> | |
| − | SK Inter – Dreikampf, ab 1974 (anfangs 5000 Meter Geländelauf, Kegeln, Schach)<br /> | |
| − | ASK: Schach – Kegeln, Schach – Darts, … <br /> | |
| − | Also kamen auch Spaß und Körpersport manchmal nicht zu kurz. <br /> | |
| | Inter und ASK: Schach-Bälle und Geselligkeitsveranstaltungen. | | Inter und ASK: Schach-Bälle und Geselligkeitsveranstaltungen. |
| | | | |
| − | '''Das Schachhaus:'''<br />
| + | ;Das Schachhaus |
| − | Vom Herbst '''1984 bis 1996''' gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes in Lehen, in der [[Strubergasse]], das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex-WM Michael Tal, eingeweiht wurde. Politiker spielten. Der Lyriker [[Christoph Wilhelm Aigner|Christoph Aigner]] gab eine Lesung. <br /> | + | Vom Herbst 1984 bis 1996 gab es ein eigenes Schach-Haus des Verbandes in Lehen, in der [[Strubergasse]], das im Oktober 1984 mit einem Simultan des "Zauberers von Riga", dem Kombinationskünstler Ex-WM Michael Tal, eingeweiht wurde. Politiker spielten. Der Lyriker [[Christoph Wilhelm Aigner|Christoph Aigner]] gab eine Lesung. Es gab Betriebs-Meisterschaften und Turniere. Zuletzt wurde allerdings mehr gewürfelt, bis es mangels Geld für Investitionen eingestellt wurde. |
| − | Betriebs-Meisterschaften und Turniere <br /> | |
| − | Zuletzt wurde allerdings mehr gewürfelt, bis es mangels Geld für Investitionen eingestellt wurde. | |
| | | | |
| − | '''1982–1992: Betriebs-Schachmeisterschaften''':<br />
| + | ; 1982–1992: Betriebs-Schachmeisterschaften |
| − | AK Salzburg/ÖGB organisieren mit dem Verband ab 1982 für über 10 Jahre im Schachhaus die Betriebs-Schachmeisterschaften, die öfters die ambitionierten Post Spieler gewannen. <br /> | + | AK Salzburg/ÖGB organisieren mit dem Verband ab 1982 für über 10 Jahre im Schachhaus die Betriebs-Schachmeisterschaften, die öfters die ambitionierten Post Spieler gewannen. Auch die [[Salzburger Gebietskrankenkasse]], [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|AK]], Baufirmen, mehrere Banken, [[Eisenwerk Sulzau-Werfen]], Druckereien, die [[SAFE]], oder [[Salzburg Krone]] u. a. nahmen etwa mit recht guten Mannschaften daran teil. |
| − | Auch die [[Salzburger Gebietskrankenkasse]], [[Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg|AK]], Baufirmen, mehrere Banken, [[Eisenwerk Sulzau-Werfen]], Druckereien, die SAFE, oder [[Salzburg Krone]] u. a. nahmen etwa mit recht guten Mannschaften daran teil. | |
| | | | |
| − | '''Salzburger Schach-Open:''' <br />
| + | ;Salzburger Schach-Open |
| − | DI [[Gerhard Herndl]] gibt seit 1984 die Halleiner Schachzeitung, mit [[Robert Rettenbacher]] die Verbandszeitung SIS heraus und organisierte '''ab 1986 das Halleiner Schach-Open'''. <br /> | + | DI [[Gerhard Herndl]] gibt seit 1984 die Halleiner Schachzeitung, mit [[Robert Rettenbacher]] die Verbandszeitung SIS heraus und organisierte ab 1986 das Halleiner Schach-Open. Dieses setzte sich dann durchgehend in [[Werfen]]-[[Tenneck]] und nun Schwarzacher Open fort. |
| − | Dieses setzte sich dann durchgehend im Werfen (Tenneck) und nun Schwarzacher Open fort. | |
| | | | |
| − | '''1992:''' Jörg Kraschl (SC Inter) Jugendstaatsmeister U-18.
| + | 1992: Jörg Kraschl (SC Inter) Jugendstaatsmeister U-18. |
| | | | |
| − | '''1992''' (2. –4. 10. 1992). Das internationale Salzburg-Stadt Open, mit gutem Preisfonds, wird im Rahmen der Mephisto-Grand-Prix Serie der ehemaligen Müchner Schachcomputerfirma im Gnigler Vereinshaus abgehalten. 180 Teilnehmer. <br />
| + | 1992: 2. bis 4. Oktober: Das internationale Salzburg-Stadt Open, mit gutem Preisfonds, wird im Rahmen der Mephisto-Grand-Prix Serie der ehemaligen Müchner Schachcomputerfirma im Gnigler Vereinshaus abgehalten. 180 Teilnehmer. Zufällig auch zum 100. Geburtstag und 50. Todestag von Ex-Weltmeister Alexander Aljechin.<ref> Salzburg Krone und Staatsliga-Topchess. Hrsg. Alexander Fauland und [[Hannes Krawagna]]</ref> |
| − | Zufällig auch zum 100. Geburtstag und 50. Todestag von Ex-Weltmeister Alexander Aljechin. <br /> | |
| | | | |
| | 1. IM Valentin Arbakov (Russ) Elo 2345 8,5 Punkte,<br /> | | 1. IM Valentin Arbakov (Russ) Elo 2345 8,5 Punkte,<br /> |
| Zeile 674: |
Zeile 500: |
| | 4. IM Bjarke Kristensen (Dän) 2370 7, <br /> | | 4. IM Bjarke Kristensen (Dän) 2370 7, <br /> |
| | 5. IM Ralf Hess (D) 2345 7. <br /> | | 5. IM Ralf Hess (D) 2345 7. <br /> |
| − | Quellen: Salzburg Krone und Staatsliga-Topchess. Hrsg. : Alexander Fauland und [[Hannes Krawagna]]. <br />
| |
| | | | |
| − | Mit dem Manager DI Johann Fischer kam Inter Salzburg von 1990 bis 1997 zu Sternstunden in der Staatsliga. <br /> | + | Mit dem Manager DI Johann Fischer kam Inter Salzburg von 1990 bis 1997 zu Sternstunden in der Staatsliga. So spielt 1993 der spätere Weltmeister Wladimir Kramnik (damals aber schon Nr. 1 der Weltrangliste) für Inter Salzburg drei Partien in der österreichischen Staatsliga bei der Schachgala im Panoramarestaurant des Hotel Europa mit 300 Zusehern und Mitwirkenden im Rahmenprogramm. Unter dem Motto: "Kommens ins Europa, solange es noch steht". Die Staatsligabroschüre mit beträchtlichen Werbeschaltungen (damalige Staatsligafinanzierung) wird vom SC Inter von 1990–1997 herausgegeben. |
| − | So spielt 1993 der spätere Weltmeister Wladimir Kramnik (damals aber schon Nr. 1 der Weltrangliste) für Inter Salzburg drei Partien in der österreichischen Staatsliga bei der Schachgala im Panoramarestaurant des Hotel Europa mit 300 Zusehern und Mitwirkenden im Rahmenprogramm. <br /> | |
| − | Unter dem Motto: "Kommen´s in´s Europa, solange es noch steht". <br /> | |
| − |
| |
| − | Die Staatsligabroschüre mit beträchtlichen Werbeschaltungen (damalige Staatsligafinanzierung) wird vom SC Inter von 1990-1997 herausgegeben. | |
| | | | |
| − | '''1992/93''' Inter Salzburg: 3. in der Staatsliga und ist Salzburg Mitte der 1990er eine Schach-"Großmacht" in Österreich (Zitat nach IM Alexander Fauland).
| + | 1992/93: Inter Salzburg: 3. in der Staatsliga und ist Salzburg Mitte der 1990er eine Schach-"Großmacht" in Österreich (Zitat nach IM Alexander Fauland). |
| | | | |
| − | '''1993''' GM Josef Klinger erneut österreichischer Staatsmeister. <br />
| + | 1993: GM Josef Klinger erneut österreichischer Staatsmeister. SC Schwarzach wird gegründet und übernimmt einen Teil der Spieler des früheren ESV Bischofshofen. Der SC Schwarzach stößt später bis in die Bundesliga A vor und organisiert das immer gut besetzte Schwarzacher Open. |
| − | SC Schwarzach wird gegründet und übernimmt einen Teil der Spieler des früheren ESV Bischofshofen. <br /> | |
| − | Der SC Schwarzach stößt später bis in die Bundesliga A vor und organisiert das immer gut besetzte Schwarzacher Open. | |
| | | | |
| − | '''1995/1996:''' Inter Salzburg: 3. der Staatsliga A.
| + | 1995/1996: Inter Salzburg: 3. der Staatsliga A. |
| − | | |
| − | '''1996:''' Wettstreit: Mensch gegen Maschine im MCA (Museum). Salzburger Auswahl gegen Mephisto-Computer.
| |
| − | | |
| − | '''1996/97: Das MMM-Turnier''' von Salzburg-Süd. <br />
| |
| − | Vom 3. Oktober 1996 bis zum 20. März 1997 veranstaltete SK Salzburg-Süd unter Obmann Prof. [[Willi Sauberer]] das mit 20. 000. - öS gut dotierte lokale MMM-Turnier:<br />
| |
| − | 1000 Jahre Salzburger Münz-, Markt- und Mautrecht; ein Neun-Runden-Turnier der 10 eingeladenen Salzburger Spitzen. <br />
| |
| − | 1. FM Reinhard Hanel (2340) 7, 2. FM Franz Hager (2240) 6,5, 3. Klaus Jürgens (D)(2185) 6, 4. MK Herbert Gottsmann (2170) 5, 5. Christoph Dölzlmüller (2170) 4,5, 6. –8. Franz Waggerl (2230), Hermann Hamberger (2205) und MK Arthur Hinteregger (2140) je 4, 9. Nico de Jongh (NL) (2110) 3, 10. Christoph Löffler (damals ohne Zahl) 2. <br />
| |
| − | Anmerkung: FIDE-Rating.
| |
| − | | |
| − | '''1997:''' Harald Herndl 5. der österr. Schnellschach STM. Franz Waggerl ASKÖ-Bundesmeister.
| |
| | | | |
| − | '''1999:''' Jubiläum-Schnellschachturnier: 20 Jahre Süd/25 Jahre SC Inter. 50.000. - öS Preisfonds.
| + | 1996: Wettstreit: Mensch gegen Maschine im MCA (Museum). Salzburger Auswahl gegen Mephisto-Computer. |
| | | | |
| − | Organisiert von Prof. Willi Sauberer, Turnierleiter: Arnold Endthaler. <br />
| + | 1996/97: Das MMM-Turnier von Salzburg-Süd. Vom 3. Oktober 1996 bis zum 20. März 1997 veranstaltete SK Salzburg-Süd unter Obmann Prof. [[Willi Sauberer]] das mit 20.000 [[Schilling]] gut dotierte lokale MMM-Turnier: 1000 Jahre Salzburger Münz-, Markt- und Mautrecht; ein Neun-Runden-Turnier der 10 eingeladenen Salzburger Spitzen. 1. FM Reinhard Hanel (2340) 7, 2. FM Franz Hager (2240) 6,5, 3. Klaus Jürgens (D)(2185) 6, 4. MK Herbert Gottsmann (2170) 5, 5. Christoph Dölzlmüller (2170) 4,5, 6.–8. Franz Waggerl (2230), Hermann Hamberger (2205) und MK Arthur Hinteregger (2140) je 4, 9. Nico de Jongh (NL) (2110) 3, 10. Christoph Löffler (damals ohne Zahl) 2. (Anmerkung: FIDE-Rating) |
| − | 1. GM István Faragó (Ungarn) | |
| | | | |
| − | '''2000/2001''' und '''2001/2002:'''<br />
| + | 1997: Harald Herndl 5. der österr. Schnellschach STM. Franz Waggerl ASKÖ-Bundesmeister. |
| − | Inter/Salzburg/Süd (später SIR genannt) gewinnt 2x die Bundesliga B-Mitte. | + | - |
| | + | 1999: Jubiläum-Schnellschachturnier: 20 Jahre Süd/25 Jahre SC Inter. 50.000-Schilling-Preisfonds. Organisiert von Prof. Willi Sauberer, Turnierleiter: Arnold Endthaler. Sieger GM István Faragó (Ungarn). |
| | | | |
| − | '''2003:''' Eva Moser wird Großmeisterin bei den Frauen.
| + | 2000/2001 und 2001/2002: Inter/Salzburg/Süd (später SIR genannt) gewinnt zwei Mal die Bundesliga B-Mitte. |
| | | | |
| − | '''2006:''' Die Tamswegerin Eva Moser wird österreichische Staatsmeisterin der Allgemeinen Klasse, siegt im Turnier von Augsburg, wird IM der allgemeinen Klasse, und erzielt eine GM-Norm.
| + | 2003: Eva Moser wird Großmeisterin bei den Frauen. |
| | | | |
| − | '''2010:''' SIR (Spielgemeinschaft Süd – Inter – Royal) Meister der BLB-West und Aufstieg in die 1. BL-A.
| + | 2006: Die Tamswegerin Eva Moser wird österreichische Staatsmeisterin der Allgemeinen Klasse, siegt im Turnier von Augsburg, wird IM der allgemeinen Klasse, und erzielt eine GM-Norm. |
| | | | |
| − | '''2016''':
| + | 2010: SIR (Spielgemeinschaft Süd – Inter – Royal) Meister der BLB-West und Aufstieg in die 1. BL-A. |
| − | Der neue SLV-Präsident MAS [[Rudolf Berti]] und Kassier [[Günter Vorreiter]] organisieren in [[St. Johann im Pongau]] mit dem bewährten Turnierleiter DI Gerhard Herndl hervorragend die österreichischen Staatsmeisterschaften.
| |
| | | | |
| − | [[Emanuel Frank]] siegt im Turnier von Semriach (60 Teilnehmer), wird hervorragender Zweiter beim Open von Neumarkt (70 Teilnehmer) und Salzburger LM 2017. | + | 2016: Der neue SLV-Präsident MAS [[Rudolf Berti]] und Kassier [[Günter Vorreiter]] organisieren in [[St. Johann im Pongau]] mit dem bewährten Turnierleiter DI Gerhard Herndl hervorragend die österreichischen Staatsmeisterschaften. [[Emanuel Frank]] siegt im Turnier von Semriach (60 Teilnehmer), wird hervorragender Zweiter beim Open von [[Neumarkt am Wallersee]] (70 Teilnehmer) und Salzburger LM 2017. |
| | | | |
| − | '''Saison 2016/2017:''' Die Spielgemeinschaft SIR siegt (mit bayrischen Legionären) in der Bundesliga B-West und steigt wieder in die Bundesliga-A auf.
| + | Saison 2016/2017: Die Spielgemeinschaft SIR siegt (mit bayrischen Legionären) in der Bundesliga B-West und steigt wieder in die Bundesliga-A auf. |
| | | | |
| − | '''2017 und 2018:''' Magdalena Mörwald wird österreichische Jugend-Staatsmeisterin W-U-16.
| + | 2017 und 2018: Magdalena Mörwald wird österreichische Jugend-Staatsmeisterin W-U-16. |
| | | | |
| | == Quellen == | | == Quellen == |