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Die Bezeichnungen der Schach-Figuren wandeln sich etwas in der Geschichte und nach Nationen. <br />
 
Die Bezeichnungen der Schach-Figuren wandeln sich etwas in der Geschichte und nach Nationen. <br />
Das ritterliche Spiel hatte sich schon etwas "minnisiert".  
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Das ritterliche Spiel hatte sich schon etwas "minnisiert".<br>
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Zu den einzelnen Steinen:
 
Zu den einzelnen Steinen:
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*Der Doppelanzug des Bauern ist erstmals schon im andalusischen Schach des Alfonso erwähnt.  
 
*Der Doppelanzug des Bauern ist erstmals schon im andalusischen Schach des Alfonso erwähnt.  
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Schach findet sich bei den vielen europäischen und deutschsprachigen Spielbüchern meistens an vorderster Stelle. Viele Schach-Schriften und Bücher werden aber, dem damaligen Trend der Zeit entsprechend, anonym, bzw. mit Pseudonym verfasst, bzw. viele dann raubkopiert. Daher sind manche Autoren letztlich nicht absolut gesichert oder eruierbar.  
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Schach findet sich bei den vielen europäischen und deutschsprachigen Spielbüchern meistens an vorderster Stelle. Viele Schach-Schriften und Bücher werden aber, dem damaligen Trend der Zeit entsprechend, anonym, bzw. mit Pseudonym verfasst, bzw. viele dann raubkopiert. Daher sind manche Autoren letztlich nicht absolut gesichert oder eruierbar. <br>
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'''Um 1670 bis 1690'''. "Zur geistigen Erheiterung" kauft der [[Benediktinerstift Kremsmünster|Kremsmünster]] Pater Ernst auf seiner Reise in das [[Wildbad Gastein]] in der [[Stadt Salzburg]] um 55 Kreuzer ein Schachbrett; seine zwei Begleiter zum "Zeitvertreib" deutsche Spielkarten. In den weiteren Abrechnungen und Reiseberichten liest man dann meist von "''verspielet''". . . drei [[Gulden]], … usw. <br />
 
'''Um 1670 bis 1690'''. "Zur geistigen Erheiterung" kauft der [[Benediktinerstift Kremsmünster|Kremsmünster]] Pater Ernst auf seiner Reise in das [[Wildbad Gastein]] in der [[Stadt Salzburg]] um 55 Kreuzer ein Schachbrett; seine zwei Begleiter zum "Zeitvertreib" deutsche Spielkarten. In den weiteren Abrechnungen und Reiseberichten liest man dann meist von "''verspielet''". . . drei [[Gulden]], … usw. <br />
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'''1771''' wird Kempelens Schachtürke, ein genialer Schachautomat, den er 1769 fertigt, der [[Habsburger]]in [[Maria Theresia]] in Wien vorgestellt.  
 
'''1771''' wird Kempelens Schachtürke, ein genialer Schachautomat, den er 1769 fertigt, der [[Habsburger]]in [[Maria Theresia]] in Wien vorgestellt.  
 
   
 
   
'''1772, 1784 und 1793/94''', also zur Mozartzeit, wird das Schachspiel im [[Erzbistum Salzburg]] schriftlich erwähnt. Vater [[Leopold Mozart]] und seine Tochter [[Anna Maria Mozart|Anna Maria]] (Nannerl) hatten "''von Zeit zu Zeit''", also gelegentlich, bei schlechtem Wetter gespielt.  
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'''1772, 1784 und 1793/94''', also zur Mozartzeit, wird das Schachspiel im [[Erzbistum Salzburg]] schriftlich erwähnt. Vater [[Leopold Mozart]] und seine Tochter [[Anna Maria Mozart|Anna Maria]] (Nannerl) hatten "''von Zeit zu Zeit''", also gelegentlich, bei schlechtem Wetter gespielt.<br>
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[[1772]]: In den Salzburger [[Kaffeehäuser in der Stadt Salzburg|Kaffee-]] und Schokoladehäusern wurde mit Patent vom Dezember 1772 vom [[Hieronymus Graf Colloredo|kirchlichen Landesfürsten]] das Schachspiel an Sonntagen zeitlich eingeschränkt.  
 
[[1772]]: In den Salzburger [[Kaffeehäuser in der Stadt Salzburg|Kaffee-]] und Schokoladehäusern wurde mit Patent vom Dezember 1772 vom [[Hieronymus Graf Colloredo|kirchlichen Landesfürsten]] das Schachspiel an Sonntagen zeitlich eingeschränkt.  
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Vom Genius [[Mozart|Wolfgang Amadé Mozart]], der sich einerseits als schwärmerischer Belmonte sah, als er seine Sängerin [[Constanze Nissen|Constanze]] ehelichte, der aber, nach seinen Werken und den Briefen, quasi auch Mathematiker (Fugenbau), Architekt (von Luftschlössern), Philologe (Sprachspiele) und Nekromant war, also auch die Geistersprache beherrschte, ist eigentümlicherweise gar nichts Konkretes über das Schachspiel bekannt – wo er doch die meisten Spiele seiner Zeit, insbesondere das [[Bölzelschießen]], [[Billard]] und viele Kartenspiele, wie z. &nbsp;B. das Pharao, gerne und teils um hohes Geld spielte. Er hatte schon als Kind mit Spiel und seiner Improvisationskunst ungeheure Sensation erweckt (frei zitiert und gekürzt nach diverser Musik-Literatur von 1842).  
 
Vom Genius [[Mozart|Wolfgang Amadé Mozart]], der sich einerseits als schwärmerischer Belmonte sah, als er seine Sängerin [[Constanze Nissen|Constanze]] ehelichte, der aber, nach seinen Werken und den Briefen, quasi auch Mathematiker (Fugenbau), Architekt (von Luftschlössern), Philologe (Sprachspiele) und Nekromant war, also auch die Geistersprache beherrschte, ist eigentümlicherweise gar nichts Konkretes über das Schachspiel bekannt – wo er doch die meisten Spiele seiner Zeit, insbesondere das [[Bölzelschießen]], [[Billard]] und viele Kartenspiele, wie z. &nbsp;B. das Pharao, gerne und teils um hohes Geld spielte. Er hatte schon als Kind mit Spiel und seiner Improvisationskunst ungeheure Sensation erweckt (frei zitiert und gekürzt nach diverser Musik-Literatur von 1842).  
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'''1795:''' '''Spezielle österreichische Schachbücher''' folgen mit Allgaier 1795 und, etwas eigentümlich, im selben Jahr vom Grazer Geografen Jos. Karl Kindermann (1801 und erweitert 1819); siehe: M. Ehn und Prof. W. Sauberers Artikel dazu.  
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'''1795:''' '''Spezielle österreichische Schachbücher''' folgen mit Allgaier 1795 und, etwas eigentümlich, im selben Jahr vom Grazer Geografen Josef Karl Kindermann (1801 und erweitert 1819); siehe: M. Ehn und Prof. W. Sauberers Artikel dazu.<br>
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Der [[Salzburger Fürstenhof|Salzburger Hof]] des bedeutenden Fürsterzbistums (bis [[1803]]) war architektonisch sehr italienisch beeinflusst. Eigenartigerweise findet man aber in Salzburg sehr wenig frühe konkrete Schach-Quellen, etwa zur Zeit der [[Renaissance]]. Ein übergroßes Marmorbrett, wohl ein frühes Gartenschach, findet sich im Archiv; ansonsten wenig. Ob man davon etwa ableiten könnte, dass im "kleinen Kirchenstaat" weniger gespielt wurde? Wohl kaum. Spiele wurden einfach gespielt und früher wurde meist nichts darüber aufgezeichnet.  
 
Der [[Salzburger Fürstenhof|Salzburger Hof]] des bedeutenden Fürsterzbistums (bis [[1803]]) war architektonisch sehr italienisch beeinflusst. Eigenartigerweise findet man aber in Salzburg sehr wenig frühe konkrete Schach-Quellen, etwa zur Zeit der [[Renaissance]]. Ein übergroßes Marmorbrett, wohl ein frühes Gartenschach, findet sich im Archiv; ansonsten wenig. Ob man davon etwa ableiten könnte, dass im "kleinen Kirchenstaat" weniger gespielt wurde? Wohl kaum. Spiele wurden einfach gespielt und früher wurde meist nichts darüber aufgezeichnet.  
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Auch zur [[Mozart]]zeit wird in Salzburg Schach gespielt. Siehe: Artikeln auf chessbase. de.  
 
Auch zur [[Mozart]]zeit wird in Salzburg Schach gespielt. Siehe: Artikeln auf chessbase. de.  
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Im Weiteren geht es nur um organisiertes Turnierschach, Klubschach, und wird somit ein Zeitsprung vollzogen.  
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Im Weiteren geht es nur um organisiertes Turnierschach, Klubschach, und wird somit ein Zeitsprung vollzogen.
    
=== 1868 bis 1910: Vom Schach-Kaffeehaus zum modernen Turnier ===
 
=== 1868 bis 1910: Vom Schach-Kaffeehaus zum modernen Turnier ===
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