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Bis [[1986]] führte die Familie de Zamagna aufgrund von fehlendem Nachfolger das Unternehmen und wurde durch die Wiener Firmengruppe Dr. Richard übernommen, die im Jahre [[1992]] mit [[Salzkraft]] noch ein weiteres Salzburger Unternehmen unter ihre Fittiche nahm. Seit [[2005]] betreibt Albus/Salzkraft gemeinsam mit der [[Salzburg AG]] die Dieselbuslinien des [[Stadtbus]]ses. Die Salzburg-AG hält seitdem 49 % an der Albus Salzburg Verkehrsbetrieb GmbH. Albus brachte 110 Mitarbeiter und 70 Busse ein, von der Salzburg AG kamen 70 Mitarbeiter und 35 Fahrzeuge dazu.
 
Bis [[1986]] führte die Familie de Zamagna aufgrund von fehlendem Nachfolger das Unternehmen und wurde durch die Wiener Firmengruppe Dr. Richard übernommen, die im Jahre [[1992]] mit [[Salzkraft]] noch ein weiteres Salzburger Unternehmen unter ihre Fittiche nahm. Seit [[2005]] betreibt Albus/Salzkraft gemeinsam mit der [[Salzburg AG]] die Dieselbuslinien des [[Stadtbus]]ses. Die Salzburg-AG hält seitdem 49 % an der Albus Salzburg Verkehrsbetrieb GmbH. Albus brachte 110 Mitarbeiter und 70 Busse ein, von der Salzburg AG kamen 70 Mitarbeiter und 35 Fahrzeuge dazu.
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[[Datei:2023_10_05_E-Bus_MAN_Lions_City_12E_von_Albus_Salzburg.jpg|thumb|Der erste "E-Bus MAN Lion's City 12E", hier als als Shuttlebus auf dem [[Salzburgring]] beim Pressegespräch "[[Legends Grand Prix 2025 Salzburgring]]" im Einsatz.]]
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Im Frühjahr [[2023]] nahm Albus den ersten voll elektrischen Niederflurbus im Liniendienst in Betrieb, einen [[E-Bus MAN Lion's City 12E]].
    
=== Auswirkungen des Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine 2022 ===
 
=== Auswirkungen des Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine 2022 ===
[[2022]] brachte dem Unternehmen große Probleme. Aufgrund des [[Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf Salzburg|Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine]] stiegen nicht nur die Treibstoffpreise schnell und stark an, sondern es gab Lieferengpässe. Beim Albus mit 205 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht es beim Treibstoffkauf um große Mengen - und damit um sehr viel Geld: In Salzburg sind 90 Linien- und 35 Reisebusse stationiert. Der Jahresverbrauch liegt bei 800.000 Litern Diesel. Zudem benötigt das Unternehmen 800.000 Kilogramm Erdgas.  Geschäftsführer Hermann Häckl erzählt: AdBlue - ein Zusatz zum Diesel, um die Stickoxidemissionen zu reduzieren - habe vor einem Jahr 13 Cent netto pro Liter gekostet. Heute (März 2022) müsse man 1,25 Euro bezahlen. Der Preis für Diesel sei binnen eines Jahres um 108 Prozent gestiegen, jener für Reifen um 60 Prozent. Die Preissprünge sind aber noch nicht alles: Es geht auch um die Verfügbarkeit. "Wir haben heute bei fünf Treibstoffhändlern um Diesel angefragt. Vier Lieferanten haben uns ausgerichtet, dass sie derzeit nicht liefern können", sagt Häckl.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/preisrallye-macht-salzburger-busunternehmen-schwer-zu-schaffen-118496392 www.sn.at]</ref>
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[[2022]] brachte dem Unternehmen große Probleme. Aufgrund des [[Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf Salzburg|Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine]] stiegen nicht nur die Treibstoffpreise schnell und stark an, sondern es gab Lieferengpässe. Beim Albus mit 205 Mitarbeitern geht es beim Treibstoffkauf um große Mengen - und damit um sehr viel Geld: In Salzburg sind 90 Linien- und 35 Reisebusse stationiert. Der Jahresverbrauch liegt bei 800.000 Litern Diesel. Zudem benötigt das Unternehmen 800.000 Kilogramm Erdgas.  Geschäftsführer Hermann Häckl erzählt: AdBlue - ein Zusatz zum Diesel, um die Stickoxidemissionen zu reduzieren - habe vor einem Jahr 13 Cent netto pro Liter gekostet. Heute (März 2022) müsse man 1,25 Euro bezahlen. Der Preis für Diesel sei binnen eines Jahres um 108 Prozent gestiegen, jener für Reifen um 60 Prozent. Die Preissprünge sind aber noch nicht alles: Es geht auch um die Verfügbarkeit. "Wir haben heute bei fünf Treibstoffhändlern um Diesel angefragt. Vier Lieferanten haben uns ausgerichtet, dass sie derzeit nicht liefern können", sagt Häckl.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/preisrallye-macht-salzburger-busunternehmen-schwer-zu-schaffen-118496392 www.sn.at]</ref>
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=== Daten im Jahr 2023 ===
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250 Personen sind aktuell (Herbst [[2023]]) bei der Albus Salzburg Verkehrsbetriebe GmbH angestellt. Davon entfallen zehn auf die Verwaltung, elf auf die Werkstätten. Der Rest verrichtet Schichtdienst hinter dem Steuer. In Summe bedienen 90 Linienbusse die aktuell 14 Linien in und um die Stadt Salzburg und fahren dabei rund vier Millionen Kilometer. Von den rund 200 Beschäftigten im Linienverkehr waren bei Albus aktuell (Herbst 2023) 23 weiblich. Neben einem Durchschnittsverdienst von rund 2.400 Euro netto - inklusive Diäten und 20 Mehrstunden im Monat - gibt es weitere Vorzüge des Dienstes hinter dem Buslenkrad: Neben dem betont guten Betriebsklima - bis hinauf zum Chef sind alle per Du - winken ein Diensthandy, Freifahrt für den Bus in der Stadt Salzburg und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Die Dienstvorschau über drei Monate sowie flexible Arbeitszeitmodelle sollen die Vereinbarkeit von Job und Familie verbessern.
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Am Samstag, den [[11. November]] 2023 lud Albus bereits zum zweiten Mal zum großen Lenkerinnen- und Lenker-''Qualifying'' auf dem [[Salzburgring]]. Insgesamt 72 Interessierte nutzten dabei die Gelegenheit, Busse mit zehn, zwölf und 18 Metern Länge durch einen speziellen Parcours zu steuern. Acht davon unterschrieben noch vor Ort einen Ausbildungsvertrag. Auch der erste elektrische Stadtbus stand für Probefahrten zur Verfügung. Unterstützt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von professionellen Fahrlehrern. Schon die erste Auflage des Castings führte zu mehr Bewerbungen. "Von den insgesamt 52 Personen, die im Mai gefahren sind, haben zwölf tatsächlich die Ausbildung begonnen, sieben davon sind sogar bereits im regulären Dienst im Einsatz", berichtet Albus-Salzburg-Geschäftsführer Hermann Häckl. "Wenn wir auch dieses Mal eine ähnlich hohe Quote erreichen, sind wir unserem Ziel, mittelfristig 30 neue Lenkerinnen und Lenker aufzunehmen, einen weiteren Schritt näher gekommen." Wer länger als 48 Monate bei Albus bleibt, bekommt die Ausbildungskosten vom Unternehmen bezahlt. Willkommen ist auch, wer noch keinen Busführerschein besitzt.
    
== Albus als Verkehrsunternehmen ==
 
== Albus als Verkehrsunternehmen ==
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
{{Homepage|http://www.albus.at}}
 
{{Homepage|http://www.albus.at}}
* "[[Salzburger Nachrichten]]", u. a. vom 3. September 2022
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* "[[Salzburger Nachrichten]]", u. a. vom 3. September 2022 sowie vom [https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/castings-praemien-buslenken-148459648 13. November 2023]
    
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==

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