| − | Der Bär in unserer Runde ist das notwendige Gegenstück zum Tod. Er steht für Kraft und Energie, die Natur benötigt, um nach dem Winter wieder alles zum Leben erwachen zu lassen. Bei uns ist der Bär mittlerweile noch mehr – ua. ist er zum Liebling der Kinder geworden. Er treibt so manchen Schabernack mit ihnen und viele der Kleinen, die vor Schreck zu weinen beginnen, bringt der Bär wieder zum Lachen. So lernen schon die Kinder, das Brauchtum zu verstehen.
| + | Der Bär in unserer Runde ist das notwendige Gegenstück zum Tod. Er steht für Kraft und Energie, die Natur benötigt, um nach dem Winter wieder alles zum Leben erwachen zu lassen. Bei uns ist der Bär mittlerweile noch mehr – ua. ist er zum Liebling der Kinder geworden. Er treibt so manchen Schabernack mit ihnen und viele der Kleinen, die vor Schreck zu weinen beginnen, bringt der Bär wieder zum Lachen. So lernen schon die Kinder, das Brauchtum zu verstehen. |
| − | Die Kräuterweiberln sind eigentlich Hexen, die mit ihren Kräutersäckchen symbolisch die Gesundheit ins Haus holen und bei ihren Tänzen mit dem Besen die bösen Geister vom Hof fegen. In der Kirche des Mittelalters galten die Hexen als Ketzer. Diese wurden verbrannt, weil sie angeblich durch ihr großes Naturwissen eine ungeheure Macht hatten. In der Natur sammelten sie Kräuter, Beeren und Blätter und machten daraus heilende Salben, Medizin oder Tee. Doch nicht immer waren die Mixturen lebensrettend. Die Kirche trieb die Menschheit mit ihren Hexenverbrennungen regelrecht in einen „Verfolgungswahn“. Dies führte manchmal soweit, daß die eigenen Nachbarn aus Eifersucht oder Haß der Hexenausübung beschuldigt wurde und dieser unverzüglich ein grausames Schicksal wiederfahren ist. Damals wurden nicht nur Frauen sondern auch Männer für Hexer/n gehalten und verbrannt. Märchenerzählungen – in denen Hexen als alte, hässliche Frauengestalten mit Warzen im Gesicht dargestellt wurden – spiegeln zum Teil ein völlig falsches Bild von deren Aussehen. Gemäß Überlieferungen waren diese überwiegend jungen, schönen und zumeist auch sehr intelligenten Frauen.
| + | Die Kräuterweiberln sind eigentlich Hexen, die mit ihren Kräutersäckchen symbolisch die Gesundheit ins Haus holen und bei ihren Tänzen mit dem Besen die bösen Geister vom Hof fegen. In der Kirche des Mittelalters galten die Hexen als Ketzer. Diese wurden verbrannt, weil sie angeblich durch ihr großes Naturwissen eine ungeheure Macht hatten. In der Natur sammelten sie Kräuter, Beeren und Blätter und machten daraus heilende Salben, Medizin oder Tee. Doch nicht immer waren die Mixturen lebensrettend. Die Kirche trieb die Menschheit mit ihren Hexenverbrennungen regelrecht in einen „Verfolgungswahn“. Dies führte manchmal soweit, daß die eigenen Nachbarn aus Eifersucht oder Haß der Hexenausübung beschuldigt wurde und dieser unverzüglich ein grausames Schicksal wiederfahren ist. Damals wurden nicht nur Frauen sondern auch Männer für Hexer/n gehalten und verbrannt. Märchenerzählungen – in denen Hexen als alte, hässliche Frauengestalten mit Warzen im Gesicht dargestellt wurden – spiegeln zum Teil ein völlig falsches Bild von deren Aussehen. Gemäß Überlieferungen waren diese überwiegend jungen, schönen und zumeist auch sehr intelligenten Frauen. |
| − | Und zu guter Letzt sind auch noch unsere musizierenden Spielleute mit dabei, die alle Brauchtumsfiguren zu ihren Tänzen und Gesängen mit Musik begleiten. Sie spielen mit ihren Schalmeien, Drehleiern, Dudelsäcken, dem Glockenturm, Hörnern und Teufelsgeigen Musik und Melodien aus überlieferten, aber auch eigenen Kompositionen. Die Schalmei (Blasinstrument) ist der Vorgänger einer Oboe, doch völlig aus Holz. Die Drehleier (ein sehr altes Instrument) ist nicht mit einem Leierkasten zu verwechseln. Die Töne werden mit Hilfe einer Kurbel über an einem Schwungrad angebrachten Saiten erzeugt und über Tasten zu einer melodischen Musik verbunden. Dieses Instrument war im Mittelalter weit verbreitet. Ebenso war der Dudelsack in damaligen Zeiten heimisch, der nicht nur in Schottland, sondern auch in Mitteleuropa verbreitet gespielt wurde. Der Glockenturm ist ein fahrbarer Wagen, auf dem ein Holzgestell mit 26 Glocken in verschiedenen Tonlagen angebracht ist. Die Teufelsgeige ist ein reines Schlaginstrument, das ausschließlich zur Begleitung der Musikstücke dient, auch die Hörner in verschiedenen Tonlagen dienen zur Begleituntermalung.
| + | Und zu guter Letzt sind auch noch unsere musizierenden Spielleute mit dabei, die alle Brauchtumsfiguren zu ihren Tänzen und Gesängen mit Musik begleiten. Sie spielen mit ihren Schalmeien, Drehleiern, Dudelsäcken, dem Glockenturm, Hörnern und Teufelsgeigen Musik und Melodien aus überlieferten, aber auch eigenen Kompositionen. Die Schalmei (Blasinstrument) ist der Vorgänger einer Oboe, doch völlig aus Holz. Die Drehleier (ein sehr altes Instrument) ist nicht mit einem Leierkasten zu verwechseln. Die Töne werden mit Hilfe einer Kurbel über an einem Schwungrad angebrachten Saiten erzeugt und über Tasten zu einer melodischen Musik verbunden. Dieses Instrument war im Mittelalter weit verbreitet. Ebenso war der Dudelsack in damaligen Zeiten heimisch, der nicht nur in Schottland, sondern auch in Mitteleuropa verbreitet gespielt wurde. Der Glockenturm ist ein fahrbarer Wagen, auf dem ein Holzgestell mit 26 Glocken in verschiedenen Tonlagen angebracht ist. Die Teufelsgeige ist ein reines Schlaginstrument, das ausschließlich zur Begleitung der Musikstücke dient, auch die Hörner in verschiedenen Tonlagen dienen zur Begleituntermalung. |