| | ''Die Jung ist neulich sehr schnel gestorben, sie war am Montag noch im Theater, auch bey der Beleuchtung, und 3 Tag darauf ist sie gestorben, es hatte ihr kleiner / III Knab den Scharlach, und sie hatte die Differitiss, und hat sich verkühlt weil sie öfter aufgestanden auf einmmal bekamm sie einen Stückanfall, und war auch gleich weg, 1 Stunde nach ihren Tod war sie ganz Scharlach roth – die Doktoren erklärten sie müße so gleich eingeschlagen werden, und auß dem Hauße kommen, was dan auch geschah. Nun sind mehrere von der Fammile am Scharlach krank, aber nicht lebensgefährlich. Der alte Honner [?] ist auch gerade acht Tag nach der Weihe zum Prälaten seines Sohnes gestorben. Bey uns ist Gottlob außer der Louisel welche Diare hat zimmlich wohl. Die Witterung ist sehr kalt, so das wir uns schon ganz eingewintert haben. Alles heitzt wie im / IIII Winter. Recht leid thut es mir wegen der Leithe Gott gebe das es nichts weiter zu bedeuten hat, ich bitte sie von mir recht herzlich zu grüßen ich lasse gute Beßerung wünschen. Wie ich höre soll der Sauter Ludwich schon seit Neujahr immer trocknen Husten haben und sehr melankolisch dabey sein da würde ich die Beyden sehr bedauern, nun wirds bey der Steiner auch nicht lange mehr dauern bis es loos geht, ich wünsche das alles gut vorüber geht. Alle Bekanten Großmutter, bey welcher ich heute war grüßt Euch herzlich, Gestern hatte sie starkes Klopfen, Heute ist sie aber schon wider außgegangen Von Otto und Louise viele herzliche Grüße. Lebt recht wohl 1000 küße von Eure[r] treuen Mutter Spángler.'' [Seite 3 oben auf dem Kopf:] ''Mit meiner Ana bin ich noch gottlob recht zufrieden. Die Rosa grüße ich recht herzlich.'' | | ''Die Jung ist neulich sehr schnel gestorben, sie war am Montag noch im Theater, auch bey der Beleuchtung, und 3 Tag darauf ist sie gestorben, es hatte ihr kleiner / III Knab den Scharlach, und sie hatte die Differitiss, und hat sich verkühlt weil sie öfter aufgestanden auf einmmal bekamm sie einen Stückanfall, und war auch gleich weg, 1 Stunde nach ihren Tod war sie ganz Scharlach roth – die Doktoren erklärten sie müße so gleich eingeschlagen werden, und auß dem Hauße kommen, was dan auch geschah. Nun sind mehrere von der Fammile am Scharlach krank, aber nicht lebensgefährlich. Der alte Honner [?] ist auch gerade acht Tag nach der Weihe zum Prälaten seines Sohnes gestorben. Bey uns ist Gottlob außer der Louisel welche Diare hat zimmlich wohl. Die Witterung ist sehr kalt, so das wir uns schon ganz eingewintert haben. Alles heitzt wie im / IIII Winter. Recht leid thut es mir wegen der Leithe Gott gebe das es nichts weiter zu bedeuten hat, ich bitte sie von mir recht herzlich zu grüßen ich lasse gute Beßerung wünschen. Wie ich höre soll der Sauter Ludwich schon seit Neujahr immer trocknen Husten haben und sehr melankolisch dabey sein da würde ich die Beyden sehr bedauern, nun wirds bey der Steiner auch nicht lange mehr dauern bis es loos geht, ich wünsche das alles gut vorüber geht. Alle Bekanten Großmutter, bey welcher ich heute war grüßt Euch herzlich, Gestern hatte sie starkes Klopfen, Heute ist sie aber schon wider außgegangen Von Otto und Louise viele herzliche Grüße. Lebt recht wohl 1000 küße von Eure[r] treuen Mutter Spángler.'' [Seite 3 oben auf dem Kopf:] ''Mit meiner Ana bin ich noch gottlob recht zufrieden. Die Rosa grüße ich recht herzlich.'' |