| | ''Salzburg den 7/4 [18]75 Meine lieben Theuren Morgen ist ein festlicher Tag für uns'' [unterstrichen:] ''alle – hat ja der liebe Gott an diesen Tag ein Band geknüpft welches zwey Menschen so glücklich gemacht<ref>Hochzeitstag von Franz Spängler und Fanni Schlegel ist der 8. April 1872.</ref>, das die Mutter dieser Glücklichen, nur mit Freude – mit Beruhigung, und Zufriedenheit, auf diesen Tag zurück sehen kann – und nur immer denken und sagen muß der liebe – gütige Gott möge Euer Glück erhalten – und wen möglich noch vermehren – Ich bitte den lieben Gott wohl recht oft, er möge Euch immer in Seinen Göttlichen Schutz erhalten, das dieser gesegnete Tag, recht oft wider kehre. Das gleiche wünsche ich den guten Franz / zu seinen Geburtstag<ref>10. April 1839</ref>, einer dieser festlichen Tage bringt Ihr gewiß wenigstens den Abend in Mödling zu. Ich werde Euch'' [auf eure, Anm.] ''Gesundheit trüncken. Angermeyer'' [Angermayer, Anm.] ''wird Dir Heute den'' [Brief der] ''Frau v Schmelzing den Franz übergeben haben. Es hat mich sehr gefreut, er sieht gut auß, aber älter ist er in seinen Außsehen geworden. Er wird wohl auch mich so gefunden haben, den ganz kann ich noch nicht sagen das ich mich er holt habe, ich fühle mich oft besonders in den Füßen matt. es wird wohl nach und nach wider recht werden, wen man alt ist geht die Erhollung viel schwerer. Die Witterung ist jetzt sehr angenehm ich gehe auch seit es trocken ist mehr auß. / Heute gehe ich mit der GroßMutter zu Schneberger'' [Schneeberger, Anm.] ''. Ist es in Wien auch schon sehr warm? hier ist es in der Sonne wie im Sommer so heiß, so schnell ändert sich die Tempratur.'' | | ''Salzburg den 7/4 [18]75 Meine lieben Theuren Morgen ist ein festlicher Tag für uns'' [unterstrichen:] ''alle – hat ja der liebe Gott an diesen Tag ein Band geknüpft welches zwey Menschen so glücklich gemacht<ref>Hochzeitstag von Franz Spängler und Fanni Schlegel ist der 8. April 1872.</ref>, das die Mutter dieser Glücklichen, nur mit Freude – mit Beruhigung, und Zufriedenheit, auf diesen Tag zurück sehen kann – und nur immer denken und sagen muß der liebe – gütige Gott möge Euer Glück erhalten – und wen möglich noch vermehren – Ich bitte den lieben Gott wohl recht oft, er möge Euch immer in Seinen Göttlichen Schutz erhalten, das dieser gesegnete Tag, recht oft wider kehre. Das gleiche wünsche ich den guten Franz / zu seinen Geburtstag<ref>10. April 1839</ref>, einer dieser festlichen Tage bringt Ihr gewiß wenigstens den Abend in Mödling zu. Ich werde Euch'' [auf eure, Anm.] ''Gesundheit trüncken. Angermeyer'' [Angermayer, Anm.] ''wird Dir Heute den'' [Brief der] ''Frau v Schmelzing den Franz übergeben haben. Es hat mich sehr gefreut, er sieht gut auß, aber älter ist er in seinen Außsehen geworden. Er wird wohl auch mich so gefunden haben, den ganz kann ich noch nicht sagen das ich mich er holt habe, ich fühle mich oft besonders in den Füßen matt. es wird wohl nach und nach wider recht werden, wen man alt ist geht die Erhollung viel schwerer. Die Witterung ist jetzt sehr angenehm ich gehe auch seit es trocken ist mehr auß. / Heute gehe ich mit der GroßMutter zu Schneberger'' [Schneeberger, Anm.] ''. Ist es in Wien auch schon sehr warm? hier ist es in der Sonne wie im Sommer so heiß, so schnell ändert sich die Tempratur.'' |
| − | ''Bey Louise geht noch alles gut, sie erwartet gegen EndeApril ihre Entbindung gott gebe das alles Glücklich vorüber gehe. Die Feihlinger [?], wurde dieser Tage entbunden mit 8 Monnathen das Kind ist leider gleich nach der Geburt gestorben es hatte Wasser im Bauch, und war ein großes glück das sie mit 8 Monnathen entbunden ist, sonst würden vieleicht beide ein opfer geworden sein, die Frau befindet sich wohl. Denkt Euch die Professor Meyer [?] ist seit 2 ½ Monath in gesegneten Umständen ihr könnt Euch denken welche Freude sie / haben sie waren voriges Jahr mit Otto und Louise in Unken in Bad. Professor Meyer [?] hat auch 10000 Gulden geerbt von einen weit schichtigen Verwanten. ist ein großes Glück für ihn. Die Biebel'' [Biebl, Anm.] ''Marie ist Braut und zwar schon im nächsten Monath die Vermählung'' [mit] ''einen Herrn Urgscheider [?], er ist in der Handlung welche den Biebl gehörte. Den den [?] Kadaune du[r]ch [?] Verlobte, mit der Rauchenbichler Friedericka, auch die Hochzeit bald. Otto und Louise vereinen ihre Wünsche mit den meinen nebst herzlichen grüßen. Noch einmal meine herzlichen Wünsche wider hollend verbleibe ich Eure Euch treuliebende Mutter Spángler. Von Duregger Hauße recht viele grüße.'' | + | ''Bey Louise geht noch alles gut, sie erwartet gegen Ende April ihre Entbindung gott gebe das alles Glücklich vorüber gehe. Die Feihlinger [?], wurde dieser Tage entbunden mit 8 Monnathen das Kind ist leider gleich nach der Geburt gestorben es hatte Wasser im Bauch, und war ein großes glück das sie mit 8 Monnathen entbunden ist, sonst würden vieleicht beide ein opfer geworden sein, die Frau befindet sich wohl. Denkt Euch die Professor Meyer [?] ist seit 2 ½ Monath in gesegneten Umständen ihr könnt Euch denken welche Freude sie / haben sie waren voriges Jahr mit Otto und Louise in Unken in Bad. Professor Meyer [?] hat auch 10000 Gulden geerbt von einen weit schichtigen Verwanten. ist ein großes Glück für ihn. Die Biebel'' [Biebl, Anm.] ''Marie ist Braut und zwar schon im nächsten Monath die Vermählung'' [mit] ''einen Herrn Urgscheider [?], er ist in der Handlung welche den Biebl gehörte. Den den [?] Kadaune du[r]ch [?] Verlobte, mit der Rauchenbichler Friedericka, auch die Hochzeit bald. Otto und Louise vereinen ihre Wünsche mit den meinen nebst herzlichen grüßen. Noch einmal meine herzlichen Wünsche wider hollend verbleibe ich Eure Euch treuliebende Mutter Spángler. Von Duregger Hauße recht viele grüße.'' |