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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | ===Historischer Bergbau=== | | ===Historischer Bergbau=== |
| − | Bergbaue waren das wirtschaftliche Rückgrat des [[Fürsterzbistum]]s. Unterhalb der Geralm bei "Bärenbad" (auch Bärnbad) begannen die Gebrüder Rosenberger schon [[1593]] mit einem [[Kupferkies]]abbau, der sich in der Folge aber nicht als wirtschaftliche ertragreich herausstellt. [[Werner H. Paar]] und Mitarbeiter beschrieben hier [[1983]] an diesem Ort ein neu entdecktes Kupfer-Eisen-Blei-Wismut-Sulfid mit dem Namen "Eclarit". | + | Bergbaue waren das wirtschaftliche Rückgrat des [[Fürsterzbistum]]s. Unterhalb der Geralm bei "Bärenbad" (auch Bärnbad) begannen die Gebrüder Rosenberger schon [[1593]] mit einem [[Kupfererzbergbau|Kupferkiesabbau]], der sich in der Folge aber nicht als wirtschaftlich ertragreich herausstellte. [[Werner H. Paar]] und Mitarbeiter beschrieben [[1983]] an diesem Ort ein neu entdecktes Kupfer-Eisen-Blei-Wismut-Sulfid mit dem Namen "Eclarit". |
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| | Im Jahr [[1625]] ließen die Gebrüder Rosenberger unweit der heutigen "Seestube" am Eingang zum Tal nach Kupferkies schürfen. Wassereinbrüche in die Probestollen im Unterhang ließen die Hoffnung auf Nutzbarkeit rasch sinken. | | Im Jahr [[1625]] ließen die Gebrüder Rosenberger unweit der heutigen "Seestube" am Eingang zum Tal nach Kupferkies schürfen. Wassereinbrüche in die Probestollen im Unterhang ließen die Hoffnung auf Nutzbarkeit rasch sinken. |
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| | ==Die Pflanzenwelt== | | ==Die Pflanzenwelt== |
| | ===Grau-Erlenwald=== | | ===Grau-Erlenwald=== |
| − | Der Schluchtwald zwischen den Almflächen bis zum Talausgang wird vor allem westseitigen Blockschutthang sehr stark von Grau-Erlenwäldern bestimmt. Die Unterhänge der Tauerntäler sind vielfach natürlich nährstoffreich, dazu kommt der Nährstoff der stickstoffbindenden Knöllchenbakterien in den Wurzeln der [[Grau-Erle]]n. Verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit im Schluchtwald bestehen hier daher sehr gute Lebensbedingungen für [[Farne]] und [[Moose]] und die vielfach üppigen krautigen Blütenpflanzenbestand. Besonders typisch für den Grau-Erlen-Hangwald im Hollersbachtal sind verschiedene Farnarten, vor allem der [[Straußenfarn]] mit seinem großen trichterförmig angeordneten Wedeln. Weitere häufige Farne sind Buchenfarn, Eichenfarn und breitblättriger Dornfarn. | + | Der Schluchtwald zwischen den Almflächen bis zum Talausgang wird vor allem westseitigen Blockschutthang sehr stark von Grau-Erlen-Wäldern bestimmt. Die Unterhänge der Tauerntäler sind vielfach natürlich nährstoffreich, dazu kommt der Nährstoff der stickstoffbindenden Knöllchenbakterien in den Wurzeln der [[Grau-Erle]]n. Verbunden mit der hohen Luftfeuchtigkeit im Schluchtwald bestehen hier daher sehr gute Lebensbedingungen für [[Farne]] und [[Moose]] und die vielfach üppigen krautigen Blütenpflanzenbestand. Besonders typisch für den Grau-Erlen-Hangwald im Hollersbachtal sind verschiedene Farnarten, vor allem der [[Straußenfarn]] mit seinem großen trichterförmig angeordneten Wedeln. Weitere häufige Farne sind Buchenfarn, Eichenfarn und breitblättriger Dornfarn. |
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| | ===Fichtenwälder=== | | ===Fichtenwälder=== |
| | Die hochmontanen gelegenen [[Fichte]]<nowiki>nwälder</nowiki> mit dem typischen Vorkommen der Hainsimse sind auf sauren Böden in der Regel deutlich artenärmer als die Grau-Erlen-Bestände. Sie wachsen einerseits auf wenige entwickelten trockeneren Fels- und Schuttböden, anderseits auf sauren nassen anmoorigen Böden. | | Die hochmontanen gelegenen [[Fichte]]<nowiki>nwälder</nowiki> mit dem typischen Vorkommen der Hainsimse sind auf sauren Böden in der Regel deutlich artenärmer als die Grau-Erlen-Bestände. Sie wachsen einerseits auf wenige entwickelten trockeneren Fels- und Schuttböden, anderseits auf sauren nassen anmoorigen Böden. |
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| − | Der höher gelegene subalpine Fichtenwald mit [[Rippenfarn]] und [[Heidelbeere]] (im [[Oberpinzgau]] "Schwarzbeere" genannt) und dem Stockwerkmoos. Nicht selten kommt in höheren Lagen auch die [[Rostrote Almrose]] in den lockeren Waldbestand vor. | + | Der höher gelegene subalpine Fichtenwald mit [[Rippenfarn]] und [[Heidelbeere]] (im [[Oberpinzgau]] "Schwarzbeere" genannt) und dem Stockwerkmoos. Nicht selten kommt in höheren Lagen auch die [[Rostrote Alpenrose]] in dem lockeren Waldbestand vor. |
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| | ===Lärchen-Zirben-Wälder=== | | ===Lärchen-Zirben-Wälder=== |
| − | [[Lärche]]n-[[Zirbe]]<nowiki>nwälder</nowiki> sind im Hollersbachtal nur mehr reliktär erhalten. Verantwortlich ist dabei der Raubbau an Wäldern im [[Mittelalter]] und z. T. auch der der frühen [[Neuzeit]] im Zuge der Gewinnung von Brennholz für die [[Saline Hallein|Halleiner Saline]]. Das langsame Wachstum der Zirbe verhindern eine rasche Verjüngung nach dem Einstellen großflächiger Holzschlägerungen im Tal. Auch wurde durch mehrmaligen Kahlschlag auch die Möglichkeit der natürliche Verjüngung des Lärchen-Zirbenwaldes unmöglich gemacht. Namhafte Zirbenbestände sind heute nur noch im Raum im südlichen Teil des Scharrntales zu finden. | + | [[Lärche]]n-[[Zirbe]]<nowiki>n-Wälder</nowiki> sind im Hollersbachtal nur mehr reliktär erhalten. Verantwortlich ist dabei der Raubbau an Wäldern im [[Mittelalter]] und z. T. auch der der frühen [[Neuzeit]] im Zuge der Gewinnung von Brennholz für die [[Saline Hallein|Halleiner Saline]]. Das langsame Wachstum der Zirbe verhindern eine rasche Verjüngung nach dem Einstellen großflächiger Holzschlägerungen im Tal. Auch wurde durch mehrmaligen Kahlschlag auch die Möglichkeit der natürliche Verjüngung des Lärchen-Zirben-Waldes unmöglich gemacht. Namhafte Zirbenbestände sind heute nur noch im Raum im südlichen Teil des Scharrntales zu finden. |
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| | ===Almweiden=== | | ===Almweiden=== |
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| | ===Hochstauden und Grün-Erlen-Bestände=== | | ===Hochstauden und Grün-Erlen-Bestände=== |
| − | In enger Beziehung zu den Grün-Erlen-Bestände an wasserzügigen und nährstoffangereicherten Standorten gedeihen Meisterwurz, Grauer Alpendost, Alpenmilchlattich und öfter auch die Österreichische Gemswurz. | + | In enger Beziehung zu den [[Grünerle|Grün-Erlen]]-Bestände an wasserzügigen und nährstoffangereicherten Standorten gedeihen Meisterwurz, Grauer Alpendost, Alpenmilchlattich und öfter auch die Österreichische Gemswurz. |
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| | ===Alpine Rasen=== | | ===Alpine Rasen=== |