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==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
 
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
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Der Buchsbaumzünsler ist ursprünglich in Ostasien heimisch und wurde zu Beginn des [[21. Jahrhundert]]s nach Mitteleuropa eingeschleppt, wo er sich als invasive Art darstellt. In Salzburg wurde das erste Exemplar am 7.10.2011 in der [[Stadt Salzburg]] in [[Herrnau]] von [[Heimo Nelwek]] gefunden. Bereits ein Jahr später war der Falter in der [[Stadt Salzburg]] weiter verbreitet und heute ist er in den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II ([[Nördliche Kalkalpen]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011) in niedrigen Lagen (420 bis 570 m nach Kurz & Kurz 2020) im Siedlungsraum überall häufig. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in Salzburg von Juni bis November in vermutlich zwei bis drei sich stark überlappenden Generationen.
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Der Buchsbaumzünsler ist ursprünglich in Ostasien heimisch und wurde zu Beginn des [[21. Jahrhundert]]s nach Mitteleuropa eingeschleppt, wo er sich als invasive Art darstellt. In Salzburg wurde das erste Exemplar am 7.10.2011 in der [[Stadt Salzburg]] in [[Herrnau]] von [[Heimo Nelwek]] gefunden. Bereits ein Jahr später war der Falter in der [[Stadt Salzburg]] weiter verbreitet und heute ist er in den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), Ia ([[Stadt Salzburg]]) und II ([[Nördliche Kalkalpen]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011) in niedrigen Lagen (420 bis 570 m nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] &amp; [[Marion Kurz|Kurz]] 2020) im Siedlungsraum überall häufig. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in Salzburg von Juni bis November in vermutlich zwei bis drei sich stark überlappenden Generationen.
    
==Biologie und Gefährdung==
 
==Biologie und Gefährdung==
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Die Imagines fliegen in der Abenddämmerung und in der ersten Nachthälfte (von 18 bis 24 Uhr MEZ nach Kurz & Kurz 2020), können aber auch tagsüber leicht aus der Vegetation aufgescheucht werden. Falter wurden zwischen 19 und 20 Uhr MEZ auch beim Nektarsaugen an "Schmetterlingsflieder" (''[[Buddleja davidii]]'') beobachtet, wo sie in Nahrungskonkurrenz zur Gamma[[Eulenfalter|eule]] (''[[Autographa gamma]]'') treten können (Kurz & Kurz 2020).
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Die Imagines fliegen in der Abenddämmerung und in der ersten Nachthälfte (von 18 bis 24 Uhr MEZ nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] &amp; [[Marion Kurz|Kurz]] 2020), können aber auch tagsüber leicht aus der Vegetation aufgescheucht werden. Falter wurden zwischen 19 und 20 Uhr MEZ auch beim Nektarsaugen an "Schmetterlingsflieder" (''[[Buddleja davidii]]'') beobachtet, wo sie in Nahrungskonkurrenz zur Gamma[[Eulenfalter|eule]] (''[[Autographa gamma]]'') treten können ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] &amp; [[Marion Kurz|Kurz]] 2020).
    
Die Raupen sind ca. 5 cm lang und grün und schwarz gepunktet. Sie können durch Kahlfraß Schäden an [[Buchsbaum]]-Arten verursachen.  Angaben zum Befall von [[Pfaffenhütchen]] (''[[Euonymus europaeus]]'') und Stechlaubgewächsen (Information der [[Stadt Salzburg]] vom 29.6.2016) sind definitiv falsch. Die Raupen überwintern in Kokons und beginnen ab März/April ihre Fraßtätigkeit. In kurzer Zeit fressen sie ganze Sträucher kahl, wobei sie bei Nahrungsmangel nach den Blättern auch die Zweigrinde verzehren und so befallene Pflanzen zum Absterben bringen können. Sie bilden durch Verspinnen von Blättern Kammern, in denen sie geschützt leben. Kennzeichen des Befalls sind auch ein die ganze Pflanze umgebendes Gespinst und hellgrüne Kotkrümel. In Salzburg wurde der Fraß an ''Buxus sempervirens'' sicher nachgewiesen, ein Absterben befallener Sträucher wird regelmäßig beobachtet.
 
Die Raupen sind ca. 5 cm lang und grün und schwarz gepunktet. Sie können durch Kahlfraß Schäden an [[Buchsbaum]]-Arten verursachen.  Angaben zum Befall von [[Pfaffenhütchen]] (''[[Euonymus europaeus]]'') und Stechlaubgewächsen (Information der [[Stadt Salzburg]] vom 29.6.2016) sind definitiv falsch. Die Raupen überwintern in Kokons und beginnen ab März/April ihre Fraßtätigkeit. In kurzer Zeit fressen sie ganze Sträucher kahl, wobei sie bei Nahrungsmangel nach den Blättern auch die Zweigrinde verzehren und so befallene Pflanzen zum Absterben bringen können. Sie bilden durch Verspinnen von Blättern Kammern, in denen sie geschützt leben. Kennzeichen des Befalls sind auch ein die ganze Pflanze umgebendes Gespinst und hellgrüne Kotkrümel. In Salzburg wurde der Fraß an ''Buxus sempervirens'' sicher nachgewiesen, ein Absterben befallener Sträucher wird regelmäßig beobachtet.

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