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| − | Ein '''Fiaker''' ist eine Kutsche, die von zwei Pferden gezogen und einem Kutscher gelenkt wird, mit der man in der [[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]] eine Stadtrundfahrt machen kann.
| + | Dieser Artikel informiert über die '''Salzburger Fiaker'''. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | + | Ein Fiaker ist eine Kutsche, die von zwei Pferden gezogen und einem Kutscher gelenkt wird, mit der man in der [[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]] eine Stadtrundfahrt machen kann. |
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| | Wahrscheinlich fuhren Fiaker in Salzburg schon im [[17. Jahrhundert|17.]] oder [[18. Jahrhundert]]. Bereits [[1804]] werden in [[Salzburger Zeitungsgeschichte|Salzburger Zeitungen]] Fiaker erwähnt.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibs&datum=18040114&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Intelligenzblatt von Salzburg]], Ausgabe vom 14. Jänner 1804, Seite 2]</ref> Immer wieder wurde von "Tax-Überschreitungen" berichtet, die von der Polizei geahndet wurden. Die Übeltäter wurden mit Arrest bestraft und mussten das zu viel kassierte Geld den Geschädigten erstatten.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibs&datum=18051012&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Intelligenzblatt von Salzburg, Ausgabe vom 12. Oktober 1805, Seite 8 </ref> In der neuen Gewerbeordnung von 1855 wird der Betrieb eines Fiakers als konzessioniertes Gewerbe angeführt.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18551220&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Neue Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 20. Dezember 1855 Seite 1</ref> Die Konzession wurde monatlich verliehen. Mit Erlass des Salzburger [[Landeshauptmann#k.k. Landespräsidenten und Landeshauptleute für das Kronland Salzburg|Landespräsidenten]] vom [[29. März]] [[1856]] trat dann eine neue Fiaker-Ordnung für die Landeshauptstadt Salzburg in Kraft.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18560331&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 31. März 1856, Seite 1</ref> Diese Fiaker-Ordnung kann man in der Ausgabe der [[Salzburger Zeitung]] vom [[1. April]] 1856 nachlesen<ref>siehe [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18560401&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 1. April 1856, Seite 5</ref> | | Wahrscheinlich fuhren Fiaker in Salzburg schon im [[17. Jahrhundert|17.]] oder [[18. Jahrhundert]]. Bereits [[1804]] werden in [[Salzburger Zeitungsgeschichte|Salzburger Zeitungen]] Fiaker erwähnt.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibs&datum=18040114&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Intelligenzblatt von Salzburg]], Ausgabe vom 14. Jänner 1804, Seite 2]</ref> Immer wieder wurde von "Tax-Überschreitungen" berichtet, die von der Polizei geahndet wurden. Die Übeltäter wurden mit Arrest bestraft und mussten das zu viel kassierte Geld den Geschädigten erstatten.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibs&datum=18051012&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], Intelligenzblatt von Salzburg, Ausgabe vom 12. Oktober 1805, Seite 8 </ref> In der neuen Gewerbeordnung von 1855 wird der Betrieb eines Fiakers als konzessioniertes Gewerbe angeführt.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18551220&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Neue Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 20. Dezember 1855 Seite 1</ref> Die Konzession wurde monatlich verliehen. Mit Erlass des Salzburger [[Landeshauptmann#k.k. Landespräsidenten und Landeshauptleute für das Kronland Salzburg|Landespräsidenten]] vom [[29. März]] [[1856]] trat dann eine neue Fiaker-Ordnung für die Landeshauptstadt Salzburg in Kraft.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18560331&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], [[Salzburger Zeitung]], Ausgabe vom 31. März 1856, Seite 1</ref> Diese Fiaker-Ordnung kann man in der Ausgabe der [[Salzburger Zeitung]] vom [[1. April]] 1856 nachlesen<ref>siehe [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18560401&query=%22Fiaker%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Zeitung, Ausgabe vom 1. April 1856, Seite 5</ref> |
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| | Der Standplatz der Fiaker in Salzburg ist heute auf dem [[Residenzplatz]] an der Nordseite des [[Salzburger Dom]]s. Die Kutscher sind meist in [[Salzburger Tracht]] gekleidet und können in mehreren Sprachen die Sehenswürdigkeiten entlang der zwei Streckenvarianten erklären. Interessant ist auch die Tatsache, dass ein Kutscher keine [[Fremdenführer|Stadtführer]]-Prüfung benötigt, um seinen Gästen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erläutern. | | Der Standplatz der Fiaker in Salzburg ist heute auf dem [[Residenzplatz]] an der Nordseite des [[Salzburger Dom]]s. Die Kutscher sind meist in [[Salzburger Tracht]] gekleidet und können in mehreren Sprachen die Sehenswürdigkeiten entlang der zwei Streckenvarianten erklären. Interessant ist auch die Tatsache, dass ein Kutscher keine [[Fremdenführer|Stadtführer]]-Prüfung benötigt, um seinen Gästen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erläutern. |
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| − | === Hitzefrei === | + | ==== Hitzefrei ==== |
| | Ende Juli und Anfang August [[2018]] stiegen die Temperaturen an mehreren Tagen deutlich über 30 °C. Zum wiederholten Male flammte die Debatte auf, ob es den Pferden zumutbar sei, bei diesen Temperaturen zu gehen. | | Ende Juli und Anfang August [[2018]] stiegen die Temperaturen an mehreren Tagen deutlich über 30 °C. Zum wiederholten Male flammte die Debatte auf, ob es den Pferden zumutbar sei, bei diesen Temperaturen zu gehen. |
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| | Für den zu erwartenden heißesten Tages des Jahres 2018, den Donnerstag, den [[9. August]] 2018, kündigten Tierschützer eine Demonstration an. Doch überraschend erhielten die Fiaker-Pferde wegen der Hitze am Mittwoch und Donnerstag hitzefrei. "Wir bleiben wegen der hohen Temperaturen zu Hause, und nicht deshalb, weil Tierschützer heute eine Demonstration angekündigt haben", sagte Franz Winter, Obmann der Salzburger Fiaker-Vereinigung.<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/salzburgs-fiaker-pferde-haben-erneut-hitzefrei/5323128 www.salzburg24.at vom 9. August 2018], abgefragt am 10. August 2018</ref> | | Für den zu erwartenden heißesten Tages des Jahres 2018, den Donnerstag, den [[9. August]] 2018, kündigten Tierschützer eine Demonstration an. Doch überraschend erhielten die Fiaker-Pferde wegen der Hitze am Mittwoch und Donnerstag hitzefrei. "Wir bleiben wegen der hohen Temperaturen zu Hause, und nicht deshalb, weil Tierschützer heute eine Demonstration angekündigt haben", sagte Franz Winter, Obmann der Salzburger Fiaker-Vereinigung.<ref>Quelle [http://www.salzburg24.at/salzburgs-fiaker-pferde-haben-erneut-hitzefrei/5323128 www.salzburg24.at vom 9. August 2018], abgefragt am 10. August 2018</ref> |
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| − | === 2022: Wieder Proteste der Tierschützer === | + | ==== 2022: Wieder Proteste der Tierschützer ==== |
| | Seit Monaten machten Tierschützer gegen die Fiaker in der Stadt Salzburg mobil, zuletzt sogar mit wöchentlichen Protesten einer Handvoll Aktivisten vor dem [[Schloss Mirabell]]. Am Donnerstag, den [[24. November]] [[2022]] wollte der "Verein gegen Tierfabriken" (VGT) dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] die im Rahmen der Petition gesammelten Unterschriften überreichen. Der VGT spricht von mehr als 24 000 Unterzeichnern, allerdings kann sich jeder online eintragen, auch ohne Überprüfung der jeweiligen Personendaten. An diesem Donnerstag tagte auch der städtische Bau- und Umweltausschuss. Auf der Tagesordnung stand der Amtsbericht zur neuerlichen Vergabe der 14 Fiakerstandplätze. Genau das also, was Tierschützer zu verhindern versuchen. | | Seit Monaten machten Tierschützer gegen die Fiaker in der Stadt Salzburg mobil, zuletzt sogar mit wöchentlichen Protesten einer Handvoll Aktivisten vor dem [[Schloss Mirabell]]. Am Donnerstag, den [[24. November]] [[2022]] wollte der "Verein gegen Tierfabriken" (VGT) dem [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] die im Rahmen der Petition gesammelten Unterschriften überreichen. Der VGT spricht von mehr als 24 000 Unterzeichnern, allerdings kann sich jeder online eintragen, auch ohne Überprüfung der jeweiligen Personendaten. An diesem Donnerstag tagte auch der städtische Bau- und Umweltausschuss. Auf der Tagesordnung stand der Amtsbericht zur neuerlichen Vergabe der 14 Fiakerstandplätze. Genau das also, was Tierschützer zu verhindern versuchen. |
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| | ==== Vereinbarung läuft Ende April 2023 aus ==== | | ==== Vereinbarung läuft Ende April 2023 aus ==== |
| − | Die zivilrechtliche Vereinbarung zwischen der [[Stadtgemeinde Salzburg]] und den Fiakern läuft nach fünf Jahren Ende April 2023 aus. Daher muss es zu einer Neuausschreibung und Neuvergabe der Standplätze kommen. Mit dem Amtsbericht werden nun Kriterien für die Fiaker sowie eine Betriebsordnung vorgelegt. So gibt es eine festgelegte Fahrtroute. Die Fiakerunternehmen müssen zusammen einen wertgesicherten pauschalierten Erhaltungsbeitrag (aufgrund der Abnützung der Straßen und Plätze) von 10.541 Euro pro Jahr akzeptieren. Hinzu kommen 150 Euro Gebühr je Standplatz. In der Betriebsordnung wird auch auf die richtige Kleidung und ein Alkoholverbot Bezug genommen. | + | Die zivilrechtliche Vereinbarung zwischen der [[Stadtgemeinde Salzburg]] und den Fiakern lief nach fünf Jahren Ende April 2023 aus. Daher musste es zu einer Neuausschreibung und Neuvergabe der Standplätze kommen. Mit dem Amtsbericht wurden nun Kriterien für die Fiaker sowie eine Betriebsordnung vorgelegt. So gibt es eine festgelegte Fahrtroute. Die Fiakerunternehmen müssen zusammen einen wertgesicherten pauschalierten Erhaltungsbeitrag (aufgrund der Abnützung der Straßen und Plätze) von 10.541 Euro pro Jahr akzeptieren. Hinzu kommen 150 Euro Gebühr je Standplatz. In der Betriebsordnung wird auch auf die richtige Kleidung und ein Alkoholverbot Bezug genommen. |
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| | + | Der [[Gemeinderat der Stadt Salzburg|Gemeinderat]] hatte im Dezember [[2020]] im Zuge der Gewährung von [[Covid]]-Förderungen einstimmig beschlossen, dass die Fiakerpferde ab 30 Grad Celsius, gemessen auf dem Residenzplatz, Hitzefrei bekommen sollen. Doch dazu hätten die Fiaker dem zustimmen müssen. Nun war in der geplanten neuen zivilrechtlichen Bewilligung keine Rede von einer Hitzeregelung. Das Bürgermeisterbüro begründete dies damit, dass man eine 30- oder 35-Grad-Grenze nicht rechtskonform regeln könne, denn dazu habe man keine Kompetenzen. Das bundesweite Tierschutzgesetz sei der Maßstab. Eine entsprechende Regelung auf Stadtebene würde, da sei man sich sicher, angefochten werden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/tierschutz-stadt-salzburg-verlaengert-vertrag-mit-fiakern-hitzefrei-ist-nicht-vorgesehen-130235881 www.sn.at], 24. November 2022</ref> |
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| | + | Im April [[2023]], kurz vor der Neuvergabe der Standplätze, wurde bekannt, dass ein deutscher Fiakerunternehmer die Vergabe der Standplätze für die Fiaker am Salzburger Residenzplatz für rechtswidrig erachtet. Nun ist das [[Landesverwaltungsgericht]] (LVwG) am Zug. Bis zur Entscheidung darf die [[Stadtgemeinde Salzburg]] mit den Fiakern keine neue Vereinbarung schließen. Sie sollte am [[1. Mai]] in Kraft treten. Ein deutscher Fiakerunternehmer, der durch den Wiener Rechtsanwalt Berthold Hofbauer vertreten wird, ficht die Ausschreibung der Stadt an und hat eine Woche vor Ablauf der Angebotsfrist am [[31. März]] am LVwG einen Antrag auf Nachprüfung der zivilrechtlichen Vergabe der Fiakerstandplätze eingebracht. Am [[1. April]] hat das LVwG auf Antrag des Unternehmers eine einstweilige Verfügung erlassen. Solange das Nachprüfungsverfahren anhängig ist, darf die Stadt keine zivilrechtliche Vereinbarung mit den Fiakern abschließen. Der Ablauf der Bewerbungs- bzw. Angebotsfrist sei unterbrochen, heißt es in dem Gerichtsbeschluss. |
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| | + | In einer Pressekonferenz, die Hofbauer am [[12. April]] 2023 gemeinsam mit dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) in Salzburg abhielt, führte der Anwalt des Deutschen vergaberechtliche Mängel ins Treffen. Es sei intransparent, nach welchen Kriterien die Stellplätze vergeben würden. Die Plätze dürften nicht durch einen zivilrechtlichen Vertrag vergeben werden, vielmehr handle es sich um eine Konzessionsvergabe, nach der die Fiaker im Interesse der Stadt auch Touristen kutschieren müssten. Demnach sei das Bundesvergabegesetz Konzessionen anzuwenden. Die Vergabe sei zudem nicht rechtens, weil die Stadt die Tierschutzbestimmungen im neuen Vertrag im Vergleich zum derzeit noch geltenden stark reduziert habe. So seien für die Pferde nach Arbeitstagen keine Ruhetage mehr vorgesehen. Die Regelung, wonach die Pferde ab 35 Grad hitzefrei bekommen sollen, sei gestrichen worden. Hofbauer präsentierte ein von seiner Anwaltskanzlei in Auftrag gegebenes privates Rechtsgutachten. Der Autor kommt zum Schluss, dass beim Abschluss von Verträgen mit Fiakerunternehmern durch die Stadt Salzburg die Pflicht bestehe, das Tierwohl zu berücksichtigen. |
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| − | Der [[Gemeinderat der Stadt Salzburg|Gemeinderat]] hatte im Dezember [[2020]] im Zuge der Gewährung von [[Covid]]-Förderungen einstimmig beschlossen, dass die Fiakerpferde ab 30 Grad Celsius, gemessen auf dem Residenzplatz, Hitzefrei bekommen sollen. Doch dazu hätten die Fiaker dem zustimmen müssen. Nun ist in der geplanten neuen zivilrechtlichen Bewilligung keine Rede von einer Hitzeregelung. Das Bürgermeisterbüro begründet dies damit, dass man eine 30- oder 35-Grad-Grenze nicht rechtskonform regeln könne, denn dazu habe man keine Kompetenzen. Das bundesweite Tierschutzgesetz sei der Maßstab. Eine entsprechende Regelung auf Stadtebene würde, da sei man sich sicher, angefochten werden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/tierschutz-stadt-salzburg-verlaengert-vertrag-mit-fiakern-hitzefrei-ist-nicht-vorgesehen-130235881 www.sn.at], 24. November 2022</ref>
| + | "Hier wird versucht, eine Konzessionsvergabe zu konstruieren. Wir vergeben keine Konzession, wir vergeben lediglich die Standplätze", sagt [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] ([[ÖVP]]). Jeder Fiaker, der wolle, dürfe in Salzburg mit seiner Kutsche fahren. Der Tierschutz sei Bundessache. "Wir können als Stadt keine Maßnahmen festlegen." Der neue Vertrag sieht stattdessen vor, dass der Amtsveterinär alle zwei Wochen unangemeldet eine veterinärmedizinische Überprüfung durchführt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/salzburger-fiaker-beschaeftigen-nun-auch-das-gericht-137028997 www.sn.at], 13. April 2023</ref> |
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| | == Kurioses == | | == Kurioses == |
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| | "Du bist das beste Pferd im Stall, du machst den meisten Mist" ist keine Beleidigung, sondern ein Kompliment. Es drückt aus, dass eine Person die Leistungsfähigste oder Tüchtigste einer Gruppe ist.<ref>[https://www.dwds.de/wb/bestes%20Pferd%20im%20Stall www.dwds.de] bestes Pferd im Stall</ref> Dieses Sprichwort nimmt Bezug auf den Mist, der früher nicht nur ein wichtiges Düngemittel war, sondern vor allem ein wertvolles Brennmaterial. | | "Du bist das beste Pferd im Stall, du machst den meisten Mist" ist keine Beleidigung, sondern ein Kompliment. Es drückt aus, dass eine Person die Leistungsfähigste oder Tüchtigste einer Gruppe ist.<ref>[https://www.dwds.de/wb/bestes%20Pferd%20im%20Stall www.dwds.de] bestes Pferd im Stall</ref> Dieses Sprichwort nimmt Bezug auf den Mist, der früher nicht nur ein wichtiges Düngemittel war, sondern vor allem ein wertvolles Brennmaterial. |
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| − | === Reinigungsprobleme ===
| + | == Reinigungsprobleme == |
| − | Die 14 Fiakergespanne (Stand Novmeber 2022) hinterlassen in der Salzburger Altstadt Mist, Urin und durch Hufeisen verursachte Schrammen auf dem Straßenbelag. Nachdem die im Mai [[2011]] vorgestellte Reinigungsmaschine wegen zu hoher Kosten nicht angeschafft wurde, gab es im Winter 2011/2012 und Frühjahr [[2012]] eine Testphase mit einem adaptierten Modell der umstrittenen "Pferdewindeln" und ein mit Kautschuk ummanteltes Hufeisen zur Schonung des Asphalts. | + | Die 14 Fiakergespanne (Stand November 2022) hinterlassen in der Salzburger Altstadt Mist, Urin und durch Hufeisen verursachte Schrammen auf dem Straßenbelag. Nachdem die im Mai [[2011]] vorgestellte Reinigungsmaschine wegen zu hoher Kosten nicht angeschafft wurde, gab es im Winter 2011/2012 und Frühjahr [[2012]] eine Testphase mit einem adaptierten Modell der umstrittenen "Pferdewindeln" und ein mit Kautschuk ummanteltes Hufeisen zur Schonung des Asphalts. |
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| | Die Kosten für die Reinigungsmaschine, des "Multicars", hätte laut Fiakerobmann Franz Winter an die 150.000 Euro gekostet. Darüber hinaus hätte das Gerät in der [[Münzgasse|Münz]]- und [[Gstättengasse]] zur Reinigung der gesamten Fahrbahn dreimal hin und her fahren müssen. Im Winter wäre das Wasser in der Maschine gefroren, im Sommer wäre sie während der [[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]-Aufführung zu laut gewesen waren die Argumente gegen die Maschine seitens der Fiaker. | | Die Kosten für die Reinigungsmaschine, des "Multicars", hätte laut Fiakerobmann Franz Winter an die 150.000 Euro gekostet. Darüber hinaus hätte das Gerät in der [[Münzgasse|Münz]]- und [[Gstättengasse]] zur Reinigung der gesamten Fahrbahn dreimal hin und her fahren müssen. Im Winter wäre das Wasser in der Maschine gefroren, im Sommer wäre sie während der [[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]-Aufführung zu laut gewesen waren die Argumente gegen die Maschine seitens der Fiaker. |
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| − | * Beitrag "Rossäpfel" in den [[Salzburger Nachrichten]] vom 26. Juli 2007 | + | * Beitrag "Rossäpfel" in den "[[Salzburger Nachrichten]]" vom 26. Juli 2007 |
| | * www.salzburg.com/online/salzburg/aktuell/Fiaker-gegen-Reinigungsmaschine.html... Link war bei einer Überprüfung am 24. November 2022 nicht mehr abrufbar | | * www.salzburg.com/online/salzburg/aktuell/Fiaker-gegen-Reinigungsmaschine.html... Link war bei einer Überprüfung am 24. November 2022 nicht mehr abrufbar |
| − | * Eigenartikel von [[Benutzer:Peter Krackowizer]] | + | * [[Peter Krackowizer]] |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |