Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
16 Bytes entfernt ,  09:10, 7. Apr. 2023
K
Textersetzung - „Karl dem Großen“ durch „Karl dem Großen
Zeile 3: Zeile 3:  
== Geschichtlicher Rückblick in Salzburg ==
 
== Geschichtlicher Rückblick in Salzburg ==
 
=== Mittelalter ===
 
=== Mittelalter ===
Almosen zu geben wurde als Ausgleich für die ungerechte Verteilung von Privateigentum angesehen und in weiterer Folge zum allgemeinen Gebot erhoben. So legte die von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] einberufene [[Salzburger Provinzialsynode|Synode von Salzburg]] fest, dass alle guten Christen nach besten Kräften viermal im Jahr Almosen zu geben haben.
+
Almosen zu geben wurde als Ausgleich für die ungerechte Verteilung von Privateigentum angesehen und in weiterer Folge zum allgemeinen Gebot erhoben. So legte die von [[Karl dem Großen]] einberufene [[Salzburger Provinzialsynode|Synode von Salzburg]] fest, dass alle guten Christen nach besten Kräften viermal im Jahr Almosen zu geben haben.
    
Diese Entscheidung, private Spenden als Christenpflicht anzusehen, trug entscheidend dazu bei, dass das Almosen, gegenüber anderen Formen der Armenfürsorge an Bedeutung gewann. Der Anspruch auf Hilfe wurde im [[Mittelalter]] also allgemein anerkannt und das Betteln galt weder als Schande noch unterlag es in irgendeiner Form der Ächtung. Bettelverbote waren der mittelalterlichen Gesellschaft fremd, und auch mit den späteren Vorwürfen der Untüchtigkeit, des Müßiggangs oder der Arbeitsscheu waren die Bettler in jener Zeit nicht konfrontiert.<ref>Müller, Oliver: ''Vom Almosen zum Spendenmarkt; Sozialethische Aspekte christlicher Spendenkultur'', Freiburg im Breisgau, Lambertus-Verlag, 2005, S.&nbsp;117&nbsp;ff. zitiert nach [[Anton Waltl|Waltl, Anton]]: ''Bettelverbote in Österreich'', 2011, Diplomarbeit [[Universität Salzburg]], S.&nbsp;39-40.</ref>
 
Diese Entscheidung, private Spenden als Christenpflicht anzusehen, trug entscheidend dazu bei, dass das Almosen, gegenüber anderen Formen der Armenfürsorge an Bedeutung gewann. Der Anspruch auf Hilfe wurde im [[Mittelalter]] also allgemein anerkannt und das Betteln galt weder als Schande noch unterlag es in irgendeiner Form der Ächtung. Bettelverbote waren der mittelalterlichen Gesellschaft fremd, und auch mit den späteren Vorwürfen der Untüchtigkeit, des Müßiggangs oder der Arbeitsscheu waren die Bettler in jener Zeit nicht konfrontiert.<ref>Müller, Oliver: ''Vom Almosen zum Spendenmarkt; Sozialethische Aspekte christlicher Spendenkultur'', Freiburg im Breisgau, Lambertus-Verlag, 2005, S.&nbsp;117&nbsp;ff. zitiert nach [[Anton Waltl|Waltl, Anton]]: ''Bettelverbote in Österreich'', 2011, Diplomarbeit [[Universität Salzburg]], S.&nbsp;39-40.</ref>

Navigationsmenü