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Bei beiden Kindern, insbesondere beim jüngeren Bruder Wolfgang, machte sich früh eine außerordentliche musikalische Begabung bemerkbar. Der Vater schränkte sein eigenes musikalisches Schaffen zugunsten der Erziehung und Förderung seiner Kinder weitgehend ein.
 
Bei beiden Kindern, insbesondere beim jüngeren Bruder Wolfgang, machte sich früh eine außerordentliche musikalische Begabung bemerkbar. Der Vater schränkte sein eigenes musikalisches Schaffen zugunsten der Erziehung und Förderung seiner Kinder weitgehend ein.
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Als Fünfjähriger trat Mozart am [[1. September]] [[1761]] im Schuldrama "''Sigismundus Hungariae Rex''(Musik von [[Johann Ernst Eberlin]], Text von P. [[Marian Wimmer]]) als tanzender Page in der [[Aula Academica]] der [[Benediktineruniversität Salzburg]] auf.
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Als Fünfjähriger trat Mozart am [[1. September]] [[1761]] im Schuldrama "''Sigismundus Hungariae Rex''" (Musik von [[Johann Ernst Eberlin]], Text von P. [[Marian Wimmer]]) als tanzender Page in der [[Aula Academica]] der [[Benediktineruniversität Salzburg]] auf.
    
==== Erste Kompositionen ====
 
==== Erste Kompositionen ====
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==== Wieder in Salzburg ====
 
==== Wieder in Salzburg ====
Am [[12. März]] [[1767]] wurde im [[Prunkräume der Alten Residenz#Rittersaal|Rittersaal]] der [[Alte Residenz|fürsterzbischöflichen Residenz]] ein Oratorium aufgefüht, dessen erste Akte Wolfgang komponiert hatte. Bei einer Tafelmusik am [[29. März]] in der Residenz spielte Mozart zu Ehren eines spanischen Gesandten. In der Karwoche wird am [[17. April]] im [[Salzburger Dom]] eine Grabmusik des elfjährigen Wolfgang aufgeführt. Am [[13. Mai]] 1767 wurde seine Jugendoper "''Apollo et Hyacinthos''([[KV]] 38) in der "Aula Academica" der Benediktineruniversität Salzburg uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit elf Jahren und spielte selbst am Clavicembalo.  
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Am [[12. März]] [[1767]] wurde im [[Prunkräume der Alten Residenz#Rittersaal|Rittersaal]] der [[Alte Residenz|fürsterzbischöflichen Residenz]] ein Oratorium aufgefüht, dessen erste Akte Wolfgang komponiert hatte. Bei einer Tafelmusik am [[29. März]] in der Residenz spielte Mozart zu Ehren eines spanischen Gesandten. In der Karwoche wird am [[17. April]] im [[Salzburger Dom]] eine Grabmusik des elfjährigen Wolfgang aufgeführt. Am [[13. Mai]] 1767 wurde seine Jugendoper "''Apollo et Hyacinthos''" ([[KV]] 38) in der "Aula Academica" der Benediktineruniversität Salzburg uraufgeführt. Mozart komponierte diese Oper mit elf Jahren und spielte selbst am Clavicembalo.  
    
Im selben Jahr ging es wieder auf Reisen, zum zweiten Mal nach Wien, wo die Familie am [[15. September]] eintraf. Dann brach eine Blatterempidemie aus und die Familie floh nach Olmütz in [[Mähren]]. Wolfgang erkrankte und nach ihm auch Nannerl. Die Rückkehr nach Wien erfolgte erst im Jänner [[1768]]. Aber am Hof in Wien hatte sich viel verändert. Der Kaiser war gestorben und der Mitregent von Maria Theresia, ihr Sohn Joseph II. war ein außerordentlich sparsamer Staatsmann. Auch galt Mozart mit seinen zwölf Jahren in Wien nicht mehr als Wunderkind, sondern wurde von den Wiener Musikern bereits als Konkurrent gesehen.  
 
Im selben Jahr ging es wieder auf Reisen, zum zweiten Mal nach Wien, wo die Familie am [[15. September]] eintraf. Dann brach eine Blatterempidemie aus und die Familie floh nach Olmütz in [[Mähren]]. Wolfgang erkrankte und nach ihm auch Nannerl. Die Rückkehr nach Wien erfolgte erst im Jänner [[1768]]. Aber am Hof in Wien hatte sich viel verändert. Der Kaiser war gestorben und der Mitregent von Maria Theresia, ihr Sohn Joseph II. war ein außerordentlich sparsamer Staatsmann. Auch galt Mozart mit seinen zwölf Jahren in Wien nicht mehr als Wunderkind, sondern wurde von den Wiener Musikern bereits als Konkurrent gesehen.  
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Am [[15. Dezember]] 1771 ist die Familie dann wieder in Salzburg zurück. Einen Tag später starb der große Gönner der Familie, Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach. Am [[29. April]] [[1772]] trat Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] sein Amt an, mit dem sich in Folge Wolfgang Amadé Mozart zerwarf und Salzburg verließ. Doch bis dahin gab es noch anderer Ereignisse im Leben Mozarts.
 
Am [[15. Dezember]] 1771 ist die Familie dann wieder in Salzburg zurück. Einen Tag später starb der große Gönner der Familie, Fürsterzbischof Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach. Am [[29. April]] [[1772]] trat Fürsterzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]] sein Amt an, mit dem sich in Folge Wolfgang Amadé Mozart zerwarf und Salzburg verließ. Doch bis dahin gab es noch anderer Ereignisse im Leben Mozarts.
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Im Herbst, am [[24. Oktober]] 1772 reiste er nur in Begleitung seines Vaters zum dritten Mal nach Italien. Mozart hatte eine neue Oper, den "Lucio Silla“, komponiert. Die Uraufführung am [[26. Dezember]] 1772 in Mailand wurde aber zu einer Katastrophe: Der Erzherzog kam mit einer dreistündigen Verspätung, vorher durfte man nicht anfangen. Die Sänger und das Publikum waren müde und ausgehungert, als die Aufführung nach Mitternacht endete. Es war Mozarts letzte Reise nach Italien. Vater und Sohn kehrten am [[15. März]] [[1773]] wieder in Salzburg zurück.  
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Im Herbst, am [[24. Oktober]] 1772 reiste er nur in Begleitung seines Vaters zum dritten Mal nach Italien. Mozart hatte eine neue Oper, den "Lucio Silla", komponiert. Die Uraufführung am [[26. Dezember]] 1772 in Mailand wurde aber zu einer Katastrophe: Der Erzherzog kam mit einer dreistündigen Verspätung, vorher durfte man nicht anfangen. Die Sänger und das Publikum waren müde und ausgehungert, als die Aufführung nach Mitternacht endete. Es war Mozarts letzte Reise nach Italien. Vater und Sohn kehrten am [[15. März]] [[1773]] wieder in Salzburg zurück.  
    
Trotz seiner Erfolfe während dieser drei Italienreisen konnte Mozart keine dauerhafte Existenz in Italien gründen. Doch lernte er, italienisch zu komponieren, Singstimme virtuos und Melodie zu handhaben. Das führte dazu, dass Mozart all das, was Italien ihm künstlerisch bot, in eigene Form und Gestalt zu verwandeln. Diese Entwicklung, die sich durch das ganze Leben von Wolfang zieht, stand mit den Opern wie "''[[Le nozze di Figaro]]''" und "''[[Don Giovanni]]''" am Ende dieser Entwicklung.
 
Trotz seiner Erfolfe während dieser drei Italienreisen konnte Mozart keine dauerhafte Existenz in Italien gründen. Doch lernte er, italienisch zu komponieren, Singstimme virtuos und Melodie zu handhaben. Das führte dazu, dass Mozart all das, was Italien ihm künstlerisch bot, in eigene Form und Gestalt zu verwandeln. Diese Entwicklung, die sich durch das ganze Leben von Wolfang zieht, stand mit den Opern wie "''[[Le nozze di Figaro]]''" und "''[[Don Giovanni]]''" am Ende dieser Entwicklung.
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Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als [[Hoforganist]] erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Fürsterzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Fürsterzbischofs ab, um dessen [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt in Wien des erzbischöflichen Angestellten [[Karl Joseph Felix Graf von Arco]] am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Fürsterzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Fürsterzbischof.
 
Am [[23. September]] [[1777]] brach Mozart um 6 Uhr früh nur in Begleitung seiner Mutter Anna Maria zu einer Reise in Richtung Mannheim und Paris auf, da das Urlaubsgesuch des Vaters von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo abgelehnt worden war. Er übernachtete in [[Waging am See]]. Nach dem Tod seiner Mutter in Paris am [[3. Juli]] [[1778]] drängte ihn sein Vater zur Heimreise nach Salzburg, wo Wolfgang Amadé am [[17. Jänner]] [[1779]] mit einem Jahresgehalt von 450 [[Gulden]] als [[Hoforganist]] erneut in den Hofdienst aufgenommen wurde. Die erfolgreiche Aufführung des "Idomeneo" am [[29. Jänner]] [[1781]] am Münchner Hoftheater war der Beginn des Endes seiner Tätigkeit beim Salzburger Fürsterzbischof. Am [[12. März]] [[1781]] reiste Mozart nach längerem Aufenthalt in München auf Weisung des Fürsterzbischofs ab, um dessen [[Salzburger Fürstenhof|Hofstaat]] nach Wien zu folgen, wo es zum Bruch mit Colloredo und Verbleiben in Wien kam. Der Fußtritt in Wien des erzbischöflichen Angestellten [[Karl Joseph Felix Graf von Arco]] am [[10. Mai]] [[1781]] beendete das Arbeitsverhältnis Mozarts mit dem Fürsterzbischof und am [[8. Juni]] kam es zum endgültigen Bruch mit dem Fürsterzbischof.
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:''" … – anstatt daß graf ''Arco'' meine  bittschrift angenommen, oder mir ''audienz'' verschafet, oder gerathen  hätte selbe nachzuschicken, oder mir zugeredet hätte die sache noch so  zu lassen, und besser zu überlegen, ''afin'', – was er gewollt hätte –  Nein – da schmeist er mich zur thüre hinaus, und giebt mir einen tritt  im hintern. – Nun, das heisst auf teutsch, daß Salzburg nicht mehr für  mich ist; ausgenommen mit guter gelegenheit dem hr. grafen wieder  ingleichen einen tritt im arsch zu geben, und sollte es auf öfentlicher  gasse geschehen. – ich begehre gar keine ''satisfaction'' deswegen beym  Erzbischof, denn er wäre nicht im stande sie mir auf solche art zu  verschaffen, wie ich sie mir selbst nehmen muß; sondern ich werde  nächster tägen dem hr. grafen schreiben, was er sich von mir zuverlässig  zu gewarten hat, sobald das glück will daß ich ihn treffe, es mag seyn  wo es will, nur an keinen ort wo ich ''respect'' haben muß; –.''  (Wolfgangs Brief an den Vater vom 13. Juni  1781)[http://www.zeno.org/Musik/M/Schiedermair,%20Ludwig/Die%20Briefe%20W.A.%20Mozarts%20und%20seiner%20Familie/Zweiter%20Band/Siebente%20Reihe/180.%20an%20den%20Vater,%20Wien,%2013.%20Juni%201781]
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:''" … – anstatt daß graf ''Arco'' meine  bittschrift angenommen, oder mir ''audienz'' verschafet, oder gerathen  hätte selbe nachzuschicken, oder mir zugeredet hätte die sache noch so  zu lassen, und besser zu überlegen, ''afin'', – was er gewollt hätte –  Nein – da schmeist er mich zur thüre hinaus, und giebt mir einen tritt  im hintern. – Nun, das heisst auf teutsch, daß Salzburg nicht mehr für  mich ist; ausgenommen mit guter gelegenheit dem hr. grafen wieder  ingleichen einen tritt im arsch zu geben, und sollte es auf öfentlicher  gasse geschehen. – ich begehre gar keine ''satisfaction'' deswegen beym  Erzbischof, denn er wäre nicht im stande sie mir auf solche art zu  verschaffen, wie ich sie mir selbst nehmen muß; sondern ich werde  nächster tägen dem hr. grafen schreiben, was er sich von mir zuverlässig  zu gewarten hat, sobald das glück will daß ich ihn treffe, es mag seyn  wo es will, nur an keinen ort wo ich ''respect'' haben muß; –."''  (Wolfgangs Brief an den Vater vom 13. Juni  1781)[http://www.zeno.org/Musik/M/Schiedermair,%20Ludwig/Die%20Briefe%20W.A.%20Mozarts%20und%20seiner%20Familie/Zweiter%20Band/Siebente%20Reihe/180.%20an%20den%20Vater,%20Wien,%2013.%20Juni%201781]
    
=== Mozart geht nach Wien ===
 
=== Mozart geht nach Wien ===
 
Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("[[Die Entführung aus dem Serail]]" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "[[Le nozze di Figaro]]" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Nissen|Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen.
 
Mozart versuchte sich daraufhin in Wien als freischaffender Künstler und finanzierte seinen Lebensunterhalt vornehmlich als Opernkomponist ("[[Die Entführung aus dem Serail]]" KV 384, "Der Schauspieldirektor" KV 486, "[[Le nozze di Figaro]]" KV 492), als Klaviervirtuose mit eigenen Kompositionen und als Lehrer. Am [[4. August]] [[1782]] heiratete er im Wiener Stephansdom [[Constanze Nissen|Constanze Weber]] (* [[1762]], ↑ [[1842]]). Von Seiten der Nachwelt wurden ihr später Verschwendungssucht, Gefühlskälte und (nach dem Tode ihres Mannes) Geschäftstüchtigkeit vorgeworfen.
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Im [[1719]] vom Stuckateur [[Alberto Camesina]] erworbenen Haus in Wien in der Schulerstraße 845  ("Figarohaus“ bzw. "Mozarthaus Vienna“, heute Domgasse 5) wohnte Mozart von [[1784]] bis [[1787]]. Mozart schrieb in dieser Wohnung einige seiner bekanntesten Werke, darunter die am [[1. Mai]] [[1786]] uraufgeführte Oper "''Le nozze di Figaro'', die Vertonung des Johann Wolfgang von Goethe-Gedichtes "Das Veilchen“ (Juni 1785) und die Joseph Haydn gewidmeten Streichquartette (1785).<ref>{{wikipedia-de|Alberto Camesina|Alberto Camesina}}</ref>
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Im [[1719]] vom Stuckateur [[Alberto Camesina]] erworbenen Haus in Wien in der Schulerstraße 845  ("Figarohaus" bzw. "Mozarthaus Vienna", heute Domgasse 5) wohnte Mozart von [[1784]] bis [[1787]]. Mozart schrieb in dieser Wohnung einige seiner bekanntesten Werke, darunter die am [[1. Mai]] [[1786]] uraufgeführte Oper "''Le nozze di Figaro''", die Vertonung des Johann Wolfgang von Goethe-Gedichtes "Das Veilchen" (Juni 1785) und die Joseph Haydn gewidmeten Streichquartette (1785).<ref>{{wikipedia-de|Alberto Camesina|Alberto Camesina}}</ref>
 
   
 
   
Mozart reiste mit seiner Frau [[1783]] nach Salzburg, [[1787]] zwei Mal nach Prag zur Aufführung von "Le Nozze di Figaro" und zur Uraufführung des "Don Giovanni" KV 527. [[Ignatz Anton von Weiser]]<ref>Eine Enkelin Weisers war die bekannte Prager Pianistin und  Sängerin Josepha Duschek, in deren Villa Bertramka W. A. Mozart 1787  die Oper ''[[Don Giovanni]]'' vollendete</ref> lieferte als Librettist die literarische Vorlage zu Wolfgang Amadé Mozarts erstem Auftragswerk "''Die Schuldigkeit des Ersten Gebots'', das er [[1767]] gemeinsam mit [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Haydn]] komponierte (Erster Teil KV 35). Dieses geistliche Singspiel ist das früheste Bühnenwerk des damals elfjährigen Wolfgang Amadé Mozart. Der zweite Teil wurde von Michael Haydn, der dritte von Anton Cajetan Adlgasser komponiert. Leider ist nur der von Mozart komponierte Teil erhalten.
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Mozart reiste mit seiner Frau [[1783]] nach Salzburg, [[1787]] zwei Mal nach Prag zur Aufführung von "Le Nozze di Figaro" und zur Uraufführung des "Don Giovanni" KV 527. [[Ignatz Anton von Weiser]]<ref>Eine Enkelin Weisers war die bekannte Prager Pianistin und  Sängerin Josepha Duschek, in deren Villa Bertramka W. A. Mozart 1787  die Oper ''[[Don Giovanni]]'' vollendete</ref> lieferte als Librettist die literarische Vorlage zu Wolfgang Amadé Mozarts erstem Auftragswerk "''Die Schuldigkeit des Ersten Gebots''", das er [[1767]] gemeinsam mit [[Anton Cajetan Adlgasser]] und [[Michael Haydn]] komponierte (Erster Teil KV 35). Dieses geistliche Singspiel ist das früheste Bühnenwerk des damals elfjährigen Wolfgang Amadé Mozart. Der zweite Teil wurde von Michael Haydn, der dritte von Anton Cajetan Adlgasser komponiert. Leider ist nur der von Mozart komponierte Teil erhalten.
    
Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am [[6. September]] [[1791]] in Prag uraufgeführten Krönungsoper "La Clemenza di Tito" KV 621 und der "Zauberflöte" KV 620 im Freihaustheater in Wien.
 
Seine beiden letzten Opernerfolge erzielte Mozart mit seiner am [[6. September]] [[1791]] in Prag uraufgeführten Krönungsoper "La Clemenza di Tito" KV 621 und der "Zauberflöte" KV 620 im Freihaustheater in Wien.
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In einem Brief am [[4. Jänner]] 1783 schrieb Mozart in einem Brief an seinen Vater, dass die im Herbst [[1782]] begonnene C-Moll-Messe als Dankesgabe für Constanze gedacht war<ref>Quelle: [http://www.musikverein.at/monatszeitung/monatszeitung.asp?idx=672 Musikverein]</ref>.
 
In einem Brief am [[4. Jänner]] 1783 schrieb Mozart in einem Brief an seinen Vater, dass die im Herbst [[1782]] begonnene C-Moll-Messe als Dankesgabe für Constanze gedacht war<ref>Quelle: [http://www.musikverein.at/monatszeitung/monatszeitung.asp?idx=672 Musikverein]</ref>.
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[[1784]] kam sein zweiter Sohn [[Karl Thomas Mozart|Karl Thomas]] zur Welt, der eines der beiden überlebenden Kinder von Mozart sein sollte. Im selben Jahr, am [[14. Dezember]], wurde Mozart in die Loge "Zur Wohltätigkeit“ als Lehrling, 1. Grad, aufgenommen.<ref>[[Mozart - Bilder und Klänge (Begleitbuch)]], Seite 412</ref>)
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[[1784]] kam sein zweiter Sohn [[Karl Thomas Mozart|Karl Thomas]] zur Welt, der eines der beiden überlebenden Kinder von Mozart sein sollte. Im selben Jahr, am [[14. Dezember]], wurde Mozart in die Loge "Zur Wohltätigkeit" als Lehrling, 1. Grad, aufgenommen.<ref>[[Mozart - Bilder und Klänge (Begleitbuch)]], Seite 412</ref>)
    
Am [[15. Jänner]] [[1785]] wurden in Mozarts Wohnung in Anwesenheit des Widmungsträgers drei der sechs Haydn-Quartette aufgeführt, darunter das Quartett KV 387 und das dramatische Quartett KV 421; die Quartettspieler waren Mozart, sein Vater Leopold und die beiden Brüder Tinti.
 
Am [[15. Jänner]] [[1785]] wurden in Mozarts Wohnung in Anwesenheit des Widmungsträgers drei der sechs Haydn-Quartette aufgeführt, darunter das Quartett KV 387 und das dramatische Quartett KV 421; die Quartettspieler waren Mozart, sein Vater Leopold und die beiden Brüder Tinti.
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== Familie ==
 
== Familie ==
Wolfgang Amadé Mozart war mit [[Constanze Mozart|Constanze]], geborene Weber (* [[1762]] in Zell im Wiesental, [[Vorderösterreich]]; † [[1842]] in der Stadt Salzburg), verheiratet. Mozart und Constanze Weber lernten sich [[1777]] in Mannheim, damals Pfalzgrafschaft bei Rhein (kurz "Kurpfalz" genannt), kennen. Zunächst war Mozart in ihre Schwester Aloysia verliebt. [[1781]] traf Mozart die inzwischen nach Wien übersiedelte Familie Weber wieder. Seine verehrte Aloysia hatte zwischenzeitlich geheiratet. In Wien wohnte Mozart eine Zeit lang bei den Webers, musste jedoch "wegen des Geredes der Leute“ die Wohnung wechseln.  Am [[4. August]] [[1782]] heirateten dann aber Constanze und Wolfgang Amadeus. Wolfgang Amadeus und Konstanze bekamen in acht Jahren sechs Kinder, von denen aber nur zwei älter als ein Jahr wurden.
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Wolfgang Amadé Mozart war mit [[Constanze Mozart|Constanze]], geborene Weber (* [[1762]] in Zell im Wiesental, [[Vorderösterreich]]; † [[1842]] in der Stadt Salzburg), verheiratet. Mozart und Constanze Weber lernten sich [[1777]] in Mannheim, damals Pfalzgrafschaft bei Rhein (kurz "Kurpfalz" genannt), kennen. Zunächst war Mozart in ihre Schwester Aloysia verliebt. [[1781]] traf Mozart die inzwischen nach Wien übersiedelte Familie Weber wieder. Seine verehrte Aloysia hatte zwischenzeitlich geheiratet. In Wien wohnte Mozart eine Zeit lang bei den Webers, musste jedoch "wegen des Geredes der Leute" die Wohnung wechseln.  Am [[4. August]] [[1782]] heirateten dann aber Constanze und Wolfgang Amadeus. Wolfgang Amadeus und Konstanze bekamen in acht Jahren sechs Kinder, von denen aber nur zwei älter als ein Jahr wurden.
    
=== Kinder ===
 
=== Kinder ===

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