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| | Gunther wurde im heutigen [[Rumänien]] ([[Siebenbürgen]]) geboren, wo sein Vater im [[Erster Weltkrieg|Krieg]] stationiert war. Bald nach der Geburt kehrte die Familie in ihren Heimatort [[Wien]] zurück. | | Gunther wurde im heutigen [[Rumänien]] ([[Siebenbürgen]]) geboren, wo sein Vater im [[Erster Weltkrieg|Krieg]] stationiert war. Bald nach der Geburt kehrte die Familie in ihren Heimatort [[Wien]] zurück. |
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| − | Philipp war ein erfolgreicher Schwimmer: Er hielt 14 Jahre lang den österreichischen Rekord im 100-Meter-Brustschwimmen. Er war auch im Kader der österreichischen Olympia-Mannschaft [[1936]] in Berlin, wurde allerdings aus politischen Gründen nicht nominiert, weil er dem [[Nationalsozialismus|nationalsozialistisch]] dominierten "''Ersten Wiener Amateur Sport Club''“ nicht beitreten wollte. | + | Philipp war ein erfolgreicher Schwimmer: Er hielt 14 Jahre lang den österreichischen Rekord im 100-Meter-Brustschwimmen. Er war auch im Kader der österreichischen Olympia-Mannschaft [[1936]] in Berlin, wurde allerdings aus politischen Gründen nicht nominiert, weil er dem [[Nationalsozialismus|nationalsozialistisch]] dominierten "''Ersten Wiener Amateur Sport Club''" nicht beitreten wollte. |
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| | Während des [[Zweiten Weltkrieg]]s studierte Philipp am Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel und an der Universität Wien Philosophie mit dem Hauptfach Psychologie sowie anschließend Medizin. [[1943]] promovierte Philipp und leistete seinen Kriegsdienst in einem Feldlazarett. Nach dem Krieg betrieb er eine Praxis in Eberstalzell in [[Oberösterreich]] und war bis in die [[1990er]]-Jahre an der Wiener Universitätsklinik für Neurologie und Psychiatrie tätig. Eine seiner Patientinnen war [[1946]] die Schauspielerin [[Paula Wessely]]. | | Während des [[Zweiten Weltkrieg]]s studierte Philipp am Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel und an der Universität Wien Philosophie mit dem Hauptfach Psychologie sowie anschließend Medizin. [[1943]] promovierte Philipp und leistete seinen Kriegsdienst in einem Feldlazarett. Nach dem Krieg betrieb er eine Praxis in Eberstalzell in [[Oberösterreich]] und war bis in die [[1990er]]-Jahre an der Wiener Universitätsklinik für Neurologie und Psychiatrie tätig. Eine seiner Patientinnen war [[1946]] die Schauspielerin [[Paula Wessely]]. |
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| − | Im Jahr [[1946]] gründete er gemeinsam mit [[Peter Wehle]], [[Maria Holst]] und [[Fred Kraus]] die Kabarettgruppe "''Die kleinen Vier''“. Ende [[1949]] gab Philipp seinen bürgerlichen Beruf weitgehend auf und arbeitete überwiegend als Schauspieler oder Moderator, behielt jedoch zeitlebens ein starkes Interesse an medizinischen Themen bei und las entsprechende Fachzeitschriften. Nebenher schrieb er auch unzählige Programme für das Radio und Drehbücher für den Film. Erfolge feierte er auch am Theater als Boulevard-Schauspieler. Bekannt wurden seine Filme mit Peter Alexander und [[Hans Moser]], die er durch seine spezifische Komik bereicherte. | + | Im Jahr [[1946]] gründete er gemeinsam mit [[Peter Wehle]], [[Maria Holst]] und [[Fred Kraus]] die Kabarettgruppe "''Die kleinen Vier''". Ende [[1949]] gab Philipp seinen bürgerlichen Beruf weitgehend auf und arbeitete überwiegend als Schauspieler oder Moderator, behielt jedoch zeitlebens ein starkes Interesse an medizinischen Themen bei und las entsprechende Fachzeitschriften. Nebenher schrieb er auch unzählige Programme für das Radio und Drehbücher für den Film. Erfolge feierte er auch am Theater als Boulevard-Schauspieler. Bekannt wurden seine Filme mit Peter Alexander und [[Hans Moser]], die er durch seine spezifische Komik bereicherte. |
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| | In den [[1950er]]-Jahren gründete Philipp einen eigenen Motorsport-Rennstall ''Ecurie Vienne'' und startete in der ''Gran-Turismo''-Klasse. Er wurde in den [[1960er]]-Jahren mehrmaliger österreichischer Staatsmeister. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn moderierte er zusammen mit [[Jochen Rindt]] (nach dessen Tod allein) die ORF-Sendung ''Motorama''. | | In den [[1950er]]-Jahren gründete Philipp einen eigenen Motorsport-Rennstall ''Ecurie Vienne'' und startete in der ''Gran-Turismo''-Klasse. Er wurde in den [[1960er]]-Jahren mehrmaliger österreichischer Staatsmeister. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn moderierte er zusammen mit [[Jochen Rindt]] (nach dessen Tod allein) die ORF-Sendung ''Motorama''. |