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| | Das Siglhaus wurde im Jahre [[1835]] im Ortsteil [[Obereching]] erbaut, 1980 als letztes Holzhaus der Gemeinde abgetragen und durch Gemeinde und [[Kulturverein Sigl-Haus St. Georgen]] von 1981 bis 1983 wieder aufgebaut. Der mit einem geschwungenem Schopfwalmdach gedeckte, zweigeschoßige Mischbau wurde an seinem heutigen neuen Stim Erdgeschoß mit Ytong neu aufgemauert und verputzt. Im Original bestand das Erdgeschoß aus aus Ziegeln und Tuffsteinen aus Kirchham bei [[Tittmoning]]. Der Blockverband des Obergeschoßes blieb im Originalzustand erhalten. Typisch für die Region ist die rundbogige Eingangstür mit dem hölzernen Torgewände, das ein Steinportal imitierend – mit Sockel- und Kämpfersteinen ausgestattet ist. Die ursprüngliche Bemalung blieb erhalten. Das Dach war früher mit [[Holzschindel]] gedeckt, die später durch Tonschindel ersetzt wurden. | | Das Siglhaus wurde im Jahre [[1835]] im Ortsteil [[Obereching]] erbaut, 1980 als letztes Holzhaus der Gemeinde abgetragen und durch Gemeinde und [[Kulturverein Sigl-Haus St. Georgen]] von 1981 bis 1983 wieder aufgebaut. Der mit einem geschwungenem Schopfwalmdach gedeckte, zweigeschoßige Mischbau wurde an seinem heutigen neuen Stim Erdgeschoß mit Ytong neu aufgemauert und verputzt. Im Original bestand das Erdgeschoß aus aus Ziegeln und Tuffsteinen aus Kirchham bei [[Tittmoning]]. Der Blockverband des Obergeschoßes blieb im Originalzustand erhalten. Typisch für die Region ist die rundbogige Eingangstür mit dem hölzernen Torgewände, das ein Steinportal imitierend – mit Sockel- und Kämpfersteinen ausgestattet ist. Die ursprüngliche Bemalung blieb erhalten. Das Dach war früher mit [[Holzschindel]] gedeckt, die später durch Tonschindel ersetzt wurden. |
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| − | Durch den Mittelflur im Erdgeschoss gelangt man in Stube und Kuchl im Westen sowie Austragstübl und Kellerkammer (in dem die Speisevorräte aufbewahrt wurden) im Osten. Über der Stube befindet sich die Stubenkammer und über der Kuchl die Kuchlkammer. Die Holztreppe, die zum Obergeschoß führt, wurde mit einer bis heute erhaltenen Treppenklappe verschlossen. So konnte man in der kalten Jahreszeit Wärme speichern. Über der Austragstube befindet sich die „schene Kammer“. Diese wurde als Kinderzimmer genutzt oder stand leer. Weitere Räume im Obergeschoss die „Dirnakammer“, der Fletzboden (die Diele im ersten Stock, hier stand ein Bett für den Knecht. Im Dachboden wurde das Getreide gelagert. | + | Durch den Mittelflur im Erdgeschoss gelangt man in Stube und Kuchl im Westen sowie Austragstübl und Kellerkammer (in dem die Speisevorräte aufbewahrt wurden) im Osten. Über der Stube befindet sich die Stubenkammer und über der Kuchl die Kuchlkammer. Die Holztreppe, die zum Obergeschoß führt, wurde mit einer bis heute erhaltenen Treppenklappe verschlossen. So konnte man in der kalten Jahreszeit Wärme speichern. Über der Austragstube befindet sich die "schene Kammer“. Diese wurde als Kinderzimmer genutzt oder stand leer. Weitere Räume im Obergeschoss die "Dirnakammer“, der Fletzboden (die Diele im ersten Stock, hier stand ein Bett für den Knecht. Im Dachboden wurde das Getreide gelagert. |
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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
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| | Nachdem [[1980]] Georg Thalmaier für seine Familie ein neues Wohnhaus errichten wollte, wurde das alte Haus von der Gemeinde St. Georgen unter [[Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Gangl senior]] senior erworben. Unter der Leitung von Matthäus Lang wurde es fachgerecht abgetragen und im [[Dechanthof St. Georgen|Dechanthof]] gelagert. | | Nachdem [[1980]] Georg Thalmaier für seine Familie ein neues Wohnhaus errichten wollte, wurde das alte Haus von der Gemeinde St. Georgen unter [[Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg|Bürgermeister]] [[Franz Gangl senior]] senior erworben. Unter der Leitung von Matthäus Lang wurde es fachgerecht abgetragen und im [[Dechanthof St. Georgen|Dechanthof]] gelagert. |
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| − | Nach der Gründung eines Proponentenkommitees um den damaligen Volksschuldirektor [[Hannes Miller]] für einen „[[Kulturförderungsverein St. Georgen]]“ [[1982]]/83 wurde das Sigl·Haus an seinem heutigen Standort auf Pfarrhofgrund wieder errichtet. Aus dem ehemaligen und der Gemeinde letztem Holz-[[Bauernhof|Bauernhaus]] im typischen Flachgauer Stil sollte ein Museum werden. Dazu plante man einen Anbau im Osten mit einem Veranstaltungssaal mit darüber liegendem Musikproberaum. Dieser wurde dann von 1982 bis [[2015]] probte von der etwa 50 MusikerInnen umfassende [[Trachtenmusikkapelle St. Georgen]] als Probenraum genutz. Seit der Übersiedlung der Trachtenmusikkapelle in ihre neuen Proberäume können diese Räumlichkeiten nun ebenfalls zu Veranstaltungszwecken genutzt werden. | + | Nach der Gründung eines Proponentenkommitees um den damaligen Volksschuldirektor [[Hannes Miller]] für einen "[[Kulturförderungsverein St. Georgen]]“ [[1982]]/83 wurde das Sigl·Haus an seinem heutigen Standort auf Pfarrhofgrund wieder errichtet. Aus dem ehemaligen und der Gemeinde letztem Holz-[[Bauernhof|Bauernhaus]] im typischen Flachgauer Stil sollte ein Museum werden. Dazu plante man einen Anbau im Osten mit einem Veranstaltungssaal mit darüber liegendem Musikproberaum. Dieser wurde dann von 1982 bis [[2015]] probte von der etwa 50 MusikerInnen umfassende [[Trachtenmusikkapelle St. Georgen]] als Probenraum genutz. Seit der Übersiedlung der Trachtenmusikkapelle in ihre neuen Proberäume können diese Räumlichkeiten nun ebenfalls zu Veranstaltungszwecken genutzt werden. |
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| | 2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen, renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden. | | 2013 wurde der Bau von der Gemeinde St. Georgen übernommen, renoviert und restauriert. Der angebaute Veranstaltungstrakt kann für Workshops, Seminare, Vorträge u. a. von der Gemeinde St. Georgen angemietet werden. |