| Zeile 14: |
Zeile 14: |
| | ::Die '''Burg Salzburg''' liegt über der Kreisstadt ''Bad Neustadt an der Saale'' im [[Bayern|bayerischen]] Unterfranken im Landkreis Rhön-Grabfeld, etwa 60 km nordöstlich von Würzburg. Sie steht heute im Besitz der Freiherren von Guttenberg und wird von diesen noch teilweise bewohnt weshalb sie nicht in allen Bereichen öffentlich zugänglich ist. | | ::Die '''Burg Salzburg''' liegt über der Kreisstadt ''Bad Neustadt an der Saale'' im [[Bayern|bayerischen]] Unterfranken im Landkreis Rhön-Grabfeld, etwa 60 km nordöstlich von Würzburg. Sie steht heute im Besitz der Freiherren von Guttenberg und wird von diesen noch teilweise bewohnt weshalb sie nicht in allen Bereichen öffentlich zugänglich ist. |
| | | | |
| − | ::Unter den Karolingern war die Gegend um den "Salzgau" sehr bedeutend. Im Jahre [[1000]] verschenkte Kaiser Otto III. die Pfalz an das Bistum Würzburg, dessen Bischöfe die Burg zum Verwaltungsmittelpunkt des „Salzgaus“ ausbauten. Nach der [[Säkularisation]] wurde das Oberamt des Hochstiftes Würzburg und mit diesem die Salzburg mit dem Ort Neustadt im Jahr [[1805]] [[Ferdinand III. von Toskana]] überlassen. [[1814]] fielen Hochstift und Burg endgültig an [[Bayern]]. | + | ::Unter den Karolingern war die Gegend um den "Salzgau" sehr bedeutend. Im Jahre [[1000]] verschenkte Kaiser Otto III. die Pfalz an das Bistum Würzburg, dessen Bischöfe die Burg zum Verwaltungsmittelpunkt des "Salzgaus“ ausbauten. Nach der [[Säkularisation]] wurde das Oberamt des Hochstiftes Würzburg und mit diesem die Salzburg mit dem Ort Neustadt im Jahr [[1805]] [[Ferdinand III. von Toskana]] überlassen. [[1814]] fielen Hochstift und Burg endgültig an [[Bayern]]. |
| | | | |
| | * '''Salzburg (Westerwald)''' | | * '''Salzburg (Westerwald)''' |
| Zeile 36: |
Zeile 36: |
| | | | |
| | * '''Salzburg in Siebenbürgen ([[Rumänien]])''' | | * '''Salzburg in Siebenbürgen ([[Rumänien]])''' |
| − | :: Ocna Sibiuli (alt Vizocna; deutsch Salzburg, siebenbürgisch-sächsisch Salzbrich, ungarisch Vízakna) zu Deutsch „Salzburg in [[Siebenbürgen]]“ ist ein [[Kurort]] im rumänischen Kreis ''Sibiu'' (Hermannstadt). Der Ort wurde [[1263]] erstmals urkundlich erwähnt wird seit Jahrhunderten von [[Siebenbürger Sachsen]] besiedelt. | + | :: Ocna Sibiuli (alt Vizocna; deutsch Salzburg, siebenbürgisch-sächsisch Salzbrich, ungarisch Vízakna) zu Deutsch "Salzburg in [[Siebenbürgen]]“ ist ein [[Kurort]] im rumänischen Kreis ''Sibiu'' (Hermannstadt). Der Ort wurde [[1263]] erstmals urkundlich erwähnt wird seit Jahrhunderten von [[Siebenbürger Sachsen]] besiedelt. |
| | | | |
| | :: Die Geschichte des Ortes ist eng mit jener der [[Salz]]<nowiki>gewinnung</nowiki> verbunden, die hier erst [[1931]] endgültig eingestellt wurde. Mit der Eröffnung des ersten Bades im Jahr [[1845]] entwickelte sich Salzburg immer mehr zu einem Kurort. In der Nähe von Salzburg fand im Februar [[1849]] die "Schlacht von Vizakna" statt. ''Vizakna'' war der ungarische und damals offizielle Ortsname von Ocna Sibiuli/Salzburg. | | :: Die Geschichte des Ortes ist eng mit jener der [[Salz]]<nowiki>gewinnung</nowiki> verbunden, die hier erst [[1931]] endgültig eingestellt wurde. Mit der Eröffnung des ersten Bades im Jahr [[1845]] entwickelte sich Salzburg immer mehr zu einem Kurort. In der Nähe von Salzburg fand im Februar [[1849]] die "Schlacht von Vizakna" statt. ''Vizakna'' war der ungarische und damals offizielle Ortsname von Ocna Sibiuli/Salzburg. |
| | | | |
| − | :: Heute leben in der Kleinstadt „Salzburg“ etwa 3 400 Einwohner. Sehenswert sind die zahlreichen Hotels und Pavillons aus der Gründerzeit des Kurbetriebes zur Mitte des [[19. Jahrhundert]]s sowie mehrere Salzseen. | + | :: Heute leben in der Kleinstadt "Salzburg“ etwa 3 400 Einwohner. Sehenswert sind die zahlreichen Hotels und Pavillons aus der Gründerzeit des Kurbetriebes zur Mitte des [[19. Jahrhundert]]s sowie mehrere Salzseen. |
| | | | |
| | * '''Salzburg (Solivar, Slowakei)''' | | * '''Salzburg (Solivar, Slowakei)''' |
| Zeile 49: |
Zeile 49: |
| | | | |
| | * '''Hohensalzburg (Ostpreußen)''' | | * '''Hohensalzburg (Ostpreußen)''' |
| − | :: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe des Ortes Kraupischen und trug bis [[1938]] den Namen ''Langwethen''. Es war ein typisches „Salzburgerkoloniedorf“ in [[Ostpreußen]], das vor der Ankunft der Heimatvertriebenen [[Protestanten]] zur Wüstung verkommen, von den [[Protestantenvertreibung|Salzburger Emigranten]] [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden. | + | :: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe des Ortes Kraupischen und trug bis [[1938]] den Namen ''Langwethen''. Es war ein typisches "Salzburgerkoloniedorf“ in [[Ostpreußen]], das vor der Ankunft der Heimatvertriebenen [[Protestanten]] zur Wüstung verkommen, von den [[Protestantenvertreibung|Salzburger Emigranten]] [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden. |
| | | | |
| | :: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem zweiten Weltkrieg verkam der Ort zu einer, an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser, die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört. | | :: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem zweiten Weltkrieg verkam der Ort zu einer, an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser, die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört. |