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==Geschichte==
 
==Geschichte==
Pfongau war im Früh[[mittelalter]] ein bedeutender Ort in der Region. Dies mag der Grund dafür sein, dass es vor der heutigen [[Gotik|gotischen]] Kirche schon vier Vorgängerbauten gab. Zwei davon stammte aus dem Frühmittelalter. Der erste Bau war noch ganz in Holz ausgeführt. Man nimmt an, dass er um [[700]] entstanden war. In der ersten Hälfte des [[8. Jahrhundert]]s wurde dann eine Kirche bereits im Steinbau errichtet. Nachgewiesen durch eine erste urkundliche Erwähnung ist eine Kirche im Jahr [[748]]. Im „Codex Traditionum“ der ehemaligen [[Benediktinerabtei Mondsee]] steht, dass der Baiernherzog [[Odilo]] das Kloster gründete. Dafür berief er Mönche nach Mondsee und schenkte ihnen vier Dörfer, darunter auch Pfongau (Fangauue), mit Wiesen, Äckern und großen Waldgebieten.
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Pfongau war im Früh[[mittelalter]] ein bedeutender Ort in der Region. Dies mag der Grund dafür sein, dass es vor der heutigen [[Gotik|gotischen]] Kirche schon vier Vorgängerbauten gab. Zwei davon stammte aus dem Frühmittelalter. Der erste Bau war noch ganz in Holz ausgeführt. Man nimmt an, dass er um [[700]] entstanden war. In der ersten Hälfte des [[8. Jahrhundert]]s wurde dann eine Kirche bereits im Steinbau errichtet. Nachgewiesen durch eine erste urkundliche Erwähnung ist eine Kirche im Jahr [[748]]. Im "Codex Traditionum“ der ehemaligen [[Benediktinerabtei Mondsee]] steht, dass der Baiernherzog [[Odilo]] das Kloster gründete. Dafür berief er Mönche nach Mondsee und schenkte ihnen vier Dörfer, darunter auch Pfongau (Fangauue), mit Wiesen, Äckern und großen Waldgebieten.
    
Die heutige Kirche in Pfongau wurde [[1490]] als ein Werk der [[Gotik|Spätgotik]] errichtet. Es trägt einen neogotischen Dachreiter, dessen Schaft [[Lärche|lärchen]]<nowiki>verschindelt</nowiki> und dessen Spitzhelm kupfergedeckt ist. Der Innenraum wirkt durch die neun Spitzbogenfenster, zweibahnige Maßwerkfenster, hell und freundlich. Die Filialkirche zum heiligen Martin besitzt ein spätgotisches Netzrippengewölbe und eine einheitliche neogotische Ausstattung von [[Johann Scheidl]] ([[1864]]). Der neogotische Baldachinaltar trägt die wertvolle Figur des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Martin von Tour. Johann Scheidl schuf eindrucksvoll die Bettlerszene: Der [[Bettler]] kniet mit nacktem Oberkörper vor dem stehenden Soldaten, der gerade dabei ist, seinen Mantel zu teilen. Meisterwerke sind auch die Fenster mit ihrer hochwertigen ornamentalen Glasmalerei von Ludwig und Max Daree aus [[München]] ([[1862]]) sowie die Orgel von [[Matthäus Mauracher I.]] (1863). Das kunsthistorisch wertvollste Stück der Ausstattung ist aber das Relief Marienkrönung von [[Hans Waldburger]] aus dem Jahr [[1625]].
 
Die heutige Kirche in Pfongau wurde [[1490]] als ein Werk der [[Gotik|Spätgotik]] errichtet. Es trägt einen neogotischen Dachreiter, dessen Schaft [[Lärche|lärchen]]<nowiki>verschindelt</nowiki> und dessen Spitzhelm kupfergedeckt ist. Der Innenraum wirkt durch die neun Spitzbogenfenster, zweibahnige Maßwerkfenster, hell und freundlich. Die Filialkirche zum heiligen Martin besitzt ein spätgotisches Netzrippengewölbe und eine einheitliche neogotische Ausstattung von [[Johann Scheidl]] ([[1864]]). Der neogotische Baldachinaltar trägt die wertvolle Figur des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Martin von Tour. Johann Scheidl schuf eindrucksvoll die Bettlerszene: Der [[Bettler]] kniet mit nacktem Oberkörper vor dem stehenden Soldaten, der gerade dabei ist, seinen Mantel zu teilen. Meisterwerke sind auch die Fenster mit ihrer hochwertigen ornamentalen Glasmalerei von Ludwig und Max Daree aus [[München]] ([[1862]]) sowie die Orgel von [[Matthäus Mauracher I.]] (1863). Das kunsthistorisch wertvollste Stück der Ausstattung ist aber das Relief Marienkrönung von [[Hans Waldburger]] aus dem Jahr [[1625]].

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