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| | [[Datei:Grossglockner Hochtor.jpg|thumb|Blick von der Edelweißspitze zur Einfahrt ins Hochtor, Richtung Südwesten - Kärnten]] | | [[Datei:Grossglockner Hochtor.jpg|thumb|Blick von der Edelweißspitze zur Einfahrt ins Hochtor, Richtung Südwesten - Kärnten]] |
| − | Das '''Hochtor''' (auch als ''Rauriser Tauern'', ''Heiligenbluter Tauern'' oder ''Fuscher Tauern'' bezeichnet) befindet sich am Scheitelpunkt der [[Großglockner Hochalpenstraße]] in 2.503 [[m ü. A.]] an der Grenze der Bundesländer [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] und [[Kärnten]]. | + | Das '''Hochtor''' (auch als ''Rauriser Tauern'', ''Heiligenbluter Tauern'' oder ''Fuscher Tauern'' bezeichnet) befindet sich am Scheitelpunkt der [[Großglockner Hochalpenstraße]] in 2.504 [[m ü. A.]] an der Grenze der Bundesländer [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] und [[Kärnten]]. |
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| | == Allgemeines== | | == Allgemeines== |
| − | In der Mitte des Hochtortunnels befindet sich auch die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Im Winter müssen beide Tunneleinfahrten mit Holzverschalungen verschlossen werden, da ansonsten der Wind den kompletten Tunnel im Laufe des Winters mit Schnee füllen würde. | + | In der Mitte des Hochtortunnels befindet sich auch die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Der etwa 100 Meter lange Tunnel hat an seiner Nordseite eine Höhe von 2 504 m ü. A. und neigt sich im Tunnel einige Meter nach Süden. |
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| − | ==Geschichte== | + | == Geschichte == |
| | Oberhalb des Tunnels wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 [[Kelten|keltische]] und [[Römer|römische]] Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus. | | Oberhalb des Tunnels wurde ein römisch-keltisches Heiligtum ausgegraben, das, höher als der griechische Olymp, Europas höchst gelegenes Heiligtum darstellt. Weiters fanden Archäologen bei Grabungen 199 [[Kelten|keltische]] und [[Römer|römische]] Geldstücke aus der Zeit zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert nach Christus. |
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| | Diese Handlungen zeigten ihre Wirkung. Anstelle von Händlern und Schmugglern zogen nun Kärntner Weber auf "Gastarbeit" nach [[Bayern]] und Frauen aus dem Mölltal zur Erntehilfe in den [[Pinzgau]]. Doch auch die Salzburger [[Schmuggel|Schmuggler]] fanden wieder ein einträgliches Geschäft. Sie schmuggelten Schnaps über den aber gefährlicheren Umweg über den [[Kalser Tauern]]. | | Diese Handlungen zeigten ihre Wirkung. Anstelle von Händlern und Schmugglern zogen nun Kärntner Weber auf "Gastarbeit" nach [[Bayern]] und Frauen aus dem Mölltal zur Erntehilfe in den [[Pinzgau]]. Doch auch die Salzburger [[Schmuggel|Schmuggler]] fanden wieder ein einträgliches Geschäft. Sie schmuggelten Schnaps über den aber gefährlicheren Umweg über den [[Kalser Tauern]]. |
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| − | ==Wallfahrt== | + | == Ausstellung == |
| | + | Die Ausstellung "Pass-Heiligtum Hochtor" auf der Südseite des Hochtors ist eine Zeitreise durch die Jahrtausende, in der der Glocknerübergang die kürzeste Handelsroute zwischen Nord und Süd darstellte. Sie erzählt auch von der Suche nach dem Rohstoff [[Bergkristall]] und von den [[Goldbergbau|Goldbergwerken]] entlang der Straße. |
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| | + | Daneben kann man auf Teilen des "[[Kelten]]-, [[Römer]]- und [[Samer|Säumerweg]] wandern (ca. 25 Minuten Gehzeit). |
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| | + | Direkt neben der neuen Ausstellung wurde ein Zubau errichtet, der den Souvenir-Shop und einen großzügigen Gastrobereich beherbergt. Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] hinunter nach [[Heiligenblut]] in Kärnten. |
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| | + | == Wallfahrt == |
| | Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] hinunter nach [[Heiligenblut]] in Kärnten. | | Über das Hochtor zieht auch alljährlich die [[Großglockner Wallfahrt]] hinunter nach [[Heiligenblut]] in Kärnten. |
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| | Von Nordosten führt ein Wanderweg aus dem [[Raurisertal]] vorbei am [[Rauriser Tauernhaus]], eines der letzten [[Tauernhäuser]] auf den ''Rauriser Tauern'' herauf. | | Von Nordosten führt ein Wanderweg aus dem [[Raurisertal]] vorbei am [[Rauriser Tauernhaus]], eines der letzten [[Tauernhäuser]] auf den ''Rauriser Tauern'' herauf. |
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| − | ==Bemerkenswert== | + | == Bemerkenswert == |
| | Die beiden Tunneleinfahrten müssen jeden Winter dicht verschlossen werden. Schneeverfrachtungen in das Innere des Tunnels würden zu Eis verhärten und im Frühjahr den Tunnel unpassierbar gestalten. | | Die beiden Tunneleinfahrten müssen jeden Winter dicht verschlossen werden. Schneeverfrachtungen in das Innere des Tunnels würden zu Eis verhärten und im Frühjahr den Tunnel unpassierbar gestalten. |
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| − | ==Quelle== | + | == Quellen == |
| | * ''Großglockner Magazin'' Nr. 2/08 ''Schmuggler gingen "immer mit Betrug schwanger"'', [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] | | * ''Großglockner Magazin'' Nr. 2/08 ''Schmuggler gingen "immer mit Betrug schwanger"'', [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] |
| | + | * Informationsmaterial der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] |
| | + | * Persönliche Besuche von [[Benutzer:Mosaico|Peter Krackowizer]] |
| | + | * ''Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues'' von Dipl.-Ing. [[Franz Wallack]], in der zweiten Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien |
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