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| | * 700 bis 800 ehrenamtliche Mitglieder der 70 Lawinenwarnkommissionen im ganzen Land sind Augen und Ohren vor Ort. Speziell ausgebildet und mit enormer Ortskenntnis schätzen sie die Lage ein. | | * 700 bis 800 ehrenamtliche Mitglieder der 70 Lawinenwarnkommissionen im ganzen Land sind Augen und Ohren vor Ort. Speziell ausgebildet und mit enormer Ortskenntnis schätzen sie die Lage ein. |
| | * Die Einschätzungen und Fäden laufen in der [[Salzburger Lawinenwarndienst|Lawinenwarnzentrale]] bei [[Bernhard Niedermoser]] zusammen. | | * Die Einschätzungen und Fäden laufen in der [[Salzburger Lawinenwarndienst|Lawinenwarnzentrale]] bei [[Bernhard Niedermoser]] zusammen. |
| − | * [[Balthasar Laireiter]], Leiter der [[Bergrettung Salzburg]]: „''1 500 einsatzfähige Bergretter stehen jederzeit bereit, können innerhalb von Minuten einrücken. Dazu kommen zirka 500 weitere Helfer, die organisatorische und logistische Aufgaben übernehmen.''" | + | * [[Balthasar Laireiter]], Leiter der [[Bergrettung Salzburg]]: "''1 500 einsatzfähige Bergretter stehen jederzeit bereit, können innerhalb von Minuten einrücken. Dazu kommen zirka 500 weitere Helfer, die organisatorische und logistische Aufgaben übernehmen.''" |
| | * Vier Lawineneinsatzzüge des [[Bundesheer]]es in [[Hochfilzen]], [[Tamsweg]] ([[Strucker-Kaserne]]), [[St. Johann im Pongau]] ([[Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne]]) und [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] ([[Anton-Wallner-Kaserne]]) sind in Rufbereitschaft. Ein Zug besteht aus bis zu 32 Soldaten. | | * Vier Lawineneinsatzzüge des [[Bundesheer]]es in [[Hochfilzen]], [[Tamsweg]] ([[Strucker-Kaserne]]), [[St. Johann im Pongau]] ([[Feldmarschall Freiherr von Krobatin-Kaserne]]) und [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] ([[Anton-Wallner-Kaserne]]) sind in Rufbereitschaft. Ein Zug besteht aus bis zu 32 Soldaten. |
| | * 1 400 Kilometer Landesstraßen müssen im ganzen Land vom Schnee befreit werden. | | * 1 400 Kilometer Landesstraßen müssen im ganzen Land vom Schnee befreit werden. |
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| | * Bis zu 50 Lastwagen und [[Unimog]]s mit Pflügen, Streugeräten und –fräsen sind im Einsatz. | | * Bis zu 50 Lastwagen und [[Unimog]]s mit Pflügen, Streugeräten und –fräsen sind im Einsatz. |
| | * 180 Landes-Mitarbeiter stehen für den Räum- und Streueinsatz zur Verfügung, weitere 100 in den Meistereien. | | * 180 Landes-Mitarbeiter stehen für den Räum- und Streueinsatz zur Verfügung, weitere 100 in den Meistereien. |
| − | * In einem „normalen“ Winter leisten diese zirka 70 000 Extrastunden, in einem wie heuer werden es wahrscheinlich 100 000 werden. | + | * In einem "normalen“ Winter leisten diese zirka 70 000 Extrastunden, in einem wie heuer werden es wahrscheinlich 100 000 werden. |
| | * In Salzburg stehen zurzeit zirka 85 000 Schneestangen und bieten die bei diesen Massen nötige Orientierung. | | * In Salzburg stehen zurzeit zirka 85 000 Schneestangen und bieten die bei diesen Massen nötige Orientierung. |
| | * Auch am [[Flughafen Salzburg]] sind seit 3 Uhr früh 20 Mitarbeiter mit 20 Räumfahrzeugen im Dauereinsatz. Samstag wird es 94 [[Flugbewegungen auf dem Salzburger Flughafen|Landungen]] geben. | | * Auch am [[Flughafen Salzburg]] sind seit 3 Uhr früh 20 Mitarbeiter mit 20 Räumfahrzeugen im Dauereinsatz. Samstag wird es 94 [[Flugbewegungen auf dem Salzburger Flughafen|Landungen]] geben. |
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| | ===== Montag, [[21. Jänner]] ===== | | ===== Montag, [[21. Jänner]] ===== |
| − | Am Montag startete das Team der [[Straßenmeisterei Pongau]] mit der Räumung der [[Hochkönig Straße]] über den [[Dientner Sattel]] im Gemeindegebiet von [[Mühlbach am Hochkönig]]. Nicht nur ein [[Rotationspflug "System Wallack"]] von der [[Großglockner Hochalpenstraße]] fraß sich durch den weißen „Beton“, weitere Fräsen und schweres Gerät – auch aus [[Kärnten]] und [[Mauterndorf]] – standen im Einsatz. | + | Am Montag startete das Team der [[Straßenmeisterei Pongau]] mit der Räumung der [[Hochkönig Straße]] über den [[Dientner Sattel]] im Gemeindegebiet von [[Mühlbach am Hochkönig]]. Nicht nur ein [[Rotationspflug "System Wallack"]] von der [[Großglockner Hochalpenstraße]] fraß sich durch den weißen "Beton“, weitere Fräsen und schweres Gerät – auch aus [[Kärnten]] und [[Mauterndorf]] – standen im Einsatz. |
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| | [[Datei:Jänner 2019 Dientner Sattel 05.jpg|thumb|900px|center|[[Sebastian Jury]] im Einsatz mit seinem [[Rotationspflug "System Wallack"]], beide von der [[GROHAG]] und aus [[Fusch an der Großglocknerstraße]]]] | | [[Datei:Jänner 2019 Dientner Sattel 05.jpg|thumb|900px|center|[[Sebastian Jury]] im Einsatz mit seinem [[Rotationspflug "System Wallack"]], beide von der [[GROHAG]] und aus [[Fusch an der Großglocknerstraße]]]] |
| − | Seit 4. Jänner waren die Männer der Straßenmeisterei wegen Lawinengefahr in diesem Bereich zum „Zuschauen“ verdammt. Jetzt, nachdem der Startschuss rund um das [[Birgkarhaus]] endlich erfolgt ist, wurden 2,2 Kilometer geräumt. Der Schnee liegt bis zu zwei Meter hoch. „''Das sind zirka 40 000 Kubikmeter, also 4 000 Lastwagen voll Schnee, die auf die Seite geräumt werden''“, rechnete das Räumkommando vor.<ref>Quelle [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=61072 22. Jänner 2019]</ref> | + | Seit 4. Jänner waren die Männer der Straßenmeisterei wegen Lawinengefahr in diesem Bereich zum "Zuschauen“ verdammt. Jetzt, nachdem der Startschuss rund um das [[Birgkarhaus]] endlich erfolgt ist, wurden 2,2 Kilometer geräumt. Der Schnee liegt bis zu zwei Meter hoch. "''Das sind zirka 40 000 Kubikmeter, also 4 000 Lastwagen voll Schnee, die auf die Seite geräumt werden''“, rechnete das Räumkommando vor.<ref>Quelle [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=61072 22. Jänner 2019]</ref> |
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| | ====== Bilder von der Schneeräumung Dientner Sattel ====== | | ====== Bilder von der Schneeräumung Dientner Sattel ====== |