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| − | [[Datei:Berchtesgadener Musik A.png|thumb|Titelblatt der „Berchtoldsgaden Musick“ von Edmund Angerer. Abschrift von | + | [[Datei:Berchtesgadener Musik A.png|thumb|Titelblatt der "Berchtoldsgaden Musick“ von Edmund Angerer. Abschrift von |
| | Stephan Paluselli, Stift Stams um 1765]] | | Stephan Paluselli, Stift Stams um 1765]] |
| | [[Datei:Berchtesgadener War, Spielzeug Instrumente und Notenheft.png|thumb|Berchtesgadener War, Spielzeug-Instrumente und Notenheft]] | | [[Datei:Berchtesgadener War, Spielzeug Instrumente und Notenheft.png|thumb|Berchtesgadener War, Spielzeug-Instrumente und Notenheft]] |
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| | ==Auch schon im Hause Mozart== | | ==Auch schon im Hause Mozart== |
| − | Auch im Hause [[Mozart]] wurde offensichtlich Berchtesgadener Musik gemacht. In einem Brief aus Bologna vom [[6. Oktober]] [[1770]] schreibt [[Wolfgang Amadé Mozart|Wolfgang Amadeus]] an seine Schwester [[Nannerl]]: „''Ich wünsche, daß ich bald könnte die Pertelzkammersinfonien hören, und etwa ein trommpetterl oder pfeifferl darzu blasen…''“ | + | Auch im Hause [[Mozart]] wurde offensichtlich Berchtesgadener Musik gemacht. In einem Brief aus Bologna vom [[6. Oktober]] [[1770]] schreibt [[Wolfgang Amadé Mozart|Wolfgang Amadeus]] an seine Schwester [[Nannerl]]: "''Ich wünsche, daß ich bald könnte die Pertelzkammersinfonien hören, und etwa ein trommpetterl oder pfeifferl darzu blasen…''“ |
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| | ==Kindersinfonie== | | ==Kindersinfonie== |
| − | Das bekannteste Werk der Gattung ist die so genannte „Kindersinfonie“, englisch „Toy Symphony“ (Spielzeug-Symphonie). Sie ist ein Streichtrio in drei Sätzen, bei dem zusätzlich hölzerne Spielzeug-Instrumente zum Einsatz kommen. | + | Das bekannteste Werk der Gattung ist die so genannte "Kindersinfonie“, englisch "Toy Symphony“ (Spielzeug-Symphonie). Sie ist ein Streichtrio in drei Sätzen, bei dem zusätzlich hölzerne Spielzeug-Instrumente zum Einsatz kommen. |
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| | Als Komponist der Kindersinfonie wurden unter anderem bisher vermutet: [[Leopold Mozart]], Joseph Haydn und sein in Salzburg tätiger Bruder [[Michael Haydn]]. Leopold Mozart übernahm in seiner ''Cassatio ex G'' die Kindersinfonie unter Erweiterung der Komposition um vier auf sieben Sätze. | | Als Komponist der Kindersinfonie wurden unter anderem bisher vermutet: [[Leopold Mozart]], Joseph Haydn und sein in Salzburg tätiger Bruder [[Michael Haydn]]. Leopold Mozart übernahm in seiner ''Cassatio ex G'' die Kindersinfonie unter Erweiterung der Komposition um vier auf sieben Sätze. |
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| | Von der Kindersinfonie existiert eine ganze Reihe von Tonaufnahmen auf Langspielplatte und Compact Disk, bei denen, dem jeweiligen Forschungsstand entsprechend, einer der oben genannten Komponisten als Schöpfer genannt wird. | | Von der Kindersinfonie existiert eine ganze Reihe von Tonaufnahmen auf Langspielplatte und Compact Disk, bei denen, dem jeweiligen Forschungsstand entsprechend, einer der oben genannten Komponisten als Schöpfer genannt wird. |
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| − | Im Jahr [[1992]] fanden Musikwissenschaftler im Stift Stams im Inntal in Tirol eine Handschrift der Kindersinfonie und konnten in der Folge den aus St. Johann in Tirol stammenden Benediktinerpater Edmund Angerer (* 1740; † 1794) im Stift Fiecht im Inntal als Komponisten des Werkes feststellen. Diese Handschrift ist eine Abschrift von dem Chorregenten und Archivar des Stifts Stams, Stephan Paluselli, mit dem Angerer in Verbindung stand. Darin wird sie „Berchtoldsgaden Musick“ betitelt. Für die Hauptstimmen ist ein Streichtrio (Violine, Viola, Bass) vorgesehen. Die Nebenstimmen werden mit verschiedenen in der Fürstpropstei Berchtesgaden hergestellten Spielzeuginstrumenten aus Holz besetzt. In Angerers Komposition sind „Kuckuck“, „Wachtelruf“, „Windpfeifchen“, „Trompetchen“, „Rätschchen“ und „Örgelchen“ notiert. | + | Im Jahr [[1992]] fanden Musikwissenschaftler im Stift Stams im Inntal in Tirol eine Handschrift der Kindersinfonie und konnten in der Folge den aus St. Johann in Tirol stammenden Benediktinerpater Edmund Angerer (* 1740; † 1794) im Stift Fiecht im Inntal als Komponisten des Werkes feststellen. Diese Handschrift ist eine Abschrift von dem Chorregenten und Archivar des Stifts Stams, Stephan Paluselli, mit dem Angerer in Verbindung stand. Darin wird sie "Berchtoldsgaden Musick“ betitelt. Für die Hauptstimmen ist ein Streichtrio (Violine, Viola, Bass) vorgesehen. Die Nebenstimmen werden mit verschiedenen in der Fürstpropstei Berchtesgaden hergestellten Spielzeuginstrumenten aus Holz besetzt. In Angerers Komposition sind "Kuckuck“, "Wachtelruf“, "Windpfeifchen“, "Trompetchen“, "Rätschchen“ und "Örgelchen“ notiert. |
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| − | Der Name „Kindersinfonie“ stammt von dem Leipziger Verleger Friedrich Hofmeister aus dem Jahr 1813. Unter diesem Namen und unter der englischen Bezeichnung „Toy Symphony“ fand das Werk weltweite Verbreitung. | + | Der Name "Kindersinfonie“ stammt von dem Leipziger Verleger Friedrich Hofmeister aus dem Jahr 1813. Unter diesem Namen und unter der englischen Bezeichnung "Toy Symphony“ fand das Werk weltweite Verbreitung. |
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| | == Weitere Werke == | | == Weitere Werke == |