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==Die Stolpersteine==
 
==Die Stolpersteine==
469 Stolpersteine wurden in der Stadt Salzburg bereits auf öffentlichem Grund verlegt. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnadressen der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen und gehen nach der Verlegung in das Eigentum der Stadt Salzburg über. Finanziert wird die Aktion über Patenschaften von Privatpersonen - zum Preis von je 120 Euro.
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493 Stolpersteine wurden in der Stadt Salzburg bereits auf öffentlichem Grund verlegt. Die Stolpersteine sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnadressen der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster des Gehweges eingelassen und gehen nach der Verlegung in das Eigentum der Stadt Salzburg über. Finanziert wird die Aktion über Patenschaften von Privatpersonen - zum Preis von je 120 Euro.
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Bislang konnten die Biografien von rund 480 Opfern von den Historikern [[Gert Kerschbaumer]], [[Johannes Hofinger]] und [[Helga Embacher]] in der Stadt Salzburg recherchiert werden. Es wird darauf geachtet, möglichst alle Opfergruppen zu berücksichtigen. Die Biografien aller ermordeten Juden, Roma und Sinti wurden überhaupt erst im Zusammenhang mit der Aktion Stolpersteine ermittelt, womit große Forschungslücken geschlossen werden.
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Bislang konnten die Biografien von rund 500 Opfern von den Historikern [[Gert Kerschbaumer]], [[Johannes Hofinger]] und [[Helga Embacher]] in der Stadt Salzburg recherchiert werden. Es wird darauf geachtet, möglichst alle Opfergruppen zu berücksichtigen. Die Biografien aller ermordeten Juden, Roma und Sinti wurden überhaupt erst im Zusammenhang mit der Aktion Stolpersteine ermittelt, womit große Forschungslücken geschlossen werden.
    
Mittlerweile konnten auch einige Opfer, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet wurden, ermittelt werden. Zudem konnten Schicksalsverläufe von Frauen, die Liebesbeziehungen zu Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern hatten, recherchiert werden. Alle Opfergruppen wurden über das Befreiungsjahr [[1945]] hinaus in unterschiedlicher Intensität diskriminiert.
 
Mittlerweile konnten auch einige Opfer, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet wurden, ermittelt werden. Zudem konnten Schicksalsverläufe von Frauen, die Liebesbeziehungen zu Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern hatten, recherchiert werden. Alle Opfergruppen wurden über das Befreiungsjahr [[1945]] hinaus in unterschiedlicher Intensität diskriminiert.
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42 Stolpersteine wurden am [[13. Juli]] [[2015]] und am [[14. Juli]] [[2015]] verlegt. <ref>[http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/start www.stolpersteine-salzburg.at]</ref> <ref>[http://www.salzburg.orf.at/news/stories/2721284/ www.salzburg.orf.at/news]</ref> Eine nächste Verlegung von 46 Stolpersteinen fand am 18. und 19. August 2016 statt, ebenso eine am 14. und am 15. November 2016. <ref>[http://www.stolpersteine.eu/chronik/#c631 www.stolpersteine.eu]</ref>. Die Verlegung von 32 neuen Stolpersteinen fand am 28. und 29 September 2017 statt, 2018 wurden insgesamt 27 Stolpersteine am 4. August sowie am 25. und 26. September verlegt.
 
42 Stolpersteine wurden am [[13. Juli]] [[2015]] und am [[14. Juli]] [[2015]] verlegt. <ref>[http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/start www.stolpersteine-salzburg.at]</ref> <ref>[http://www.salzburg.orf.at/news/stories/2721284/ www.salzburg.orf.at/news]</ref> Eine nächste Verlegung von 46 Stolpersteinen fand am 18. und 19. August 2016 statt, ebenso eine am 14. und am 15. November 2016. <ref>[http://www.stolpersteine.eu/chronik/#c631 www.stolpersteine.eu]</ref>. Die Verlegung von 32 neuen Stolpersteinen fand am 28. und 29 September 2017 statt, 2018 wurden insgesamt 27 Stolpersteine am 4. August sowie am 25. und 26. September verlegt.
 
2019 wurden am 21. September zwei, am 24. September 12 und am 25. September elf neue Stolpersteine verlegt. <ref>[http://www.stolpersteine.eu/chronik/#c631 www.stolpersteine.eu]</ref><br>
 
2019 wurden am 21. September zwei, am 24. September 12 und am 25. September elf neue Stolpersteine verlegt. <ref>[http://www.stolpersteine.eu/chronik/#c631 www.stolpersteine.eu]</ref><br>
Das Jahr 2020 hatte einen Verlegeschwerpunkt vor dem [[Salzburger Festspielhaus]]: Am 17. August wurden insgesamt 28 Erinnerungssteine an vertriebene und ermordete Festspielkünstler verlegt. Neue Stolpersteine folgten am 18. Oktober 2021 vor dem [[Bezirksgericht Salzburg (Gebäude)|Bezirksgericht Salzburg]] am [[Rudolfsplatz]] 3.<ref>[http://www.stolpersteine.eu/chronik/#c631 www.stolpersteine.eu]</ref>
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Das Jahr 2020 hatte einen Verlegeschwerpunkt vor dem [[Salzburger Festspielhaus]]: Am 17. August wurden insgesamt 28 Erinnerungssteine an vertriebene und ermordete Festspielkünstler verlegt. Neue Stolpersteine folgten am 18. Oktober 2021 vor dem [[Bezirksgericht Salzburg (Gebäude)|Bezirksgericht Salzburg]] am [[Rudolfsplatz]] 3.<ref>[http://www.stolpersteine.eu/chronik/#c631 www.stolpersteine.eu]</ref>. Eine weitere Verlegung fand am 27. Oktober 2022 vor dem LAndesgericht Salzburg statt.
    
Biografien der Opfer und Verlegeorte der Stolpersteine - im Speziellen ein Verzeichnis der von Salzburg nach Auschwitz deportierten Sinti - sind auf der Internetseite des Personenkomitees zu finden.
 
Biografien der Opfer und Verlegeorte der Stolpersteine - im Speziellen ein Verzeichnis der von Salzburg nach Auschwitz deportierten Sinti - sind auf der Internetseite des Personenkomitees zu finden.
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