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Fanny Heilmayr wusste sich in der Männerwelt zu bewegen. Als die verwitwete Mühlenbesitzerin [[1927]] den Fürsorgeausschuss vertrat, war sie keine Unbekannte mehr. Sie saß zu dieser Zeit schon seit fünf Jahren für die Großdeutsche Volkspartei im [[Salzburger Gemeinderat]]. Die Mandatarin hatte aber nicht nur auf der politischen Bühne von sich reden gemacht. Dass eine Frau einen Mühlenbetrieb leitete, gab es bisher nicht und ihr Faible für das damals noch revolutionäre Automobil brachte ihr zusätzlichen Respekt ein.
 
Fanny Heilmayr wusste sich in der Männerwelt zu bewegen. Als die verwitwete Mühlenbesitzerin [[1927]] den Fürsorgeausschuss vertrat, war sie keine Unbekannte mehr. Sie saß zu dieser Zeit schon seit fünf Jahren für die Großdeutsche Volkspartei im [[Salzburger Gemeinderat]]. Die Mandatarin hatte aber nicht nur auf der politischen Bühne von sich reden gemacht. Dass eine Frau einen Mühlenbetrieb leitete, gab es bisher nicht und ihr Faible für das damals noch revolutionäre Automobil brachte ihr zusätzlichen Respekt ein.
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Franziska Heilmayr wurde als Tochter des umtriebigen Lokalpolitikers und [[Gemeinderat]]s [[Karl Brunner]] geboren und lernte früh das glatte politische Parkett kennen. „Das politische Engagement hat sie sicher vom Vater vorgelebt bekommen“, sagt die Historikerin [[Sabine Veits-Falk]] vom [[Stadtarchiv Salzburg|Salzburger Stadtarchiv]]. Sie hat die Biografie der streitbaren Gemeinderätin aufgearbeitet. [[1900]] heiratete Fanny Heilmayr schließlich den Mühlenmitbesitzer [[Franz Josef Heilmayr]]. Dieser führte gemeinsam mit seinem Bruder [[Anton Heilmayr junior|Anton]] den ansehnlichen Mühlenbetrieb am [[Salzachgässchen]] und am [[Bärengässchen]]. Ein Jahr später kam ihr Sohn Robert auf die Welt. Das Schicksal meinte es gut mit ihr. Doch [[1916]] wandelte es sich. Ihr Mann Franz Josef starb plötzlich, und die 36-Jährige stand allein da. Mitten im [[Ersten Weltkrieg]], die [[Russland|russische Sommeroffensive]] gegen die [[Reich#k._k.|k. k.]] Armee hatte gerade begonnen, übernahm sie ihren Familienanteil an der Mühle. Unter schwierigen Umständen führte sie diesen weiter und erweiterte den Betrieb. [[1917]] wurde ihrer Schwägerin Kathi und ihr der Einbau einer Turbine genehmigt.
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Franziska Heilmayr wurde als Tochter des umtriebigen Lokalpolitikers und [[Gemeinderat]]s [[Karl Brunner]] geboren und lernte früh das glatte politische Parkett kennen. „Das politische Engagement hat sie sicher vom Vater vorgelebt bekommen“, sagt die Historikerin [[Sabine Veits-Falk]] vom [[Stadtarchiv Salzburg|Salzburger Stadtarchiv]]. Sie hat die Biografie der streitbaren Gemeinderätin aufgearbeitet. [[1900]] heiratete Fanny Heilmayr schließlich den Mühlenmitbesitzer [[Franz Josef Heilmayr]] (* [[7. September]] [[1873]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-muelln/TRB7/?pg=215 Trauungsbuch der Pfarre Salzburg-Mülln, Band VII, S. 196.]</ref>; † [[13. Dezember]] [[1916]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-muelln/STB14/?pg=159 Sterbebuch der Pfarre Salzburg-Mülln, Band XIV, S. 157.]</ref>. Dieser führte gemeinsam mit seinem Bruder [[Anton Heilmayr junior|Anton]] den ansehnlichen Mühlenbetrieb am [[Salzachgässchen]] und am [[Bärengässchen]]. Ein Jahr später kam ihr Sohn Robert auf die Welt. Das Schicksal meinte es gut mit ihr. Doch [[1916]] wandelte es sich. Ihr Mann Franz Josef starb plötzlich, und die 36-Jährige stand allein da. Mitten im [[Ersten Weltkrieg]], die [[Russland|russische Sommeroffensive]] gegen die [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]]&nbsp;Armee hatte gerade begonnen, übernahm sie ihren Familienanteil an der Mühle. Unter schwierigen Umständen führte sie diesen weiter und erweiterte den Betrieb. [[1917]] wurde ihrer Schwägerin [[Anton Heilmayr junior|Kathi]] und ihr der Einbau einer Turbine genehmigt.
    
Doch Heilmayr soll nicht nur eine geschäftstüchtige Unternehmerin gewesen sein, sie hatte auch eine soziale Ader. Das zeigt nicht nur der Umstand, dass sie Taufpatin von zehn Kindern war und damit deren materielle Zukunft absicherte. Heilmayr half auch der Hunger leidenden Bevölkerung. Die Salzburger Beamtentochter und Patenkind Hella Hoffmann erinnert sich in einem Interview daran. „Sie hat uns hie und da mehr Mehl gegeben.“
 
Doch Heilmayr soll nicht nur eine geschäftstüchtige Unternehmerin gewesen sein, sie hatte auch eine soziale Ader. Das zeigt nicht nur der Umstand, dass sie Taufpatin von zehn Kindern war und damit deren materielle Zukunft absicherte. Heilmayr half auch der Hunger leidenden Bevölkerung. Die Salzburger Beamtentochter und Patenkind Hella Hoffmann erinnert sich in einem Interview daran. „Sie hat uns hie und da mehr Mehl gegeben.“
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