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Während seines Studiums entwarf er für Ceconi die Villa Schmozer am [[Rudolfskai]] 52 ([[1899]]) und die [[Villa Schall]] am [[Rudolfskai]] 50 ([[1900]]). Danach arbeitete er für das Baubüro [[Angelo Comini]]s in [[Badgastein]] und für weitere sechs Jahre als führender Architekt bei Jakob Ceconi. In dieser Zeit wurde er durch den Bau der [[Pfarrkirche St. Antonius]] in [[Itzling]] ([[1903]]) bekannt, [[1905]] folgte die Erweiterung der [[Pfarrkirche zu den Hll. Martin und Wenzel|Pfarrkirche Lamprechtshausen]]. [[1907]] errichtete er, wiederum mit Comini, in Badgastein den Böcksteinerhof.  
 
Während seines Studiums entwarf er für Ceconi die Villa Schmozer am [[Rudolfskai]] 52 ([[1899]]) und die [[Villa Schall]] am [[Rudolfskai]] 50 ([[1900]]). Danach arbeitete er für das Baubüro [[Angelo Comini]]s in [[Badgastein]] und für weitere sechs Jahre als führender Architekt bei Jakob Ceconi. In dieser Zeit wurde er durch den Bau der [[Pfarrkirche St. Antonius]] in [[Itzling]] ([[1903]]) bekannt, [[1905]] folgte die Erweiterung der [[Pfarrkirche zu den Hll. Martin und Wenzel|Pfarrkirche Lamprechtshausen]]. [[1907]] errichtete er, wiederum mit Comini, in Badgastein den Böcksteinerhof.  
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Ab [[1907]] arbeitete er als selbständiger Architekt und forcierte nunmehr seinen eigenen, persönlichen Stil, der sich in einer Synthese des heimatlichen Bauens mit dem [[Jugendstil]] ausdrückte. Bis [[1910]] entstanden nach seinen Plänen die Ökonomieanlagen der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] ([[Erentrudishof]]) sowie Gutshöfe der [[Stieglbrauerei zu Salzburg|Stieglbrauerei]]  ([[1913]] [[Rochushof]], [[1912]]–[[1918]] Klostermeierhof, [[1913]] [[Rochuskaserne]]) in der [[Gemeinde Maxglan]]. Er entwarf unter anderem Innenausstattungen, z. B. für die [[Borromäum#Die Kirchweihe|Borromäum]]skirche in Salzburg-[[Parsch]] (1912), sowie Altäre, Orgelprospekte und sonstige kirchliche Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften. Von ihm stammen die Pläne zur [[Filialkirche Sauerfeld zur Hl. Familie|Filialkirche Sauerfeld]] in [[Tamsweg]] ([[1914]]). Nach dem [[Brände (Geschichte)|Großbrand]] in [[Obertrum]] [[1917]] schuf er die Pläne zum Wiederaufbau der [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus]]. Zu den bekanntesten Profanbauten Pirichs zählen die Saalbauten Geißler (1913, [[1989]] abgebrannt) und des [[Augustiner Bräustübl Mülln|Augustiner Bräustübls]] ([[1908]] Saal 1, [[1914]] Saal 2, [[1926]] Saal 3), der [[Braugasthof Sigl]] in Obertrum ([[1918]]), der Platzlkeller in  [[Mattighofen]] ([[1927]]) sowie Villen und Landhäuser (z. B. die Wohnhäuser "Kapsreiter" in [[Schärding]] und "[[Angermayer von Rebenberg|Angermaier]]" in der Stadt Salzburg).
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Ab [[1907]] arbeitete er als selbständiger Architekt und forcierte nunmehr seinen eigenen, persönlichen Stil, der sich in einer Synthese des heimatlichen Bauens mit dem [[Jugendstil]] ausdrückte. Bis [[1910]] entstanden nach seinen Plänen die Ökonomieanlagen der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] ([[Erentrudishof]]) sowie Gutshöfe der [[Stieglbrauerei zu Salzburg|Stieglbrauerei]]  ([[1913]] [[Rochushof]], [[1912]]–[[1918]] Klostermeierhof, [[1913]] [[Rochuskaserne]]) in der [[Gemeinde Maxglan]]. Er entwarf unter anderem Innenausstattungen, z. B. für die [[Borromäum#Die Kirchweihe|Borromäum]]skirche in Salzburg-[[Parsch]] (1912), sowie Altäre, Orgelprospekte und sonstige kirchliche Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften. Von ihm stammen die Pläne zur [[Filialkirche Sauerfeld zur Hl. Familie|Filialkirche Sauerfeld]] in [[Tamsweg]] ([[1914]]). Nach dem [[Brände (Geschichte)|Großbrand]] in [[Obertrum]] [[1917]] schuf er die Pläne zum Wiederaufbau der [[Pfarrkirche zum hl. Jakobus]]. Zu den bekanntesten Profanbauten Pirichs zählen die Saalbauten Geißler im [[Morzger Hof]] (1913, [[1989]] abgebrannt) und des [[Augustiner Bräustübl Mülln|Augustiner Bräustübls]] ([[1908]] Saal 1, [[1914]] Saal 2, [[1926]] Saal 3), der [[Braugasthof Sigl]] in Obertrum ([[1918]]), der Platzlkeller in  [[Mattighofen]] ([[1927]]) sowie Villen und Landhäuser (z. B. die Wohnhäuser "Kapsreiter" in [[Schärding]] und "[[Angermayer von Rebenberg|Angermaier]]" in der Stadt Salzburg).
    
1913 wurde er zum Diözesanarchitekten ernannt und zeichnete in dieser Funktion für sämtliche Baumaßnahmen der Kirchenverwaltung der [[Erzdiözese Salzburg]] verantwortlich. Nach den Ortsbränden von Obertrum ([[1917]]) und [[Wagrain]] ([[Marktbrand Wagrain 1927]]) war er bedeutend am Wiederaufbau beider Ortschaften beteiligt. [[1923]] wurde Karl Pirich die Ehre der Verleihung des Titels eines Oberbaurates zuteil. [[1940]] erfolgte eine Anstellung als Architekt im Salzburger Siedlungsamt. Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] arbeitete er ehrenamtlich als Bauberater für die Stadtgemeinde Salzburg. Erst im Alter von 78 Jahren trat er [[1953]] als Diözesanarchitekt in den Ruhestand. Nach seinem Ableben wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt.
 
1913 wurde er zum Diözesanarchitekten ernannt und zeichnete in dieser Funktion für sämtliche Baumaßnahmen der Kirchenverwaltung der [[Erzdiözese Salzburg]] verantwortlich. Nach den Ortsbränden von Obertrum ([[1917]]) und [[Wagrain]] ([[Marktbrand Wagrain 1927]]) war er bedeutend am Wiederaufbau beider Ortschaften beteiligt. [[1923]] wurde Karl Pirich die Ehre der Verleihung des Titels eines Oberbaurates zuteil. [[1940]] erfolgte eine Anstellung als Architekt im Salzburger Siedlungsamt. Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] arbeitete er ehrenamtlich als Bauberater für die Stadtgemeinde Salzburg. Erst im Alter von 78 Jahren trat er [[1953]] als Diözesanarchitekt in den Ruhestand. Nach seinem Ableben wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt.

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