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# ärarische Alt-Leitung mit drei Eimer;  
 
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# ärarische [[Alte Residenz|Winter-Residenz]]-Leitung mit vier Eimer;  
 
# ärarische [[Alte Residenz|Winter-Residenz]]-Leitung mit vier Eimer;  
:: zusammen 15¼ Eimer in der Minute.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690722&query=text%253A%2522k%25C3%25BChberg%2522+text%253A%2522quellen%2522&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 22. Juli 1869, Seite 1</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18691116&query=text%253A%2522k%25C3%25BChberg%2522&seite=3 ANNO], Salzburger Zeitung, 16. November 1869, Seite 3</ref>
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:: zusammen 15¼ Eimer in der Minute.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18690722&query=text%253A%2522k%25C3%25BChberg%2522+text%253A%2522quellen%2522&seite=1 ANNO], Salzburger Zeitung, 22. Juli 1869, Seite 1</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18691116&query=text%253A%2522k%25C3%25BChberg%2522&seite=3 ANNO], Salzburger Zeitung, 16. November 1869, Seite 3</ref>
    
Die ''Mirabellleitung'' vom [[Neuhauser Berg]] und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führte zum [[Inneres Linzertor|Inneren Linzertor]], wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis [[1919]].
 
Die ''Mirabellleitung'' vom [[Neuhauser Berg]] und vom unteren [[Judenbergalm|Judenberg]] führte zum [[Inneres Linzertor|Inneren Linzertor]], wo sie sich in eine Leitung zum [[Mirabellgarten]] und eine zum [[Schloss Mirabell]] teilte. Diese aus Holz bestehende Leitung bestand bis [[1919]].
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Danach wurde verschiedene Angebote zum Bau der Wasserleitung eingeholt, besonders auch aus Großstädten wie Paris, Prag und Frankfurt am Main.  
 
Danach wurde verschiedene Angebote zum Bau der Wasserleitung eingeholt, besonders auch aus Großstädten wie Paris, Prag und Frankfurt am Main.  
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Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] 1874 konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Die Errichtung der 9,2 km langen Rohrleitung, einschließlich Fassung der Quelle sowie eines 1&nbsp;000 m³ fassenden [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälters]] in der Nähe der [[Richterhöhe]] am Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes hatte die die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft zum Pauschalbetrag von 400&nbsp;000 Silbergulden übernommen. <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710708&seite=3&zoom=33&query=%22F%C3%BCrstenbrunner%22%2B%22Wasserleitung%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1871]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18730726&seite=1&zoom=33&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22brunnen%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1873]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840204&seite=1&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1884/Frankfurter Wasserwerksgesellschaft → Direktor P. Schmick]</ref>
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Die Bauarbeiten begannen am [[15. Mai]] [[1874]] und am [[24. November]] 1874 konnte erstmals Wasser in den Hochbehälter am Mönchsberg eingeleitet werden. Die Errichtung der 9,2 km langen Rohrleitung, einschließlich Fassung der Quelle sowie eines 1&nbsp;000 m³ fassenden [[Hochbehälter Mönchsberg|Hochbehälters]] in der Nähe der [[Richterhöhe]] am Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes hatte die die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft zum Pauschalbetrag von 400&nbsp;000 Silbergulden übernommen. <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18710708&seite=3&zoom=33&query=%22F%C3%BCrstenbrunner%22%2B%22Wasserleitung%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1871]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18730726&seite=1&zoom=33&query=%22kapuzinerberg%22%2B%22brunnen%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1873]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18840204&seite=1&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1884/Frankfurter Wasserwerksgesellschaft → Direktor P. Schmick]</ref>
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Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2&nbsp;343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref>
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Am [[31. Oktober]] [[1875]] wurde die neue Fürstenquellen-Wasserleitung an die [[Stadtgemeinde Salzburg]] übergeben.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18940113&seite=17&zoom=33&query=%22Wasserwerk%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1894]</ref> Die jährlichen Betriebskosten wurden, abzüglich der Kosten für die 14 öffentlichen Brunnen, für die Bewässerung der öffentlichen Gärten und für die 111 Hydranten für Gassenbesprengung und die Feuerwehr, als Wasserzins anteilig an die in 416 Häusern mit 2&nbsp;343 Abnahmestellen befindlichen einzelnen Haushalte weiterverrechnet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18770220&seite=2&zoom=33&query=%22Wasserzins%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1875]</ref>
    
=== Städtisches Wasserwerk ===
 
=== Städtisches Wasserwerk ===
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=== Kapuzinerberg Kavernen ===
 
=== Kapuzinerberg Kavernen ===
[[1888]]–[[1889]] wurde für eine höhere Versorgungssicherheit auf dem [[Kleines Linzertor-Kavalier|Kleinen Linzertor-Kavalier]] eine erste Kaverne mit 1&nbsp;000 Kubikmetern Speicherreservoir in den [[Kapuzinerberg]] gesprengt und mit Zuleitungen vom Gersberg und Heuberg versorgt.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18890208&seite=3&zoom=33&query=%22Reservoir%22%2B%22Kapuzinerberg%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1889]</ref>. Um 1900 folgte in nächster Nähe ein zweiter etwas größerer Speicher.
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[[1888]]–[[1889]] wurde für eine höhere Versorgungssicherheit auf dem [[Kleines Linzertor-Kavalier|Kleinen Linzertor-Kavalier]] eine erste Kaverne mit 1&nbsp;000 Kubikmetern Speicherreservoir in den [[Kapuzinerberg]] gesprengt und mit Zuleitungen vom Gersberg und Heuberg versorgt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18890208&seite=3&zoom=33&query=%22Reservoir%22%2B%22Kapuzinerberg%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at/1889]</ref>. Um 1900 folgte in nächster Nähe ein zweiter etwas größerer Speicher.
    
=== Neufassung der Quellen und Sanierung des alten Leitungsnetzes ===
 
=== Neufassung der Quellen und Sanierung des alten Leitungsnetzes ===
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[[1892]] wurde die Gersberg-Quellen am Südabhang des Kühberges (Gnigler Berg) neu gefasst. Ein alter, seit Jahrhunderten bestehender Stollen, sowie neu angekaufte Quellen wurden gesammelt und einem Sammelgrander zugeführt, der das Wasser über eine Gusseisenrohrleitung von 2&nbsp;800 Meter Länge dem alten Reservoir auf dem Kapuzinerberg zuführte. [[1895]]—[[1898]] wurden auch die einzelnen Quellen am Nordabhange des Kühberges (Gnigler Berg), die Altbrunnquelle, die Mirabellquelle und die Residenzquelle neu gefasst, sowie die Kohlhuberquelle einbezogen, und in einen Sammelgrander geleitet, der das Wasser in einer 3&nbsp;350 Meter langen Gusseisenrohrleitung zu dem neuen Reservoir auf dem Kapuzinerberg führte.   
 
[[1892]] wurde die Gersberg-Quellen am Südabhang des Kühberges (Gnigler Berg) neu gefasst. Ein alter, seit Jahrhunderten bestehender Stollen, sowie neu angekaufte Quellen wurden gesammelt und einem Sammelgrander zugeführt, der das Wasser über eine Gusseisenrohrleitung von 2&nbsp;800 Meter Länge dem alten Reservoir auf dem Kapuzinerberg zuführte. [[1895]]—[[1898]] wurden auch die einzelnen Quellen am Nordabhange des Kühberges (Gnigler Berg), die Altbrunnquelle, die Mirabellquelle und die Residenzquelle neu gefasst, sowie die Kohlhuberquelle einbezogen, und in einen Sammelgrander geleitet, der das Wasser in einer 3&nbsp;350 Meter langen Gusseisenrohrleitung zu dem neuen Reservoir auf dem Kapuzinerberg führte.   
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Saniert wurden auch das Gaisberg-Quellgebiet. Es wurde eine 5&nbsp;080 m lange Gusseisenrohrleitung von der auf dem Gaisberg (Judenberg) in einem Reservoir gesammelten Quelle nach dem Reservoir auf dem Mönchsberg hergestellt.<ref>Friedrich Leitich, Salzburger Stadtwerke: Geschichte der städtischen Versorgungs- und Verkehrsbetriebe, 1990, Seite 430</ref><ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980827&query=text:%22Mirabellquelle%22+text:%22Gnigl%22&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, 27. August 1898, Seite 2</ref>
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Saniert wurden auch das Gaisberg-Quellgebiet. Es wurde eine 5&nbsp;080 m lange Gusseisenrohrleitung von der auf dem Gaisberg (Judenberg) in einem Reservoir gesammelten Quelle nach dem Reservoir auf dem Mönchsberg hergestellt.<ref>Friedrich Leitich, Salzburger Stadtwerke: Geschichte der städtischen Versorgungs- und Verkehrsbetriebe, 1990, Seite 430</ref><ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18980827&query=text:%22Mirabellquelle%22+text:%22Gnigl%22&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, 27. August 1898, Seite 2</ref>
    
=== alte Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg ===
 
=== alte Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg ===
 
Es begann mit dem [[Die Geschichte der Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg|ersten Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg]] in den [[1870er]]-Jahren. [[1929]] wurden neue Behälter geschaffen und schließlich der heutige zwischen 1948 und 1950.
 
Es begann mit dem [[Die Geschichte der Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg|ersten Trinkwasser-Hochbehälter auf dem Mönchsberg]] in den [[1870er]]-Jahren. [[1929]] wurden neue Behälter geschaffen und schließlich der heutige zwischen 1948 und 1950.
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Eine der größten Herausforderungen an die Wasserversorgung der Stadt Salzburg stellte der Winter [[1928]]–[[1929]]. Anfang [[Dezember]] stellte sich plötzlich eine Frostperiode mit Temperaturen bis zu minus 32&nbsp;°C ein. Für drei Monaten herrschte eine durchschnittliche Temperatur von minus 26 Grad Celsius und der Frost reichte bis 1,70 m ins Erdreich. Neben dem Rückgang des Wasserdurchflusses brachen auch noch zahlreiche Rohre, Hydranten wurden durch den Frost gesprengt. Die Rohrstränge von [[St. Josef]] in Nonntal bis zur [[Hellbrunner Kaserne]], in der [[Nonnberggasse]], der Nutzwasserleitung, die [[Gersbergleitung]] über die [[Karolinenbrücke]], des [[Nonnberg]]s bis zum Hochbehälter auf dem Mönchsberg, auf dem Kapuzinerberg, und von der [[Ignaz-Harrer-Straße]] bis zur Stadtgrenze waren abgefroren. Trotz dieser Schwierigkeiten hielt die Wasserversorgung bis zum Eintritt des Tauwetters ohne besondere Schäden durch.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19341029&query=%22Hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 29. Oktober 1934, Seite 8</ref>
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Eine der größten Herausforderungen an die Wasserversorgung der Stadt Salzburg stellte der Winter [[1928]]–[[1929]]. Anfang [[Dezember]] stellte sich plötzlich eine Frostperiode mit Temperaturen bis zu minus 32&nbsp;°C ein. Für drei Monaten herrschte eine durchschnittliche Temperatur von minus 26 Grad Celsius und der Frost reichte bis 1,70 m ins Erdreich. Neben dem Rückgang des Wasserdurchflusses brachen auch noch zahlreiche Rohre, Hydranten wurden durch den Frost gesprengt. Die Rohrstränge von [[St. Josef]] in Nonntal bis zur [[Hellbrunner Kaserne]], in der [[Nonnberggasse]], der Nutzwasserleitung, die [[Gersbergleitung]] über die [[Karolinenbrücke]], des [[Nonnberg]]s bis zum Hochbehälter auf dem Mönchsberg, auf dem Kapuzinerberg, und von der [[Ignaz-Harrer-Straße]] bis zur Stadtgrenze waren abgefroren. Trotz dieser Schwierigkeiten hielt die Wasserversorgung bis zum Eintritt des Tauwetters ohne besondere Schäden durch.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19341029&query=%22Hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 29. Oktober 1934, Seite 8</ref>
    
=== Brauchwasserspeicher  ===
 
=== Brauchwasserspeicher  ===
[[1907]] wurde zur Entlastung der Trinkwasserleitung eine eigene Brauchwasserleitung mit einem eigenen Hochbehälter auf dem Mönchsberg mit 1&nbsp;000 Kubikmetern Inhalt in der Nähe der [[Bürgerwehr]] errichtet.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19320416&query=%22kapuzinerberg%22+%22hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 anno.onb.ac.at/Salzburger Wacht, 16. April 1932]</ref>
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[[1907]] wurde zur Entlastung der Trinkwasserleitung eine eigene Brauchwasserleitung mit einem eigenen Hochbehälter auf dem Mönchsberg mit 1&nbsp;000 Kubikmetern Inhalt in der Nähe der [[Bürgerwehr]] errichtet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19320416&query=%22kapuzinerberg%22+%22hochbeh%c3%a4lter%22&ref=anno-search&seite=8 anno.onb.ac.at/Salzburger Wacht, 16. April 1932]</ref>
    
=== Wasserturm auf dem Mönchsberg ===
 
=== Wasserturm auf dem Mönchsberg ===
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Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s und Anfang des [[20. Jahrhundert]]s herrschte in der stetig wachsenden Stadt Salzburg Wassernot. In vielen Häusern war es damals üblich, das Wasser rinnen zu lassen, denn im Winter konnten dadurch die Wasserleitungen nicht einfrieren und im Sommer wurden die Häuser damit gekühlt. Auch gab es noch immer zahlreiche Haushalte, die keinen Wasserzins bezahlten.  
 
Gegen Ende des [[19. Jahrhundert]]s und Anfang des [[20. Jahrhundert]]s herrschte in der stetig wachsenden Stadt Salzburg Wassernot. In vielen Häusern war es damals üblich, das Wasser rinnen zu lassen, denn im Winter konnten dadurch die Wasserleitungen nicht einfrieren und im Sommer wurden die Häuser damit gekühlt. Auch gab es noch immer zahlreiche Haushalte, die keinen Wasserzins bezahlten.  
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[[1903]] wurden Wassermesser (Wasseruhren) eingeführt, um der Wasserverschwendung entgegen zu treten und um sicherzustellen, dass jeder entsprechend seinem Verbrauch bezahlen muss. [[1928]] wurde durch die Errichtung des [[Grundwasserwerk Glanegg|Grundwasserwerks]] in [[Glanegg]] und der Verbesserung der Fürstenbrunn-Wasserleitung ein weiterer Schritt zur zukünftigen Wasserversorgung der Stadt Salzburg gesetzt. Der planende Ingenieur Roßkothen hatte zwei Projekte insbesonders ins Auge gefasst: Die Heranleitung der Abtenauer Quellen aus dem [[Tennengebirge]] und die Verbesserung der Wassergewinnung aus der Fürstenbrunner Leitung mit gleichzeitiger Anlage eines Schöpfwerkes in Glanegg.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19281023&query=%22ro%c3%9fkothen%22+%22wasserversorgung%22&seite=1 ANNO], Salzburger Wacht, 23. Oktober 1928</ref>
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[[1903]] wurden Wassermesser (Wasseruhren) eingeführt, um der Wasserverschwendung entgegen zu treten und um sicherzustellen, dass jeder entsprechend seinem Verbrauch bezahlen muss. [[1928]] wurde durch die Errichtung des [[Grundwasserwerk Glanegg|Grundwasserwerks]] in [[Glanegg]] und der Verbesserung der Fürstenbrunn-Wasserleitung ein weiterer Schritt zur zukünftigen Wasserversorgung der Stadt Salzburg gesetzt. Der planende Ingenieur Roßkothen hatte zwei Projekte insbesonders ins Auge gefasst: Die Heranleitung der Abtenauer Quellen aus dem [[Tennengebirge]] und die Verbesserung der Wassergewinnung aus der Fürstenbrunner Leitung mit gleichzeitiger Anlage eines Schöpfwerkes in Glanegg.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19281023&query=%22ro%c3%9fkothen%22+%22wasserversorgung%22&seite=1 ANNO], Salzburger Wacht, 23. Oktober 1928</ref>
    
=== Versorgung in Notzeiten und Desinfizierung mit Chlor ===
 
=== Versorgung in Notzeiten und Desinfizierung mit Chlor ===
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
* [[Friedrich Besl|Besl, Friedrich]]: ''Brunnen und Wasserleitungen'', in: [[Historischer Atlas der Stadt Salzburg]] (Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 11), Salzburg 1999, Bl. IV/6.
 
* [[Friedrich Besl|Besl, Friedrich]]: ''Brunnen und Wasserleitungen'', in: [[Historischer Atlas der Stadt Salzburg]] (Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 11), Salzburg 1999, Bl. IV/6.
* [[Josef Eder (Salzburger Volksblatt)|Eder, Josef]]: ''Die Wasserversorgung der Stadt Salzburg'', [[Salzburger Volksblatt]], 1934, Quellen: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340901&seite=19&zoom=33 Quellen und Brunnen] und [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340908&seite=9&zoom=33 Almkanal] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340911&seite=10&zoom=33&query=%22Gersbergleitung%22&ref=anno-search Gersbergleitung, Stadtbrunnhausleitung, Gaisbergleitung]
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* [[Josef Eder (Salzburger Volksblatt)|Eder, Josef]]: ''Die Wasserversorgung der Stadt Salzburg'', [[Salzburger Volksblatt]], 1934, Quellen: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340901&seite=19&zoom=33 Quellen und Brunnen] und [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340908&seite=9&zoom=33 Almkanal] [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19340911&seite=10&zoom=33&query=%22Gersbergleitung%22&ref=anno-search Gersbergleitung, Stadtbrunnhausleitung, Gaisbergleitung]
 
* [[Romana Ebner|Ebner, Romana]]:  ''Die Wasserversorgung und -entsorgung der Stadt Salzburg in der frühen [[Neuzeit]]'', 2012 [http://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fer-002:2012:84::107 Quelle]
 
* [[Romana Ebner|Ebner, Romana]]:  ''Die Wasserversorgung und -entsorgung der Stadt Salzburg in der frühen [[Neuzeit]]'', 2012 [http://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fer-002:2012:84::107 Quelle]
 
* Ebner, Romana; [[Herbert Weigl|Weigl, Herbert]]: ''Das Salzburger Wasser - Geschichte der Wasserversorgung der Stadt Salzburg'', Verlag [[Stadtgemeinde Salzburg]] und [[Salzburg AG]], 2014, ISBN 10: 3900213224, ISBN 13: 978-3900213220
 
* Ebner, Romana; [[Herbert Weigl|Weigl, Herbert]]: ''Das Salzburger Wasser - Geschichte der Wasserversorgung der Stadt Salzburg'', Verlag [[Stadtgemeinde Salzburg]] und [[Salzburg AG]], 2014, ISBN 10: 3900213224, ISBN 13: 978-3900213220

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