| Zeile 4: |
Zeile 4: |
| | ==Allgemeines== | | ==Allgemeines== |
| | Vom Wolf (canis lupus) kennt man 32 Unterarten, die unterschiedlichste Lebensräume, von der Tundra über Wüsten bis ins Hochgebirge, besiedeln oder besiedelt haben. Er war ursprünglich unter den Großsäugern weltweit das Tier mit der weitesten Verbreitung und bis vor etwa 150 Jahren auch im Bundesland Salzburg heimisch. Laut WWF-Österreich ist der Gesamtbestand weltweit auf weniger als 300.000 Tiere geschrumpft. Derzeit leben 15.000 – 18.000 Wölfe in Europa (inkl. westl. Teil Russlands), in Österreich vermutet man einige wenige Tiere. Nun kehrt der Wolf langsam aber sicher in seine ehemals angestammten Lebensräume - soweit sie noch vorhanden sind und soweit man ihn lässt - zurück. | | Vom Wolf (canis lupus) kennt man 32 Unterarten, die unterschiedlichste Lebensräume, von der Tundra über Wüsten bis ins Hochgebirge, besiedeln oder besiedelt haben. Er war ursprünglich unter den Großsäugern weltweit das Tier mit der weitesten Verbreitung und bis vor etwa 150 Jahren auch im Bundesland Salzburg heimisch. Laut WWF-Österreich ist der Gesamtbestand weltweit auf weniger als 300.000 Tiere geschrumpft. Derzeit leben 15.000 – 18.000 Wölfe in Europa (inkl. westl. Teil Russlands), in Österreich vermutet man einige wenige Tiere. Nun kehrt der Wolf langsam aber sicher in seine ehemals angestammten Lebensräume - soweit sie noch vorhanden sind und soweit man ihn lässt - zurück. |
| | + | |
| | ==Vergangenheit== | | ==Vergangenheit== |
| | Die Wälder Europas waren einst wildreich und auch Lebensraum für Großraubtiere. Seit aber bis in abgelegene Gegenden großflächig Land gerodet wurde, verringerte sich der Lebensraum der Wildtiere drastisch. Insbesondere für die drei großen Wildtierarten Wolf, Luchs und Bär wurde der natürliche und ursprünglich belassene Lebensraum beginnend mit dem Mittelalter zunehmend kleiner. Zur Verengung des Lebensraumes durch die Rodungstätigkeit an sich kam noch ein ideologisches Anliegen: zeitgleich mit der Hexenverfolgung wurde der Wolf verstärkt dämonisiert. | | Die Wälder Europas waren einst wildreich und auch Lebensraum für Großraubtiere. Seit aber bis in abgelegene Gegenden großflächig Land gerodet wurde, verringerte sich der Lebensraum der Wildtiere drastisch. Insbesondere für die drei großen Wildtierarten Wolf, Luchs und Bär wurde der natürliche und ursprünglich belassene Lebensraum beginnend mit dem Mittelalter zunehmend kleiner. Zur Verengung des Lebensraumes durch die Rodungstätigkeit an sich kam noch ein ideologisches Anliegen: zeitgleich mit der Hexenverfolgung wurde der Wolf verstärkt dämonisiert. |
| | + | |
| | =====Werwölfe und Wolfshatz===== | | =====Werwölfe und Wolfshatz===== |
| | Ein Mensch in Wolfsgestalt, Werwolf genannt, ursprünglich einer, der für einen bestimmten Zeitraum in die Wildnis ging und dort außerhalb menschlicher Konventionen stand, „wandelte sich vom Magier zum Teufelsbündner, der die „Herde“ der Christengemeinde dämonisch bedrohte.“ Hexen und Werwölfe wurden in einen Topf geworfen und im [[1489]] verfassten Hexenhammer finden sich Anleitungen, wie diese zu erkennen sind. [[Heinrich Institoris]], Lehrer, Theologe und Domprediger zu [[Salzburg]], meinte zum Werwolfglauben: | | Ein Mensch in Wolfsgestalt, Werwolf genannt, ursprünglich einer, der für einen bestimmten Zeitraum in die Wildnis ging und dort außerhalb menschlicher Konventionen stand, „wandelte sich vom Magier zum Teufelsbündner, der die „Herde“ der Christengemeinde dämonisch bedrohte.“ Hexen und Werwölfe wurden in einen Topf geworfen und im [[1489]] verfassten Hexenhammer finden sich Anleitungen, wie diese zu erkennen sind. [[Heinrich Institoris]], Lehrer, Theologe und Domprediger zu [[Salzburg]], meinte zum Werwolfglauben: |
| Zeile 22: |
Zeile 24: |
| | * [[Gertraud Steiner]], „Winkelwelt – Sagen aus dem Lungau“, w pfeifenberger verlag, [[Tamsweg]] [[1999]] | | * [[Gertraud Steiner]], „Winkelwelt – Sagen aus dem Lungau“, w pfeifenberger verlag, [[Tamsweg]] [[1999]] |
| | * [[Josef Lahnsteiner]], Oberpinzgau, Von Krimml bis Kaprun, Eigenverlag, [[Hollersbach]] [[1965]] | | * [[Josef Lahnsteiner]], Oberpinzgau, Von Krimml bis Kaprun, Eigenverlag, [[Hollersbach]] [[1965]] |
| − | * http://wwf.at | + | * [http://wwf.at wwf.at] |
| | | | |
| | | | |
| − | [[Kategorie:Tier]] | + | [[Kategorie:Wissenschaft]] |
| | + | |
| | + | [[Kategorie:Biologie]] |
| | [[Kategorie:Pflanzen und Tiere]] | | [[Kategorie:Pflanzen und Tiere]] |
| | + | [[Kategorie:Tiere]] |
| | [[Kategorie:Alpen]] | | [[Kategorie:Alpen]] |
| | [[Kategorie:Hohe Tauern]] | | [[Kategorie:Hohe Tauern]] |
| | [[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] | | [[Kategorie:Nationalpark Hohe Tauern]] |