| Zeile 6: |
Zeile 6: |
| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| | === Die Aufbruchszeit der 1970er-Jahre === | | === Die Aufbruchszeit der 1970er-Jahre === |
| − | Vorläufer des Fremdenverkehrsverbandes –heute: Tourismusverband – war der sogenannte Ortsverschönerungsverein. | + | Vorläufer des Fremdenverkehrsverbandes – heute: Tourismusverband – war der sogenannte Ortsverschönerungsverein. |
| | | | |
| | Einen spürbaren Aufschwung erfuhr der Tourismus in St. Michael erst durch die Eröffnung der [[Tauernautobahn]] ab Mitte der [[1970er]]-Jahre. Wie sich [[Peter Bayr]], der damalige Fremdenverkehrsobmann von St. Michael, erinnerte, war im Jänner [[1969]] eine einzige Nächtigung zu verzeichnen gewesen. Die Autobahn schuf nun eine Aufbruchsstimmung und die örtliche Hotellerie tätigte beträchtliche Investitionen, die wesentlich zur positiven Entwicklung des Ortes beitrugen. Steil aufwärts ging es ab [[1975]] mit der Eröffnung des [[Katschbergtunnel]]s. In St. Michael boomten auch die Nächtigungen der Durchreisenden, eine große Rolle spielten [[Privatzimmervermietung|Privatzimmervermieter]]. | | Einen spürbaren Aufschwung erfuhr der Tourismus in St. Michael erst durch die Eröffnung der [[Tauernautobahn]] ab Mitte der [[1970er]]-Jahre. Wie sich [[Peter Bayr]], der damalige Fremdenverkehrsobmann von St. Michael, erinnerte, war im Jänner [[1969]] eine einzige Nächtigung zu verzeichnen gewesen. Die Autobahn schuf nun eine Aufbruchsstimmung und die örtliche Hotellerie tätigte beträchtliche Investitionen, die wesentlich zur positiven Entwicklung des Ortes beitrugen. Steil aufwärts ging es ab [[1975]] mit der Eröffnung des [[Katschbergtunnel]]s. In St. Michael boomten auch die Nächtigungen der Durchreisenden, eine große Rolle spielten [[Privatzimmervermietung|Privatzimmervermieter]]. |
| Zeile 15: |
Zeile 15: |
| | '''Vorgeschichte''' | | '''Vorgeschichte''' |
| | Der [[Samson-Windpark]] am [[Aineck]] im Gemeindegebiet von [[St. Margarethen im Lungau]] ist ein geplanter Standort für [[Windenergie|Windräder]]. Schon mit einem Windrad könnte man durchschnittlich eintausend Haushalte mit Strom versorgen. Natürlich auch [[Fremdenverkehr]]<nowiki>seinrichtungen</nowiki> wie [[Aufstiegshilfen|Liftanlagen]]. Nun grenzt das Gipfelgebiet des Ainecks an das Gemeindegebiet von St. Michael. | | Der [[Samson-Windpark]] am [[Aineck]] im Gemeindegebiet von [[St. Margarethen im Lungau]] ist ein geplanter Standort für [[Windenergie|Windräder]]. Schon mit einem Windrad könnte man durchschnittlich eintausend Haushalte mit Strom versorgen. Natürlich auch [[Fremdenverkehr]]<nowiki>seinrichtungen</nowiki> wie [[Aufstiegshilfen|Liftanlagen]]. Nun grenzt das Gipfelgebiet des Ainecks an das Gemeindegebiet von St. Michael. |
| − | [[Datei:Katschberg Aineck.jpg|thumb|Der Westhang des Ainecks am Katschberg, auf dessen Gipfelplateau der Samson-Windpark entstehen soll]] | + | [[Datei:Katschberg Aineck.jpg|thumb|Der Westhang des Ainecks am Katschberg, auf dessen Gipfelplateau der Samson-Windpark entstehen soll(te)]] |
| | Als „<em>schwerwiegende Eingriffe in die überwiegend noch intakte Lungauer Bergwelt</em>“ sah Schwendinger aber die Errichtung der geplanten Windräder. Er legte in seinem Tourismusbüro in St. Michael Unterschriftenlisten gegen den Bau der Anlage auf. Allein in St. Michael seien bereits bis Mitte September 2011 mehr als 1 500 Unterschriften geleistet worden. Schwendinger verschickte seine Liste auch an andere Tourismusverbände im Lungau. Doch schon in der Nachbargemeinde [[St. Margarethen im Lungau|St. Margarethen]] verhielt man sich beim [[Tourismusverband St. Margarethen im Lungau|Tourismusverband]] zurückhaltend, was eine Unterstützung dieser Aktion betraf. Auch im [[Tamsweg]]er [[Tourismusverband Tamsweg|Tourismusbüro]] blieb man neutral und unterstützte die Unterschriftenlistenaktion nicht. | | Als „<em>schwerwiegende Eingriffe in die überwiegend noch intakte Lungauer Bergwelt</em>“ sah Schwendinger aber die Errichtung der geplanten Windräder. Er legte in seinem Tourismusbüro in St. Michael Unterschriftenlisten gegen den Bau der Anlage auf. Allein in St. Michael seien bereits bis Mitte September 2011 mehr als 1 500 Unterschriften geleistet worden. Schwendinger verschickte seine Liste auch an andere Tourismusverbände im Lungau. Doch schon in der Nachbargemeinde [[St. Margarethen im Lungau|St. Margarethen]] verhielt man sich beim [[Tourismusverband St. Margarethen im Lungau|Tourismusverband]] zurückhaltend, was eine Unterstützung dieser Aktion betraf. Auch im [[Tamsweg]]er [[Tourismusverband Tamsweg|Tourismusbüro]] blieb man neutral und unterstützte die Unterschriftenlistenaktion nicht. |
| | | | |
| Zeile 23: |
Zeile 23: |
| | | | |
| | == Quellen == | | == Quellen == |
| − | * [[Bezirksblätter Salzburg]], 28. Juni 2016 [https://www.meinbezirk.at/lungau/c-wirtschaft/in-st-michael-war-der-fremdenverkehr-ein-spaetzuender_a1781083 In St. Michael war der Fremdenverkehr ein "Spätzünder"] | + | * [[Bezirksblätter Salzburg]], 28. Juni 2016: [https://www.meinbezirk.at/lungau/c-wirtschaft/in-st-michael-war-der-fremdenverkehr-ein-spaetzuender_a1781083 ''In St. Michael war der Fremdenverkehr ein "Spätzünder"] |
| | * {{Quelle SN|16. September 2011}} | | * {{Quelle SN|16. September 2011}} |
| | == Weblink == | | == Weblink == |