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Das Gemeindegebiet Oberalm umfasst die [[Katastralgemeinden im Tennengau|Katastralgemeinde]]  [[Katastralgemeinde Oberalm I|Oberalm I]]. Die [[Katastralgemeinde Oberalm II]] gehört bereits zum  Stadtgebiet von Hallein.  
 
Das Gemeindegebiet Oberalm umfasst die [[Katastralgemeinden im Tennengau|Katastralgemeinde]]  [[Katastralgemeinde Oberalm I|Oberalm I]]. Die [[Katastralgemeinde Oberalm II]] gehört bereits zum  Stadtgebiet von Hallein.  
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Gegliedert wird die Gemeinde in die Ortschaften Oberalm (''4 219'') und [[Vorderwiestal]] (''218''). Als Ortsteile (ohne statistische Erfassung) werden noch [[Kahlsperg (Oberalm)|Kahlsperg ]] und [[Seefeldmühle (Oberalm)|Seefeldmühle]] gesehen.
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Gegliedert wird die Gemeinde in die Ortschaften Oberalm (''4 219'') und [[Vorderwiestal]] (''218''). Als Ortsteile (ohne statistische Erfassung) werden noch [[Kahlsperg (Oberalm)|Kahlsperg ]] und [[Seefeldmühle (Oberalm)|Seefeldmühle]] gesehen. '''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften zum 1. Jänner 2020 angegeben.<ref>Statistik Austria</ref>
 
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'''Anmerkung:''' In ''kursiver'' Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften zum 1. Jänner 2020 angegeben.<ref>Statistik Austria</ref>
   
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=== Nachbargemeinden ===
 
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== Religionen ==  
 
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Die dem heiligen Stephan geweihte, gotische [[Pfarrkirche Oberalm]] ist eine [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche.
 
Die dem heiligen Stephan geweihte, gotische [[Pfarrkirche Oberalm]] ist eine [[Katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche.
 
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[[Datei:Kahlspergrhof-oberalm.jpg|thumb|Kahlspergbauernhof, ehemals zum Schlosss Kahlsperg zugehörig, Aufnahme von ca. 1950]]
 
==Geschichte==</noinclude>
 
==Geschichte==</noinclude>
[[Datei:Kahlspergrhof-oberalm.jpg|thumb|Kahlspergbauernhof, ehemals zum Schlosss Kahlsperg zugehörig, Aufnahme von ca. 1950]]
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[[Datei:Oberalm muß wieder frei sein, Abstimmung 16.3.1952.jpg|thumb|Abstimmung 16. März 1952]]
Oberalm war [[Schranne]]nort des Gerichts [[Glanegg]]. Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem [[8. Jahrhundert]] und aus dem Jahr [[1192]]. Bereits im [[Mittelalter]] wurde Oberalm als "Markt" genannt.  
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Die ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem [[8. Jahrhundert]] und aus dem Jahr [[1192]]. Bereits im [[Mittelalter]] wurde Oberalm als "Markt" genannt. Vom [[14. Jahrhundert]] bis [[1805]] gehörte Oberalm zum [[Pfleggericht Glanegg]]. Oberalm war [[Schranne]]nort dieses [[Pfleggericht]]s.  Die offizielle Markterhebung (in moderner Zeit) erfolgte gleichzeitig mit der Wappenverleihung am [[26. Juli]] [[1930]].  
 
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Seit dem [[16. Jahrhundert]] wird im Gemeindegebiet auch [[Marmor]] verarbeitet, heute im [[Marmor Industrie Kiefer GmbH|Marmorwerk Kiefer]]. In diesem Zusammenhang ist auch die Familie [[Löwenstern|v. Löwenstern]] zu erwähnen, die mit der Geschichte der Marmor Industrie verbunden ist.
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Vom [[14. Jahrhundert]] bis [[1805]] gehörte Oberalm zum [[Pfleggericht Glanegg]].
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Die offizielle Markterhebung (in moderner Zeit) erfolgt gleichzeitig mit der Wappenverleihung am [[26. Juli]] [[1930]].  
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Schon Ende des [[19. Jahrhundert]]s strebte das in der [[Halleiner Altstadt|Altstadt]] eingeengte [[Hallein]] eine Vergrößerung um [[Burgfried (Gemeinde)|Burgfried]] und [[Taxach (Gemeinde)|Taxach]]-[[Rif]] an, was [[1895]] tatsächlich gelang. Später sollte Oberalm ein Gebiet hergeben, was dort erbitterten Widerstand hervorrief. In der Nazizeit wurde Oberalm zwischen Hallein und Adnet aufgeteilt. Mit der "Verordnung des Landeshauptmannes in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden" wurde die bis Marktgemeinde Oberalm mit der [[Stadtgemeinde Hallein]] vereinigt<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=95&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 24. November 1938, 12. Stück, Nr. 42, S. 32.]</ref>. Nach der unfreiwilligen Eingemeindung betrieben die Oberalmer vehement die Wiedererrichtung ihrer Gemeinde. Nach dem Krieg bemühte sich Oberalm hartnäckig um Selbstständigkeit. "Los von Hallein!" war einer der harmloseren Aufrufe. Der Streit war wild. "Oberalm muß wieder frei sein" und "Oberalm den Oberalmern" lauteten Parolen des Ausgemeindungskomitees.
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Mit der "''Verordnung des Landeshauptmannes in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden''" wurde die bis Marktgemeinde Oberalm mit der [[Hallein|Gemeinde Hallein]] vereinigt<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgs&datum=1938&page=95&size=45 Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Salzburg vom 24. November 1938, 12. Stück, Nr. 42, S. 32.]</ref>.
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Der Ton in der hitzigen Phase zuvor war rau, nicht nur zwischen dem bäuerlichen Dorf und der Arbeiterstadt sowie im [[Landtag]]. Der Streit beschäftigte höchste Politiker und Geistliche. [[Erzbischof]] [[Andreas Rohracher]] schrieb vertraulich dem [[Landeshauptmann]] (und späteren Bundeskanzler) [[Josef Klaus]], dass er die Oberalmer unterstütze, denn ihre Selbstständigkeit könne den "demoralisierenden Einfluss der Industriestadt Hallein" eindämmen.
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Nach der unfreiwilligen Eingemeindung betrieben die Oberalmer vehement die Wiedererrichtung ihrer Gemeinde.
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Eine Bürgerbefragung am [[16. März]] [[1952]] ergab deutliche Mehrheiten (über 80 % der Stimmberechtigten) im Ort und im [[Vorderwiestal]] für die Wiedererrichtung. Das wurde mit Böllern und Glockengeläut gefeiert. Im selben Jahr folgte die Entscheidung des Landes. Doch vor allem [[Neualm]] wurde bei Hallein belassen. Das erzürnte die [[ÖVP]] Oberalm derart, dass sie aus der Partei austrat, sich in eine Heimatliste verwandelte und 1954 die [[Gemeindevertretungswahlen 1954 (Tennengau)|Gemeindevertretungswahl]] hoch gewann. Am [[4. Juni]] [[1953]] wurde der Stadtteil Oberalm von der [[Salzburger Landesregierung]] wieder zu einer eigenständigen Marktgemeinde erhoben. Am selben Tag wurde der Gemeinde auch wieder die Führung ihres Wappens zugestanden. Die Katastralgemeinde Oberalm II (in etwa das Gebiet des heutigen Halleiner Stadtteils Neualm) sowie ein Grenzstreifen der KG Oberalm I (Hühnerau) verblieben jedoch bei Hallein. Dadurch ging etwa ein Drittel des früheren Gemeindegebietes von Oberalm an die Stadt Hallein verloren.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/leben/wieso-oberalm-doch-nicht-zu-hallein-gehoert-126399172 /www.sn.at] "Wieso Oberalm doch nicht zu Hallein gehört", 31. August 2022</ref>
[[Datei:Oberalm muß wieder frei sein, Abstimmung 16.3.1952.jpg|thumb|left|Abstimmung 16. März 1952]]
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Auf Wunsch des [[Salzburger Landtag]]es wurde am [[16. März]] [[1952]] in Oberalm eine Befragung über die Wiedererrichtung einer selbständigen Gemeinde durchgeführt, wobei sich über 80 % der Stimmberechtigten für die Wiedererrichtung aussprachen.  
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Am [[4. Juni]] [[1953]] wurde der Stadtteil Oberalm von der [[Salzburger Landesregierung]] wieder zu einer eigenständigen Marktgemeinde erhoben. Am selben Tag wurde der Gemeinde auch wieder die Führung ihres Wappens zugestanden. Die Katastralgemeinde Oberalm II (in etwa das Gebiet des heutigen Halleiner Stadtteils [[Neualm]]) sowie ein Grenzstreifen der KG Oberalm I (Hühnerau) verblieben jedoch bei Hallein. Dadurch ging etwa ein Drittel des früheren Gemeindegebietes von Oberalm an die Stadt Hallein verloren.<noinclude>
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Seit dem [[16. Jahrhundert]] wird im Gemeindegebiet auch [[Marmor]] verarbeitet, heute im [[Marmor Industrie Kiefer GmbH|Marmorwerk Kiefer]]. In diesem Zusammenhang ist auch die Familie [[Löwenstern|v. Löwenstern]] zu erwähnen, die mit der Geschichte der Marmor Industrie verbunden ist.<noinclude>
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
 
<!-- === Aussichtspunkte === -->
 
<!-- === Aussichtspunkte === -->

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