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| − | Der Sohn eines Kleinbauern besuchte die [[Volksschule Dienten|Volksschule]] und arbeitete danach als Landarbeiter, Forstarbeiter und Bergmann. Nach seiner Pensionierung war er Pächter eines Gasthauses, Hausbesitzer,<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19070511&seite=5&zoom=33&query=%22dienten%2Bviehauser%22~100&ref=anno-search ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 11. Mai 1907, Seite 5</ref>Holzhändler, Landesproduktenhändler und zuletzt machte sich Viehauser als Frächter mit Pferdefuhrwerken selbständig.<ref>[http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ144478408 Salzburger Amtskalender]: für das Jahr 1926, Seite 199</ref> Er war der Bruder von [[Josef Viehauser]], [[Zachhof|Zachhofbauer]] (erste Gemeinderat von Dienten) und [[Rupert Viehauser]], Hirscheggerbauer ([[Erbhöfe im Pinzgau|Erbhof]]).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180608&query=%22viehhauser%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 8. Juni 1918, Seite 4</ref> | + | Der Sohn eines Kleinbauern besuchte die [[Volksschule Dienten|Volksschule]] und arbeitete danach als Landarbeiter, Forstarbeiter und wie sein Vater als Bergmann. Nach seiner Pensionierung war er Pächter eines Gasthauses, Hausbesitzer,<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19070511&seite=5&zoom=33&query=%22dienten%2Bviehauser%22~100&ref=anno-search ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 11. Mai 1907, Seite 5</ref>Holzhändler, Landesproduktenhändler und zuletzt machte sich Viehauser als Frächter mit Pferdefuhrwerken selbständig.<ref>[http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ144478408 Salzburger Amtskalender]: für das Jahr 1926, Seite 199</ref> Er war der Bruder von [[Josef Viehauser]], [[Zachhof|Zachhofbauer]] (erste Gemeinderat von Dienten) und [[Rupert Viehauser]], Hirscheggerbauer ([[Erbhöfe im Pinzgau|Erbhof]]).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19180608&query=%22viehhauser%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 8. Juni 1918, Seite 4</ref> |
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| − | Als Bergknappe in [[Mühlbach am Hochkönig]] engagierte er sich für die Einrichtung einer Unfallversicherung für Bergarbeiter und für eine gewerkschaftliche Organisation. Er war Mitbegründer des Sozialdemokratischen Vereins im [[Pinzgau]]. | + | Als Bergknappe in [[Mühlbach am Hochkönig]] gründete er gemeinsam mit dem Wanderlehrer Anton Losert einen Arbeiterbildungsverein für Bergknappen in Dienten. Später schuf er eine sogenannte [[Bruderlade]] sowie eine Unfallversicherung für Bergarbeiter, die sich aufgrund seines Engagements auch gewerkschaftlich organisierten. Viehauser war maßgebend am sozialdemokratischen Organisationsaufbau im [[Pinzgau]] beteiligt und wirkte ab 1913 als Obmann-Stellvertreter des dortigen Sozialdemokratischen Vereins. |
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| | + | Er gehörte gemeinsam mit Johann Gehwolf ([[Werfen]]), [[Franz Brutar]] ([[Lend]]), Georg Koller ([[Taxenbach]]), Simon Abram und Richard Herzog ([[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]]) zu den ersten sozialdemokratischen Vertrauensmännern im [[Land Salzburg]]. 1903 wurde er, gemeinsam mit vier anderen Bergknappen, in die Gemeindevertretung von Dienten gewählt und in weiterer Folge zum Bürgermeister bestimmt. Damit war er das erste sozialdemokratische Gemeindeoberhaupt im Land Salzburg. |
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| | + | Nach den Ereignissen des Februars [[1934]] wurde er, ebenso wie zahlreiche andere Sozialdemokraten, verfolgt. Trotzdem gelang es Jakob Viehauser, auch im Land Salzburg eine illegale Organisation von Revolutionären Sozialisten aufzubauen, die trotz aller Widerstände die Funktionärsausbildung fortsetzte. |
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| | Viehauser wurde am [[17. Oktober]] [[1926]] bei der Gründungsversammlung der Raiffeisenkassa Dienten in den Vorstand gewählt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19261020&query=%22viehhauser%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 20. Oktober 1926, Seite 5</ref> | | Viehauser wurde am [[17. Oktober]] [[1926]] bei der Gründungsversammlung der Raiffeisenkassa Dienten in den Vorstand gewählt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19261020&query=%22viehhauser%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Chronik, Ausgabe vom 20. Oktober 1926, Seite 5</ref> |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * [https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01350/index.shtml Homepage des Nationalrats] | | * [https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01350/index.shtml Homepage des Nationalrats] |
| | + | * [http://biographien.ac.at/oebl/oebl_V/Viehauser_Jakob_1869_1950.xml Österreichisches Biographisches Lexikon] Viehauser Jakob (1869-1950) |
| | * [[Josef Kaut|Kaut, Josef]]: ''Der Steinige Weg. Geschichte der sozialistischen Arbeiterbewegung im Lande Salzburg.'' Wiener Volksbuchhandlung 1961. | | * [[Josef Kaut|Kaut, Josef]]: ''Der Steinige Weg. Geschichte der sozialistischen Arbeiterbewegung im Lande Salzburg.'' Wiener Volksbuchhandlung 1961. |
| | * [[Ferdinand Hölzl|Hölzl, Ferdinand]]: Pinzgauer Parteichronik. Band 1: Die Sozialdemokraten und Gewerkschaften. Zell am See 1983. | | * [[Ferdinand Hölzl|Hölzl, Ferdinand]]: Pinzgauer Parteichronik. Band 1: Die Sozialdemokraten und Gewerkschaften. Zell am See 1983. |