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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | Ursprünglich hieß die Villa "Villa Walburga", erbaut von [[Valentin Ceconi]] (* [[1827]]; † [[1888]]), ([[1863]]) für [[Walburga Weinwurm]], geborene Reichenberg. [[1883]] kaufte sie [[Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg|Bertha Gräfin Lamberg]] (* [[1854]]; [[1924]]), wurde umgebaut und hieß dann "Villa Lamberg". Ihr Mann war [[Hugo Raimund Reichsgraf von Lamberg]] (* [[1833]]; † [[1884]]), [[Landeshauptmann]] von Salzburg. Auch den Umbau führte Valentin Ceconi durch. Ab [[1888]] besaß der spätere [[Landesgericht Salzburg#Präsident|Landesgerichtspräsident]] [[Walther Graf von Kuenburg]] (* [[1850]]; † [[1923]]) die Villa. Die Villa kam [[1923]]<ref>wann genau ist nicht mehr feststellbar, Trapp wird jedenfalls in Salzburger Zeitungen Anfang 1924 als Besitzer der Villa Trapp genannt</ref> in den Besitz des Korvettenkapitäns [[Georg Ludwig Ritter von Trapp]] (* [[1880]]; † [[1947]]). Er ließ die Villa erneut [[1924]] nach Plänen der Architekten Spindler und Rehrl umbauen. Am [[7. April]] [[1925]] zog er mit seinen sieben Kindern darin ein. | + | Ursprünglich hieß die Villa "Villa Walburga", erbaut von [[Valentin Ceconi]] [[1863]] für [[Walburga Weinwurm]], geborene Reichenberg. [[1883]] kaufte sie [[Bertha Gräfin Kuenburg-Stolberg|Bertha Gräfin Lamberg]] (* [[1854]]; [[1924]]), wurde umgebaut und hieß dann "Villa Lamberg". Ihr Mann war [[Hugo Raimund Reichsgraf von Lamberg]] (* [[1833]]; † [[1884]]), [[Landeshauptmann]] von Salzburg. Auch den Umbau führte Valentin Ceconi durch. Ab [[1888]] besaß der spätere [[Landesgericht Salzburg#Präsident|Landesgerichtspräsident]] [[Walther Graf von Kuenburg]] (* [[1850]]; † [[1923]]) die Villa. Die Villa kam [[1923]]<ref>wann genau ist nicht mehr feststellbar, Trapp wird jedenfalls in Salzburger Zeitungen Anfang 1924 als Besitzer der Villa Trapp genannt</ref> in den Besitz des Korvettenkapitäns [[Georg Ludwig Ritter von Trapp]] (* [[1880]]; † [[1947]]). Er ließ die Villa erneut [[1924]] nach Plänen der Architekten Spindler und Rehrl umbauen. Am [[7. April]] [[1925]] zog er mit seinen sieben Kindern darin ein. |
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| | Ritter von Trapp wohnte in dieser Villa mit seiner Familie, zu der neben einem weitläufigen Park auch eine [[Landwirtschaft]] gehörte, bis zur Emigration [[1938]] nach Amerika. Auf dem Anwesen wurden auch Hühner und Schweine gehalten. In den [[1930er]]-Jahren war [[Johanna Raudaschl]] als Köchin in der Villa tätig. Rezepte aus der damaligen Zeit wie Knörpeltorte, Nussmakronen, Dattelbusserl oder Klosterkipferl wurden von ihrer Enkelin [[Irmgard Wöhrl]] in einem Kochbuch ''The Sound of Cooking'' zusammengetragen, das [[2007]] erschienen ist. [[2010]] erschien dasselbe Buch unter dem Titel "[[Das Trapp Kochbuch]]" neu im [[Verlag Anton Pustet]]. | | Ritter von Trapp wohnte in dieser Villa mit seiner Familie, zu der neben einem weitläufigen Park auch eine [[Landwirtschaft]] gehörte, bis zur Emigration [[1938]] nach Amerika. Auf dem Anwesen wurden auch Hühner und Schweine gehalten. In den [[1930er]]-Jahren war [[Johanna Raudaschl]] als Köchin in der Villa tätig. Rezepte aus der damaligen Zeit wie Knörpeltorte, Nussmakronen, Dattelbusserl oder Klosterkipferl wurden von ihrer Enkelin [[Irmgard Wöhrl]] in einem Kochbuch ''The Sound of Cooking'' zusammengetragen, das [[2007]] erschienen ist. [[2010]] erschien dasselbe Buch unter dem Titel "[[Das Trapp Kochbuch]]" neu im [[Verlag Anton Pustet]]. |
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| | Im Jahr [[1953]] kaufte die "[[Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut]]" die Villa. | | Im Jahr [[1953]] kaufte die "[[Kongregation der Missionare vom Kostbaren Blut]]" die Villa. |
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| − | == Die Villa als Hotel == | + | === Die Villa als Hotel === |
| | Die Hotelbetreiber Marianne Dorfer und Christoph Unterkofler planten, ab Juli [[2008]] Villa und Park der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zwar in Form eines Hotels. Sie hatten die Villa von den Missionaren für 12,5 Jahre gemietet. Für den Umbau in ein kleines Hotel wurden rund 400.000 Euro investiert. In der 878 Quadratmeter großen Villa sollten 14 Gästezimmer mit 26 Gästebetten, davon zwei Suiten mit je 60 qm², als Hotel-Garni<ref>ein Hotel Garni ist ein Hotelbetrieb, der nur Frühstück als Verpflegungsleistung anbietet</ref> den Gästen zur Verfügung stehen. Eine der beiden Suiten sollte als ''Hochzeitssuite'' vermarktet werden, da eine standesamtliche wie kirchliche Heirat in der hauseigenen Kapelle möglich sein wird. | | Die Hotelbetreiber Marianne Dorfer und Christoph Unterkofler planten, ab Juli [[2008]] Villa und Park der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zwar in Form eines Hotels. Sie hatten die Villa von den Missionaren für 12,5 Jahre gemietet. Für den Umbau in ein kleines Hotel wurden rund 400.000 Euro investiert. In der 878 Quadratmeter großen Villa sollten 14 Gästezimmer mit 26 Gästebetten, davon zwei Suiten mit je 60 qm², als Hotel-Garni<ref>ein Hotel Garni ist ein Hotelbetrieb, der nur Frühstück als Verpflegungsleistung anbietet</ref> den Gästen zur Verfügung stehen. Eine der beiden Suiten sollte als ''Hochzeitssuite'' vermarktet werden, da eine standesamtliche wie kirchliche Heirat in der hauseigenen Kapelle möglich sein wird. |
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| | Im Spätsommer 2011 war dann in den [[Salzburger Nachrichten]] in einem Artikel über das Hotel Garni aber dann von 20 Betten zu lesen. | | Im Spätsommer 2011 war dann in den [[Salzburger Nachrichten]] in einem Artikel über das Hotel Garni aber dann von 20 Betten zu lesen. |
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| | + | === Juni 2022: Die Villa wird zum Haus Magnificat === |
| | + | 14 Jahre lang hatte die katholische Ordensgemeinschaft "Missionare vom Kostbaren Blut" als Eigentümer die Villa Trapp in Salzburg-Aigen vermietet. Ende 2021 lief der Mietvertrag aus. Die Ordensleitung beschloss, das Haus wieder selbst zu nutzen. Pater Ferdinand Zech, Provinzial der Missionare vom Kostbaren Blut in Österreich, Deutschland und Liechtenstein: "In diesem Haus werden künftig Laienmitglieder unseres Ordens untergebracht sein. Zudem stehen im zweiten Stock Zimmer für Menschen bereit, die zu uns zur inneren Einkehr oder zu Exerzitien kommen wollen." In einer Wohnung im Erdgeschoß seien vor Kurzem [[Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf Salzburg|Flüchtlinge aus der Ukraine]] untergekommen. |
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| | + | Anfang Juni [[2022]] Die Kapelle war so weit fertig. Altar, Tabernakel und Predigtpult haben ihren alten Platz wieder eingenommen. Die normalen Fensterscheiben wurden gegen die bunten der alten Kirchenfenster ausgetauscht. Jahrelang waren sie eingelagert. Ganz hinten im Raum steht ein Klavier. Als Kirchenbänke halten provisorisch Bierbänke her. |
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| | == Bilder == | | == Bilder == |
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| | * Salzburger Kronen Zeitung, Nr. 17.953, Freitag 23. April 2010 | | * Salzburger Kronen Zeitung, Nr. 17.953, Freitag 23. April 2010 |
| | * {{Quelle SN|6. September 2011}} | | * {{Quelle SN|6. September 2011}} |
| | + | * [https://www.sn.at/salzburg/chronik/aus-fuer-das-sound-of-music-hotel-villa-trapp-wird-wieder-zum-ort-des-glaubens-122172253 www.sn.at], 1. Juni 2022 |
| | * [https://villatrapp.at-austria.com/de/ villatrapp.at-austria.com] | | * [https://villatrapp.at-austria.com/de/ villatrapp.at-austria.com] |
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| | [[Kategorie:Geschichte]] | | [[Kategorie:Geschichte]] |
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| | [[Kategorie:Tourismus]] | | [[Kategorie:Tourismus]] |
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| | [[Kategorie:Übernachtung]] | | [[Kategorie:Übernachtung]] |
| | [[Kategorie:Hotel]] | | [[Kategorie:Hotel]] |