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| | ===Nach dem Zweiten Weltkrieg=== | | ===Nach dem Zweiten Weltkrieg=== |
| | + | [[Datei:LudwigZehetner-Platzl1952.jpg|thumb|Ing. [[Ludwig Zehetner]] begutachtet am 29. Dezember 1952 am Platzl die neu installierten Fußgängerampeln.]] |
| | Die [[Bundespolizeidirektion Salzburg]] hatte im Jahr [[1946]] im Gebiet der Landeshauptstadt 431 Verkehrsunfälle, davon 34 mit tödlichem Ausgang, aufgenommen. In die Unfälle waren auch zahlreiche US-Soldaten verwickelt. | | Die [[Bundespolizeidirektion Salzburg]] hatte im Jahr [[1946]] im Gebiet der Landeshauptstadt 431 Verkehrsunfälle, davon 34 mit tödlichem Ausgang, aufgenommen. In die Unfälle waren auch zahlreiche US-Soldaten verwickelt. |
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| | [[1951]] hatten sich im Salzburger Stadtgebiet 1 411 Verkehrsunfälle mit 527 Leichtverletzten, 160 Schwerverletzten und 21 Toten ereignet. An diesen Verkehrsunfällen waren 315 Fahrzeuge der Besatzungsmacht beteiligt. | | [[1951]] hatten sich im Salzburger Stadtgebiet 1 411 Verkehrsunfälle mit 527 Leichtverletzten, 160 Schwerverletzten und 21 Toten ereignet. An diesen Verkehrsunfällen waren 315 Fahrzeuge der Besatzungsmacht beteiligt. |
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| − | Am [[16. Juli]] [[1952]] wurde der [[Residenzplatz]] autofrei. Als Ersatz für die weggefallenen Parkplätze dienten der [[Kapitelplatz|Kapitel]]-, der [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] sowie die Straßen um die [[Gewerbeschule Salzburg|Gewerbeschule]]. | + | Am [[16. Juli]] [[1952]] wurde der [[Residenzplatz]] autofrei. Als Ersatz für die weggefallenen Parkplätze dienten der [[Kapitelplatz|Kapitel]]-, der [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] sowie die Straßen um die [[Gewerbeschule Salzburg|Gewerbeschule]]. Am [[22. Dezember]] geht die erste automatische Ampelanlage an der [[Staatsbrücke]] beim [[Platzl]] in Betrieb. |
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| | Am [[2. März]] [[1954]] fand eine Verkehrsenquete in der Stadt Salzburg statt. Die von Landesrat [[Florian Groll]] ([[Verband der Unabhängigen|VdU]]) geforderte Schaffung eines „heiligen Tempelbezirkes“, das heißt die Freihaltung der [[Altstadt]] vom Verkehr, stieß auf heftige Ablehnung durch Vertreter der Wirtschaft. Parkverbote für den [[Alter Markt|Alten Markt]] und den Kapitelplatz seien wirtschaftsschädigend. Die [[Handelskammer Salzburg|Handelskammer]] forderte die Schaffung einer kleinen Grünzone um den [[Residenzbrunnen]] und die Öffnung des Residenzplatzes für den Verkehr. Der Bau einer Autostraße von der [[Staatsbrücke]] entlang des Kais nach [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] wurde von den Vertretern der Stadt abgelehnt. Einig waren sich die Teilnehmer der Enquete über die Notwendigkeit des Baues einer Entlastungsstraße von [[Maxglan]] in den Süden der Stadt. Der Vorschlag, den Durchzugsverkehr für Fahrzeuge über 1,5 Tonnen in der Altstadt zu untersagen, wurde vertagt. | | Am [[2. März]] [[1954]] fand eine Verkehrsenquete in der Stadt Salzburg statt. Die von Landesrat [[Florian Groll]] ([[Verband der Unabhängigen|VdU]]) geforderte Schaffung eines „heiligen Tempelbezirkes“, das heißt die Freihaltung der [[Altstadt]] vom Verkehr, stieß auf heftige Ablehnung durch Vertreter der Wirtschaft. Parkverbote für den [[Alter Markt|Alten Markt]] und den Kapitelplatz seien wirtschaftsschädigend. Die [[Handelskammer Salzburg|Handelskammer]] forderte die Schaffung einer kleinen Grünzone um den [[Residenzbrunnen]] und die Öffnung des Residenzplatzes für den Verkehr. Der Bau einer Autostraße von der [[Staatsbrücke]] entlang des Kais nach [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] wurde von den Vertretern der Stadt abgelehnt. Einig waren sich die Teilnehmer der Enquete über die Notwendigkeit des Baues einer Entlastungsstraße von [[Maxglan]] in den Süden der Stadt. Der Vorschlag, den Durchzugsverkehr für Fahrzeuge über 1,5 Tonnen in der Altstadt zu untersagen, wurde vertagt. |
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| − | All diese zur Verschönerung der Innenstadt beitragenden Maßnahmen brachten auch die erste Busregelung mit sich. [[1955]] wurde auf dem Areal des 1954 aufgelassenen [[Nonntaler Lokalbahnhof]]s an der [[Erzabt-Klotz-Straße]] ein [[Busterminals|Busterminal]] eingerichtet. Zwar durfte Busfahrer ihre Fahrgäste noch am Kapitelplatz aussteigen lassen, wurden aber anschließend von einem Lotsendienst - der Pfadfinder, auf Fahrrädern! - zum Parkplatz nach [[Nonntal]] gelotst. | + | All diese zur Verschönerung der Innenstadt beitragenden Maßnahmen brachten auch die erste Busregelung mit sich. [[1955]] wurde auf dem Areal des 1954 aufgelassenen [[Nonntaler Lokalbahnhof]]s an der [[Erzabt-Klotz-Straße]] ein [[Busterminals|Busterminal]] eingerichtet. Zwar durfte Busfahrer ihre Fahrgäste noch am Kapitelplatz aussteigen lassen, wurden aber anschließend von einem Lotsendienst - der Pfadfinder, auf Fahrrädern! - zum Parkplatz nach [[Nonntal]] gelotst. |
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| | ===Verkehrsampeln in der Stadt Salzburg=== | | ===Verkehrsampeln in der Stadt Salzburg=== |