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==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
===Die Anfänge===
 
===Die Anfänge===
Die erste Straßenverordnung im [[Herzogtum Salzburg]] wurde [[1879]] erlassen. Der Beginn der Motorisierung in Salzburg war dann mit dem Auftauchen des ersten ''Motorwagens'' am [[11. September]] [[1895]]. Gesteuert wurde der fünf-PS-Wagen vom böhmischen Textilindustriellen Theodor von Liebig aus Reichenberg. Zusammen mit seinem Beifahrer Strantzky waren sie mehrere Wochen in Deutschland und Frankreich unterwegs gewesen, bevor sie in Salzburg ihr Auto per "Eilgut" bei der Bahn nach Reichenberg aufgaben und selbst mit dem Schnellzug heimreisten.
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Die erste Straßenverordnung im [[Herzogtum Salzburg]] wurde [[1879]] erlassen. Der Beginn der Motorisierung in Salzburg war dann mit dem Auftauchen des ersten ''Motorwagens'' am [[11. September]] [[1895]]. Gesteuert wurde der fünf-PS-Wagen vom böhmischen Textilindustriellen Theodor von Liebig aus Reichenberg. Zusammen mit seinem Beifahrer Strantzky waren sie mehrere Wochen in [[Deutschland]] und [[Frankreich]] unterwegs gewesen, bevor sie in Salzburg ihr Auto per "Eilgut" bei der Bahn nach Reichenberg aufgaben und selbst mit dem Schnellzug heimreisten.
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Der erste Salzburger, der einen ''[[Automobil|Motorwagen]]'' besaß, war Baron [[Richard Schwarz]]. [[1898]] kaufte er sich einen "Benz-Comfortable", der es auf 3,5 PS (!) Leistung bei 600 Umdrehungen pro Minute und drei Vorwärtsgängen brachte. Erst [[1901]] kaufte sich [[Kunibert Graf Lamberg]] als zweiter Salzburger einen ''Serpollet''-Dampfwagen. Dieser mit Petroleum über zwölf Brenner betriebene Wagen brachte vier PS bei 500 Umdrehungen pro Minute.
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Der erste Salzburger, der einen ''[[Automobil|Motorwagen]]'' besaß, war Baron [[Richard Schwarz]]. [[1898]] kaufte er sich einen "Benz-Comfortable", der es auf 3,5 PS (!) Leistung bei 600 Umdrehungen pro Minute und drei Vorwärtsgängen brachte. Erst [[1901]] kaufte sich [[Kunibert Graf Lamberg]] als zweiter Salzburger einen ''Serpollet''-Dampfwagen. Dieser mit Petroleum über zwölf Brenner betriebene Wagen brachte vier PS bei 500 Umdrehungen pro Minute an Leistung.
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Großes Aufsehen erregte dann die erste größere Rennveranstaltung, das [[Straßenrennen Salzburg - Wien]] am [[1. Juni|1.]] und [[2. Juni]] 1900. König [[Leopold II. von Belgien]] war der nächste "Aufreger", als dieser [[1901]] in waghalsiger Fahrt zur Kur ins [[Gasteinertal]] mit eigenem Auto reiste. Vom [[Salzachtal|Salzach-]] ins Gasteinertal allerdings mussten Pferde vorgespannt werden.  
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Großes Aufsehen erregte dann die erste größere Rennveranstaltung, das [[Straßenrennen Salzburg - Wien]] am [[1. Juni|1.]] und [[2. Juni]] 1900. König [[Leopold II. von Belgien]] war der nächste "Aufreger", als dieser [[1901]] in waghalsiger Fahrt zur Kur ins [[Gasteinertal]] mit eigenem Auto reiste. Vom [[Salzachtal|Salzach]]- ins Gasteinertal mussten Pferde allerdings vorgespannt werden. [[1902]] war dann die [[Stadt Salzburg]] ein Etappenziel des [[Fernstreckenrennen Paris - Wien|Fernstreckenrennens Paris - Wien]].
    
Und wie sah die "Verkehrsdichte" seinerzeit aus? Am [[1. April]] [[1907]] zählte man in Salzburg 13 Automobile und 43 Motorräder. Eine Zählstelle in [[Tweng]] registrierte im selben Jahr 89 Fahrzeuge, die den [[Radstädter Tauern]] passierten.
 
Und wie sah die "Verkehrsdichte" seinerzeit aus? Am [[1. April]] [[1907]] zählte man in Salzburg 13 Automobile und 43 Motorräder. Eine Zählstelle in [[Tweng]] registrierte im selben Jahr 89 Fahrzeuge, die den [[Radstädter Tauern]] passierten.
    
====Die ersten Unfälle====
 
====Die ersten Unfälle====
Es wurde enger auf Salzburgs Straßen: die [[Rote Elektrische]], Pferdedroschken, [[Radfahrer]] und Fußgänger mussten sich die teilweise noch engen Fahrbahnen teilen. So dauerte es auch nicht lange, es war [[1901]], als Baron Richard Schwarz, von der [[Staatsbrücke]] kommend den [[Rudolfskai]] hinunter rollte und die Bulldogge des Tandlers und Hundezüchters Wallner aus der [[Klampferergasse]] rannte, nach den Rädern schnappte und dabei von diesen überrollt wurde. Sie blieb jedoch unversehrt und lebte noch einige Jahre.  
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Bald wurde es enger auf den Straßen in der Stadt Salzburg: die [[Rote Elektrische]], Pferdedroschken, [[Radfahrer]] und Fußgänger mussten sich die teilweise noch engen Fahrbahnen teilen. So dauerte es auch nicht lange, es war 1901, als Baron [[Richard Schwarz]] von der [[Staatsbrücke]] kommend den [[Rudolfskai]] hinunter rollte und die Bulldogge des Tandlers und Hundezüchters Wallner aus der [[Klampferergasse]] rannte, nach den Rädern schnappte und dabei von diesen überrollt wurde. Sie blieb jedoch unversehrt und lebte noch einige Jahre.  
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Einen nicht lokalisierten Zwischenfall soll es allerdings bereits schon [[1899]] gegeben haben. [[Richard Ritter von Stern|Dr. Richard Ritter von Stern]] war mit seinem ''Leon Bollée''-Wagen in einen kleinen Unfall verwickelt gewesen und ließ in Salzburg in der [[Wagner (Handwerker)|Wagner]]- und Sattler-Werkstätte ''Fortunati'' in der [[Griesgasse]] den Schaden durch seinen ständig mitfahrenden Mechaniker Lambert Herz reparieren.  
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Einen nicht lokalisierten Zwischenfall soll es allerdings bereits schon [[1899]] gegeben haben. Dr. [[Richard Ritter von Stern]] war mit seinem ''Leon Bollée''-Wagen in einen kleinen Unfall verwickelt gewesen und ließ in Salzburg in der [[Wagner (Handwerker)|Wagner]]- und Sattler-Werkstätte ''Fortunati'' in der [[Griesgasse]] den Schaden durch seinen ständig mitfahrenden Mechaniker Lambert Herz reparieren.  
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Der erste Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am [[5. September]] [[1905]]. Karl von Baron Erlangen aus Nieder-Igelsheim am Rhein fuhr mit dem Automobil des Barons [[Friedrich Baron Haymerle |Haymerle]], Chauffeur Ferdinand Otto, von der [[Elisabethstraße]] kommend bog scharf nach links in die heutige [[Rainerstraße]] ein. Dabei krachte er in die eben vorbei kommende [[Dampfeisenbahn|Dampftramway]]. Der Baron erlag seinen schweren Verletzungen.<ref>Quelle [[70 Jahre Salzburger Automobil Club 30 Jahre SAMTC]], 1977, Seite 15, allerdings wird darin das Jahr 190'''4''' angegeben</ref>
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Der erste Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am [[4. September]] [[1904]]. Karl von Baron Erlanger aus Nieder-Igelsheim am Rhein fuhr im Automobil des Barons [[Friedrich Baron Haymerle|Haymerle]] mit dem Chauffeur Ferdinand Otto, der von der [[Elisabethstraße]] kommend scharf nach links in die heutige [[Rainerstraße]] einbog. Dabei krachte er in die eben vorbei kommende [[Dampfeisenbahn|Dampftramway]]. Der Baron erlag seinen schweren Verletzungen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19040905&query=%22Baron+Erlangen%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 5. September 1904, Seite 2</ref>
    
====Die Straßenverhältnisse====
 
====Die Straßenverhältnisse====
Bis in die [[1920er]] Jahre hinein waren die Straßen in mehr oder weniger sehr desolatem Zustand. Es gab noch keinen Unterbau, der den Fahrbahndecken Halt geboten hätte. Unzählige Kurven und Steigungen machten das Vorwärtskommen auch nicht gerade flüssig. Es gab noch kein Netz von Tankstellen und Reparaturwerkstätten, die motorisierten Herren und Damen mussten Ersatzteile, Werkzeug und Mechaniker selbst auf die Reisen mitnehmen.  
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Bis in die [[1920er]]-Jahre hinein waren die Straßen in mehr oder weniger sehr desolatem Zustand. Es gab noch keinen Unterbau, der den Fahrbahndecken Halt geboten hätte. Unzählige Kurven und Steigungen machten das Vorwärtskommen auch nicht gerade flüssig. Es gab noch kein Netz von Tankstellen und Reparaturwerkstätten, die motorisierten Herren und Damen mussten Ersatzteile, Werkzeug und Mechaniker selbst auf die Reisen mitnehmen.  
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[[1904]] kam das Land Salzburg gerade einmal auf 365 km Reichs-, 394 km Landes- und 535 km Gemeindestraßen. Erst [[1908]] begann mit der Teerung der wichtigsten Fernstraßen.
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1904 kam das Land Salzburg gerade einmal auf 365 km Reichs-, 394 km Landes- und 535 km Gemeindestraßen. Erst [[1908]] begann mit der Teerung der wichtigsten Fernstraßen.
    
===Die Entstehung der verkehrstechnischen Infrastruktur===
 
===Die Entstehung der verkehrstechnischen Infrastruktur===
 
====Straßen====
 
====Straßen====
Zur Verbreiterung der Stadteinfahrt wurden zahlreiche Stadttore, wie [[1894]] das [[Inneres Ostertor|Linzertor]], abgerissen. Straßentunnels wie durch den [[Mönchsberg|Mönchs-]] und [[Kapuzinerberg]] wurden geplant. Man wollte beispielsweise vom [[Krauthügel]] zum [[Kapitelplatz]] einen Tunnel graben. Dafür hätte ein Teil des [[Friedhof von St. Peter|Friedhofs von St. Peter]] zerstört werden müssen. Diese Aktion konnte jedoch durch Intervention von [[Erzherzog Franz Ferdinand]] verhindert werden.  
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Zur Verbreiterung der Stadteinfahrt wurden zahlreiche Stadttore, wie [[1894]] das [[Inneres Ostertor|Linzertor]], abgerissen. Straßentunnels wie durch den [[Mönchsberg|Mönchs]]- und [[Kapuzinerberg]] wurden geplant. Man wollte beispielsweise vom [[Krauthügel]] zum [[Kapitelplatz]] einen Tunnel graben. Dafür hätte ein Teil des [[Friedhof von St. Peter|Friedhofs von St. Peter]] zerstört werden müssen. Diese Aktion konnte jedoch durch Intervention von Erzherzog [[Franz Ferdinand von Österreich-Este]] verhindert werden.  
    
====Geschäfte, Taxen, Vermietungen====
 
====Geschäfte, Taxen, Vermietungen====
[[Hans Böhm]] war es dann schließlich, der [[1903]] den ersten Gewerbebetrieb für ''Handel mit Fahrzeugen, Motorrädern und Motorwagen'' erhielt. Sein Geschäft war in der Späthgasse Nr. 5. [[1904]] eröffnete [[Georg Jung]] in der Nähe des [[Grand Hôtel de l'Europe]] beim [[Hauptbahnhof]] einen Handel mit Auto-Bedarfsartikeln, das Gummiwaren-Geschäft [[Josef Klein]] in der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 16 erweitete sein Angebot um Auto-Bedarfsartikeln wie Pneus. Auch eine Autovermietung wurde bald gegründet: [[1905]] von Georg Jung und Wilhelm Steiner in der [[Vierthalerstraße]] 3.
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Hans Böhm war es dann schließlich, der [[1903]] den ersten Gewerbebetrieb für ''Handel mit Fahrzeugen, Motorrädern und Motorwagen'' erhielt. Sein Geschäft war in der Späthgasse Nr. 5. [[Georg Jung]] eröffnete 1904 in der Nähe des [[Grand Hôtel de l'Europe]] beim [[Hauptbahnhof]] einen Handel mit Auto-Bedarfsartikeln, das Gummiwaren-Geschäft [[Josef Klein]] an der [[Sigmund-Haffner-Gasse]] 16 erweiterte sein Angebot um Auto-Bedarfsartikeln wie Pneus. Auch eine Autovermietung wurde bald gegründet: [[1905]] von Georg Jung und Wilhelm Steiner in der [[Vierthalerstraße]] 3.
    
Und das erste Taxiunternehmen hatte seinen Standort in der [[Schwarzstraße]] gegenüber vom [[Hotel Österreichischer Hof]]: Rudolf Haitzinger erhielt die Konzession für ''Automobilfiaker'' (auch ''Autodroschke'' genannt) [[1909]].
 
Und das erste Taxiunternehmen hatte seinen Standort in der [[Schwarzstraße]] gegenüber vom [[Hotel Österreichischer Hof]]: Rudolf Haitzinger erhielt die Konzession für ''Automobilfiaker'' (auch ''Autodroschke'' genannt) [[1909]].
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===Salzburgs Verkehr in der Zwischenkriegszeit===
 
===Salzburgs Verkehr in der Zwischenkriegszeit===
*[[1922]] gab es im Land Salzburg 162 Pkw, 126 Lkw und 117 Motorräder.
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* [[1922]] gab es im Land Salzburg 162 Pkw, 126 Lkw und 117 Motorräder.
*[[1929]] waren es 926 Pkw, 361 Lkw und 1&nbsp;342 Motorräder.
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* [[1929]] waren es 926 Pkw, 361 Lkw und 1&nbsp;342 Motorräder.
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Noch immer war das Autofahren den Wohlhabenden aufgrund der hohen Kosten vorbehalten. So kostete ein neuer Steyr 100 in den [[1930er]]-Jahren rund öS 6.000.-- - bei einem durchschnittlichen Monatslohn von öS 300.-- bis öS 350.-- (eines Baufacharbeiters hier als Beispiel). Für ein 1&nbsp;500 cm³ Auto kostete die Versicherung jährlich öS 260.--, der Liter Benzin kam auf 64 Groschen.  
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Noch immer war das Autofahren den Wohlhabenden aufgrund der hohen Kosten vorbehalten. So kostete ein neuer [[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100]] in den [[1930er]]-Jahren rund [[öS]] 6.000.-- - bei einem durchschnittlichen Monatslohn von öS 300.-- bis öS 350.-- (eines Baufacharbeiters hier als Beispiel). Für ein 1&nbsp;500 cm³ Auto kostete die Versicherung jährlich öS 260.--, der Liter Benzin kam auf 64 Groschen.  
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Auch wurde [[Mautstraßen|Maut]] auf vielen Straßen verlangt. Selbst die Fahrt mit einem der 1935 täglich fünf Mal verkehrenden Autozügen zwischen [[Böckstein]] und [[Mallnitz]] im [[Tauerntunnel (Bahn)|Tauerntunnel]] kostete für den PKW öS 28.--, für einen Bus gar öS 200.-- (allerdings inklusive der Fahrgäste).
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Auch wurde [[Mautstraßen|Maut]] auf vielen Straßen verlangt. Selbst die Fahrt mit einem der [[1935]] täglich fünf Mal verkehrenden Autozügen zwischen [[Böckstein]] und [[Mallnitz]] im [[Tauerntunnel (Bahn)|Tauerntunnel]] kostete für den Pkw öS 28.--, für einen Bus gar öS 200.-- (allerdings inklusive der Fahrgäste).
    
[[1927]] fuhren zum ersten Mal Autobusse in der Stadt Salzburg als öffentliche Verkehrsmittel.
 
[[1927]] fuhren zum ersten Mal Autobusse in der Stadt Salzburg als öffentliche Verkehrsmittel.
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===Links oder Rechts===
 
===Links oder Rechts===
''Hauptartikel: [[Rechtsfahrgebot]]''
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''Hauptartikel [[Rechtsfahrgebot]]
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Unter der k+k Monarchie fuhr man links. Die Republik Österreich übernahm dies mit Ausnahme von Vorarlberg, wo man stets rechts gefahren war.  
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Unter der [[Habsburgermonarchie|k+k Monarchie]] fuhr man links. Die [[Republik Österreich]] übernahm dies mit Ausnahme von [[Vorarlberg]], wo man stets rechts gefahren war.  
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Nun fuhr man aber vor dem Zweiten Weltkrieg in Italien und in Deutschland rechts. Daher galt ab [[1930]] in Nordtirol Rechtsfahren. Nun stellte man im selben Jahr im [[Pinzgau]] ab April auch auf rechts um: In Lend mussten die Kraftfahrer vom [[Pongau]] kommend von links auf rechts wechseln. Ein eigener Posten des Landesbauamtes wurde dann sogar ab [[1936]] während der Sommermonate aufgestellt, der Reisende auf diesen Wechsel aufmerksam machte.
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Nun fuhr man aber vor dem [[Zweiten Weltkrieg]] in [[Italien]] und in Deutschland rechts. Daher galt ab [[1930]] in [[Nordtirol]] Rechtsfahren. Nun stellte man im selben Jahr im [[Pinzgau]] ab April auch auf rechts um: In [[Lend]] mussten die Kraftfahrer vom [[Pongau]] kommend von links auf rechts wechseln. Ein eigener Posten des Landesbauamtes wurde dann sogar ab [[1936]] während der Sommermonate aufgestellt, der Reisende auf diesen Wechsel aufmerksam machte.
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Kärnten und Osttirol stellte [[1935]] auf das Rechtsfahren um - am [[Katschberg]] hieß es für die vom Norden Kommenden - Fahrbahn wechseln! Was aber zur damaligen Zeit nicht wirklich zu Problemen führte, denn fast jedes europäische Land hatte seine eigene "Fahrbahnseite"...
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Kärnten und Osttirol stellte [[1935]] auf das Rechtsfahren um - auf dem [[Katschberg]] hieß es für die vom Norden Kommenden - Fahrbahn wechseln! Was aber zur damaligen Zeit nicht wirklich zu Problemen führte, denn fast jedes europäische Land hatte seine eigene "Fahrbahnseite"...
    
==Stadt Salzburg==
 
==Stadt Salzburg==
 
===Festspielverkehr===
 
===Festspielverkehr===
Die Probleme waren [[1927]] dieselben bei Festspielvorfahrten wie [[2007]]:  Zur Premiere von "Ein Sommernachtstraum" drängten 144 Pkws und 22 Kutschen in die [[Hofstallgasse]]. [[1937]] erfolgte die Festspielauffahrt über den [[Rudolfskai]], [[Mozartplatz|Mozart-]] und [[Residenzplatz]], [[Churfürststraße]], [[Ritzerbogen]], [[Universitätsplatz]],  [[Sigmundsplatz]] und [[Bürgerspitalgasse]] durch das [[Gstättentor]] in die Hofstallgasse - der [[Griesgasse#Der Griesgassen-Durchbruch|Griesgassen-Durchbruch]] existierte damals noch nicht.
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Die Probleme waren [[1927]] dieselben bei [[Festspielauffahrt]]en wie [[2007]]:  Zur Premiere von "Ein Sommernachtstraum" drängten 144 Pkw und 22 Kutschen in die [[Hofstallgasse]]. [[1937]] erfolgte die Festspielauffahrt über den [[Rudolfskai]], [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozart]]- und [[Residenzplatz]], [[Churfürststraße]], [[Ritzerbogen]], [[Universitätsplatz]],  [[Sigmundsplatz]] und [[Bürgerspitalgasse]] durch das [[Gstättentor]] in die Hofstallgasse - der [[Griesgassen-Durchbruch]] existierte damals noch nicht.
    
===Nach dem Zweiten Weltkrieg===
 
===Nach dem Zweiten Weltkrieg===
Die [[Bundespolizeidirektion Salzburg]] hat im Jahr [[1946]] im Gebiet der Landeshauptstadt 431 Verkehrsunfälle, davon 34 mit tödlichem Ausgang, aufgenommen. In die Unfälle waren auch zahlreiche US-Soldaten verwickelt.
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Die [[Bundespolizeidirektion Salzburg]] hatte im Jahr [[1946]] im Gebiet der Landeshauptstadt 431 Verkehrsunfälle, davon 34 mit tödlichem Ausgang, aufgenommen. In die Unfälle waren auch zahlreiche US-Soldaten verwickelt.
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Am [[1. November]] [[1947]] sind im Land Salzburg 4414 Motorräder, 2167 Personenautos, 1701 Lastkraftwagen, 453 Zugmaschinen, 375 Anhänger, 145 Spezialfahrzeuge und 284 nicht fahrbereite Fahrzeuge gemeldet.
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Am [[1. November]] [[1947]] waren im Land Salzburg 4&nbsp;414 Motorräder, 2&nbsp;167 Personenautos, 1&nbsp;701 Lastkraftwagen, 453 Zugmaschinen, 375 Anhänger, 145 Spezialfahrzeuge und 284 nicht fahrbereite Fahrzeuge gemeldet.
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[[1949]] gab es in der Stadt Salzburg 955 Verkehrsunfälle (1948: 576), davon 29 tödliche (1948: 17). 130 Personen wurden schwer und 374 leicht verletzt (1948: 81 bzw. 257). Am [[7. August]] eröffnete die Esso-Standard-Company in der Stadt Salzburg am [[Dr.-Franz-Rehrl-Platz]] ihre erste Auto-Service-Station nach amerikanischem Muster in Österreich. Hier konnten Autos nicht nur betankt, sondern auch gewaschen und repariert werden.
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[[1949]] gab es in der Stadt Salzburg 955 Verkehrsunfälle (1948: 576), davon 29 tödliche (1948: 17). 130 Personen wurden schwer und 374 leicht verletzt (1948: 81 bzw. 257). Am [[7. August]] eröffnete die Esso-Standard-Company in der Stadt Salzburg am [[Dr.-Franz-Rehrl-Platz]] ihre erste Auto-Service-Station nach amerikanischem Muster in Österreich, die [[Esso Tankstelle "Festspielstadt Salzburg"]]. Hier konnten Autos nicht nur betankt, sondern auch gewaschen und repariert werden.
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Am [[22. Juli]] [[1950]] begann der Österreichische Wachdienst mit der Bewachung von Parkplätzen in der Stadt Salzburg:  am [[Franz-Josef-Kai]] gilt Pflichtbewachung, am [[Giselakai]], in der [[Griesgasse]], am [[Sigmundsplatz]], [[Max-Reinhardt-Platz]], [[Residenzplatz]], [[Kapitelplatz]] und in der [[Hofstallgasse]] wird die Bewachung auf Wunsch durchgeführt - Preis pro Stunde: Motorräder 50 Groschen, Beiwagenmaschinen einen Schilling und Autos 1,50 Schilling.
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Am [[22. Juli]] [[1950]] begann der Österreichische Wachdienst mit der Bewachung von Parkplätzen in der Stadt Salzburg:  am [[Franz-Josef-Kai]] galt Pflichtbewachung, am [[Giselakai]], in der [[Griesgasse]], am [[Sigmundsplatz]], [[Max-Reinhardt-Platz]], [[Residenzplatz]], [[Kapitelplatz]] und in der [[Hofstallgasse]] wurde die Bewachung auf Wunsch durchgeführt - Preis pro Stunde: Motorräder 50 Groschen, Beiwagenmaschinen einen Schilling und Autos 1,50 Schilling.
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[[1951]] hatten sich im Salzburger Stadtgebiet 1411 Verkehrsunfälle mit 527 Leichtverletzten, 160 Schwerverletzten und 21 Toten ereignet. An diesen Verkehrsunfällen waren 315 Fahrzeuge der Besatzungsmacht beteiligt.
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[[1951]] hatten sich im Salzburger Stadtgebiet 1&nbsp;411 Verkehrsunfälle mit 527 Leichtverletzten, 160 Schwerverletzten und 21 Toten ereignet. An diesen Verkehrsunfällen waren 315 Fahrzeuge der Besatzungsmacht beteiligt.
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Am [[16. Juli]] [[1952]] wurde der [[Residenzplatz]] autofrei. Als Ersatz für die weggefallenen Parkplätze dienen der [[Kapitelplatz|Kapitel-]], der [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] sowie die Straßen um die [[Gewerbeschule Salzburg|Gewerbeschule]].
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Am [[16. Juli]] [[1952]] wurde der [[Residenzplatz]] autofrei. Als Ersatz für die weggefallenen Parkplätze dienten der [[Kapitelplatz|Kapitel]]-, der [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] sowie die Straßen um die [[Gewerbeschule Salzburg|Gewerbeschule]].
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Am [[2. März]] [[1954]] fand eine Verkehrsenquete in der Stadt Salzburg statt. Die von Landesrat [[Florian Groll]] ([[Verband der Unabhängigen|VdU]]) geforderte Schaffung eines „heiligen Tempelbezirkes“, das heißt die Freihaltung der [[Altstadt]] vom Verkehr, stieß auf heftige Ablehnung durch Vertreter der Wirtschaft. Parkverbote für den [[Alter Markt|Alten Markt]] und den [[Kapitelplatz]] seien wirtschaftsschädigend. Die [[Wirtschaftskammer Salzburg|Handelskammer]] forderte die Schaffung einer kleinen Grünzone um den [[Residenzbrunnen]] und die Öffnung des Residenzplatzes für den Verkehr. Der Bau einer Autostraße von der [[Staatsbrücke]] entlang des Kais nach [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] wurde von den Vertretern der Stadt abgelehnt. Einig waren sich die Teilnehmer der Enquete über die Notwendigkeit des Baues einer Entlastungsstraße von [[Maxglan]] in den Süden der Stadt. Der Vorschlag, den Durchzugsverkehr für Fahrzeuge über 1,5 Tonnen in der Altstadt zu untersagen, wurde vertagt.
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Am [[2. März]] [[1954]] fand eine Verkehrsenquete in der Stadt Salzburg statt. Die von Landesrat [[Florian Groll]] ([[Verband der Unabhängigen|VdU]]) geforderte Schaffung eines „heiligen Tempelbezirkes“, das heißt die Freihaltung der [[Altstadt]] vom Verkehr, stieß auf heftige Ablehnung durch Vertreter der Wirtschaft. Parkverbote für den [[Alter Markt|Alten Markt]] und den Kapitelplatz seien wirtschaftsschädigend. Die [[Handelskammer Salzburg|Handelskammer]] forderte die Schaffung einer kleinen Grünzone um den [[Residenzbrunnen]] und die Öffnung des Residenzplatzes für den Verkehr. Der Bau einer Autostraße von der [[Staatsbrücke]] entlang des Kais nach [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] wurde von den Vertretern der Stadt abgelehnt. Einig waren sich die Teilnehmer der Enquete über die Notwendigkeit des Baues einer Entlastungsstraße von [[Maxglan]] in den Süden der Stadt. Der Vorschlag, den Durchzugsverkehr für Fahrzeuge über 1,5 Tonnen in der Altstadt zu untersagen, wurde vertagt.
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All diese zur Verschönerung der Innenstadt beitragenden Maßnahmen brachten auch die erste Busregelung mit sich. [[1955]] wurde auf dem Areal des 1954 aufgelassenen [[Nonntaler Lokalbahnhof]]s in der [[Erzabt-Klotz-Straße]] ein [[Busterminals|Busterminal]] eingerichtet. Zwar durfte Busfahrer ihre Fahrgäste noch am Kapitelplatz aussteigen lassen, wurden aber anschließend von einem Lotsendienst - der Pfadfinder, auf Fahrrädern! - zum Parkplatz nach [[Nonntal]] gelotst.  
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All diese zur Verschönerung der Innenstadt beitragenden Maßnahmen brachten auch die erste Busregelung mit sich. [[1955]] wurde auf dem Areal des 1954 aufgelassenen [[Nonntaler Lokalbahnhof]]s an der [[Erzabt-Klotz-Straße]] ein [[Busterminals|Busterminal]] eingerichtet. Zwar durfte Busfahrer ihre Fahrgäste noch am Kapitelplatz aussteigen lassen, wurden aber anschließend von einem Lotsendienst - der Pfadfinder, auf Fahrrädern! - zum Parkplatz nach [[Nonntal]] gelotst.  
    
===Verkehrsampeln in der Stadt Salzburg===
 
===Verkehrsampeln in der Stadt Salzburg===
Am [[14. Juli]] [[1950]] wurden die ersten Verkehrssignalanlagen an den beiden [[Staatsbrücke]]nköpfen in Betrieb genommen. Es folgten weitere Ampeln an den Kreuzungen [[Mirabellplatz]]-[[Paris-Lodron-Straße]], [[Rudolfskai]]-[[Michaelstor]], [[Elisabethstraße]]-[[St.-Julien-Straße]], [[Rainerstraße]]-[[Nelböck-Viadukt]]. Die Ampeln mussten von der Polizei händisch bedient werden. Am [[12. Juli]] [[1955]] wurde die neue Verkehrsampel an der Theaterkreuzung in der [[Neustadt]] von Salzburg von Vizebürgermeister [[Hans Donnenberg]] und Ing. [[Ludwig Zehetner]] vom Maschinenamt in Betrieb genommen.<ref>Theaterkreuzung in grün-gelb-rotem Licht, Salzburger Volkszeitung, 13. Juli 1955, Seite 5</ref> Von der Polizei musste die Anlage noch per Hand bedient werden; es hatten aber nun schon neun Kreuzungen in Salzburg Lichtsignalanlagen;
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Am [[14. Juli]] [[1950]] wurden die ersten Verkehrssignalanlagen an den beiden [[Staatsbrücke]]nköpfen in Betrieb genommen. Es folgten weitere Ampeln an den Kreuzungen [[Mirabellplatz]]-[[Paris-Lodron-Straße]], [[Rudolfskai]]-[[Michaelstor]], [[Elisabethstraße]]-[[St.-Julien-Straße]], [[Rainerstraße]]-[[Nelböck-Viadukt]]. Die Ampeln mussten von der Polizei händisch bedient werden. Am [[12. Juli]] [[1955]] wurde die neue Verkehrsampel an der Theaterkreuzung in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] von Salzburg von [[Vizebürgermeister]] [[Hans Donnenberg]] und Ing. [[Ludwig Zehetner]] vom Maschinenamt in Betrieb genommen.<ref>''Theaterkreuzung in grün-gelb-rotem Licht'', [[Salzburger Volkszeitung]], 13. Juli 1955, Seite 5</ref> Von der Polizei musste die Anlage noch per Hand bedient werden; es hatten aber nun schon neun Kreuzungen in Salzburg Lichtsignalanlagen;
    
== Wichtige Maßnahmen in der Chronologie ==
 
== Wichtige Maßnahmen in der Chronologie ==