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| | === 1958: 1. Großer Preis von Österreich === | | === 1958: 1. Großer Preis von Österreich === |
| − | [[1958]] wurde das Rennen erstmals als "[[Großer Preis von Österreich|Großen Preis von Österreich]]" ausgetragen und es fanden sich mehr als 50 000 Zuschauer auf dem Autobahnabschnitt bei Liefering ein, darunter auch der bayrische Politiker [[Franz Josef Strauß]] aus Bayern. Es begannen die Rennen mit internationalen Stars, wie zum Beispiel Geoff Duke, [[Mike Hailwood]] oder [[Luigi Taveri]]. | + | [[1958]] wurde das Rennen erstmals als "[[Großer Preis von Österreich|Großen Preis von Österreich]]" ausgetragen und es fanden sich mehr als 50 000 Zuschauer auf dem Autobahnabschnitt bei Liefering ein, darunter auch der deutsche Bundesminister der Verteidigung [[Franz Josef Strauß]] aus Bayern. Es begannen die Rennen mit internationalen Stars, wie zum Beispiel Geoffrey Duke, [[Mike Hailwood]] oder [[Luigi Taveri]]. |
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| − | Carlo Ubbiali triumphierte in der 125- und 250-cm³-Klasse, der aus Südafrika stammende Paddy Driver gewann die 350-cm³-Klasse und der deutsche Ernst Hiller die 500-cm³-Klasse. Bei den Beiwagen blieben diesmal Schneider - Strauss siegreich; schnellste Runde fuhr John Hempleman in der 500-cm³-Klasse mit 124,05 km/h; | + | Carlo Ubbiali triumphierte in der 125- und 250-cm³-Klasse, der aus Südafrika stammende Paddy Driver gewann die 350-cm³-Klasse und der deutsche Ernst Hiller die 500-cm³-Klasse. Bei den Beiwagen blieben diesmal Schneider-Strauss siegreich; die schnellste Runde fuhr John Hempleman in der 500-cm³-Klasse auf Norton mit 124,05 km/h; |
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| | Die Sieger: | | Die Sieger: |
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| | === 1959 === | | === 1959 === |
| − | Im Vorfeld der Veranstaltung kursierten Gerüchte, dass an einen offiziellen Start der Werksmannschaft von MV Agusta (Italien) in Salzburg nicht zu denken sei. Denn MV Agusta schickte dieses Jahr offiziell ihre Fahrer nur zu Weltmeisterschaftsläufen. Aber der Veranstalter hatte die beiden Weltmeister Carlo Ubiali ([[ITA]]) , der wie im Vorjahr mit einer vom Werk geliehenen Maschinen kam, und John Surtees ([[GBR]]), der mit zwei Norton kam (350 und 500 cm³), privat eingeladen. Auch Surtess' Werkskollege | + | Im Vorfeld der Veranstaltung kursierten Gerüchte, dass an einen offiziellen Start der Werksmannschaft von MV Agusta (Italien) in Salzburg nicht zu denken sei. Denn MV Agusta schickte dieses Jahr offiziell ihre Fahrer nur zu Weltmeisterschaftsläufen. Aber der Veranstalter hatte die beiden Weltmeister Carlo Ubiali ([[ITA]]) , der wie im Vorjahr mit einer vom Werk geliehenen Maschinen kam, und John Surtees ([[GBR]]), der mit zwei Norton kam (350 und 500 cm³), privat eingeladen. Auch Surtess' Werkskollege John Hartle (GBR) wollte zunächst mit einer Norton kommen, ebenso so der Weltmeister Geoffry Duke plante mit seiner Norton 350 und einer weiteren Viertellitermaschine, deren Namen noch nicht feststand, nach Salzburg zu kommen.<ref>{{Quelle SN|17. März 1959}}</ref> |
| − | John Hartle (GBR) wollte zunächst mit einer Norton kommen, ebenso so der Weltmeister Geoffry Duke plante mit seiner Norton 350 und einer weiteren Viertellitermaschine, deren Namen noch nicht feststand, nach Salzburg zu kommen.<ref>{{Quelle SN|17. März 1959}}</ref> | |
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| | Der ''[[Salzburger Schnürlregen]]'' machte dann leider dem Veranstalter [[ARBÖ]] einen großen Strich durch die Rechnung - nur rund 20 000 Besucher erlebten spannende Rennen von rund 80 Rennfahrern aus 14 Ländern. In der Klasse bis 500 cm³ gab es ein spannendes Verfolgungsrennen, das der Engländer John Hartle auf der einzigen in Salzburg an den Start gegangene Vierzylinder-MV-Agusta für sich entschied. John Hartle fuhr in diesem Rennen auch mit 115,3 km/h die schnellste Regenrennenrunde, die bisher auf dem Kurs in Liefering gefahren wurde. Der in Führung gelegene BMW-Star Dickie Dale (GBR) musste in der zehnten Runde infolge eines Motorschadens aufgeben. | | Der ''[[Salzburger Schnürlregen]]'' machte dann leider dem Veranstalter [[ARBÖ]] einen großen Strich durch die Rechnung - nur rund 20 000 Besucher erlebten spannende Rennen von rund 80 Rennfahrern aus 14 Ländern. In der Klasse bis 500 cm³ gab es ein spannendes Verfolgungsrennen, das der Engländer John Hartle auf der einzigen in Salzburg an den Start gegangene Vierzylinder-MV-Agusta für sich entschied. John Hartle fuhr in diesem Rennen auch mit 115,3 km/h die schnellste Regenrennenrunde, die bisher auf dem Kurs in Liefering gefahren wurde. Der in Führung gelegene BMW-Star Dickie Dale (GBR) musste in der zehnten Runde infolge eines Motorschadens aufgeben. |
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| | ==== Moped-Rennen mit Sieger KTM Mopedfahrrad ==== | | ==== Moped-Rennen mit Sieger KTM Mopedfahrrad ==== |
| − | Am Vortag des Rennens fand ein nationales Moped-Rennen auf verkürzter Strecke von 2,5 Kilometer Länge statt, die scherzhaft "''Rund um das Fahrerlager'' genannt wurde. 26 Fahrer traten mit ihren 50-cm³-Maschinen zum vier-Runden-Rennen an, von denen 16 ins Ziel kamen. Ein besonderer Gag in diesem Rennen war aber, dass nicht etwa Puch das Siegerfabrikat stellte, sondern KTM mit seinem für die Schweiz hergestellten Motorfahrrad (Fahrer Hans Walch aus Salzburg. Durchschnittsgeschwindigkeit 77,92 km/h). Es war ebenso wie das KTM Ponny Rollerchen, das mit Trunkenpolz jun. aus [[Mattighofen]] auf den dritten Platz einlief, sehr liebevoll und wie man sah mit ebenso viel Können von [[Erwin Lechner]] hergerichtet wurde. Am zweiten Platz landete Walter Laurer aus Wien auf [[HMW]]. Vierter wurde der Salzburger Walter Eisenmann auf HMW, fünfter Horst Frühwirt, Salzburg, auf Puch. Die schnellste Runde fuhr Walch auf KTM in 1:48,9 (84,30 km/h). | + | Am Vortag des Rennens fand ein nationales Moped-Rennen auf verkürzter Strecke von 2,5 Kilometer Länge statt, die scherzhaft ''Rund um das Fahrerlager'' genannt wurde. 26 Fahrer traten mit ihren 50-cm³-Maschinen zum vier-Runden-Rennen an, von denen 16 ins Ziel kamen. Ein besonderer Gag in diesem Rennen war aber, dass nicht etwa Puch das Siegerfabrikat stellte, sondern KTM mit seinem für die Schweiz hergestellten Motorfahrrad (Fahrer Hans Walch aus Salzburg. Durchschnittsgeschwindigkeit 77,92 km/h). Es war ebenso wie das KTM Ponny Rollerchen, das mit Trunkenpolz jun. aus [[Mattighofen]] auf den dritten Platz einlief, sehr liebevoll und wie man sah mit ebenso viel Können von [[Erwin Lechner]] hergerichtet wurde. Am zweiten Platz landete Walter Laurer aus Wien auf [[HMW]]. Vierter wurde der Salzburger Walter Eisenmann auf HMW, Fünfter Horst Frühwirt, Salzburg, auf Puch. Die schnellste Runde fuhr Walch auf KTM in 1:48,9 (84,30 km/h). |
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