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[[Datei:Schloss_Moosham03.jpg|thumb|Der Zugang in das Schloss über den Wehrgraben und die einstige Zugbrücke]]
 
[[Datei:Schloss_Moosham03.jpg|thumb|Der Zugang in das Schloss über den Wehrgraben und die einstige Zugbrücke]]
 
[[Datei:Schloss Moosham Schreibstube 1937.jpg|thumb|Bild rechts unten ist eine Aufnahme der Schreibstube aus dem Jahr 1937.]]
 
[[Datei:Schloss Moosham Schreibstube 1937.jpg|thumb|Bild rechts unten ist eine Aufnahme der Schreibstube aus dem Jahr 1937.]]
Auf einem Vorsprung des [[Mitterberg (Lungau)|Mitterberg]]es hoch über dem [[Murtal]] liegt das '''Schloss Moosham''' im Gebiet der [[Lungau]]er Gemeinde [[Unternberg]]. Das Schloss zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Unternberg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde. Ursprünglich bestand die Burganlage aus einer oberen und einer unteren Burg.
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Auf einem Vorsprung des [[Mitterberg (Lungau)|Mitterberg]]es hoch über dem [[Murtal]] liegt das '''Schloss Moosham''' im Gebiet der [[Lungau]]er Gemeinde [[Unternberg]]. Das Schloss zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Unternberg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.  
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Das Schloss Moosham (früher auch Schloss Moosheim) ging aus einem "befestigten Wohngebäude" (untere Burg) also einer kleinen mittelalterlichen Burg hervor. Verschiedene Steine, die beim Burgbau verwendet wurdne, stammen von einer nächstgelegenen Siedlung der [[Römer]]zeit, wie Funde beweisen. Erstmalige Erwähnung der Örtlichkeit war im Jahr [[1191]]. Dabei ging es um den Tausch eines Ackers, der damals wie das gesamte Gebiet dem Kloster Millstatt in [[Kärnten]] gehörte, mit dem [[Benediktinerstift Admont]] im [[Ennstal]]. [[1212]] war ''Otto von Moosheim'' Zeuge einer Schenkung. Konrad von Pfarr ([[Mariapfarr]]) schenkte darin etwas dem Kloster [[Gurk]].<ref name="ZaisSchl">[[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''Burgen und Schlösser in Salzburg - Pongau, Pinzgau, Lungau'', Birken-Verlag Wien 1978, ISBN 3-85030-037-4</ref>
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Ursprünglich bestand die Burganlage aus einer oberen und einer unteren Burg. Das Schloss Moosham (früher auch Schloss Moosheim) ging aus einem "befestigten Wohngebäude" (untere Burg), also einer kleinen [[mittelalter]]lichen Burg hervor. Verschiedene Steine, die beim Burgbau verwendet wurden, stammen von einer nächstgelegenen Siedlung der [[Römer]]zeit, wie Funde beweisen. Erstmalige Erwähnung der Örtlichkeit war im Jahr [[1191]]. Dabei ging es um den Tausch eines Ackers, der damals wie das gesamte Gebiet, dem Kloster Millstatt in [[Kärnten]] gehörte, mit dem [[Benediktinerstift Admont]] im [[Ennstal]]. [[1212]] war ''Otto von Moosheim'' Zeuge einer Schenkung. Konrad von Pfarr ([[Mariapfarr]]) schenkte darin etwas dem Kloster [[Gurk]].<ref name="ZaisSchl">[[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''Burgen und Schlösser in Salzburg - Pongau, Pinzgau, Lungau'', Birken-Verlag Wien 1978, ISBN 3-85030-037-4</ref>
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Die Burg selbst ist erst im Jahr [[1256]] urkundlich belegbar. Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]], ein treuer Anhänger von Rudolf von Habsburg, rückte [[1281]] vor die Burg und zwang den übermütigen Vasallen Otto von Saurau zur Unterwerfung. Der Schlossherr dieser Burg erhob sich aber bald erneut gegen seinen Landesherren, nun gegen Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]], und fügte ihm in einer Fehde großen Schaden zu. Otto von Saurau hatte sich als Vogt Übergriffe über Güter des [[Domkapitel]]s und von [[Admont]] erlaubt. <ref name="ZaisSchl"></ref> [[1285]] verlor er wegen seines Treuebruches aber alle Güter samt der Stammburg.
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Die Burg selbst ist erst im Jahr [[1256]] urkundlich belegbar. Erzbischof [[Friedrich II. von Walchen]], ein treuer Anhänger von Rudolf von [[Habsburger|Habsburg]], rückte [[1281]] vor die Burg und zwang den übermütigen Vasallen Otto von Saurau zur Unterwerfung. Der Schlossherr dieser Burg erhob sich aber bald erneut gegen seinen Landesherren, nun gegen Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]], und fügte ihm in einer Fehde großen Schaden zu. [[1285]] verlor er wegen seines Treuebruches aber alle Güter samt der Stammburg. Otto von Saurau hatte sich als Vogt Übergriffe über Güter des [[Domkapitel]]s und von [[Admont]] erlaubt. <ref name="ZaisSchl"></ref>
Im frühen [[Mittelalter]] schon tauchte schon das Rittergeschlecht der Mooshamer (auch Mooshaimer) auf. Horst von Mosshaim wurde, nachdem das Schloss Otto von Saurau entrissen worden war, neuer Schlossherr.
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Schon im frühen Mittelalter tauchte das Rittergeschlecht der Mooshamer (auch Mooshaimer) auf. Horst von Mosshaim wurde, nachdem das Schloss Otto von Saurau entrissen worden war, neuer Schlossherr.  
Ab dem [[14. Jahrhundert]] wurde in Moosham auch die Landpflege, also die Rechtssprechung ausgeübt. [[1520]] wurde das landesherrliche [[Pflegegericht]] von [[Mauterndorf]] nach Moosham verlegt.  Die [[Salzburger Erzbischöfe]] haben auf diesen hohen und sehr wichtigen und verantwortungsvollen Posten stets Tüchtige und ihnen gut bekannte Menschen gestellt. Zum Beispiel waren das die [[Kuenburger]], die Tannhauser, die Keutschacher und auch die [[Grimminger]].
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Im Krieg gegen die Ungarn wechselten um [[1480]] die Eigentümer des Schlosses, weiters auch [[1526]] während des [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkrieges]] im [[Fürsterzbistum|Salzburger Land]].
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Ab dem [[14. Jahrhundert]] wurde in Moosham auch die Landpflege, also die Rechtssprechung, ausgeübt. [[1520]] wurde das landesherrliche [[Pflegegericht]] von [[Mauterndorf]] nach Moosham verlegt. Die [[Salzburger Erzbischöfe]] hatten auf diesen hohen, sehr wichtigen und verantwortungsvollen Posten stets Tüchtige und ihnen gut bekannte Menschen gestellt. Zum Beispiel waren das die [[Kuenburger]], die Tannhauser, die Keutschacher und auch die [[Grimminger]].
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In der Zeit der Bauernunruhen wurde Schloss Moosham kurzzeitig von aufrührerischen Bauern besetzt. 1526 vertrieb sie der Feldhauptmann Franz Tannhauser, der aus einer Lungauer Familie stammte, die auch öfters Richter in Moosham stellte, wieder. Um [[1680]] war Moosham auch ein Schauplatz der landesweiten schrecklichen [[Hexenprozesse]].
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Im Krieg gegen die Ungarn wechselten um [[1480]] die Eigentümer des Schlosses, weiters auch [[1526]] während des [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkrieges]] im [[Fürsterzbistum|Salzburger Land]]. In der Zeit der Bauernunruhen wurde Schloss Moosham kurzzeitig von aufrührerischen Bauern besetzt. 1526 vertrieb sie der Feldhauptmann Franz Tannhauser, der aus einer Lungauer Familie stammte, die auch öfters Richter in Moosham stellte, wieder. Um [[1680]] war Moosham auch ein Schauplatz der landesweiten schrecklichen [[Hexenprozesse]].
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Zwischen [[1517]] und [[1577]] wurde das Schloss erneut umgebaut, der spätgotische Ausbau der Burg fand aber bereits unter dem Salzburger Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] statt. So wurde die Burg zu einem Sommersitz der Fürsterzbischöfe.
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Zwischen [[1517]] und [[1577]] wurde das Schloss erneut umgebaut, der [[Gotik|spätgotische]] Ausbau der Burg fand aber bereits unter dem Salzburger Fürsterzbischof [[Leonhard von Keutschach]] statt. So wurde die Burg zu einem Sommersitz der Fürsterzbischöfe.
    
Vom [[25. Oktober|25.]] bis [[27. Oktober]] des Jahres [[1611]] übernachtete hier der unglückliche Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] auf seiner Flucht nach [[Kärnten]], von wo er gefangen heimkehrte.
 
Vom [[25. Oktober|25.]] bis [[27. Oktober]] des Jahres [[1611]] übernachtete hier der unglückliche Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]] auf seiner Flucht nach [[Kärnten]], von wo er gefangen heimkehrte.
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[[1790]] war das Teilungsjahr der landesherrlichen Pflege, die nach [[Tamsweg]] und [[St. Michael im Lungau]] verlegt wurde. Ab diesem Zeitpunkt begann auch der langsame Verfall von Moosham, vor allem der unteren Burg.
 
[[1790]] war das Teilungsjahr der landesherrlichen Pflege, die nach [[Tamsweg]] und [[St. Michael im Lungau]] verlegt wurde. Ab diesem Zeitpunkt begann auch der langsame Verfall von Moosham, vor allem der unteren Burg.
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1858 war der Gewerke Franz Neuper Schlosseigentümer, 1886 Hermann Ritter Wurmb von Niedermünster. Moosham war schon halb zur Ruine geworden, als [[1892]] ein Freund der Kunst und Forschung, der Graf Johann Nepomuk Wilczek ("Hans Wilczek"), den Ansitz kaufte, mit den Erneuerungsarbeiten begann und ihm die heutige Form gab. Der ehemalige Palas wurde um 1900 dabei zu einem "Bergfried" ausgebaut und um zwei Stockwerke erhöht. Moosham blieb bis heute im Besitz der Familie [[Wilczek]]. Den [[Zweiten Weltkrieg]] hatte Moosham gut überstanden und ist nun eines der schönsten Schlösser im Lungau.
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[[1858]] war der [[Gewerke]] Franz Neuper Schlosseigentümer, [[1886]] Hermann Ritter Wurmb von Niedermünster. Moosham war schon halb zur Ruine geworden, als [[1892]] ein Freund der Kunst und Forschung, der Graf Johann Nepomuk [[Wilczek]] ("Hans Wilczek"), den Ansitz kaufte, mit den Erneuerungsarbeiten begann und ihm die heutige Form gab. Der ehemalige Palas wurde um 1900 dabei zu einem "Bergfried" ausgebaut und um zwei Stockwerke erhöht. Moosham blieb bis heute im Besitz der Familie Wilczek. Den [[Zweiten Weltkrieg]] hatte Moosham gut überstanden und ist nun eines der schönsten Schlösser im Lungau.
 
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==Die Burgkapelle==
 
==Die Burgkapelle==
Die Kapelle ist den heiligen Aposteln geweiht. Die ehemals netzgerippte Kapelle wurde später barockisiert. Sie besitzt wertvolle Wandmalereien von [[Gregor Lederwasch IV.]] (um [[1790]]). Die Chorfenster zeigen alte gotische Glasgemälde. Bemerkenswert ist auch der spätgotische Flügelaltar, der im Schrein die Marienkrönung zeigt. Das Außenrelief links zeigt die Anbetung des Jesuskindes durch König Balthasar, rechts jene der beiden anderen Könige. Die Kapelle besitzt auch verschiedene gotische Skulpturen. Das Kirchengestühl ist mit einer Akanthusschnitzerei verziert.
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Die Kapelle ist den heiligen Aposteln geweiht. Die ehemals netzgerippte Kapelle wurde später [[barock]]isiert. Sie besitzt wertvolle Wandmalereien von [[Gregor Lederwasch IV.]] (um [[1790]]). Die Chorfenster zeigen alte gotische Glasgemälde. Bemerkenswert ist auch der spätgotische Flügelaltar, der im Schrein die Marienkrönung zeigt. Das Außenrelief links zeigt die Anbetung des Jesuskindes durch König Balthasar, rechts jene der beiden anderen Könige. Die Kapelle besitzt auch verschiedene gotische Skulpturen. Das Kirchengestühl ist mit einer Akanthusschnitzerei verziert.
    
==Das Volkskunde-Museum==
 
==Das Volkskunde-Museum==
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== Das Pfleggericht Moosham ==
 
== Das Pfleggericht Moosham ==
Die obere Burg war lange der Sitz eines Pflegers, der hier einen Wohn- und einen Amtsbereich besaß. Der Zugang zu diesem Burgteil führt über eine Brücke (einst Zugbrücke). Die Pfleger enstammten in der Regel bekannten Adelsgeschlechtern. Unter diesen Pflegern befinden sich etwa die bekannten Geschlechter, Keutschach, Kuenburg, aus denen auch berühmte Salzburger Erzbischöfe hervorgegangen, sowie die im Lungau sehr bekannten Adelsgeschlechter der Tannhauser, und der Grimming, Der letzte Pfleger von Moosham war Johann Wenzel von Helmreichen zu Brunfeld.
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Die obere Burg war lange der Sitz eines Pflegers, der hier einen Wohn- und einen Amtsbereich besaß. Der Zugang zu diesem Burgteil führt über eine Brücke (einst Zugbrücke). Die Pfleger entstammten in der Regel bekannten Adelsgeschlechtern. Unter diesen Pflegern befinden sich etwa die bekannten Geschlechter, Keutschach, Kuenburg, aus denen auch berühmte Salzburger Erzbischöfe hervorgegangen, sowie die im Lungau sehr bekannten Adelsgeschlechter der Tannhauser, und der Grimming, Der letzte Pfleger von Moosham war Johann Wenzel von Helmreichen zu Brunfeld.
Viele auch unschuldige Angeklagte mussten im Rahmen von Gerichtsprozessen auf Moosham die "hochnotpeinliche Befragung", also die Folter ertragen. Der Grund für die Anklage war unter [[Max Gandolf von Kuenburg|Max Gandolf Kuenburg]] im Rahmen der landesweiten Hexenprozsse oft auch Hexerei, verbunden mit Schadenzauber oder Teufelsbündnis. Gestanden die Angeklagten nicht, wurden sie gefoltert. Nach der Erpressung eines Geständnis und der Verurteilung rollte der Schinderkarren zur Hinrichtungsstätte am [[Passeggen]] bei [[Tamsweg]], wo der Scharfrichter mit dem Richtschwert wartete. Im Lungau waren bei den Hexenprozessen 13 männliche und 22 weibliche Opfer zu beklagen. Oft erfolgte auch die Vollstreckung des Todesurteiles durch das Fallbeil. Wenig häufig war damals die Todesstrafe durch das Hängen (vor allem bei groben Verstößen gegen die Militärordnung). Zauberer und Hexen wurden nach der Hinrichtung meist verbrannt. Im unteren Teil des Schlosses befindet sich der Gerichtssaal mit Folterwerkzeugen (oder deren Nachbauten).  
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Viele, auch unschuldige Angeklagte, mussten im Rahmen von Gerichtsprozessen auf Moosham die "hochnotpeinliche Befragung", also die Folter, ertragen. Der Grund für die Anklage war unter Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg|Max Gandolf Kuenburg]] im Rahmen der landesweiten Hexenprozsse oft auch Hexerei, verbunden mit Schadenzauber oder Teufelsbündnis. Gestanden die Angeklagten nicht, wurden sie gefoltert. Nach der Erpressung eines Geständnis und der Verurteilung rollte der Schinderkarren zur Hinrichtungsstätte am [[Passeggen]] bei [[Tamsweg]], wo der Scharfrichter mit dem Richtschwert wartete. Im Lungau waren bei den Hexenprozessen 13 männliche und 22 weibliche Opfer zu beklagen. Oft erfolgte auch die Vollstreckung des Todesurteils durch das Fallbeil. Wenig häufig war damals die Todesstrafe durch das Hängen (vor allem bei groben Verstößen gegen die Militärordnung). Zauberer und Hexen wurden nach der Hinrichtung meist verbrannt. Im unteren Teil des Schlosses befindet sich der Gerichtssaal mit Folterwerkzeugen (oder deren Nachbauten).  
    
Zwischen [[1715]] und [[1717]] rissen [[Wolf|Wölfe]] im Mooshamer Gerichtsbezirk auf den Weiden und in den Wäldern angeblich ungewöhnlich viel [[Wild]] und Vieh. Es gab zahlreiche Versuche, diese Wölfe zu jagen, doch die Wölfe wechselten mehrfach immer wieder großräumig ihr Jagdgebiet, die Jagd bleib ohne Ergebnis. Da geschah folgendes: Zwei jugendliche [[Bettler]], die im Verlies zu Moosham waren, gestanden unter der Folter, dass sie vom Teufel eine schwarze Salbe erhalten hätten, mit der sie sich beschmiert hätten und zu Werwölfen geworden waren. Das Urteil: Lebenslanger Dienst auf venezianischen Galeeren, ein sicherer aber jedoch sehr langsamer Tod.
 
Zwischen [[1715]] und [[1717]] rissen [[Wolf|Wölfe]] im Mooshamer Gerichtsbezirk auf den Weiden und in den Wäldern angeblich ungewöhnlich viel [[Wild]] und Vieh. Es gab zahlreiche Versuche, diese Wölfe zu jagen, doch die Wölfe wechselten mehrfach immer wieder großräumig ihr Jagdgebiet, die Jagd bleib ohne Ergebnis. Da geschah folgendes: Zwei jugendliche [[Bettler]], die im Verlies zu Moosham waren, gestanden unter der Folter, dass sie vom Teufel eine schwarze Salbe erhalten hätten, mit der sie sich beschmiert hätten und zu Werwölfen geworden waren. Das Urteil: Lebenslanger Dienst auf venezianischen Galeeren, ein sicherer aber jedoch sehr langsamer Tod.
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==Kurioses ==
 
==Kurioses ==
Ungenannte Besucher und auch Mitglieder der Eigentümerfamilie Wilczek behaupten, dass ab und zu nur esoterisch erklärbare seltsame bzw. gespenstische Dinge auf der Burg geschehen würden. Die Burgbesitzer wohnen dabei selbst nicht im Schloss, sondern im [[Maierhof]] neben dem Schloss. Dazu auch der Podcast "[[Hexenprozesse]] auf Schloss Moosham: Hier spukt es doch!" (Jänner 2022).
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Ungenannte Besucher und auch Mitglieder der Eigentümerfamilie Wilczek behaupten, dass ab und zu nur esoterisch erklärbare seltsame gespenstische Dinge auf der Burg geschehen würden. Die Burgbesitzer wohnen dabei selbst nicht im Schloss, sondern im [[Maierhof]] neben dem Schloss. Dazu auch der Podcast "[[Hexenprozesse]] auf Schloss Moosham: Hier spukt es doch!" (Jänner 2022).
    
[[Datei:Podcast_50449_schattenorte_episode_626445_hexenprozesse_auf_schloss_moosham_hier_spukt_es_doch.mp3]]
 
[[Datei:Podcast_50449_schattenorte_episode_626445_hexenprozesse_auf_schloss_moosham_hier_spukt_es_doch.mp3]]
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
* [[Peter Klammer|Klammer, Peter]]: ''Coitus cum diabolo - Der Mooshamer Hexenprozess von 1688/89'', P. Klammer Verlag 2006  
 
* [[Peter Klammer|Klammer, Peter]]: ''Coitus cum diabolo - Der Mooshamer Hexenprozess von 1688/89'', P. Klammer Verlag 2006  
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* [[Gerhard Ammerer|Ammerer, Gerhard]]; Brandhuber, Christoph: ''[[Schwert und Galgen]]''''Kursiver Text'', Seite 124ff
 
== Weblink ==
 
== Weblink ==
 
* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/schattenorte-hexenprozesse-auf-schloss-moosham-warum-eine-70-jaehrige-aus-mauterndorf-freikam-114662530 www.sn.at] Schattenorte: Hexenprozesse auf Schloss Moosham: Warum eine 70-Jährige aus Mauterndorf freikam, 3. Jänner 2022
 
* [https://www.sn.at/salzburg/chronik/schattenorte-hexenprozesse-auf-schloss-moosham-warum-eine-70-jaehrige-aus-mauterndorf-freikam-114662530 www.sn.at] Schattenorte: Hexenprozesse auf Schloss Moosham: Warum eine 70-Jährige aus Mauterndorf freikam, 3. Jänner 2022

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