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"''Zu den stärksten Demütigungen des arischen Geistes nach dem Weltkriege gehörte die Imprägnierung der Musik mit den verschiedenen Formen des Jazz mit seinen negroiden Rhythmen und den dem Judenohr besonders angenehmen Nasalinstrumenten. In dieser Niggermusik konnte sich das artsverwandte Judentum völlig ausleben (...).''"<ref>[http://www.jusos-salzburg.at/downloads/987_karten.pdf Unschärfen - Zur Gegenwart von nationalsozialistischer Vergangenheit in Salzburg]</ref>
 
"''Zu den stärksten Demütigungen des arischen Geistes nach dem Weltkriege gehörte die Imprägnierung der Musik mit den verschiedenen Formen des Jazz mit seinen negroiden Rhythmen und den dem Judenohr besonders angenehmen Nasalinstrumenten. In dieser Niggermusik konnte sich das artsverwandte Judentum völlig ausleben (...).''"<ref>[http://www.jusos-salzburg.at/downloads/987_karten.pdf Unschärfen - Zur Gegenwart von nationalsozialistischer Vergangenheit in Salzburg]</ref>
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Doch Heinrich Damisch in der Geschichte der Salzburger Festspiele verschämt zu verschweigen, wäre unangemessen. Denn mit der Erinnerung an ihn könnte auch das Wissen um einen Zusammenhang schwinden: Die Geschichte der Salzburger Festspiele ist ohne den [[Nationalsozialismus]] nicht denkbar – als Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den [[1930er]]-Jahren und als Instrument für den Nationalsozialismus von [[1938]] bis [[1945]]. Und ließe man Heinrich Damisch als ''Persona non grata'' außer Acht, müsste man Gleiches mit [[Wilhelm Furtwängler]], [[Herbert von Karajan]], [[Clemens Krauss]] und [[Karl Böhm]] tun.  Und so wie diese vier war auch Heinrich Damisch ein unermüdlicher Wegbereiter dessen, was Salzburg weltberühmt gemacht hat: Mozartstadt und Festspielstadt.  
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Doch Heinrich Damisch, der am [[11. August]] [[1922]] Mitbegründer der ''Internationalen Gesellschaft für Neue Musik'' war, in der Geschichte der Salzburger Festspiele verschämt zu verschweigen, wäre unangemessen. Denn mit der Erinnerung an ihn könnte auch das Wissen um einen Zusammenhang schwinden: Die Geschichte der Salzburger Festspiele ist ohne den [[Nationalsozialismus]] nicht denkbar – als Widerstand gegen den Nationalsozialismus in den [[1930er]]-Jahren und als Instrument für den Nationalsozialismus von [[1938]] bis [[1945]]. Und ließe man Heinrich Damisch als ''Persona non grata'' außer Acht, müsste man Gleiches mit [[Wilhelm Furtwängler]], [[Herbert von Karajan]], [[Clemens Krauss]] und [[Karl Böhm]] tun.  Und so wie diese vier war auch Heinrich Damisch ein unermüdlicher Wegbereiter dessen, was Salzburg weltberühmt gemacht hat: Mozartstadt und Festspielstadt.  
    
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde über Damisch kein Beschäftigungsverbot verhängt, im Zuge der Entnazifizierung wurde er als ''minderbelastet'' eingestuft. Nach 1945 war er in der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] aktiv. Vor allem setzte er sich dafür ein, dass die nach einem Bombenangriff übrig gebliebene Hälfte von [[Mozarts Wohnhaus]] nicht abgerissen wurde.  
 
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde über Damisch kein Beschäftigungsverbot verhängt, im Zuge der Entnazifizierung wurde er als ''minderbelastet'' eingestuft. Nach 1945 war er in der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] aktiv. Vor allem setzte er sich dafür ein, dass die nach einem Bombenangriff übrig gebliebene Hälfte von [[Mozarts Wohnhaus]] nicht abgerissen wurde.  
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== Quellen ==
 
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* [[Salzburger Nachrichten]], ein Beitrag von [[Hedwig Kainberger]]
 
* [[Salzburger Nachrichten]], ein Beitrag von [[Hedwig Kainberger]]
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* [https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_D/Damisch_Heinrich.xml Hilscher, Elisabeth Th.: ''Damisch, Heinrich'', in: Österreichisches Musiklexikon online], Zugriff am 10.12.2021]
 
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