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==Das Amulett vom Rauriser Sonnblick==
 
==Das Amulett vom Rauriser Sonnblick==
 
[[1954]] wurde auf 2700 m ü. A.  nahe der [[Rojacherhütte]] am Rauriser [[Sonnblick]] ein Amulett aufgelesen, das die Form eines Skarabäus aufweist. Der Skarabäus oder Pillendreher, eine Mistkäferart, die in den Mittelmeerländern beheimatet ist, wurde im alten Ägypten  als heiligmäßig verehrt. Solche Amulette wurden daher ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. in großer Zahl hergestellt.  
 
[[1954]] wurde auf 2700 m ü. A.  nahe der [[Rojacherhütte]] am Rauriser [[Sonnblick]] ein Amulett aufgelesen, das die Form eines Skarabäus aufweist. Der Skarabäus oder Pillendreher, eine Mistkäferart, die in den Mittelmeerländern beheimatet ist, wurde im alten Ägypten  als heiligmäßig verehrt. Solche Amulette wurden daher ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. in großer Zahl hergestellt.  
=====Beschreibung=====
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=====Beschreibung und Zeitstellung=====
 
Der Rauriser Skarabäus ist aus Ton gebrannt und trägt an der Unterseite den nicht ganz korrekt geschriebenen Namenszug des Pharao Ramses II, der ca. 1300 – 1250 v. Chr. in Ägypten geherrscht hat. Der Rauriser Skarabäus ist jedoch wesentlich jünger zu datieren, vielleicht erst aus römischer Zeit. Dafür spricht die Verbindung der Darstellungen, die darauf zu finden sind. Das ist einerseits der schon erwähnte Pillendreher, dessen eckiger Kopf bei diesem Amulett aber durch das Haupt der Göttin Hathor, Göttin der Liebe und Schönheit, ersetzt wurde. Das Amulett weist deutlich sichtbar ein menschliches Gesicht mit Rinderohren und –hörnern auf.  
 
Der Rauriser Skarabäus ist aus Ton gebrannt und trägt an der Unterseite den nicht ganz korrekt geschriebenen Namenszug des Pharao Ramses II, der ca. 1300 – 1250 v. Chr. in Ägypten geherrscht hat. Der Rauriser Skarabäus ist jedoch wesentlich jünger zu datieren, vielleicht erst aus römischer Zeit. Dafür spricht die Verbindung der Darstellungen, die darauf zu finden sind. Das ist einerseits der schon erwähnte Pillendreher, dessen eckiger Kopf bei diesem Amulett aber durch das Haupt der Göttin Hathor, Göttin der Liebe und Schönheit, ersetzt wurde. Das Amulett weist deutlich sichtbar ein menschliches Gesicht mit Rinderohren und –hörnern auf.  
 
   
 
   
Hathor galt im alten Ägypten als Schutzpatronin der Bergleute und Prospektoren (= Erkunder von Erzlagerstätten). Es ist daher anzunehmen, dass das Amulett von einem Goldsucher getragen wurde. Die Gebrauchsspuren weisen darauf hin, dass der Skarabäus sehr lange getragen wurde, da sich die Schnur, an der der Skarabäus befestigt war, tief in den Ton eingegraben hat.  
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Hathor galt im alten Ägypten als Schutzpatronin der Bergleute und Prospektoren (= Erkunder von Erzlagerstätten). Es ist daher anzunehmen, dass das Amulett von einem Goldsucher getragen wurde. Die Gebrauchsspuren weisen darauf hin, dass der Skarabäus sehr lange getragen wurde, da sich die Schnur, an der der Skarabäus befestigt war, tief in den Ton eingegraben hat.
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==Quellen==
 
==Quellen==
 
* Fritz Moosleitner, Die Tauernregion in ur- und frühgeschichtlicher Zeit, in Mineral & Erz in den Hohen Tauern, S. 108, Hrsg. Naturhistorisches Museum, Wien, [[1994]]
 
* Fritz Moosleitner, Die Tauernregion in ur- und frühgeschichtlicher Zeit, in Mineral & Erz in den Hohen Tauern, S. 108, Hrsg. Naturhistorisches Museum, Wien, [[1994]]
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