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| | == Karriere == | | == Karriere == |
| − | Karl Schnell gehört zu den längstdienenden Funktionären der FPÖ. Weil er trotz aller Turbulenzen, Krisen, Spaltungen und Zerwürfnisse der Partei sein Amt als Landesparteiobmann seit vielen Jahren behaupten kann, gilt er als politisches "Stehaufmännchen". | + | Karl Schnell gehört zu den längstdienenden Funktionären der FPÖ. Weil er trotz aller Turbulenzen, Krisen, Spaltungen und Zerwürfnisse der Partei sein Amt als Landesparteiobmann seit vielen Jahren behaupten kann, gilt er als politisches "Stehaufmännchen". Jörg Haider machte Schnell [[1991]] zum Generalsekretär der Bundes-FPÖ. Weil der damalige Landesobmann [[Volker Winkler]] als zu "brav" für die angriffslustig auftretende Haider-Partei galt, wurde dieser [[1992]] entmachtet und Schnell sein Nachfolger. Er übernahm auch den Regierungssitz der FPÖ. |
| − | Jörg Haider machte Schnell [[1991]] zum Generalsekretär der Bundes-FPÖ. Weil der damalige Landesobmann [[Volker Winkler]] als zu "brav" für die angriffslustig auftretende Haider-Partei galt, wurde dieser [[1992]] entmachtet und Schnell sein Nachfolger. Er übernahm auch den Regierungssitz der FPÖ. | |
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| | Die "Datenklau-Affäre" im [[Oktober]] [[1997]] brachte nicht nur das Ende der Regierungstätigkeit Schnells, sondern zugleich auch die Abschaffung des Proporzes in der Salzburger [[Landesregierung]]. FP-Mitarbeiter sollen durch eine Computerpanne an eine vertrauliche Liste aus dem PC des [[SPÖ]]-Obmannes [[Gerhard Buchleitner]] gekommen sein, in der geplante Postenbesetzungen verzeichnet waren. Die Enthüllung des "Postenschachers" ging für die FPÖ daneben: ÖVP und SPÖ stellten einen Misstrauensantrag gegen Schnell und schafften in einem Aufwaschen auch gleich den Regierungsproporz ab. | | Die "Datenklau-Affäre" im [[Oktober]] [[1997]] brachte nicht nur das Ende der Regierungstätigkeit Schnells, sondern zugleich auch die Abschaffung des Proporzes in der Salzburger [[Landesregierung]]. FP-Mitarbeiter sollen durch eine Computerpanne an eine vertrauliche Liste aus dem PC des [[SPÖ]]-Obmannes [[Gerhard Buchleitner]] gekommen sein, in der geplante Postenbesetzungen verzeichnet waren. Die Enthüllung des "Postenschachers" ging für die FPÖ daneben: ÖVP und SPÖ stellten einen Misstrauensantrag gegen Schnell und schafften in einem Aufwaschen auch gleich den Regierungsproporz ab. |
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| | Im [[Juli]] [[2003]] eskalierte ein Konflikt zwischen Schnell und der [[Flachgau]]er FPÖ, in dessen Folge [[Helmut Naderer]] aus der Partei ausgeschlossen wurde. Die nach der Knittelfeld-Affäre von [[2002]] schwer angeschlagene FPÖ stürzte bei der [[Landtagswahl 2004]] auch in Salzburg ab und erreichte nur noch 8,69 Prozent der Wählerstimmen. Schnell blieb entgegen der allgemeinen Erwartung auch nach dieser Schlappe in seinem Amt. | | Im [[Juli]] [[2003]] eskalierte ein Konflikt zwischen Schnell und der [[Flachgau]]er FPÖ, in dessen Folge [[Helmut Naderer]] aus der Partei ausgeschlossen wurde. Die nach der Knittelfeld-Affäre von [[2002]] schwer angeschlagene FPÖ stürzte bei der [[Landtagswahl 2004]] auch in Salzburg ab und erreichte nur noch 8,69 Prozent der Wählerstimmen. Schnell blieb entgegen der allgemeinen Erwartung auch nach dieser Schlappe in seinem Amt. |
| | Neuen Aufwind, aber auch den Bruch mit Jörg Haider brachte ihm die Abspaltung des [[BZÖ]] im Jahr [[2005]]. Schnell hielt den Großteil seiner Landespartei vom Wechsel zu den "Orangen" ab. [[2006]] kehrte Schnell, Inhaber eines Hubschrauberpilotenscheins, in den Arztberuf zurück und betreibt seither wieder eine Praxis in seinem Heimatort [[Saalbach-Hinterglemm]]. | | Neuen Aufwind, aber auch den Bruch mit Jörg Haider brachte ihm die Abspaltung des [[BZÖ]] im Jahr [[2005]]. Schnell hielt den Großteil seiner Landespartei vom Wechsel zu den "Orangen" ab. [[2006]] kehrte Schnell, Inhaber eines Hubschrauberpilotenscheins, in den Arztberuf zurück und betreibt seither wieder eine Praxis in seinem Heimatort [[Saalbach-Hinterglemm]]. |
| − | Bei der [[Landtagswahl 2009]] kandidierte Schnell zum vierten Mal als Spitzenkandidat der Salzburger Freiheitlichen und zog nach dem Zugewinn von 4,3 Prozentpunkten mit fünf Mandaten (2004: drei) in den Landtag ein. Im Wahlkampf wurde bekannt, dass Schnell am [[21. Juni]] [[2008]] als Gastredner beim Europakongress der deutschen Rechtspartei "Die Republikaner" in Rosenheim aufgetreten war. Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ erklärte Karl Schnell wiederholt für unwahrscheinlich - SPÖ und ÖVP würden alles tun, um seine Partei von Regierungsämtern fernzuhalten. | + | |
| | + | Bei der [[Landtagswahl 2009]] kandidierte Schnell zum vierten Mal als Spitzenkandidat der Salzburger Freiheitlichen und zog nach dem Zugewinn von 4,3 Prozent mit fünf Mandaten (2004: drei) in den Landtag ein. Im Wahlkampf wurde bekannt, dass Schnell am [[21. Juni]] [[2008]] als Gastredner beim Europakongress der deutschen Rechtspartei "Die Republikaner" in Rosenheim aufgetreten war. Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ erklärte Karl Schnell wiederholt für unwahrscheinlich - SPÖ und ÖVP würden alles tun, um seine Partei von Regierungsämtern fernzuhalten. |
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| | + | == Als Arzt == |
| | + | In Saalbach-Hinterglemm errichtete Schnell 2010 eine großzügige Ordination mit Tiefgarage. In der Weihnachtszeit entbrannte eine Diskussion über die Genehmigung eines Hubschrauberlandeplatzes (entweder am Dach des Gebäudes oder auf einem Gelände daneben). Bürgermeister [[Peter Mitterer]] ([[ÖVP]]) sprach sich nach Lärmtests gegen die leisere Dachlandungsvariante aus und bot Schnell den nahe gelegenen Katastrophenlandplatz für die, so Schnell, vier bis zehn Notfälle im Jahr, bei denen ein Helikoptereinsatz notwendig wäre. |
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| | + | Anfang Jänner 2011 warf der Bürgermeister Schnell vor, einen Teil seiner neuen Praxis als Schwarzbau errichtet zu haben. Im Konkreten geht es um die Tiefgarage, die um ein Drittel größer ist, als eingereicht und genehmigt wurde. Schnöll argumentierte, er wäre durch plötzlichen Wassereinbruch, der in die Baugrube drückte und der Ungewissheit, ob er einen Hubschrauberlandeplatz am Dach oder doch neben dem Gebäude, das er eigentlich verkaufen möchte, erhielte sowie eine Option des Grundverkaufes an ein Unternehmen, das dann die Tiefgaragenplätze benötigte, zum Bau gezwungen gewesen. Er hätte dann den Bürgermeister informiert, der jedoch meinte, es sei eine oder zwei Wochen zu spät gewesen. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
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| | * Salzburger Landesregierung [http://www.salzburg.gv.at/lt-fpoe-schnell] | | * Salzburger Landesregierung [http://www.salzburg.gv.at/lt-fpoe-schnell] |
| − | * Salzburger Nachrichten | + | * Salzburger Nachrichten, u.a. 13. Jänner 2011, |
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| | [[Kategorie:Person|Schnell, Karl]] | | [[Kategorie:Person|Schnell, Karl]] |