| | Eva Maria Fleisch von Lerchenberg war eine geborene Rettinger und Witwe des Georg Fleisch von Lerchenberg, kaiserlichen Rates und Unterkammer-Grafen der [[Ungarn|ungarischen]] Bergstädte. Sie trat als Witwe in das Kloster. | | Eva Maria Fleisch von Lerchenberg war eine geborene Rettinger und Witwe des Georg Fleisch von Lerchenberg, kaiserlichen Rates und Unterkammer-Grafen der [[Ungarn|ungarischen]] Bergstädte. Sie trat als Witwe in das Kloster. |
| − | Im Jahr 1625 erhielt [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] die Mitteilung, dass der Schuldenstand des Stiftes Nonnberg steige und es den Ordensfrauen selbst an notwendigen Dingen mangle. Sogleich veranlasste er die damalige Äbtissin [[Maria Magdalena I. Freiin von Schneeweiß|Maria Magdalena I.]] [[Schneeweiß von Arnoldstein|Freiin von Schneeweiß]] zur Abdankung. An deren Stelle wurde {{PAGENAME}} gewählt, die zwar schon 39 Jahre zählte, aber erst vor einem halben Jahr ihre Profess abgelegt hatte. Die Wahl traf sie so unerwartet, dass sie am ganzen Leibe zitterte und kaum bewogen werden konnte, vorzutreten. Doch war alles Sträuben und Bitten fruchtlos, sie wurde ohne Weiteres zum 1e vsurn (?) in den Chor geführt, nach welchem ihr die Frauen Gehorsam gelobten. Dann musste sie sich aber zu Bett begeben und konnte es einige Tage nicht verlassen. | + | Im Jahr 1625 erhielt [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] die Mitteilung, dass der Schuldenstand des Stiftes Nonnberg steige und es den Ordensfrauen selbst an notwendigen Dingen mangle. Sogleich veranlasste er die damalige Äbtissin [[Maria Magdalena I. von Schneeweiß|Maria Magdalena I.]] [[Schneeweiß von Arnoldstein|Freiin von Schneeweiß]] zur Abdankung. An deren Stelle wurde {{PAGENAME}} gewählt, die zwar schon 39 Jahre zählte, aber erst vor einem halben Jahr ihre Profess abgelegt hatte. Die Wahl traf sie so unerwartet, dass sie am ganzen Leibe zitterte und kaum bewogen werden konnte, vorzutreten. Doch war alles Sträuben und Bitten fruchtlos, sie wurde ohne Weiteres zum 1e vsurn (?) in den Chor geführt, nach welchem ihr die Frauen Gehorsam gelobten. Dann musste sie sich aber zu Bett begeben und konnte es einige Tage nicht verlassen. |
| | Bei einer Anfang 1626 vorgenommenen Inventur fand sich im Stift außer einer großer Anzahl von Silbergeschirren, die frühere Abtissinnen und Frauen in das Kloster gebracht hatten, wenig vorrätig; fast alles war leer, zerbrochen oder baufällig – jedoch bestanden Schulden von 8.000 [[Gulden|fl.]]. | | Bei einer Anfang 1626 vorgenommenen Inventur fand sich im Stift außer einer großer Anzahl von Silbergeschirren, die frühere Abtissinnen und Frauen in das Kloster gebracht hatten, wenig vorrätig; fast alles war leer, zerbrochen oder baufällig – jedoch bestanden Schulden von 8.000 [[Gulden|fl.]]. |