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[[Datei:1. Mai Rennen 1962 Krackowizer Bauer Hailwood.jpg|thumb| Siegerehrung des [[1. Mai Rennen]]s [[1962]]: von links Dr. Helmut Krackowizer, Dr. [[Franz Bauer]], Justizminister Christian Broda und [[Mike Hailwood]], Sieger der Klasse bis 500 cm³.]]
 
[[Datei:1. Mai Rennen 1962 Krackowizer Bauer Hailwood.jpg|thumb| Siegerehrung des [[1. Mai Rennen]]s [[1962]]: von links Dr. Helmut Krackowizer, Dr. [[Franz Bauer]], Justizminister Christian Broda und [[Mike Hailwood]], Sieger der Klasse bis 500 cm³.]]
 
[[Datei:Helmut Krackowizer Ernst Vogel Zeltweg 1960.jpg|thumb|Helmut Krackowizer (winkend) mit seiner Frau Inge und dem Unternehmer, Automobil- und Motorradrennfahrer [[Ernst Vogel]] bei der Siegerehrung des 4. int. Auto- und Motorradrennen am Flugplatz Zeltweg 1960.]]
 
[[Datei:Helmut Krackowizer Ernst Vogel Zeltweg 1960.jpg|thumb|Helmut Krackowizer (winkend) mit seiner Frau Inge und dem Unternehmer, Automobil- und Motorradrennfahrer [[Ernst Vogel]] bei der Siegerehrung des 4. int. Auto- und Motorradrennen am Flugplatz Zeltweg 1960.]]
[[Prof]]. h. c. Dr. Dkfm.  '''Helmut Krackowizer''' (* [[29. April]] [[1922]] in [[Frankenmarkt]], [[OÖ]].; † [[22. Oktober]] [[2001]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein [[Motorradrennfahrer]], Motorjournalist und ein angesehener Fachmann für Motorradgeschichte. Aufgrund seiner lebenslangen Leidenschaft zur englischen Motorradmarke ''Rudge'' erhielt er von seinen englischen Freunden den Spitznamen "''Mister Rudge''". Sein Autokennzeichen war '''S Rudge 1''' und sein Leben gehörte den historischen Motorrädern.
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[[Prof]]. h. c. Dr. Dkfm.  '''Helmut Krackowizer''' (* [[29. April]] [[1922]] in [[Frankenmarkt]], [[OÖ]].; † [[22. Oktober]] [[2001]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein [[Motorradrennfahrer]], Motorjournalist und ein angesehener Fachmann für Motorradgeschichte. Aufgrund seiner lebenslangen Leidenschaft zur englischen Motorradmarke ''Rudge'' erhielt er von seinen englischen Freunden den Spitznamen ''Mister Rudge''. Sein Autokennzeichen war '''S Rudge 1''' und sein Leben gehörte den historischen Motorrädern.
    
== Familie ==
 
== Familie ==
Helmut Krackowizer kam als zweiter Sohn des Rechtsanwalts Maximilian (* [[6. Juli]] [[1888]] in [[Linz]], OÖ.; † [[14. Juni]] [[1952]] in [[Vöcklabruck]], OÖ.) und der Hedwig [[Krackowizer]], geborene Scholz, in Frankenmarkt in Oberösterreich, nahe der Salzburger Grenze zum [[Flachgau]], zur Welt. Sein Großvater [[Maximilian Josef Krackowizer]] war Obergeometer und lebte zuletzt in der Stadt Salzburg. Sein Schwiegervater [[Otto Scholz]], war Offizier beim [[k.u.k. Infanterieregiment Nr. 75]] in der Stadt Salzburg und wohnte im Haus [[Arenbergstraße]] 1.
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Helmut Krackowizer kam als zweiter Sohn des Rechtsanwalts Maximilian (* [[6. Juli]] [[1888]] in [[Linz]], OÖ.; † [[14. Juni]] [[1952]] in [[Vöcklabruck]], OÖ.) und der Hedwig [[Krackowizer]], geborene Scholz (* [[26. Dezember]] [[1893]] in Przemyśl im Südosten [[Polen]]s; † [[10. Oktober]] [[1973]] in Gmunden, OÖ.), in Frankenmarkt in [[Oberösterreich]], nahe der Salzburger Grenze zum [[Flachgau]], zur Welt. Sein Großvater [[Maximilian Josef Krackowizer]] war Obergeometer und lebte zuletzt in der Stadt Salzburg. Sein Schwiegervater [[Otto Scholz]] war Offizier beim [[k.u.k. Infanterieregiment Nr. 75]] in der Stadt Salzburg und wohnte im Haus [[Arenbergstraße]] 1.
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Krackowizer hatte einen Bruder, Otto (* [[22. März]] [[1920]] in Gmunden; † gefallen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bei Stalingrad, heute Wolgograd).
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Helmut Krackowizer hatte einen Bruder Otto (* [[22. März]] [[1920]] in Gmunden; † [[3. April]] [[1943]] in Jelabuga in [[Russland]]), gefallen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bei Stalingrad, heute Wolgograd.
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Am [[28. Mai]] [[1955]] heiratete er in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Wallfahrtskirche Maria Plain]] Ingeborg, geb. Gallistl (* [[28. Juli]] [[1933]] in Vöcklabruck; † [[23. März]] [[2017]] in Salzburg-[[Aigen]]). Gemeinsam hatten sie drei Kinder (eine Tochter und zwei Söhne, einer davon ist [[Peter Krackowizer]]).
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Am [[28. Mai]] [[1955]] heiratete er in der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain|Wallfahrtskirche Maria Plain]] Ingeborg, geborene Gallistl (* [[28. Juli]] [[1933]] in Vöcklabruck; † [[23. März]] [[2017]] in Salzburg-[[Aigen]]). Gemeinsam hatten sie drei Kinder (eine Tochter und zwei Söhne, einer davon ist [[Peter Krackowizer]]).
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Krackowizer war jahrzehntelang Mitglied des [[Lions Club Hohensalzburg|Lions Clubs Hohensalzburg]].
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Helmut Krackowizer war jahrzehntelang Mitglied des [[Lions Club Hohensalzburg|Lions Clubs Hohensalzburg]].
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Er starb bei seinem zweiten Herzinfarkt und liegt am [[Friedhof Aigen]] in der Stadt Salzburg begraben.
    
== Jugend- und Kriegsjahre ==
 
== Jugend- und Kriegsjahre ==
[[1924]] zog die Familie von Frankenmarkt nach Vöcklabruck, wo Krackowizer von [[1928]] bis [[1932]] die Volksschule besuchte, anschließend bis [[1936]] das [[Stiftsgymnasium Kremsmünster|Stiftsgymnasium]] in [[Kremsmünster]] und dann bis [[1940]] das Gymnasium in Gmunden. [[1931]], als Neunjähriger, beim Besuch des [[Gaisbergrennen 1931|dritten]] [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennens]] vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger im Sattel eines Motorrades, zunächst auf einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto besaß, dann im Sattel einer ''Norton "International"'' 500 cm³, die den Beinamen ''The Unapproachable'' ("die Unreichbare", aufgrund ihrer motorischen Leistung galt dieses englische Motorrad lange Zeit als das Schnellstes der Welt) hatte. Als Jugendlicher arbeitete er in den Sommerferien als Mechaniker in Werkstätten und besuchte Motorradrennen.
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[[1924]] zog die Familie von Frankenmarkt nach [[Vöcklabruck]], wo Helmut Krackowizer von [[1928]] bis [[1932]] die Volksschule besuchte, anschließend bis [[1936]] das [[Stiftsgymnasium Kremsmünster|Stiftsgymnasium]] in [[Kremsmünster]] und dann bis [[1940]] das Gymnasium in Gmunden. [[1931]], als Neunjähriger, beim Besuch des [[Gaisbergrennen 1931|dritten]] [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennens]] vom "Virus" des Motorradfahrens infiziert, saß er bereits [[1939]] als Siebzehnjähriger im Sattel eines Motorrades, zunächst auf einer NSU 250 OSL, die er zusammen mit seinem Bruder Otto besaß, dann im Sattel einer ''Norton "International"'' 500 cm³, die den Beinamen ''The Unapproachable'' ("die Unreichbare", aufgrund ihrer motorischen Leistung galt dieses englische Motorrad lange Zeit als das Schnellstes der Welt) hatte. Als Jugendlicher arbeitete er in den Sommerferien als Mechaniker in Werkstätten und besuchte Motorradrennen.
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Anfang Jänner [[1940]] rückte Krackowizer als 18-Jähriger zur [[Deutsche Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] ein. Er wurde zum Luftnachrichtenfunker ausgebildet und kam zu einer Luftwaffen-Nahaufklärungsstaffel an die Westfront, wo er Anfang Mai noch am Frankreich-Feldzug teilnahm und dann den Beginn des Ostfeldzugs erlebte. Nachdem er im Frühjahr [[1942]] zur Luftwaffenkriegsschule in Halle an der Saale einen Kriegsoffizierslehrgang absolviert und eine weitere Zeit in Mitteleuropa abkommandiert war, konnte er nicht mehr zu seiner Stammeinheit an der Ostfront zurückkehren. Diese war bereits in Stalingrad eingekesselt worden. So kam er zur Luftabwehr, die im Westeuropa mit Radargeräten neu aufgestellt worden war. Dazu wurde er im Jänner 1943 in Ludwigshafen ausgebildet mit einem anschließenden Lehrgang zum Nachtjagd-Leitoffizier (ILO) in Hamburg. Von dort kam er zu seiner ersten Stationierung auf die norddeutsche Insel Fehmann.
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Anfang Jänner 1940 rückte Krackowizer als 18-Jähriger zur [[Deutsche Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] ein. Er wurde zum Luftnachrichtenfunker ausgebildet und kam zu einer Luftwaffen-Nahaufklärungsstaffel an die Westfront, wo er Anfang Mai noch am Frankreich-Feldzug teilnahm und dann den Beginn des Ostfeldzugs erlebte. Nachdem er im Frühjahr [[1942]] zur Luftwaffenkriegsschule in Halle an der Saale einen Kriegsoffizierslehrgang absolviert hatte und eine weitere Zeit in Mitteleuropa abkommandiert war, konnte er nicht mehr zu seiner Stammeinheit an der Ostfront zurückkehren. Diese war bereits in Stalingrad eingekesselt worden. So kam er zur Luftabwehr, die im Westeuropa mit Radargeräten neu aufgestellt worden war. Dazu wurde er im Jänner [[1943]] in Ludwigshafen ausgebildet mit einem anschließenden Lehrgang zum Nachtjagd-Leitoffizier (ILO) in Hamburg. Von dort kam er zu seiner ersten Stationierung auf die norddeutsche Insel Fehmann.
    
==== Das erste eigene Motorrad ====
 
==== Das erste eigene Motorrad ====
 
Bei einer Stationierung auf der Insel Fehmann fiel ihm eine ältere Zeitschrift in die Hände, in der ein Rennmotorrad in Bremen zum Verkauf angeboten wurde. Er kaufte sich dieses sein erstes Rennmotorrad, eine ''Rudge Racing'' 250 cm³ mit zwei Ventilen.<ref>Dieses Motorrad hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der ''Brooklands''-Bahn in England, eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven, die heute nicht mehr existiert. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads.</ref>  
 
Bei einer Stationierung auf der Insel Fehmann fiel ihm eine ältere Zeitschrift in die Hände, in der ein Rennmotorrad in Bremen zum Verkauf angeboten wurde. Er kaufte sich dieses sein erstes Rennmotorrad, eine ''Rudge Racing'' 250 cm³ mit zwei Ventilen.<ref>Dieses Motorrad hielt den Fünf-Stunden Weltrekord auf der ''Brooklands''-Bahn in England, eine Hochgeschwindigkeitsrennstrecke mit überhöhten Kurven, die heute nicht mehr existiert. Im März [[1939]] wurde sie vom Werk aus England nach Deutschland importiert. ''Garantiert über 150 km/h Spitzengeschwindigkeit'', so die Beschreibung des Verkäufers aus Bremen, Deutschland, des 2.100 Reichsmark teuren Motorrads.</ref>  
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Krackowizer nahm dann das Motorrad mit auf seine Dienststationen. Im Herbst [[1944]] war er i Breslau ([[Polen]]), wo er nun seine Rudge, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck schickte. Anfang März [[1945]] wurde er nach [[Norwegen]] versetzt, wo er das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie erlebte. Von dort erzählte er eine Anekdote: Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier auf einem Motorrad. Bald schon waren er und Krackowizer in ein "Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern!  
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Helmut Krackowizer nahm dann das Motorrad mit auf seine Dienststationen. Im Herbst [[1944]] war er in Breslau ([[Polen]]), wo er nun seine Rudge, verpackt in Kisten, in seine Heimatstadt Vöcklabruck schickte. Anfang März [[1945]] wurde er nach [[Norwegen]] versetzt, wo er das Kriegsende als Jägerleitoffizier der Luftnachrichten-Truppe einer Nachtjagd (Radar)-Kompanie erlebte. Von dort erzählte er eine Anekdote: Bei der Übergabe der Kompanie an die Norweger erschien ein norwegischer Offizier mit grimminger Miene auf einem Motorrad. Doch schon bald waren er und Helmut Krackowizer in ein "Motorrad-Fachgespräch" vertieft, das mit einer Probefahrt von Helmut Krackowizer endete - es gab eben auch Vertrauen unter Kriegsgegnern!  
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Am [[7. September]] [[1945]] kam Krackowizer aus der Gefangenschaft in Norwegen über Bremenhafen und ein Entlassungslager der Amerikaner in [[Pasau]] in seine Heimatstadt Vöcklabruck zurück.
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Am [[7. September]] [[1945]] kam Helmut Krackowizer aus der Gefangenschaft in Norwegen über Bremenhafen und ein Entlassungslager der Amerikaner in [[Passau]] in seine Heimatstadt Vöcklabruck zurück.
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== Rennfahrerjahre 1946 bis 1955 ==
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== Seine Rennfahrerjahre 1946 bis 1955 ==
 
Seine ersten Rennerfahrungen sammelte er als 17-Jähriger mit einer Puch S4 250 cm³ bei der „1. Salzkammergut-Wertungfahrt“ am [[7. Mai]] [[1939]]. Er wurde in seiner Wertungsgruppe Letzter.
 
Seine ersten Rennerfahrungen sammelte er als 17-Jähriger mit einer Puch S4 250 cm³ bei der „1. Salzkammergut-Wertungfahrt“ am [[7. Mai]] [[1939]]. Er wurde in seiner Wertungsgruppe Letzter.
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===1947===
 
===1947===
Am [[6. Juli]] [[1947]] ging dann das [[1. Mai Rennen#1947|erste Motorradrennen]] auf der [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte]] in Salzburg-[[Liefering]] über die Bühne, später [[1. Mai Rennen]] genannt. In diesem Rennen gewann Krackowizer die Junior-Klasse A bis 250 cm³ auf seiner ''Rudge'' in 44:32,8 min, gefolgt von den Salzburgern [[Fritz Walcher]] auf ''New Imperial'' in 46:43,4 min und [[Richard Kwitt]] auf Puch in 46:43,4 min. Das Rennen führte über 15 Runden, was einer Distanz von 63 Kilometern entsprach (Rundenlänge 4,2 km). Krackowizer lag dann auch im Senior-Rennen drei Runden in Führung, bevor er wegen eines Defekts aufgeben musste.  
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Am [[6. Juli]] [[1947]] ging dann das [[1. Mai Rennen#1947|erste Motorradrennen]] auf der [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte]] in Salzburg-[[Liefering]] über die Bühne, das später [[1. Mai Rennen]] genannt wurde. In diesem Rennen gewann Helmut Krackowizer die Junior-Klasse A bis 250 cm³ auf seiner ''Rudge'' in 44:32,8 min, vor den Salzburgern [[Fritz Walcher]] auf ''New Imperial'' (46:43,4 min) und [[Richard Kwitt]] auf Puch (46:43,4 min). Das Rennen führte über 15 Runden, was einer Distanz von 63 Kilometern entsprach (Rundenlänge 4,2 km). Helmut Krackowizer lag dann auch im Senior-Rennen drei Runden in Führung, bevor er wegen eines Defekts aufgeben musste.  
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Dies war der Beginn seiner bis [[1955]] dauernden aktiven Motorradrennfahrerkarriere. Das Jahr [[1947]] wurde auch eines seiner erfolgreichsten Rennfahrerjahre. Er nahm Rennen in Österreich teil, u. a. in Rankweil ([[31. August]]) und Lustenau ([[Vorarlberg]]), Innsbruck ([[Nordtirol]]) beim Hungerburg-Rennen, beim Rennen in Graz-Lazarettsiedlung ([[Steiermark]]), am Ries-Berg und Pötschenpass - [[inneres Salzkammergut]] (4. von neun Teilnehmern in der Klasse bis 250 cm³ und 11. in der Klasse bis 350 cm³, ebenfalls mit seiner 250-cm³-Rudge), sowie im Fürstentum [[Liechtenstein]] am Triesenberg. Anmerkung von Krackowizer zum Triesenbergrennen: "''Viel Schotter gab’s und wenig Fränkli! Trotzdem hätte mein gemütlicher 4. Platz bei den Schweizer Experten noch zum Sieg gereicht''".
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Dies war der Beginn seiner bis [[1955]] dauernden aktiven Motorradrennfahrerkarriere. Das Jahr [[1947]] wurde auch eines seiner erfolgreichsten Rennfahrerjahre. Er nahm Rennen in Österreich teil, u. a. in Rankweil ([[31. August]]) und Lustenau ([[Vorarlberg]]), Innsbruck ([[Nordtirol]]) beim Hungerburg-Rennen, beim Rennen in Graz-Lazarettsiedlung ([[Steiermark]]), am Ries-Berg und Pötschenpass - [[inneres Salzkammergut]] (4. von neun Teilnehmern in der Klasse bis 250 cm³ und 11. in der Klasse bis 350 cm³, ebenfalls mit seiner 250-cm³-Rudge), sowie im Fürstentum [[Liechtenstein]] am Triesenberg. Anmerkung von Krackowizer zum Triesenbergrennen: "Viel Schotter gab’s und wenig Fränkli! Trotzdem hätte mein gemütlicher 4. Platz bei den Schweizer Experten noch zum Sieg gereicht".
    
Seine Erfolgsbilanz [[1947]]:
 
Seine Erfolgsbilanz [[1947]]:
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* zwei zweite Plätze
 
* zwei zweite Plätze
 
* zwei vierte Plätze
 
* zwei vierte Plätze
* erfolgreichster Fahrer Österreichs der Klasse A bis 250 cm³
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* erfolgreichster Fahrer Österreichs der Klasse A bis 250 cm³, heute würde man dazu "Österreichischer Motorrad-Staatsmeister" sagen.
    
* Ergebnis Straßenrennen [[30. August]] Rankweil, Vorarlberg, Klasse bis 250 cm³:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vbn&datum=19470901&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Vorarlberger Nachrichten, Ausgabe vom 1. September 1947, Seite 3</ref>
 
* Ergebnis Straßenrennen [[30. August]] Rankweil, Vorarlberg, Klasse bis 250 cm³:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vbn&datum=19470901&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Vorarlberger Nachrichten, Ausgabe vom 1. September 1947, Seite 3</ref>
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: 8. in der Klasse bis 350 cm³, 3:18,8 min. - Sieger wurde [[Leonhard Fassl]] mit 2:53,2 min.
 
: 8. in der Klasse bis 350 cm³, 3:18,8 min. - Sieger wurde [[Leonhard Fassl]] mit 2:53,2 min.
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*  Ergebnis Liechtenstein
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*  Ergebnis Liechtenstein 1. Nationales Bergrennen Vaduz-Triesenberg [[5. Oktober]] 1947
1. Nationales Bergrennen Vaduz-Triesenberg [[5. Oktober]] 1947
   
: Gäste, Klasse bis 250 cm³: 4. Platz mit einer Zeit von 7:23,2 min.
 
: Gäste, Klasse bis 250 cm³: 4. Platz mit einer Zeit von 7:23,2 min.
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===1948===
 
===1948===
Am [[22. Februar]] [[1948]] nahm Krackowizer als Skifahrer bei einem Skijöring auf der Itzlinger Trabrennbahn in Salzburg teil. Fahrer war [[Konrad Eckschlager]] mit seiner Beiwagenmaschine. Die beiden gewannen in der Klasse Beiwagen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480223&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Volkszeitung]], Ausgabe vom 23. Februar 1948, Seite 4</ref>
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Am [[22. Februar]] [[1948]] nahm Helmut Krackowizer als Skifahrer bei einem Skijöring auf der [[Trabrennbahn#Trabrennbahn_Froschheim|Trabrennbahn]] in Salzburg-Froschheim teil. Fahrer war [[Konrad Eckschlager]] mit seiner Beiwagenmaschine. Die beiden gewannen in der Klasse Beiwagen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480223&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Volkszeitung]], Ausgabe vom 23. Februar 1948, Seite 4</ref>
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1948 wollte Krackowizer zusammen mit [[Franz Josef Binder|F. J. Binder]] an der englischen ''Tourist Trophy'', dem ältesten immer noch bestehende und härteste Motorradrennen der Welt, auf der Insel Man in der Irischen See teilnehmen, scheiterte jedoch an fehlenden Grenzdokumenten an der Grenze zur Schweiz.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480607&seite=6&zoom=33&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Volkszeitung]], Ausgabe vom 7. Juni 1948, Seite 6</ref> Es blieb bei einem Eintrag im Programmheft, das auch heute noch in seinem [[Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer|Archiv]] existiert.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480518&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 18. Mai 1948, Seite 6</ref> Erst [[1990]], als 68-Jähriger, fuhr er mit der 500-cm³-Rudge, ex ''Wal Handley'' (so hieß der mit dieser Maschine sehr erfolgreich gewesene englische Rennfahrer), Baujahr 1930, eine „Ehrenrunde“ auf der Insel Man anlässlich der so genannten „''Lap of Honour''“<ref>Motorsportpersönlichkeiten fahren mit ehemaligen Siegermaschinen eines TT-Rennens eine Runde, die rund 60 Kilometer lang ist</ref> im Rahmen der ''Tourist Trophy''.  
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1948 wollte Helmut Krackowizer zusammen mit [[Franz Josef Binder|F. J. Binder]] an der englischen ''Tourist Trophy'', dem ältesten immer noch bestehende und härteste Motorradrennen der Welt, auf der Insel Man in der Irischen See teilnehmen, scheiterte jedoch an fehlenden Grenzdokumenten an der Grenze zur Schweiz.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480607&seite=6&zoom=33&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search ANNO], [[Salzburger Volkszeitung]], Ausgabe vom 7. Juni 1948, Seite 6</ref> Es blieb bei einem Eintrag im Programmheft, das auch heute noch in seinem [[Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer|Archiv]] existiert.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480518&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=6 ANNO], Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 18. Mai 1948, Seite 6</ref> Erst [[1990]], als 68-Jähriger, fuhr er mit der 500-cm³-Rudge, ex ''Wal Handley'' (so hieß der mit dieser Maschine sehr erfolgreich gewesene englische Rennfahrer), Baujahr 1930, eine „Ehrenrunde“ auf der Insel Man anlässlich der so genannten „''Lap of Honour''“<ref>Motorsportpersönlichkeiten fahren mit ehemaligen Siegermaschinen eines TT-Rennens eine Runde, die rund 60 Kilometer lang ist</ref> im Rahmen der ''Tourist Trophy''.  
    
Auf ''Rudge 250'' belegte er am [[12. September]] den 3. Platz beim Salzburger Straßenrennen (späteres 1. Mai Rennen) hinter dem Wiener Radler (Puch) und dem Italiener Biagio Nocchi. Beim Bergrennen Ries bei Graz wurde es ebenfalls ein 3. Platz, wieder hinter Nocchi und Rott (Wien) auf JAP, mit einer knappen Zeitdifferenz von zwei Sekunden auf den Sieger und nur zwei Zehntelsekunden auf den Zweitplatzierten.
 
Auf ''Rudge 250'' belegte er am [[12. September]] den 3. Platz beim Salzburger Straßenrennen (späteres 1. Mai Rennen) hinter dem Wiener Radler (Puch) und dem Italiener Biagio Nocchi. Beim Bergrennen Ries bei Graz wurde es ebenfalls ein 3. Platz, wieder hinter Nocchi und Rott (Wien) auf JAP, mit einer knappen Zeitdifferenz von zwei Sekunden auf den Sieger und nur zwei Zehntelsekunden auf den Zweitplatzierten.
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===1949===
 
===1949===
Zu seinen beiden Rennen [[1949]] in der Schweiz schrieb Krackowizer:
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Zu seinen beiden Rennen [[1949]] in der Schweiz schrieb Helmut Krackowizer:
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Erlen:  "''...Ich sehe mich noch heute mit meinem Salzburger Freund [[Helmut Volzwinkler|Volzwinkler]], der eine schnelle 350 cm³ ''Norton'' fuhr, als Schlusslicht am Start stehen, weil wir die ungewohnte Art mit der Flagge von unten nach oben zu starten nicht kannten. Wir fuhren dann zwar bei Regen wie die Berserker dem entschwundenen Feld nach, und was meine Person anlangt, war ich maßlos überrascht, als ich einen Konkurrenten nach dem anderen aufholte und auf einmal sogar Fergus Anderson<ref>zweifacher Motorrad-Weltmeister</ref>, der eine neue ''AJS "Boy Racer"'' fuhr, hinter mich brachte. Dann begann aber die Kupplung zu rutschen und da man damals noch keine bei Fahrt von Hand verstellbaren Bowdenzüge besaß, gab ich das Rennen, etwa am fünften Platz liegend, auf, weil mir ohnehin das Wasser schon bei den Stiefeln heraus lief...''"
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Erlen:  "...Ich sehe mich noch heute mit meinem Salzburger Freund [[Helmut Volzwinkler|Volzwinkler]], der eine schnelle 350 cm³ ''Norton'' fuhr, als Schlusslicht am Start stehen, weil wir die ungewohnte Art mit der Flagge von unten nach oben zu starten nicht kannten. Wir fuhren dann zwar bei Regen wie die Berserker dem entschwundenen Feld nach, und was meine Person anlangt, war ich maßlos überrascht, als ich einen Konkurrenten nach dem anderen aufholte und auf einmal sogar Fergus Anderson<ref>zweifacher Motorrad-Weltmeister</ref>, der eine neue ''AJS "Boy Racer"'' fuhr, hinter mich brachte. Dann begann aber die Kupplung zu rutschen und da man damals noch keine bei Fahrt von Hand verstellbaren Bowdenzüge besaß, gab ich das Rennen, etwa am fünften Platz liegend, auf, weil mir ohnehin das Wasser schon bei den Stiefeln heraus lief..."
    
Auch der zweite Start in der Schweiz in Olten am [[29. Mai]] brachte ihm kein Glück. Wiederum verspätet vom Start weggekommen, überholte er mit seiner mittlerweile erworbenen  ''Velocette'' 350 KTT MK VIII (die er vom Rennfahrer [[Franz Josef Binder]] gekauft hatte) wie ein Slalomläufer eine Reihe vor ihm liegender Fahrer, bevor er sich in einer Kurve verbremste und sich in Holzbrettern am Straßenrand fand. Dabei war die Vergaser-Düsennadel aus ihrer Klammer geschleudert worden, und wie er den Drehgriff aufzog, hob er nur den Schieber, nicht aber die Vergaser-Düsennadel auf - er musste das Rennen aufgeben.  
 
Auch der zweite Start in der Schweiz in Olten am [[29. Mai]] brachte ihm kein Glück. Wiederum verspätet vom Start weggekommen, überholte er mit seiner mittlerweile erworbenen  ''Velocette'' 350 KTT MK VIII (die er vom Rennfahrer [[Franz Josef Binder]] gekauft hatte) wie ein Slalomläufer eine Reihe vor ihm liegender Fahrer, bevor er sich in einer Kurve verbremste und sich in Holzbrettern am Straßenrand fand. Dabei war die Vergaser-Düsennadel aus ihrer Klammer geschleudert worden, und wie er den Drehgriff aufzog, hob er nur den Schieber, nicht aber die Vergaser-Düsennadel auf - er musste das Rennen aufgeben.  
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Diese beiden Vorstellungen schienen den Veranstaltern des internationalen Rennens in Bern Bremgarten (Schweiz) nicht unbemerkt geblieben zu sein, denn sie lehnten dann freundlich die Anmeldung von Krackowizer zum Start im Jahr 1950 ab.
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Diese beiden Vorstellungen schienen den Veranstaltern des internationalen Rennens in Bern Bremgarten (Schweiz) nicht unbemerkt geblieben zu sein, denn sie lehnten dann freundlich die Anmeldung von Helmut Krackowizer zum Start im Jahr 1950 ab.
    
Beim internationalen Straßenrennen in Rankweil, Vorarlberg, am [[15. Mai]] [[1949]] belegte er den 5. Platz und wurde zweitbester Österreicher hinter Fergus Anderson, Volzwinkler, Biagio Nocchi und Roland.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19490516&query=%22internationales%22+%22Stra%c3%9fenrennen%22+%22in%22+%22Rankweil%22+%221949%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 16. Mai 1949, Seite 4</ref>
 
Beim internationalen Straßenrennen in Rankweil, Vorarlberg, am [[15. Mai]] [[1949]] belegte er den 5. Platz und wurde zweitbester Österreicher hinter Fergus Anderson, Volzwinkler, Biagio Nocchi und Roland.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19490516&query=%22internationales%22+%22Stra%c3%9fenrennen%22+%22in%22+%22Rankweil%22+%221949%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 16. Mai 1949, Seite 4</ref>
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Beim Bergrennen Freiburg-Schauinsland in Deutschland am [[31. Juli]] [[1949]] belegte Krackowizer den zweiten Platz in der Klasse bis 250 cm³. Die [[Salzburger Volkszeitung]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19490803&query=%22Helmut+Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 3. August 1949, Seite 4</ref> berichtete darüber:<blockquote>''Volzwinkler und Krakowitzer hielten sich wacker
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Beim Bergrennen Freiburg-Schauinsland in Deutschland am [[31. Juli]] [[1949]] belegte Helmut Krackowizer den zweiten Platz in der Klasse bis 250 cm³. Die [[Salzburger Volkszeitung]]<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19490803&query=%22Helmut+Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 3. August 1949, Seite 4</ref> berichtete darüber:<blockquote>''Volzwinkler und Krakowitzer hielten sich wacker
    
''Am vergangenen Sonntag fand auf der schwierigen 173 Kurven aufweisenden Bergstrecke bei Freiburg im Breisgau der große Bergpreis für Autos und Motorräder statt. Hiebei konnten die beiden Salzburger Helmut Volzwinkler und Helmut Krakowitzer<ref>Der Name wurde immmer wieder falsch geschrieben</ref> beachtliche Erfolge erringen. Während Krakowitzer in der 250-ccm-Klasse durch einen glimpflich verlaufenen Rutscher um die Siegeschancen in der kompressorlosen Klasse kam und nur ganz knapp hinter dem Sieger den zweiten Platz belegen konnte, gelang es [[Helmut Volzwinkler]] auf seiner 350-ccm-Norton, hinter Europameister Heiner Fleischmann, ebenfalls einen zweiten Platz zu belegen. Der Salzburger wies so bekannte Fahrer wie Nitschky, Schnell und Thorn-Brika<ref>richtig "Hein Thorn Prikker"</ref> auf die nächsten Plätze. Die Erfolge der beiden Salzburger Fahrer sind um so anerkennenswerter, als ihnen nur eine ganz kurze Trainingszeit zur Verfügung stand, während, um sich mit dem schwierigen Gelände vertraut zu machen, normalerweise acht bis zehn Tage notwendig sind.</blockquote>
 
''Am vergangenen Sonntag fand auf der schwierigen 173 Kurven aufweisenden Bergstrecke bei Freiburg im Breisgau der große Bergpreis für Autos und Motorräder statt. Hiebei konnten die beiden Salzburger Helmut Volzwinkler und Helmut Krakowitzer<ref>Der Name wurde immmer wieder falsch geschrieben</ref> beachtliche Erfolge erringen. Während Krakowitzer in der 250-ccm-Klasse durch einen glimpflich verlaufenen Rutscher um die Siegeschancen in der kompressorlosen Klasse kam und nur ganz knapp hinter dem Sieger den zweiten Platz belegen konnte, gelang es [[Helmut Volzwinkler]] auf seiner 350-ccm-Norton, hinter Europameister Heiner Fleischmann, ebenfalls einen zweiten Platz zu belegen. Der Salzburger wies so bekannte Fahrer wie Nitschky, Schnell und Thorn-Brika<ref>richtig "Hein Thorn Prikker"</ref> auf die nächsten Plätze. Die Erfolge der beiden Salzburger Fahrer sind um so anerkennenswerter, als ihnen nur eine ganz kurze Trainingszeit zur Verfügung stand, während, um sich mit dem schwierigen Gelände vertraut zu machen, normalerweise acht bis zehn Tage notwendig sind.</blockquote>
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: 2. in der Klasse bis 250 cm³ auf Rudge (27:26,2 min.) hinter Alex Mayer auf Moto Guzzi (27:19,6 min.).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nzl&datum=19491017&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=6  ANNO], Neue Zeit, Ausgabe vom 17. Oktober 1949, Seite 6</ref>
 
: 2. in der Klasse bis 250 cm³ auf Rudge (27:26,2 min.) hinter Alex Mayer auf Moto Guzzi (27:19,6 min.).<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nzl&datum=19491017&query=%22Krakowitzer%22&ref=anno-search&seite=6  ANNO], Neue Zeit, Ausgabe vom 17. Oktober 1949, Seite 6</ref>
 
   
 
   
Insgesamt landete Krackowizer neun Mal in diesem Jahr auf Platz zwei.
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Insgesamt landete Helmut Krackowizer neun Mal in diesem Jahr auf Platz zwei.
    
===Ab 1950===
 
===Ab 1950===
In den folgenden Jahren fuhr er mit wechselndem Erfolg auch im Ausland, z. B. in Erlen und Olten (Schweiz), beim Schauinsland Bergrennen, Ingolstadt und am Norisring in Nürnberg sowie am Hockenheim-Ring (alle Deutschland). Daneben nahm Krackowizer an Wertungsfahrten und Bergrennen in Österreich teil (z. B. am Gmunderberg am Traunsee.
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In den folgenden Jahren fuhr er mit wechselndem Erfolg auch im Ausland, z. B. in Erlen und Olten (Schweiz), beim Schauinsland Bergrennen, Ingolstadt und am Norisring in Nürnberg sowie am Hockenheim-Ring (alle Deutschland). Daneben nahm Helmut Krackowizer an Wertungsfahrten und Bergrennen in Österreich teil (z. B. am Gmunderberg am Traunsee.
 
[[Datei:Krackowizer_Helmut_Motorradgeschaeft_Voecklabruck.jpg|thumb|Werbung für sein Motorradgeschäft Anfang der [[1950er]]-Jahre in Vöcklabruck.]]
 
[[Datei:Krackowizer_Helmut_Motorradgeschaeft_Voecklabruck.jpg|thumb|Werbung für sein Motorradgeschäft Anfang der [[1950er]]-Jahre in Vöcklabruck.]]
 
Nach dem überraschend frühen Tod seines Vaters (1952), der in Vöcklabruck Rechtsanwalt war, musste er sich auf Rennen in Österreich einschränken. In Vöcklabruck betrieb er einen Motorradhandel (bis [[25. März]] [[1958]]<ref>Löschung im Gewerberegister von Vöcklabruck</ref>). Neben Straßenrennen mit Motorrädern nahm er auch an Roller-Rennen mit einem Lohner Roller teil (z. B. in Linz), sowie an mehrtägigen Alpenrundfahrten mit Kleinmotorrädern. Im Laufe der Jahre fuhr er dabei verschiedene Motorradmarken: ''Rudge'' 250 cm³, ''Velocette'' KTT MK VIII 350 cm³, ''BSA "Gold Star"'' 350 cm³, Lohner Roller, ''Norton "Dominator"'' 500 cm³, ''AJS'', Puch u. a.
 
Nach dem überraschend frühen Tod seines Vaters (1952), der in Vöcklabruck Rechtsanwalt war, musste er sich auf Rennen in Österreich einschränken. In Vöcklabruck betrieb er einen Motorradhandel (bis [[25. März]] [[1958]]<ref>Löschung im Gewerberegister von Vöcklabruck</ref>). Neben Straßenrennen mit Motorrädern nahm er auch an Roller-Rennen mit einem Lohner Roller teil (z. B. in Linz), sowie an mehrtägigen Alpenrundfahrten mit Kleinmotorrädern. Im Laufe der Jahre fuhr er dabei verschiedene Motorradmarken: ''Rudge'' 250 cm³, ''Velocette'' KTT MK VIII 350 cm³, ''BSA "Gold Star"'' 350 cm³, Lohner Roller, ''Norton "Dominator"'' 500 cm³, ''AJS'', Puch u. a.
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Im Herbst 1947 begann er mit einem Wirtschaftsstudium an der Hochschule für Welthandel. Seine berufliche Laufbahn führte ihn, über das Kaufmannsdiplom am [[12. April]] [[1951]] an der Wiener Wirtschaftsuniversität und ein Jahr später, am [[21. Juni]] [[1952]], zum Titel ''Doktor der Wirtschaftswissenschaften'', zu Eternit Hatschek in Vöcklabruck und [[1955]] zu [[Porsche Salzburg]] nach Salzburg in den [[Porschehof]] als Werbe- und Pressechef (sein Chef war [[Ernst Piëch]]). In dieser Funktion organisierte Krackowizer [[1964]] einen Weltrekordversuch mit einem VW 1500 auf der Rennstrecke in Monza in Italien. Vier Weltrekorde wurden dabei mit dem Serienmodell aufgestellt. Im selben Jahr wechselte er zu [[Mercedes-Benz Österreich]] (damals im [[Hochhaus in Lehen]]), wo er bis [[1969]] Pressechef war,  und dann zu [[British Leyland]] ([[Wasserfeldstraße]]) bis [[1975]]. Zuletzt, ab [[1976]], war er als ''Public Relations Manager'' bis zu seiner Pensionierung [[1987]] bei [[Chrysler-Talbot Automobile Salzburg|Chrysler Corporation]] unter Generaldirektor [[Gerald Gießwein]] (das Unternehmen wurde in Talbot umbenannt und schließlich mit Peugeot fusioniert) tätig.
 
Im Herbst 1947 begann er mit einem Wirtschaftsstudium an der Hochschule für Welthandel. Seine berufliche Laufbahn führte ihn, über das Kaufmannsdiplom am [[12. April]] [[1951]] an der Wiener Wirtschaftsuniversität und ein Jahr später, am [[21. Juni]] [[1952]], zum Titel ''Doktor der Wirtschaftswissenschaften'', zu Eternit Hatschek in Vöcklabruck und [[1955]] zu [[Porsche Salzburg]] nach Salzburg in den [[Porschehof]] als Werbe- und Pressechef (sein Chef war [[Ernst Piëch]]). In dieser Funktion organisierte Krackowizer [[1964]] einen Weltrekordversuch mit einem VW 1500 auf der Rennstrecke in Monza in Italien. Vier Weltrekorde wurden dabei mit dem Serienmodell aufgestellt. Im selben Jahr wechselte er zu [[Mercedes-Benz Österreich]] (damals im [[Hochhaus in Lehen]]), wo er bis [[1969]] Pressechef war,  und dann zu [[British Leyland]] ([[Wasserfeldstraße]]) bis [[1975]]. Zuletzt, ab [[1976]], war er als ''Public Relations Manager'' bis zu seiner Pensionierung [[1987]] bei [[Chrysler-Talbot Automobile Salzburg|Chrysler Corporation]] unter Generaldirektor [[Gerald Gießwein]] (das Unternehmen wurde in Talbot umbenannt und schließlich mit Peugeot fusioniert) tätig.
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Mit [[1. August]] [[1964]] wurde Helmut Krackowizer zum gerichtlich beeideten Sachverständiger für das Kraftfahrwesen bestellt.
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Mit [[1. August]] [[1964]] wurde Helmut Krackowizer zum gerichtlich beeideten Sachverständigen für das Kraftfahrwesen bestellt.
    
== Journalistische Tätigkeit ==
 
== Journalistische Tätigkeit ==
 
[[Datei:Krackowizer_Helmut_Agostini_Giacomo_1973.jpg|thumb|Helmut Krackowizer mit dem 15fachen italienischen Motorradweltmeister [[Giacomo Agostini]], 1973]]
 
[[Datei:Krackowizer_Helmut_Agostini_Giacomo_1973.jpg|thumb|Helmut Krackowizer mit dem 15fachen italienischen Motorradweltmeister [[Giacomo Agostini]], 1973]]
 
===Journalist===
 
===Journalist===
Schon während seiner aktiven Rennfahrerzeit schrieb Krackowizer für Motorradzeitungen und -zeitschriften. Unter anderem war er Mitbegründer der österreichischen Zeitschrift "Das Motorrad" (existiert heute nicht mehr) sowie seit 1947 Mitarbeiter im [[Austro-Motor]] Im Herbst [[1954]] war er auf Einladung der deutschen Motorradmarke NSU am Hockenheim-Ring, Deutschland, im Sattel einer Werks-NSU-Rennmaschine, der so genannten ''Rennfox''<ref>auf einer ''Rennfox'' wurde der Österreicher [[Rupert Hollaus]] erster und bisher (2020) einziger österreichischer Solo-Motorrad-Weltmeister</ref>, im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit unterwegs. Für [[Hans Trunkenpolz]] von [[KTM]] erledigte er immer wieder PR-Arbeit. Er begann im Auftrag von Motorradfirmen und -importeuren Fahrberichte über Motorräder für Tages- und Fachzeitungen zu schreiben.  
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Schon während seiner aktiven Rennfahrerzeit schrieb Helmut Krackowizer für Motorradzeitungen und -zeitschriften. Unter anderem war er Mitbegründer der österreichischen Zeitschrift "Das Motorrad" (existiert heute nicht mehr) sowie seit 1947 Mitarbeiter im [[Austro-Motor]] Im Herbst [[1954]] war er auf Einladung der deutschen Motorradmarke NSU am Hockenheim-Ring, Deutschland, im Sattel einer Werks-NSU-Rennmaschine, der so genannten ''Rennfox''<ref>auf einer ''Rennfox'' wurde der Österreicher [[Rupert Hollaus]] erster und bisher (2020) einziger österreichischer Solo-Motorrad-Weltmeister</ref>, im Rahmen seiner journalistischen Tätigkeit unterwegs. Für [[Hans Trunkenpolz]] von [[KTM]] erledigte er immer wieder PR-Arbeit. Er begann im Auftrag von Motorradfirmen und -importeuren Fahrberichte über Motorräder für Tages- und Fachzeitungen zu schreiben.  
    
Er war [[1956]] Gründungsmitglied des [[Motor Presse Klub Austria|Motor Presse Klubs Austria]] und jedenfalls bis 1965 auch noch dessen 2. Vizepräsident.</ref>Austro Motor, Ausgabe 1/1965, Seite 36</ref>
 
Er war [[1956]] Gründungsmitglied des [[Motor Presse Klub Austria|Motor Presse Klubs Austria]] und jedenfalls bis 1965 auch noch dessen 2. Vizepräsident.</ref>Austro Motor, Ausgabe 1/1965, Seite 36</ref>
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===Platzsprecher===
 
===Platzsprecher===
 
[[Datei:Krackowizer_Gaisberg.jpg|thumb|Helmut Krackowizer als Platzsprecher  beim [[Gaisbergrennen (historisch)|int. Gaisbergrennen]] am 11.  September 1960 auf der [[Zistelalm]]]]
 
[[Datei:Krackowizer_Gaisberg.jpg|thumb|Helmut Krackowizer als Platzsprecher  beim [[Gaisbergrennen (historisch)|int. Gaisbergrennen]] am 11.  September 1960 auf der [[Zistelalm]]]]
Schon beim Motorrad-Bahnrennen am [[4. Mai]] 1947 auf der [[Trabrennbahn]] in Salzburg-(damals noch)-Aigen fungierte Krackowizer als Platzsprecher. Es folgten viele derartige Einsätze bei Rennen, die damals noch erlaubt waren: Bergrennen auf dem [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], beim Bergrennen in Engelhartszell an der [[Donau]] und am Gmundner Berg (beide OÖ.), beim ''1. Mai Rennen'' im Bereich der [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte]], beim [[Motocross am Gaisberg|Motocross-Rennen am Gaisberg]] auf der [[Zistelalm]] u. a. Rennveranstaltungen. Auch bei zahlreichen Rennveranstaltungen am [[Salzburgring]] saß Helmut Krackowizer im ''[[Kurier-Zeitnehmerturm am Salzburgring|Kurier-Turm]]'', wie der Start- und Zielturm genannt wurde, im obersten Stock und kommentierte den Rennverlauf.
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Schon beim Motorrad-Bahnrennen am [[4. Mai]] 1947 auf der [[Trabrennbahn]] in Salzburg-(damals noch)-Aigen fungierte Helmut Krackowizer als Platzsprecher. Es folgten viele derartige Einsätze bei Rennen, die damals noch erlaubt waren: Bergrennen auf dem [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]], beim Bergrennen in Engelhartszell an der [[Donau]] und am Gmundner Berg (beide OÖ.), beim [[1. Mai Rennen]] im Bereich der [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte]], beim [[Motocross am Gaisberg|Motocross-Rennen am Gaisberg]] auf der [[Zistelalm]] u. a. Rennveranstaltungen. Auch bei zahlreichen Rennveranstaltungen auf dem [[Salzburgring]] saß Helmut Krackowizer im ''[[Kurier-Zeitnehmerturm am Salzburgring|Kurier-Turm]]'', wie der Start- und Zielturm genannt wurde, im obersten Stock und kommentierte den Rennverlauf.
    
===Motorrad-Zeichnungen===
 
===Motorrad-Zeichnungen===
Schon als Jugendlicher war Krackowizer ein begeisterter und durchaus talentierter Zeichner. Zunächst zeichnete er von Bildmaterial Motorradsportrennszenen und einzelne Motorradrennfahrer nach, während des Zweiten Weltkriegs füllten sich seine Zeichenmappen mit Flugzeugen, Panzern und Kriegserlebnissen. In den [[1960er]]-Jahren begann Krackowizer dann alte Motorräder nach Originalvorlagen in Großformat mit Bleistift zu zeichnen. So entstanden etwa 15 Kunstdruckmappen, die "''Motorrad Meilensteine''", mit je vier Zeichnungen von historischen Rennmotorrädern. [[1965]] erschien seine erste Mappe mit Zeichnungen, ''Die klassischen Rennmotorräder''.
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Schon als Jugendlicher war Helmut Krackowizer ein begeisterter und durchaus talentierter Zeichner. Zunächst zeichnete er von Bildmaterial Motorradsportrennszenen und einzelne Motorradrennfahrer nach, während des Zweiten Weltkriegs füllten sich seine Zeichenmappen mit Flugzeugen, Panzern und Kriegserlebnissen. In den [[1960er]]-Jahren begann Krackowizer dann alte Motorräder nach Originalvorlagen in Großformat mit Bleistift zu zeichnen. So entstanden etwa 15 Kunstdruckmappen, die "''Motorrad Meilensteine''", mit je vier Zeichnungen von historischen Rennmotorrädern. [[1965]] erschien seine erste Mappe mit Zeichnungen, ''Die klassischen Rennmotorräder''.
    
== Der „Motorrad-Professor“ ==
 
== Der „Motorrad-Professor“ ==
 
[[Datei:Krackowizer_Eberan_von_Eberhorst_Fangio_1979.jpg|thumb|Helmut Krackowizer (ganz rechts) beim [[Oldtimer Grand Prix]] 1979 bei Juan Manuel Fangio, dazwischen Prof. Eberan von Eberhorst, angesehener österreichischer Ingenieur.]]
 
[[Datei:Krackowizer_Eberan_von_Eberhorst_Fangio_1979.jpg|thumb|Helmut Krackowizer (ganz rechts) beim [[Oldtimer Grand Prix]] 1979 bei Juan Manuel Fangio, dazwischen Prof. Eberan von Eberhorst, angesehener österreichischer Ingenieur.]]
 
[[Datei:Oldtimer Grand Prix 1981 Max Reisch Steyr 100.jpg|thumb|[[Oldtimer Grand Prix]] [[1981]]: Prof. Dr. [[Max Reisch]] ist mit seinem [[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100 Expeditionswagen]] aus dem Jahr [[1935]] zu Gast am [[Salzburgring]]; Zweiter von rechts sein Sohn DI arch. Peter Reisch, neben Max Reisch mit Kappe Prof. Dr. Helmut Krackowizer.]]  
 
[[Datei:Oldtimer Grand Prix 1981 Max Reisch Steyr 100.jpg|thumb|[[Oldtimer Grand Prix]] [[1981]]: Prof. Dr. [[Max Reisch]] ist mit seinem [[Steyr 100, das Glocknerauto und Transasien-Expeditionsfahrzeug|Steyr 100 Expeditionswagen]] aus dem Jahr [[1935]] zu Gast am [[Salzburgring]]; Zweiter von rechts sein Sohn DI arch. Peter Reisch, neben Max Reisch mit Kappe Prof. Dr. Helmut Krackowizer.]]  
Nachdem Krackowizer sich 1955 von der aktiven Rennfahrertätigkeit zurückgezogen hatte begann er historische Motorräder in ganz Europa aufzuspüren. Einige dieser Funde sammelt er selbst, andere tauschte und verkaufte er wieder. [[1967]] gründete er den dritten Motor Veteranen Clubs in Österreich, den [[Motor Veteranen Club Salzburg]]. [[1976]] war Krackowizer auch kurze Zeit Präsident des ''Österreichischen Motor Veteranen Verbands''.
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Nachdem Helmut Krackowizer sich 1955 von der aktiven Rennfahrertätigkeit zurückgezogen hatte begann er historische Motorräder in ganz Europa aufzuspüren. Einige dieser Funde sammelt er selbst, andere tauschte und verkaufte er wieder. [[1967]] gründete er den dritten Motor Veteranen Clubs in Österreich, den [[Motor Veteranen Club Salzburg]]. [[1976]] war Helmut Krackowizer auch kurze Zeit Präsident des ''Österreichischen Motor Veteranen Verbands''.
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Helmut Krackowizer kannte so gut wie jedes historische Motorrad im Detail, wusste die Geschichten seltener Motorräder und Lebensläufe deren Rennfahrern zu erzählen, die er meist auch noch persönlich kennengelernt hatte und zu seinen Freunden zählten wie u. a. Sammy Miller [Trial-Weltmeister], John Surtees [einziger Automobil- und Motorradweltmeister], [[Walter Zeller]], [[Luigi Taveri]] (mehrfacher Motorradweltmeister auf Honda aus der Schweiz), Hans Haldemann, Georg "Schorsch" Meier (1939 gewann Meier als erster Nicht-Brite bei der berühmt-berüchtigten Tourist Trophy auf der ''Isle of Man'' die 500-cm³-Klasse, die sogenannte Senior-TT), [[Mercedes Benz Trophäe Alfred Neubauer|Alfred Neubauer]], den legendären Mercedes-Benz-Rennleiter, und viele andere aus der Motorrennsportszene. Selbstverständlich war er Mitglied beim ''Rudge Enthusiasts Club'' in England.
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Helmut Krackowizer kannte so gut wie jedes historische Motorrad im Detail, wusste die Geschichten seltener Motorräder und Lebensläufe deren Rennfahrern zu erzählen, die er meist auch noch persönlich kennengelernt hatte und zu seinen Freunden zählten wie u. a. Sammy Miller [Trial-Weltmeister], John Surtees [einziger Automobil- und Motorradweltmeister], [[Walter Zeller]], [[Luigi Taveri]] (mehrfacher Motorradweltmeister auf Honda aus der Schweiz), Hans Haldemann, Georg "Schorsch" Meier (1939 gewann Meier als erster Nicht-Brite bei der berühmt-berüchtigten ''Tourist Trophy'' auf der ''Isle of Man'' die 500-cm³-Klasse, die sogenannte Senior-TT), [[Mercedes Benz Trophäe Alfred Neubauer|Alfred Neubauer]], den legendären Mercedes-Benz-Rennleiter, und viele andere aus der Motorrennsportszene. Selbstverständlich war er Mitglied beim ''Rudge Enthusiasts Club'' in England.
    
Einen Lebenstraum erfüllte er sich mit der Realisierung den großartigen Motor-Veteranen-Rennen auf dem [[Salzburgring]], den "[[Oldtimer Grand Prix]]", die zwischen [[1974]] und [[1987]] stattfanden. Stars wie [[Nikolaus Lauda|Niki Lauda]], [[Juan Manuel Fangio]] (argentinischer Automobilrennfahrer), [[Hans Herrmann]] und andere ehemalige Automobil- und Motorradrennfahrer kamen zu diesen Veteranenrennen für historische Automobile und Motorräder. Weit über 100 Automobile und bis zu 300 Motorräder fanden sich in besten Jahren zu diesem Ereignis am Salzburgring ein. Mercedes Benz schickte die berühmten ''Silberpfeile'', BMW und Audi brachten historische Rennfahrzeuge aus ihren Museen nach Salzburg.
 
Einen Lebenstraum erfüllte er sich mit der Realisierung den großartigen Motor-Veteranen-Rennen auf dem [[Salzburgring]], den "[[Oldtimer Grand Prix]]", die zwischen [[1974]] und [[1987]] stattfanden. Stars wie [[Nikolaus Lauda|Niki Lauda]], [[Juan Manuel Fangio]] (argentinischer Automobilrennfahrer), [[Hans Herrmann]] und andere ehemalige Automobil- und Motorradrennfahrer kamen zu diesen Veteranenrennen für historische Automobile und Motorräder. Weit über 100 Automobile und bis zu 300 Motorräder fanden sich in besten Jahren zu diesem Ereignis am Salzburgring ein. Mercedes Benz schickte die berühmten ''Silberpfeile'', BMW und Audi brachten historische Rennfahrzeuge aus ihren Museen nach Salzburg.
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===Aktiver Teilnehmer an Oldtimer-Veranstaltungen===
 
===Aktiver Teilnehmer an Oldtimer-Veranstaltungen===
 
[[Datei:Krackowizer_Helmut_Ballaugh_Bridge_Tourist_Trophy.jpg|thumb|Helmut  Krackowizer als 68-Jähriger beim Sprung auf der Ballaugh Bridge - Isle  of Man - bei der Tourist Trophy "Lap of Honour" im Jahr 1990]]
 
[[Datei:Krackowizer_Helmut_Ballaugh_Bridge_Tourist_Trophy.jpg|thumb|Helmut  Krackowizer als 68-Jähriger beim Sprung auf der Ballaugh Bridge - Isle  of Man - bei der Tourist Trophy "Lap of Honour" im Jahr 1990]]
Krackowizer stieg auch nach seiner aktiven Rennfahrerlaufbahn noch in den Sattel von Motorrädern und nahm an verschiedenen Veteranen-Veranstaltungen teil. So nahm er beispielsweise [[1973]] auf dem Nürburgring auf einer ''Sunbeam 90'', Baujahr [[1929]], an einer Motor-Veteranen-Veranstaltung teil, deren Gesamtsieger er wurde. Selbst bei seinen eigenen ''Oldtimer Grand Prix'' am Salzburgring war er manchmal im Sattel einer Rennmaschine zu erleben. Er fuhr zu Veteteranenrennen historischer Motorräder in [[Deutschland]] (Hockenheim-Ring, Norisring in Ingolstadt), in [[Italien]] (Misano, Bergamo) und England. 1990 fuhr er im Rahmen der englischen Tourist Trophy auf der ''Isle of Man'' bei der so genannten "''Lap of Honour''"<ref>an der "Lap of Honour" dürfen entweder ehemalige Sieger oder Siegermaschinen teilnehmen: die Rennmaschine, mit der Helmut Krackowizer startete, war die Siegermaschine von Wal Handley, einem Engländer, der in der [[Zwischenkriegszeit]] einer der erfolgreichsten englischen Motorradrennfahrer war</ref> im Sattel einer ex-''Wal Handley''-Rudge eine Ehrenrunde auf dem Kurs auf der Insel Man.  
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Helmut Krackowizer stieg auch nach seiner aktiven Rennfahrerlaufbahn noch in den Sattel von Motorrädern und nahm an verschiedenen Veteranen-Veranstaltungen teil. So nahm er beispielsweise [[1973]] auf dem Nürburgring auf einer ''Sunbeam 90'', Baujahr [[1929]], an einer Motor-Veteranen-Veranstaltung teil, deren Gesamtsieger er wurde. Selbst bei seinen eigenen ''Oldtimer Grand Prix'' am Salzburgring war er manchmal im Sattel einer Rennmaschine zu erleben. Er fuhr zu Veteteranenrennen historischer Motorräder in [[Deutschland]] (Hockenheim-Ring, Norisring in Ingolstadt), in [[Italien]] (Misano, Bergamo) und England. [[1990]] fuhr er im Rahmen der englischen ''Tourist Trophy'' auf der ''Isle of Man'' bei der so genannten ''Lap of Honour''<ref>an der "Lap of Honour" dürfen entweder ehemalige Sieger oder Siegermaschinen teilnehmen: die Rennmaschine, mit der Helmut Krackowizer startete, war die Siegermaschine von Wal Handley, einem Engländer, der in der [[Zwischenkriegszeit]] einer der erfolgreichsten englischen Motorradrennfahrer war</ref> im Sattel einer ex-''Wal Handley''-Rudge eine Ehrenrunde auf dem Kurs auf der Insel Man.  
    
Am [[14. September]] [[1997]] wurde er beim zweiten [[Ernst Vogel]]-Gedächtnislauf im Schlosspark von Schönborn bei Wien, "3. Sieger" in der Klasse Motorräder bis Baujahr 1938. Noch bis [[1999]], im Alter von 77 Jahren, nahm Krackowizer aktiv an Veteranen Veranstaltungen teil.
 
Am [[14. September]] [[1997]] wurde er beim zweiten [[Ernst Vogel]]-Gedächtnislauf im Schlosspark von Schönborn bei Wien, "3. Sieger" in der Klasse Motorräder bis Baujahr 1938. Noch bis [[1999]], im Alter von 77 Jahren, nahm Krackowizer aktiv an Veteranen Veranstaltungen teil.
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==Motorrad-, Literatur- und -Bild Archiv ==
 
==Motorrad-, Literatur- und -Bild Archiv ==
 
: ''Hauptartikel [[Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]]  
 
: ''Hauptartikel [[Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]]  
Schon als Jugendlicher begann Krackowizer zu fotografieren. Während seiner aktiven Motorradrennfahrerzeit hatte er meist seine Kamera dabei, um Zeitungen vom Renngeschehen berichten zu können. Er etablierte sich in der [[Nachkriegszeit]] als [[Pressefotograf]] und war bei den wichtigsten österreichischen [[Motorsport]]<nowiki>veranstaltungen</nowiki> dabei. Sein Archiv dokumentiert vor allem das Renngeschehen in Österreich und Deutschland, aber auch von England und der Schweiz. Daneben sammelte er historisches Bildmaterial, das die Motorrad-Rennsportszene sowie die Entwicklung des Motorrades dokumentierte. Er hatte im Laufe seines Lebens nicht nur Motorräder und Bildmaterial gesammelt, sondern auch Zeitschriften und Zeitungen, Bücher und andere Dokumentationen über die Geschichte von Motorrädern, Motorradrennfahrer, Motorradrennstrecken und -rennen, Pressemappen von Motorradherstellern u. a., die einen Einblick in die bewegte Vergangenheit des Motorradsports in ganz Europa geben. Erhalten sind unzählige Manuskripte und eigenes Fotomaterial seiner journalistischen Tätigkeit.
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Schon als Jugendlicher begann Helmut Krackowizer zu fotografieren. Während seiner aktiven Motorradrennfahrerzeit hatte er meist seine Kamera dabei, um Zeitungen vom Renngeschehen berichten zu können. Er etablierte sich in der [[Nachkriegszeit]] als [[Pressefotograf]] und war bei den wichtigsten österreichischen [[Motorsport]]<nowiki>veranstaltungen</nowiki> dabei. Sein Archiv dokumentiert vor allem das Renngeschehen in Österreich und Deutschland, aber auch von England und der Schweiz. Daneben sammelte er historisches Bildmaterial, das die Motorrad-Rennsportszene sowie die Entwicklung des Motorrades dokumentierte. Er hatte im Laufe seines Lebens nicht nur Motorräder und Bildmaterial gesammelt, sondern auch Zeitschriften und Zeitungen, Bücher und andere Dokumentationen über die Geschichte von Motorrädern, Motorradrennfahrer, Motorradrennstrecken und -rennen, Pressemappen von Motorradherstellern u. a., die einen Einblick in die bewegte Vergangenheit des Motorradsports in ganz Europa geben. Erhalten sind unzählige Manuskripte und eigenes Fotomaterial seiner journalistischen Tätigkeit.
    
==Funktionen im Motorsport==
 
==Funktionen im Motorsport==
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==Großglockner Trophy in memoriam Prof. Dr. Helmut Krackowizer==
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== Veranstaltungen in Erinnerung an den Motorradprofessor ==
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=== MotorradKult(ur) 1900–1970 ===
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[[MotorradKult(ur) 1900–1970]] war eine Ausstellung im [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], die vom [[18. Oktober]] [[2003]] bis [[14. März]] [[2004]] zu sehen war. Die von Mag.<sup>a</sup><ref>{{magistra}}</ref> [[Urd Dagmar Vaelske]] gestaltete Ausstellung wollte historische Motorräder in den Kontext zu Kunst und Alltagskultur ihrer jeweiligen Entstehungszeit stellen. Die Idee stammte noch von Helmut Krackowizer, dem ein Teil der Ausstellung gewidmet war.
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=== Großglockner Trophy in memoriam Prof. Dr. Helmut Krackowizer===  
 
Thomas Fritsch, ein Freund und langjähriger Begleiter von Krackowizer, organisierte ein Jahr nach seinem Tod die erste [[Großglockner Trophy]] für historische Rennmotorräder auf der [[Großglockner Hochalpenstraße]] in Erinnerung an seinen Freund. Diese Veranstaltung fand alle zwei Jahre statt, allerdings ab [[2008]] nicht mehr als ''in Memoriam Prof. Dr. Helmut Krackowizer''.
 
Thomas Fritsch, ein Freund und langjähriger Begleiter von Krackowizer, organisierte ein Jahr nach seinem Tod die erste [[Großglockner Trophy]] für historische Rennmotorräder auf der [[Großglockner Hochalpenstraße]] in Erinnerung an seinen Freund. Diese Veranstaltung fand alle zwei Jahre statt, allerdings ab [[2008]] nicht mehr als ''in Memoriam Prof. Dr. Helmut Krackowizer''.