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===Politische Geographie===
 
===Politische Geographie===
Die Bundesrepublik Deutschland ist gemäß ihrer Verfassung, dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, eine Republik, die aus den 16 deutschen Ländern gebildet wird. Diese lassen sich ungefähr wie folgt gruppieren:
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Die Bundesrepublik Deutschland ist gemäß ihrer Verfassung, dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Grundgesetz ''„Grundgesetz“''.]</ref> , eine Republik, die aus den 16 deutschen Ländern gebildet wird. Diese lassen sich ungefähr wie folgt gruppieren:
 
* „alte Bundesländer“ (BRD vor 1990), von Norden nach Süden:
 
* „alte Bundesländer“ (BRD vor 1990), von Norden nach Süden:
 
** (Norden):
 
** (Norden):
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*** Baden-Württemberg (Hauptstadt Stuttgart) - 35.752 km³, 10,7 Mio. Ew.
 
*** Baden-Württemberg (Hauptstadt Stuttgart) - 35.752 km³, 10,7 Mio. Ew.
 
***[[Bayern]] (Hauptstadt München) - 70.552 km³, 12,5 Mio. Ew.
 
***[[Bayern]] (Hauptstadt München) - 70.552 km³, 12,5 Mio. Ew.
* „neue Bundesländer“ (ehemalige DDR und Berlin), auch als Mitteldeutschland oder Ostdeutschland bezeichnet (von Norden nach Süden:)
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* „neue Bundesländer“ (ehemalige DDR<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/DDR''„Deutsche Demokratische Republik“''.]</ref>  und Berlin), auch als Mitteldeutschland oder Ostdeutschland bezeichnet (von Norden nach Süden:)
**Mecklenburg-Vorpommern (Hauptstadt Schwerin) - 23.180 km³, 1,6 Mio. Ew.
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**Mecklenburg-Vorpommern (Hauptstadt Schwerin) - 23.180 km³, 1,6 Mio. Ew.
**Sachsen-Anhalt (Hauptstadt Magdeburg) - 20.446 km³, 2,3 Mio.  Ew.
   
**Brandenburg (Hauptstadt Potsdam) - 29.479 km³, 2,5 Mio. Ew.
 
**Brandenburg (Hauptstadt Potsdam) - 29.479 km³, 2,5 Mio. Ew.
 
**Berlin - 892 km³, 3,5 Mio. Ew.
 
**Berlin - 892 km³, 3,5 Mio. Ew.
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**Sachsen-Anhalt (Hauptstadt Magdeburg) - 20.446 km³, 2,3 Mio. Ew.
 
**Sachsen (Hauptstadt Dresden) - 18.416 km³, 4,2 Mio. Ew.
 
**Sachsen (Hauptstadt Dresden) - 18.416 km³, 4,2 Mio. Ew.
**Thüringen (Hauptstadt Erfurt) - 16.172 km³, 2,2 Mio. Ew.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Politische_Geographie''„Deutschland“''.]</ref>
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**Thüringen (Hauptstadt Erfurt) - 16.172 km³, 2,2 Mio. Ew.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Politische_Geographie''„Deutschland“''.]</ref>
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
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===Epochen===
 
===Epochen===
 
Für Zwecke des Salzburgwiki möge eine stichwortartige Periodisierung nach Gesichtspunkten der „politischen Geschichte“ genügen:
 
Für Zwecke des Salzburgwiki möge eine stichwortartige Periodisierung nach Gesichtspunkten der „politischen Geschichte“ genügen:
* Vor- und Frühgeschichte: In der Bronze- und Eisenzeit war Deutschland im Norden von Germanen, in der Mitte und im Süden von [[Kelten]] besiedelt.  
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* Vor- und Frühgeschichte: In der Bronze- und Eisenzeit war Deutschland im Norden von Germanen, in der Mitte und im Süden von [[Kelten]] besiedelt.
 
* Römerzeit: Ca. 15 v. Chr. bis 476 n. Chr.: Die [[Römer]] schieben die Grenze ihres Reiches zum Rhein (57 v. Chr.) und zur Donau (15 v. Chr.), in Südwestdeutschland bis zum ''Limes'' vor.
 
* Römerzeit: Ca. 15 v. Chr. bis 476 n. Chr.: Die [[Römer]] schieben die Grenze ihres Reiches zum Rhein (57 v. Chr.) und zur Donau (15 v. Chr.), in Südwestdeutschland bis zum ''Limes'' vor.
 
* Frühmittelalter (476 bis 911/919): Vom Untergang des Weströmischen Reiches bis zum Ende des Karolingischen Reiches: Gründung, Erstarken und Zerfall des Frankenreichs.
 
* Frühmittelalter (476 bis 911/919): Vom Untergang des Weströmischen Reiches bis zum Ende des Karolingischen Reiches: Gründung, Erstarken und Zerfall des Frankenreichs.
* 911/919 bis 1806: Zeit des deutschen Königreichs und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation:
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* 911/919 bis 1806: Zeit des deutschen Königreichs und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/HRR ''„Heiliges Römisches Reich“''.]</ref>
 
** Hochmittelalter: Dynastien der Ottonen (919 bis 1024), Salier (1024 bis 1125) und Staufer (1138 bis 1254)
 
** Hochmittelalter: Dynastien der Ottonen (919 bis 1024), Salier (1024 bis 1125) und Staufer (1138 bis 1254)
 
** Spätmittelalter und frühe Neuzeit: Interregnum (1254 bis 1273), dann wechselnde Königshäuser, vor allem Habsburger, Luxemburger, Wittelsbacher und wieder Habsburger (seit 1438); Zersplitterung in zahlreiche sehr selbständige Territorien; Aufstieg des Hauses Habsburg besonders durch die Heiratspolitik Kaiser Maximilians I. († 1519); Zeit der Reformation (1517) und der Religionskriege bis zum Westfälischen Frieden von 1648; Zeit des Absolutismus und der Aufklärung,.
 
** Spätmittelalter und frühe Neuzeit: Interregnum (1254 bis 1273), dann wechselnde Königshäuser, vor allem Habsburger, Luxemburger, Wittelsbacher und wieder Habsburger (seit 1438); Zersplitterung in zahlreiche sehr selbständige Territorien; Aufstieg des Hauses Habsburg besonders durch die Heiratspolitik Kaiser Maximilians I. († 1519); Zeit der Reformation (1517) und der Religionskriege bis zum Westfälischen Frieden von 1648; Zeit des Absolutismus und der Aufklärung,.
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*** 1815-1848: Restaurationszeit, „Vormärz“: Dauerhafte Folge der durch die Napoleonischen Kriege hervorgerufenen Neuordnung Deutschlands ist die Ablösung des Reichs und seiner zahllosen Kleinstaaten durch die „nur mehr“ 38 souveränen Staaten des Deutschen Bundes<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bund''„Deutscher_Bund“''.]</ref>
 
*** 1815-1848: Restaurationszeit, „Vormärz“: Dauerhafte Folge der durch die Napoleonischen Kriege hervorgerufenen Neuordnung Deutschlands ist die Ablösung des Reichs und seiner zahllosen Kleinstaaten durch die „nur mehr“ 38 souveränen Staaten des Deutschen Bundes<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bund''„Deutscher_Bund“''.]</ref>
 
*** 1848/49: Zeit der 48er-Revolution – die demokratischen Elemente können sich zwar nicht durchsetzen, lösen aber doch eine neue Epoche aus
 
*** 1848/49: Zeit der 48er-Revolution – die demokratischen Elemente können sich zwar nicht durchsetzen, lösen aber doch eine neue Epoche aus
*** 1849-1871: Nachmärz, Einigungskriege
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*** 1849-1871: Nachmärz, Einigungskriege <ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Einigungskriege ''„Deutsche Einigungskriege“''.]</ref>
 
** 1871 bis 1945: Zweites Deutsches Reich
 
** 1871 bis 1945: Zweites Deutsches Reich
 
*** 1871 bis 1918: Zweites deutsches Kaiserreich unter preußischer Führung
 
*** 1871 bis 1918: Zweites deutsches Kaiserreich unter preußischer Führung
*** 1918 bis 1933: Weimarer Republik
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*** 1918 bis 1933: Weimarer Republik<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik ''„Weimarer Republik“''.]</ref>
 
*** 1933 bis 1945: ([[Nationalsozialismus|nationalsozialistisches]]) „Drittes Reich“, seit 1938 Großdeutsches Reich<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fdeutsches_Reich#Gro.C3.9Fdeutsches_Reich ''„Großdeutsches Reich“''.]</ref>
 
*** 1933 bis 1945: ([[Nationalsozialismus|nationalsozialistisches]]) „Drittes Reich“, seit 1938 Großdeutsches Reich<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fdeutsches_Reich#Gro.C3.9Fdeutsches_Reich ''„Großdeutsches Reich“''.]</ref>
 
** Deutschland seit 1945
 
** Deutschland seit 1945
*** Besatzungszeit 1945 bis 1949  
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*** Besatzungszeit 1945 bis 1949
 
*** Geteiltes Deutschland (BRD und DDR) 1949 bis 1990
 
*** Geteiltes Deutschland (BRD und DDR) 1949 bis 1990
 
*** (Wieder-)Vereinigtes Deutschland seit 1990
 
*** (Wieder-)Vereinigtes Deutschland seit 1990
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===Historische Territorien ===
 
===Historische Territorien ===
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[[Datei: Süddeutschland 1789.png|thumb|Süddeutschland (Schwaben, Franken, Baiern) 1789]]
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====Franken====
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Nach dem Zerfall des Frankenreiches bildeten sich im ostfränkischen Reich Stammesherzogtümer aus, wobei auf das Volk der Franken <ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/ Franken_(Volk)''„Franken (Volk)“''.]</ref><ref>Die Sprachwissenschaft bezeichnet die Dialekte der deutschen und der niederländischen Sprache, die in diesem Gebiet – von der tschechischen Grenze bis zur Spitze Nordfrankreichs – gesprochen werden, als „-fränkische“, von Oberfränkisch über Rhein- und Moselfränkisch bis Niederfränkisch</ref> selbst die Herzogtümer (Ober- und Nieder-)Lothringen und eben Franken entfielen, das als das Herz des (ostfränkischen) Reiches galt.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Franken ''„Herzogtum Franken“''.]</ref> Das Herzogtum Franken wurde in ein westliches, rheinisches und ein östliches Franken geteilt. Beide zerfielen in kleinere Herrschaftsgebiete. Der Name „Franken“ blieb dem östlichen Teil, auch indem anlässlich der Einteilung des Reiches in Reichskreise (1500) der Fränkische Reichskreis sich einigermaßen mit dem östlichen Franken deckte.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4nkischer_Reichskreis ''„Fränkischer_Reichskreis“''.]</ref> Die Territorien des Fränkischen Reichskreises gingen in den Jahren 1803, 1806 und 1810 großteils in den Besitz des Königreichs Bayern, kleinerenteils in den des Königreichs [[Württembergs]] oder des Großherzogtums Baden über. So lebt die Bezeichnung des ehemaligen Herzogtums noch heute in den Bezeichnungen für die bayrische Region Franken, bestehend aus den Regierungsbezirken Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken, und Teile Baden-Württembergs fort.<ref>Vgl. die Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Franken_(Region) ''„Franken (Region)“'' und [http://de.wikipedia.org/wiki/http://Region_Heilbronn-Franken''„Region Heilbronn-Franken“''.] .]</ref>
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====Bayern====
 
====Bayern====
 
[[Datei:Bayern-Regierungsbezirke.png|thumb|Die sieben Bezirke (Regierungsbezirke) Bayerns]]
 
[[Datei:Bayern-Regierungsbezirke.png|thumb|Die sieben Bezirke (Regierungsbezirke) Bayerns]]
[[Datei: Süddeutschland 1789.png|thumb|Süddeutschland (Schwaben, Franken, Baiern) 1789]]
   
Das Herzogtum Baiern musste im Mittelalter die Verselbständigung verschiedener Gebiete akzeptieren. Einige davon wurden von den Habsburgern unter ihrer Herrschaft vereint und gehören jetzt zur Republik Österreich, die übrigen bilden jetzt im Freistaat Bayern die Region Altbayern. Seine heutigen Regionen Franken und Schwaben gewann Bayern (mit napoleonischer Hilfe) in den Jahren 1803 bis 1810 hinzu.
 
Das Herzogtum Baiern musste im Mittelalter die Verselbständigung verschiedener Gebiete akzeptieren. Einige davon wurden von den Habsburgern unter ihrer Herrschaft vereint und gehören jetzt zur Republik Österreich, die übrigen bilden jetzt im Freistaat Bayern die Region Altbayern. Seine heutigen Regionen Franken und Schwaben gewann Bayern (mit napoleonischer Hilfe) in den Jahren 1803 bis 1810 hinzu.
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====Sachsen====
 
====Sachsen====
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Sachsen-Wittenberg erhielt bei der Neuregelung der Kurwürden im Jahr 1356 (Goldene Bulle Kaiser Karls IV.) die sächsische Kurwürde zugesprochen. Dieses eher kleine, im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt gelegene Territorium war jetzt (zusammen mit dem unbedeutenden Sachsen-Lauenburg), Träger des Landesnamens „Sachsen“, der somit aus dem Gebiet des ursprünglichen Stammesherzogtums fast ganz verschwunden war.
 
Sachsen-Wittenberg erhielt bei der Neuregelung der Kurwürden im Jahr 1356 (Goldene Bulle Kaiser Karls IV.) die sächsische Kurwürde zugesprochen. Dieses eher kleine, im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt gelegene Territorium war jetzt (zusammen mit dem unbedeutenden Sachsen-Lauenburg), Träger des Landesnamens „Sachsen“, der somit aus dem Gebiet des ursprünglichen Stammesherzogtums fast ganz verschwunden war.
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1423 fiel Sachsen-Wittenberg an die Markgrafen von Meißen, die auch in Thüringen Besitzungen hatten. In der Folge ging der Name „Sachsen“ auf alle Besitzungen dieses Herrschergeschlechts (Wettiner) über. Diese Besitzungen erlebten innerhalb des Herrschergeschlechts mehrere Erbteilungen und Besitzwechsel, woraus ein großes Territorium und mehrere kleine entstanden. Das große Territorium war das Kurfürstentum Sachsen, das 1806 zum Königreich Sachsen aufstieg, daneben bestanden die sogenannten „Sächsischen Herzogtümer“: Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg, Sachsen-Meiningen ua.  
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1423 fiel Sachsen-Wittenberg an die Markgrafen von Meißen, die auch in Thüringen Besitzungen hatten. In der Folge ging der Name „Sachsen“ auf alle Besitzungen dieses Herrschergeschlechts (Wettiner) über. Diese Besitzungen erlebten innerhalb des Herrschergeschlechts mehrere Erbteilungen und Besitzwechsel, woraus ein großes Territorium und mehrere kleine entstanden. Das große Territorium war das Kurfürstentum Sachsen, das 1806 zum Königreich Sachsen aufstieg, daneben bestanden die sogenannten „Sächsischen Herzogtümer“: Sachsen-Weimar, Sachsen-Coburg-Gotha<ref>Dieses Adelshaus regiert heute noch [[Großbritannien]] (unter dem Namen „Windsor“) und [[Belgien]] und regierte früher auch in [[Bulgarien]] und [[Portugal]]; vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Sachsen-Coburg_und_Gotha ''„Haus Sachsen-Coburg und Gotha“''.]</ref>, Sachsen-Meiningen ua.
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Die Sächsischen Herzogtümer lagen in Thüringen und gingen 1918 im neugebildeten Freistaat Thüringen auf – mit Ausnahme Coburgs, das sich dem Freistaat Bayern anschloss.  
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Die Sächsischen Herzogtümer lagen in Thüringen und gingen 1918 im neugebildeten Freistaat Thüringen auf – mit Ausnahme Coburgs, das sich dem Freistaat Bayern anschloss.
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Der König von Sachsen stand in den Befreiungskriegen der Jahre 1813 bis 1815 zu lange auf der Seite [[Napoleon]]s und wurde nach dessen Niederlage damit bestraft, dass er den nördlichen Teil seines Landes an Preußen abtreten musste. Das abgetretene Gebiet wurde teils der Provinz Brandenburg zugeschlagen, teils bildete es zusammen mit einem von der Provinz Brandenburg abgetrennten Teil die neue preußische Provinz Sachsen.  
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Der König von Sachsen stand in den Befreiungskriegen der Jahre 1813 bis 1815 zu lange auf der Seite [[Napoleon]]s und wurde nach dessen Niederlage damit bestraft, dass er den nördlichen Teil seines Landes an Preußen abtreten musste. Das abgetretene Gebiet wurde teils der Provinz Brandenburg zugeschlagen, teils bildete es zusammen mit einem von der Provinz Brandenburg abgetrennten Teil die neue preußische Provinz Sachsen.
    
=====Freistaat Sachsen=====
 
=====Freistaat Sachsen=====
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====Preußen====
 
====Preußen====
Preußen hieß ursprünglich das an Litauen grenzende Territorium des Deutschen Ritterordens. Dieser war ein geistlicher Orden, aber 1525 führte der Hochmeister die Reformation ein und wandelte das Territorium in ein weltliches Herzogtum um. Als seine Linie ausstarb, erbte der nächste männliche Verwandte das Herzogtum. Es war dies der Kurfürst von Brandenburg. Ein späterer Kurfürst von Brandenburg wurde vom Kaiser für seine militärische Hilfe belohnt, indem ihn der Kaiser als „König in Preußen“ (Preußen lag außerhalb des Reichsgebietes, in dem dem Kaiser keinen zusätzlichen König erwünscht gewesen wäre) anerkannte. Von seinem brandenburgischen Zentrum aus wuchs der preußische Staat insbesondere 1741 durch die Eroberung Schlesiens (1740/42), die Beteiligung an den Polnischen Teilungen (1765, 1793 und 1795), die Neuordnung Deutschlands 1815 (nach dem Sieg über Napoleon, an dem Preußen großen Anteil hatte) und schließlich die Annexion mehrerer im Krieg von 1866 auf österreichischer Seite stehender deutscher Staaten.
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„Preußen“<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nig_in_Preu%C3%9Fen ''„Preußen“''.]</ref>  hieß ursprünglich das an Litauen grenzende Territorium des Deutschen Ritterordens. Dieser war ein geistlicher Orden, aber 1525 führte der Hochmeister die Reformation ein und wandelte das Territorium in ein weltliches Herzogtum um. Als seine Linie ausstarb, erbte der nächste männliche Verwandte das Herzogtum. Es war dies der Kurfürst von Brandenburg. Ein späterer Kurfürst von Brandenburg wurde (1701) vom Kaiser für seine militärische Hilfe belohnt, indem ihn dieser als „König in Preußen“ (Preußen lag außerhalb des Reichsgebietes, in dem dem Kaiser kein zusätzlicher König erwünscht gewesen wäre) anerkannte. Von seinem brandenburgischen Zentrum aus wuchs der preußische Staat insbesondere 1741 durch die Eroberung Schlesiens (1740/42), die Beteiligung an den Polnischen Teilungen<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Polnische_Teilungen ''„Teilungen Polens“''.]</ref> (1765, 1793 und 1795), die Neuordnung Deutschlands 1815 (nach dem Sieg über Napoleon, an dem Preußen großen Anteil hatte) und schließlich die Annexion mehrerer im Krieg von 1866 auf österreichischer Seite stehender deutscher Staaten.
    
Somit umfasste es von 1866 bis 1945 im Wesentlichen die folgenden heutigen Bundesländer: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie große Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen; ferner einen nicht unbeträchtlichen Teil des heutigen Polen: Pommern, Westpreußen, südliches Ostpreußen, Schlesien.
 
Somit umfasste es von 1866 bis 1945 im Wesentlichen die folgenden heutigen Bundesländer: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie große Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen; ferner einen nicht unbeträchtlichen Teil des heutigen Polen: Pommern, Westpreußen, südliches Ostpreußen, Schlesien.
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Und da Preußen der größte und mächtigste Staat war, wurde seine Hauptstadt auch die Hauptstadt des Deutschen Reiches, und weil es das war, ist es auch heute die Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschlands.
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'''Salzburgbezug''': Die in den Jahren 1731/32 [[Protestantenvertreibung|aus Salzburg vertriebenen Protestanten]] fanden großteils in Ostpreußen, zumeist in dessen östlichster Gegend Preußisch-Litauen, eine neue Heimat.
    
====Baden-Württemberg====
 
====Baden-Württemberg====
 
Das Land Baden-Württemberg fasst die historischen Territorien des Großherzogtums Baden, des Königreiches [[Württemberg]] und der Hohenzollernschen Lande, jeweils in deren seit [[1815]] bestehenden Grenzen, in sich zusammen, wobei rund 60% der Landesfläche auf das ehemalige Württemberg entfällt,
 
Das Land Baden-Württemberg fasst die historischen Territorien des Großherzogtums Baden, des Königreiches [[Württemberg]] und der Hohenzollernschen Lande, jeweils in deren seit [[1815]] bestehenden Grenzen, in sich zusammen, wobei rund 60% der Landesfläche auf das ehemalige Württemberg entfällt,
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== Quellen ==
 
== Quellen ==

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