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***Schleswig-Holstein (Hauptstadt Kiel) - 15.799 km³, 2,8 Mio. Ew.
 
***Schleswig-Holstein (Hauptstadt Kiel) - 15.799 km³, 2,8 Mio. Ew.
***Hamburg) - — km³, 755 km³, 1,8 Mio. Ew.
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***Hamburg) - 755 km³, 1,8 Mio. Ew.
 
***Bremen (Hauptstadt Bremen) - 419 km³, 660.000 Ew.
 
***Bremen (Hauptstadt Bremen) - 419 km³, 660.000 Ew.
 
***Niedersachsen (Hauptstadt Hannover) - 47.624 km³, 8 Mio. Ew.
 
***Niedersachsen (Hauptstadt Hannover) - 47.624 km³, 8 Mio. Ew.
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*** Baden-Württemberg (Hauptstadt Stuttgart) - 35.752 km³, 10,7 Mio. Ew.
 
*** Baden-Württemberg (Hauptstadt Stuttgart) - 35.752 km³, 10,7 Mio. Ew.
***Bayern (Hauptstadt München) - 70.552 km³, 12,5 Mio. Ew.
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***[[Bayern]] (Hauptstadt München) - 70.552 km³, 12,5 Mio. Ew.
 
* „neue Bundesländer“ (ehemalige DDR und Berlin), auch als Mitteldeutschland oder Ostdeutschland bezeichnet (von Norden nach Süden:)
 
* „neue Bundesländer“ (ehemalige DDR und Berlin), auch als Mitteldeutschland oder Ostdeutschland bezeichnet (von Norden nach Süden:)
 
**Mecklenburg-Vorpommern (Hauptstadt Schwerin) - 23.180 km³, 1,6 Mio.  Ew.
 
**Mecklenburg-Vorpommern (Hauptstadt Schwerin) - 23.180 km³, 1,6 Mio.  Ew.
 
**Sachsen-Anhalt (Hauptstadt Magdeburg) - 20.446 km³, 2,3 Mio.  Ew.
 
**Sachsen-Anhalt (Hauptstadt Magdeburg) - 20.446 km³, 2,3 Mio.  Ew.
 
**Brandenburg (Hauptstadt Potsdam) - 29.479 km³, 2,5 Mio. Ew.
 
**Brandenburg (Hauptstadt Potsdam) - 29.479 km³, 2,5 Mio. Ew.
**Berlin - 892 km³, 3.5 Mio. Ew.
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**Berlin - 892 km³, 3,5 Mio. Ew.
 
**Sachsen (Hauptstadt Dresden) - 18.416 km³, 4,2 Mio. Ew.
 
**Sachsen (Hauptstadt Dresden) - 18.416 km³, 4,2 Mio. Ew.
**Thüringen (Hauptstadt Erfurt) - 16.172 km³, 2,2 Mio. Ew.
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**Thüringen (Hauptstadt Erfurt) - 16.172 km³, 2,2 Mio. Ew.<ref>Vgl. den Wikipedia-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Politische_Geographie''„Deutschland“''.]</ref> 
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
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===Epochen===
 
===Epochen===
 
Für Zwecke des Salzburgwiki möge eine stichwortartige Periodisierung nach Gesichtspunkten der „politischen Geschichte“ genügen:
 
Für Zwecke des Salzburgwiki möge eine stichwortartige Periodisierung nach Gesichtspunkten der „politischen Geschichte“ genügen:
* Vor- und Frühgeschichte: In der Bronze- und Eisenzeit war Deutschland im Norden von Germanen, in der Mitte und im Süden von Kelten besiedelt.  
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* Vor- und Frühgeschichte: In der Bronze- und Eisenzeit war Deutschland im Norden von Germanen, in der Mitte und im Süden von [[Kelten]] besiedelt.  
* Römerzeit: Ca. 15 v. Chr. bis 476 n. Chr.: Die Römer schieben die Grenze ihres Reiches zum Rhein (57 v. Chr.) und zur Donau (15 v. Chr.), in Südwestdeutschland bis zum ''Limes'' vor.
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* Römerzeit: Ca. 15 v. Chr. bis 476 n. Chr.: Die [[Römer]] schieben die Grenze ihres Reiches zum Rhein (57 v. Chr.) und zur Donau (15 v. Chr.), in Südwestdeutschland bis zum ''Limes'' vor.
 
* Frühmittelalter (476 bis 911/919): Vom Untergang des Weströmischen Reiches bis zum Ende des Karolingischen Reiches: Gründung, Erstarken und Zerfall des Frankenreichs.
 
* Frühmittelalter (476 bis 911/919): Vom Untergang des Weströmischen Reiches bis zum Ende des Karolingischen Reiches: Gründung, Erstarken und Zerfall des Frankenreichs.
 
* 911/919 bis 1806: Zeit des deutschen Königreichs und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation:
 
* 911/919 bis 1806: Zeit des deutschen Königreichs und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation:
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===Historische Territorien ===
 
===Historische Territorien ===
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====Bayern====
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[[Datei:Bayern-Regierungsbezirke.png|thumb|Die sieben Bezirke (Regierungsbezirke) Bayerns]]
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[[Datei: Süddeutschland 1789.png|thumb|Süddeutschland (Schwaben, Franken, Baiern) 1789]]
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Das Herzogtum Baiern musste im Mittelalter die Verselbständigung verschiedener Gebiete akzeptieren. Einige davon wurden von den Habsburgern unter ihrer Herrschaft vereint und gehören jetzt zur Republik Österreich, die übrigen bilden jetzt im Freistaat Bayern die Region Altbayern. Seine heutigen Regionen Franken und Schwaben gewann Bayern (mit napoleonischer Hilfe) in den Jahren 1803 bis 1810 hinzu.
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(noch fortzusetzen)
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====Sachsen====
 
====Sachsen====
====Stammesherzogtum Sachsen====
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=====Stammesherzogtum Sachsen=====
 
Das Stammesgebiet der Sachsen, des nach den Franken größten der deutschen Stämme, umfasste urspünglich im Wesentlichen die Gebiete des heutigen Bundeslandes Niedersachsen und der westfälischen Hälfte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Das Stammesherzogtum breitete sich im Hochmittelalter nach Osten aus, wurde aber im Laufe der Zeit mehrfach geteilt. ZB entstanden durch Abtrennung das Herzogtum Westfalen, das Herzogtum Braunschweig und noch andere reichsunmittelbare Territorien, durch Erbteilung die Teilherzogtümer Sachsen-Lauenburg (1296 bis 1689) Sachsen-Wittenberg.
 
Das Stammesgebiet der Sachsen, des nach den Franken größten der deutschen Stämme, umfasste urspünglich im Wesentlichen die Gebiete des heutigen Bundeslandes Niedersachsen und der westfälischen Hälfte des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Das Stammesherzogtum breitete sich im Hochmittelalter nach Osten aus, wurde aber im Laufe der Zeit mehrfach geteilt. ZB entstanden durch Abtrennung das Herzogtum Westfalen, das Herzogtum Braunschweig und noch andere reichsunmittelbare Territorien, durch Erbteilung die Teilherzogtümer Sachsen-Lauenburg (1296 bis 1689) Sachsen-Wittenberg.
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====Kursachsen und die Sächsischen Herzogtümer====
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=====Kursachsen und die Sächsischen Herzogtümer=====
 
Sachsen-Wittenberg erhielt bei der Neuregelung der Kurwürden im Jahr 1356 (Goldene Bulle Kaiser Karls IV.) die sächsische Kurwürde zugesprochen. Dieses eher kleine, im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt gelegene Territorium war jetzt (zusammen mit dem unbedeutenden Sachsen-Lauenburg), Träger des Landesnamens „Sachsen“, der somit aus dem Gebiet des ursprünglichen Stammesherzogtums fast ganz verschwunden war.
 
Sachsen-Wittenberg erhielt bei der Neuregelung der Kurwürden im Jahr 1356 (Goldene Bulle Kaiser Karls IV.) die sächsische Kurwürde zugesprochen. Dieses eher kleine, im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt gelegene Territorium war jetzt (zusammen mit dem unbedeutenden Sachsen-Lauenburg), Träger des Landesnamens „Sachsen“, der somit aus dem Gebiet des ursprünglichen Stammesherzogtums fast ganz verschwunden war.
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Der König von Sachsen stand in den Befreiungskriegen der Jahre 1813 bis 1815 zu lange auf der Seite [[Napoleon]]s und wurde nach dessen Niederlage damit bestraft, dass er den nördlichen Teil seines Landes an Preußen abtreten musste. Das abgetretene Gebiet wurde teils der Provinz Brandenburg zugeschlagen, teils bildete es zusammen mit einem von der Provinz Brandenburg abgetrennten Teil die neue preußische Provinz Sachsen.  
 
Der König von Sachsen stand in den Befreiungskriegen der Jahre 1813 bis 1815 zu lange auf der Seite [[Napoleon]]s und wurde nach dessen Niederlage damit bestraft, dass er den nördlichen Teil seines Landes an Preußen abtreten musste. Das abgetretene Gebiet wurde teils der Provinz Brandenburg zugeschlagen, teils bildete es zusammen mit einem von der Provinz Brandenburg abgetrennten Teil die neue preußische Provinz Sachsen.  
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====Freistaat Sachsen====
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=====Freistaat Sachsen=====
 
Das Königreich Sachsen ging 1918 in den Freistaat Sachsen über, der 1990 als deutsches Bundesland wiedererstand.
 
Das Königreich Sachsen ging 1918 in den Freistaat Sachsen über, der 1990 als deutsches Bundesland wiedererstand.
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==== Sachsen-Anhalt====
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===== Sachsen-Anhalt=====
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Preußen zerschlagen, die Provinz Sachsen wurde mit dem kleinen Land Anhalt zum Bundesland Sachsen-Anhalt vereinigt (Sachsen-Anhalt war also nie eines der „Sächsischen Herzogtümer“).
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Preußen zerschlagen, die Provinz Sachsen wurde mit dem kleinen Land Anhalt zum Bundesland Sachsen-Anhalt vereinigt (Sachsen-Anhalt war also nie eines der „Sächsischen Herzogtümer“).
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====Niedersachsen====
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=====Niedersachsen=====
 
Wie oben erwähnt, wurden vom Stammesherzogtum Sachsen mehrere Gebiete als selbständige Fürstentümer abgetrennt, so das Herzogtum Braunschweig. Durch Erbteilungen entstand ua. das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Die Herzöge vermehrten ihr Gebiet, und 1692 erlangte Ernst August I. die neue Würde eines Kurfürsten von Hannover. Im preußisch-österreichischen Krieg von 1866 stand das nunmehrige Königreich Hannover auf der Verliererseite und wurde als Provinz Hannover in das preußische Königreich einverleibt. Nach der Zerschlagung Preußens wurde aus dieser Provinz und einigen kleinen ehemaligen Fürstentümern das Land Niedersachsen gebildet.
 
Wie oben erwähnt, wurden vom Stammesherzogtum Sachsen mehrere Gebiete als selbständige Fürstentümer abgetrennt, so das Herzogtum Braunschweig. Durch Erbteilungen entstand ua. das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Die Herzöge vermehrten ihr Gebiet, und 1692 erlangte Ernst August I. die neue Würde eines Kurfürsten von Hannover. Im preußisch-österreichischen Krieg von 1866 stand das nunmehrige Königreich Hannover auf der Verliererseite und wurde als Provinz Hannover in das preußische Königreich einverleibt. Nach der Zerschlagung Preußens wurde aus dieser Provinz und einigen kleinen ehemaligen Fürstentümern das Land Niedersachsen gebildet.
    
====Preußen====
 
====Preußen====
 
Preußen hieß ursprünglich das an Litauen grenzende Territorium des Deutschen Ritterordens. Dieser war ein geistlicher Orden, aber 1525 führte der Hochmeister die Reformation ein und wandelte das Territorium in ein weltliches Herzogtum um. Als seine Linie ausstarb, erbte der nächste männliche Verwandte das Herzogtum. Es war dies der Kurfürst von Brandenburg. Ein späterer Kurfürst von Brandenburg wurde vom Kaiser für seine militärische Hilfe belohnt, indem ihn der Kaiser als „König in Preußen“ (Preußen lag außerhalb des Reichsgebietes, in dem dem Kaiser keinen zusätzlichen König erwünscht gewesen wäre) anerkannte. Von seinem brandenburgischen Zentrum aus wuchs der preußische Staat insbesondere 1741 durch die Eroberung Schlesiens (1740/42), die Beteiligung an den Polnischen Teilungen (1765, 1793 und 1795), die Neuordnung Deutschlands 1815 (nach dem Sieg über Napoleon, an dem Preußen großen Anteil hatte) und schließlich die Annexion mehrerer im Krieg von 1866 auf österreichischer Seite stehender deutscher Staaten.
 
Preußen hieß ursprünglich das an Litauen grenzende Territorium des Deutschen Ritterordens. Dieser war ein geistlicher Orden, aber 1525 führte der Hochmeister die Reformation ein und wandelte das Territorium in ein weltliches Herzogtum um. Als seine Linie ausstarb, erbte der nächste männliche Verwandte das Herzogtum. Es war dies der Kurfürst von Brandenburg. Ein späterer Kurfürst von Brandenburg wurde vom Kaiser für seine militärische Hilfe belohnt, indem ihn der Kaiser als „König in Preußen“ (Preußen lag außerhalb des Reichsgebietes, in dem dem Kaiser keinen zusätzlichen König erwünscht gewesen wäre) anerkannte. Von seinem brandenburgischen Zentrum aus wuchs der preußische Staat insbesondere 1741 durch die Eroberung Schlesiens (1740/42), die Beteiligung an den Polnischen Teilungen (1765, 1793 und 1795), die Neuordnung Deutschlands 1815 (nach dem Sieg über Napoleon, an dem Preußen großen Anteil hatte) und schließlich die Annexion mehrerer im Krieg von 1866 auf österreichischer Seite stehender deutscher Staaten.
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Somit umfasste es von 1866 bis 1945 im Wesentlichen die folgenden heutigen Bundesländer: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie große Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen; ferner einen nicht unbeträchtlichen Teil des heutigen Polen: Pommern, Westpreußen, südliches Ostpreußen, Schlesien.
    
====Baden-Württemberg====
 
====Baden-Württemberg====
 
Das Land Baden-Württemberg fasst die historischen Territorien des Großherzogtums Baden, des Königreiches [[Württemberg]] und der Hohenzollernschen Lande, jeweils in deren seit [[1815]] bestehenden Grenzen, in sich zusammen, wobei rund 60% der Landesfläche auf das ehemalige Württemberg entfällt,
 
Das Land Baden-Württemberg fasst die historischen Territorien des Großherzogtums Baden, des Königreiches [[Württemberg]] und der Hohenzollernschen Lande, jeweils in deren seit [[1815]] bestehenden Grenzen, in sich zusammen, wobei rund 60% der Landesfläche auf das ehemalige Württemberg entfällt,
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====Bayern====
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Das Herzogtum Baiern musste im Mittelalter die Verselbständigung verschiedener Gebiete akzeptieren. Einige davon wurden von den Habsburgern unter ihrer Herrschaft vereint und gehören jetzt zur Republick Österreich, die übrigen bilden jetzt im Freistaat Bayern die Region Altbayern. Die Regionen Franken und Schwaben gewann Bayern als mit napoleonischer Hilfe in den Jahren 1803 bis 1810 hinzu.
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== Quellen ==
 
== Quellen ==