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[[Datei:Kapuzinerkloster Salzburg Klosterpforte und Eingang Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura.jpg|thumb|Die Klosterpforte ins [[Kapuzinerkloster Salzburg]] (links) und der Eingang in die Klosterkirche.]]
 
[[Datei:Kapuzinerkloster Salzburg Klosterpforte und Eingang Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura.jpg|thumb|Die Klosterpforte ins [[Kapuzinerkloster Salzburg]] (links) und der Eingang in die Klosterkirche.]]
 
[[Datei:Kapuzinerkloster Klosterkirche Imbergstiege.jpg|thumb|Die Klosterkirche, Außenansicht, am unteren Bildrand sieht man die [[Imbergstiege]].]]
 
[[Datei:Kapuzinerkloster Klosterkirche Imbergstiege.jpg|thumb|Die Klosterkirche, Außenansicht, am unteren Bildrand sieht man die [[Imbergstiege]].]]
Die '''Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura''' ist die Kirche der [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] des [[Kapuzinerkloster Salzburg|Kapuzinerkloster]]s auf dem [[Kapuzinerberg]] in der [[Stadt Salzburg]].
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Die '''Klosterkirche zu den Heiligen Franziskus und Bonaventura''' ist die Kirche der [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] des [[Kapuzinerkloster Salzburg|Kapuzinerkloster]]s auf dem [[Kapuzinerberg]] in der [[Stadt Salzburg]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]]  in der Stadt.
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Nach dem [[Brände Salzburger Dom|Dombrand]] [[1598]] begann [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ja die [[Kapuzinerorden|Kapuziner]] nach Salzburg geholt hatte, mit dem Bau der Klosterkirche, wobei unter dem Putz verschiedene Teile der altes Trompeterturmes erhalten blieben.   
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Nach dem [[Brände Salzburger Dom|Dombrand]] [[1598]] ließ [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]], der ja die Kapuziner nach Salzburg geholt hatte, den Bau der Klosterkirche beginnen, wobei unter dem Putz verschiedene Teile der altes [[Trompeterschlössl]]s erhalten blieben.   
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Betritt man die Kirche, so öffnen sich nach der Außentüre zwei Türflügel aus Holz, die 12 Eichenholzreliefs, die Maria mit Kind, Johannes den Täufer und zehn Aposteln darstellen. Die Eichenreliefs stammen in ander Form angeordnet aus dem alten Salzburger Dom vor dem Brand von 1598. In einem der Flügelteile ist die Jahreszahl [[1450]] zu erkennen. (Für die Zahl "4" wurde der obere Teil einer "8" verwendet, durch leichte Drehung dieser Ziffer entstand in eckiger Form die heutige "4").  
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Betritt man die Kirche, so öffnen sich nach der Außentüre zwei Türflügel aus Holz, die zwölf Eichenholzreliefs, die Maria mit Kind, Johannes den Täufer und zehn Aposteln darstellen. Die Eichenreliefs, [[1450]] geschnitzt, stammen in anderer Form angeordnet aus dem alten [[Salzburger Dom]] vor dem Brand von 1598. In einem der Flügelteile ist die Jahreszahl 1450 zu erkennen. Für die Zahl "4" wurde der obere Teil einer "8" verwendet, durch leichte Drehung dieser Ziffer entstand in eckiger Form die heutige "4".  
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Der Innenraum, der in Ost-West-Richtung (also genau umgekehrt als im Mittelalter üblich) ausgerichtet ist, ist ein saalartiger Raum mit Tonnengewölbe. Das Tonnengewölbe über dem Hochaltar führt nach Westen in den großen Betchor (Konventchor) weiter, die Rückseite des Hauptaltars bidlet den Altar der Betchores. Südseitig schleißt die Sakristei und nordseitig der kleine Betchor an. Untersuchungen während einer Renovierung erbrachten [[1984]] die Bestätigung, dass Teile der Mauern des Kapuzinerklosters noch vom [[Trompeterschlößl]] stammen und dieses einen erweiterten Umbau der Schlössltürme bildet. Dadurch wird auch die ungewöhnliche Orientierung der Klosterkirche mit dem Altarraum im Westen erklärbar: Der breite Wehrturm wurde zur Kirche umgestaltet. Das Kirchenschiff entspricht in seiner Breite jener des Hauptturmes, die Nord- und Südmauer blieben bestehen. Der kleinere stadtsetige Nebenturm (zur Sicherung des Einfahrtstores) wurde z. T. beim Bau des Altarraumes mitverwendet.   
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Der Innenraum, der in Ost-West-Richtung (also genau umgekehrt als im [[Mittelalter]] üblich) ausgerichtet ist, ist ein saalartiger Raum mit Tonnengewölbe. Das Tonnengewölbe über dem Hochaltar führt nach Westen in den großen Betchor (Konventchor) weiter, die Rückseite des Hauptaltars bildet den Altar der Betchores. Südseitig schließt die Sakristei an. Untersuchungen während einer Renovierung erbrachten [[1984]] die Bestätigung, dass Teile der Mauern des Kapuzinerklosters noch vom Trompeterschlössl stammen und dieses einen erweiterten Umbau der Schlössltürme bildet. Dadurch wird auch die ungewöhnliche Orientierung der Klosterkirche mit dem Altarraum im Westen erklärbar: Der breite Wehrturm wurde zur Kirche umgestaltet. Das Kirchenschiff entspricht in seiner Breite jener des Hauptturmes, die Nord- und Südmauer blieben bestehen. Der kleinere stadtseitige Nebenturm (zur Sicherung des Einfahrtstors) wurde z. T. beim Bau des Altarraumes mitverwendet.   
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Am [[11. November]] [[1989]] fand die Einweihung der neuen Orgel statt. Sie ist ein rein mechanisches Werk mit 26 Registern der Firma Johann Pirchner aus Steinach am Brenner, [[Nordtirol]].
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==Altäre und Kapellen==
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Der schlichte zur Gänze auf Holz gemalte Hochaltar zeigt mittig die Anbetung der Hirten (1602, Francesco Vanni, nicht gesichert) und seitlich den heiligen Bonaventura und den heiligen Ludwig von Toulouse (1. Hälfte 18. Jahrhundert). Interessant sind die beiden Tabernakelflächen je links und rechts des Tabernakels. An Werktagen zeigen sie anspruchslose Ölbilder der Ordensgestalten Laurentius von Brindisi (ein Kirchenlehrer und Mitgestalter der Rekatholisierung [[Habsburger|habsburgischer]] Länder), Joseph von Leonessa (ein bedeutender Volksmissionar), Fidelis von Sigmaringen (ein Märtyrer der Gegenreformation) und Felix von Cantalice, der fröhliche Almosensammler. Jedoch können diese Ölbilder gedreht werden und dahinter befinden sich Reliquientafeln und zur Tabernakelmitte gewendete Anbetungsengel. Sie wurden im Laufe der Jahrhunderte von Salzburger Bürgern gespendet.<ref name="BruderHerbert">Quelle Bruder Herbert am 3. September 2011 bei einer Kirchenführung → Quelle Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]]</ref>
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==Altäre und Kapellen==
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Der Volksaltar, der Ambo und die Sedile sind nach Entwürfen des Architekten Klaus Franzmaier entstanden, der die Generalsanierung des Kirche in den Jahren [[1983]] und [[1984]] leitete.
Der schlichte zur Gänze auf Holz gemalte Hochaltar zeigt mittig die Anbetung der Hirten (1602, [[Francesco Vanni]], nicht gesichert) und seitlich den Heiligen Bonaventura und den Heiligen Ludwig von Toulouse (1. Hälfte 18. Jahrhundert). Etwas näher am Kirchenraum befinden sich seitlich die schlichten ebenfalls zur Gänze auf Holz gemalten Altäre. Sie zeigen Maria mit dem Kinde und Maria mit dem Heiligen Felix von Candelice (beide 1620).
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Etwas näher am Kirchenraum befinden sich seitlich die schlichten ebenfalls zur Gänze auf Holz gemalten Altäre. Sie zeigen Maria mit dem Kinde und Maria mit dem Heiligen Felix von Candelice (beide [[1620]]). Darüber erhebt sich eine Kreuzigungsgruppe, die Mitte des [[18. Jahrhundert]]s entstand.  
 
    
 
    
Beim Eingang links befindet sich südseitig die Lourdesapelle. Sie ist die älteste [[Lourdesgrotte]] in Salzburg und stammt aus dem Jahr [[1880]]. Gegenüber dieser Grotte befindet sich ebenfalls im hinteren Teil der Kirche der Franziskusaltar mit dem guten Altarblatt der Stigmatisation des Hl. Franz von Assisi. Dieses Bild und die sechs Passionsgemälde an den beiden Langhauswänden malte der Kapuziner Norbert Baumgartner (* [[1717]] in Wien; † [[1773]]) .
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Beim Eingang links befindet sich südseitig eine Lourdes-Kapelle. Sie ist die älteste [[Lourdesgrotte]] in Salzburg und stammt aus dem Jahr [[1880]]. Gegenüber dieser Grotte befindet sich ebenfalls im hinteren Teil der Kirche der Franziskusaltar mit dem guten Altarblatt der Stigmatisation des hl. Franz von Assisi. Dieses Bild und die sechs Passionsgemälde an den beiden Langhauswänden malte der Kapuziner Norbert Baumgartner (* [[1717]] in Wien; † [[1773]]).
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== Orgel ==
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Das rein mechanische Werk hat 26 Register, die sich auf Hauptwerk, Oberwerk und Pedal verteilen. Erbaut wurde die Orgel von der Firma Johann Pirchner in Steinach am Brenner. Sie kostete 2,7 Millionen [[Schilling]] (~ 196.200 Euro), die durch Spenden aufgebracht wurden.<ref name="BruderHerbert"></ref> Am [[11. November]] [[1989]] fand die Einweihung der neuen Orgel statt. 
    
== Bilder ==
 
== Bilder ==
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==Quelle==
 
==Quelle==
* ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', [[Verlag St. Peter]], [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
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* [[Kirchenführer im Land Salzburg|Kirchenführer]] ''Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg'', [[Verlag St. Peter]], [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001
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== Einzelnachweise ==
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<references/>
    
{{SORTIERUNG: Bonaventura, Klosterkirche zum hl.}}
 
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
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[[Kategorie:Architektur]]
 
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]

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