| − | Irgendwann im [[16. Jahrhundert]] hatten die [[Mühlbach am Hochkönig|Mühlbacher]] Bergknappen das Bedürfnis gemeinsam zu musizieren. Da sie geschickte Handwerker waren, schnitzten sie sich ihre Instrumente selbst, so wie es die Hirten mit den Flöten immer schon getan hatten. Das genügte den Knappen aber nicht. Sie wollten eine richtige „Banda“, ein Orchester gründen. Dazu gehörte, neben den Flöten, die das musikalische Thema trugen, auch eine Bassbegleitung - das waren die Tuben. Den Takt schlugen Trommeln und Tambour. Aber auch Tschinellen fehlten nicht. Allerdings, wie es sich bei der "Holzmusi" gehört, aus Holz geschnitzt. | + | Irgendwann im [[16. Jahrhundert]] hatten die [[Mühlbach am Hochkönig|Mühlbacher]] [[Bergknappen]] das Bedürfnis gemeinsam zu musizieren. Da sie geschickte Handwerker waren, schnitzten sie sich ihre Instrumente selbst, so wie es die Hirten mit den Flöten immer schon getan hatten. Das genügte den Knappen aber nicht. Sie wollten eine richtige „Banda“, ein Orchester gründen. Dazu gehörte, neben den Flöten, die das musikalische Thema trugen, auch eine Bassbegleitung - das waren die Tuben. Den Takt schlugen Trommeln und Tambour. Aber auch Tschinellen fehlten nicht. Allerdings, wie es sich bei der "Holzmusi" gehört, aus Holz geschnitzt. |
| | Den einzigen fremden Klang in dieser hölzernen Tonwelt brachte die Triangel. Der Dreieckstab aus Metall war den Knappen von ihrer Arbeit vertraut. Mit ihm wurde im Berg Beginn und Ende der Schicht eingeläutet. | | Den einzigen fremden Klang in dieser hölzernen Tonwelt brachte die Triangel. Der Dreieckstab aus Metall war den Knappen von ihrer Arbeit vertraut. Mit ihm wurde im Berg Beginn und Ende der Schicht eingeläutet. |
| | Im Jahre [[1911]] fand man in einer alten Truhe auf dem Dach des Bernhardbauern in Mühlbach am Hochkönig einen seltsamen Gegenstand: eine etwa eineinhalb Meter lange, nach einer Seite sich verjüngende, recht grob aus einem Stamm heraus gehackte Holzröhre mit einer Art Spundloch in der Mitte. Daneben ein ebenfalls durchbohrter Zapfen, der in das Spundloch passte. | | Im Jahre [[1911]] fand man in einer alten Truhe auf dem Dach des Bernhardbauern in Mühlbach am Hochkönig einen seltsamen Gegenstand: eine etwa eineinhalb Meter lange, nach einer Seite sich verjüngende, recht grob aus einem Stamm heraus gehackte Holzröhre mit einer Art Spundloch in der Mitte. Daneben ein ebenfalls durchbohrter Zapfen, der in das Spundloch passte. |
| − | Ein altes Gemeindemitglied erinnerte sich: "''Da hatte es doch einmal bei den Bergknappen so eine Banda gegeben mit hölzernen Instrumenten...''" | + | Ein altes Gemeindemitglied erinnerte sich: "''Da hatte es doch einmal bei den [[Bergknappen]] so eine Banda gegeben mit hölzernen Instrumenten...''" |