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Textersetzung - „Hohen Tauern“ durch „Hohen Tauern
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Er kannte die [[Rauriser Bergbaugeschichte]] und wusste vom dramatischen Niedergang des [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silberbergbau]]es in der zweiten Hälfte des [[16. Jahrhundert]]s. Er vermutete nun, dass der Gletscher unter seinem Aussichtspunkt in der kritischen Zeit ([[1560]] bis [[1600]]) zumindest ebenso mächtig war, nämlich bis zu (vermuteten) 100 m dick, und legte das Vordringen der Gletscher ganz allgemein als Ursache für den Niedergang des hochalpinen Bergbaues fest. Durch seinen diesbezüglichen Artikel in der renommierten und im deutschen Sprachraum weit verbreiteten Zeitschrift „''Archiv für practische Geologie''“ ([[Wien]] 1880) erfuhr seine „Vergletscherungstheorie“ große Bekanntheit und wurde in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zumindest mit der Kernaussage abgeschrieben – bis in die allerjüngste Zeit.
 
Er kannte die [[Rauriser Bergbaugeschichte]] und wusste vom dramatischen Niedergang des [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silberbergbau]]es in der zweiten Hälfte des [[16. Jahrhundert]]s. Er vermutete nun, dass der Gletscher unter seinem Aussichtspunkt in der kritischen Zeit ([[1560]] bis [[1600]]) zumindest ebenso mächtig war, nämlich bis zu (vermuteten) 100 m dick, und legte das Vordringen der Gletscher ganz allgemein als Ursache für den Niedergang des hochalpinen Bergbaues fest. Durch seinen diesbezüglichen Artikel in der renommierten und im deutschen Sprachraum weit verbreiteten Zeitschrift „''Archiv für practische Geologie''“ ([[Wien]] 1880) erfuhr seine „Vergletscherungstheorie“ große Bekanntheit und wurde in den folgenden Jahrzehnten immer wieder zumindest mit der Kernaussage abgeschrieben – bis in die allerjüngste Zeit.
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Eine gründliche Untersuchung des überlieferten archivalischen Schriftmaterials zeigte nun, dass sich Pošepny total irrte. In der kritischen Zeit (1560 bis 1600) gab es unter dem [[Rauriser Knappenhaus]] überhaupt keinen Gletscher. Dieser hatte mit dem „Grupperten [[Kees]]“ bereits viel weiter oben seinen tiefsten Punkt erreicht, sodass im breiten, zu dieser Zeit aperen Gletscherfließtal bergmännische Anlagen etabliert und in Betrieb gehalten wurden, so zum Beispiel das größte Pochwerk in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. Es war durch einen leicht ansteigenden „Schneekragen“ (gedeckten Laufgang) mit dem Erbstollen<ref>Als Erbstollen wird der am tiefsten liegende Stollen eines Bergwerkes bezeichnet. Er hat die Aufgabe in der Ableitung des Wassers aus dem darüberliegenden Grubengebäude sowie in der Zuführung von Frischluft (Bewetterung). Quelle [https://schneeberg.org/deutsch/geschichte/erbstollen-karlstollen/ schneeberg.org]</ref> „St. Bartholomä“ verbunden.
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Eine gründliche Untersuchung des überlieferten archivalischen Schriftmaterials zeigte nun, dass sich Pošepny total irrte. In der kritischen Zeit (1560 bis 1600) gab es unter dem [[Rauriser Knappenhaus]] überhaupt keinen Gletscher. Dieser hatte mit dem „Grupperten [[Kees]]“ bereits viel weiter oben seinen tiefsten Punkt erreicht, sodass im breiten, zu dieser Zeit aperen Gletscherfließtal bergmännische Anlagen etabliert und in Betrieb gehalten wurden, so zum Beispiel das größte Pochwerk in den [[Hohen Tauern]]. Es war durch einen leicht ansteigenden „Schneekragen“ (gedeckten Laufgang) mit dem Erbstollen<ref>Als Erbstollen wird der am tiefsten liegende Stollen eines Bergwerkes bezeichnet. Er hat die Aufgabe in der Ableitung des Wassers aus dem darüberliegenden Grubengebäude sowie in der Zuführung von Frischluft (Bewetterung). Quelle [https://schneeberg.org/deutsch/geschichte/erbstollen-karlstollen/ schneeberg.org]</ref> „St. Bartholomä“ verbunden.
    
== Gegen die Vergletscherungstheorie spricht weiters ==
 
== Gegen die Vergletscherungstheorie spricht weiters ==

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