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Textersetzung - „Hohen Tauern“ durch „Hohen Tauern
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Wahrscheinlich ebenso wie in den vorangegangenen Jahrhunderten, so gehörte in den folgenden Jahrhunderten das Tal zum allergrößten Teil den [[Bayernherzöge in Salzburg|Herzögen von Bayern]]. Im Herzogsurbar von [[1224]] sind beispielsweise genannt: Laderding, Haitzing, Hof ([[Bad Hofgastein]]), Planitzen, Gadaunern, Ardacker, Lafen, [[Kötschachtal (Bad Gastein)|Kötschach]] und "Puchelen" (Reitlgründe, [[Bad Gastein]], mit südlich davon liegendem Hinterland: „Hinterbaden“, Böckstein). Dieser riesengroße bayerische Besitz störte die [[Salzburger Erzbischöfe]] bei ihren Bemühungen, [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] zu einem echten und eigenständigen "Land" zu machen.  
 
Wahrscheinlich ebenso wie in den vorangegangenen Jahrhunderten, so gehörte in den folgenden Jahrhunderten das Tal zum allergrößten Teil den [[Bayernherzöge in Salzburg|Herzögen von Bayern]]. Im Herzogsurbar von [[1224]] sind beispielsweise genannt: Laderding, Haitzing, Hof ([[Bad Hofgastein]]), Planitzen, Gadaunern, Ardacker, Lafen, [[Kötschachtal (Bad Gastein)|Kötschach]] und "Puchelen" (Reitlgründe, [[Bad Gastein]], mit südlich davon liegendem Hinterland: „Hinterbaden“, Böckstein). Dieser riesengroße bayerische Besitz störte die [[Salzburger Erzbischöfe]] bei ihren Bemühungen, [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] zu einem echten und eigenständigen "Land" zu machen.  
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Als die Bayernherzöge Otto III. und Stephan I. in Geldnot gerieten, bot sich aus ihrer Sicht ein Verkauf Gasteins an – und der Salzburger Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] griff zu: Ab dem Jahr [[1297]] gehörte die nun so benannte "''Provinzia Gastuna''" zu Salzburg und die erzbischöflichen Landesherren durften sich über eine endlich durchgehend geschlossene, über die wasserscheidenden Kämme und Grate der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] verlaufende Südgrenze ihres "Landes" freuen. Das stolze Wort „unser Land“ kommt dann erstmals in der [[Gasteiner Bergordnung]] von [[1342]] in schriftlicher Form vor.
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Als die Bayernherzöge Otto III. und Stephan I. in Geldnot gerieten, bot sich aus ihrer Sicht ein Verkauf Gasteins an – und der Salzburger Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]] griff zu: Ab dem Jahr [[1297]] gehörte die nun so benannte "''Provinzia Gastuna''" zu Salzburg und die erzbischöflichen Landesherren durften sich über eine endlich durchgehend geschlossene, über die wasserscheidenden Kämme und Grate der [[Hohen Tauern]] verlaufende Südgrenze ihres "Landes" freuen. Das stolze Wort „unser Land“ kommt dann erstmals in der [[Gasteiner Bergordnung]] von [[1342]] in schriftlicher Form vor.
    
Im Jahr [[1272]] gab es einen Besitzstreit um die [[Burg Klammstein]] zwischen den [[Herren von Goldegg]] und denen von [[Herren von Walchen|Walchen]]. Die Burg und deren rundum liegenden Wälder und landwirtschaftlichen Ertragsflächen hatten zuvor der Grafenfamilie der Sieghardinger-Peilsteiner gehört. Von dem noch heute erhaltenen Wehrturm der Burg Klammstein aus wachte, vermutlich mit militärischer Aufgabenstellung, ein "''Sagittarius''" (Bogenschütze), zum Beispiel einer, dessen Name als „Konrad“ überliefert ist. Ab 1272 setzten sich in dem oben erwähnten Streit die Herren von Goldegg durch, die zwar nie den Status von Grafen erreichten, die aber dessen ungeachtet fortan über das ganze Tal ''de facto'' die Grafschaftsrechte ausübten - eine Tatsache, in der wohl einiges Konfliktpotenzial verborgen lag, denn die eigentlichen Besitzer des bei Weitem größten Talbereiches mit seinen wirtschaftlichen Hauptorten waren nach wie vor und bis [[1297]] die Bayernherzöge. Am [[10. März]] 1297 kam es zum [[Erwerb des Gasteinertales|Verkauf des Gasteinertals]] an das [[Erzbistum Salzburg]].
 
Im Jahr [[1272]] gab es einen Besitzstreit um die [[Burg Klammstein]] zwischen den [[Herren von Goldegg]] und denen von [[Herren von Walchen|Walchen]]. Die Burg und deren rundum liegenden Wälder und landwirtschaftlichen Ertragsflächen hatten zuvor der Grafenfamilie der Sieghardinger-Peilsteiner gehört. Von dem noch heute erhaltenen Wehrturm der Burg Klammstein aus wachte, vermutlich mit militärischer Aufgabenstellung, ein "''Sagittarius''" (Bogenschütze), zum Beispiel einer, dessen Name als „Konrad“ überliefert ist. Ab 1272 setzten sich in dem oben erwähnten Streit die Herren von Goldegg durch, die zwar nie den Status von Grafen erreichten, die aber dessen ungeachtet fortan über das ganze Tal ''de facto'' die Grafschaftsrechte ausübten - eine Tatsache, in der wohl einiges Konfliktpotenzial verborgen lag, denn die eigentlichen Besitzer des bei Weitem größten Talbereiches mit seinen wirtschaftlichen Hauptorten waren nach wie vor und bis [[1297]] die Bayernherzöge. Am [[10. März]] 1297 kam es zum [[Erwerb des Gasteinertales|Verkauf des Gasteinertals]] an das [[Erzbistum Salzburg]].

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