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===Vogelbeerschnaps oder „Vögei“===
 
===Vogelbeerschnaps oder „Vögei“===
[[Datei:Brennzeug.jpg|thumb|Brennzeug]]
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[[Datei:Brennzeug.jpg|thumb|Brennzeug in einem [[Bauernhof]] in [[Taxenbach]]]]
 
Das Wissen um die Nutzbarkeit der Vogelbeeren oder Moschbeeren (Moschbeere leitet sich von Meischbeere ab, „Meisch“ von  Meische) ist - was den hochgeschätzten heimischen Vogelbeerschnaps betrifft - zumindest in den Salzburger Gebirgsgauen weit verbreitet. Kenner behaupten allerdings, dass für eine wirklich gute Qualität nur mehr ausländische Beeren taugen. Manch heimischer Nobelbrenner importiert daher sein Brenngut aus Nachbarländern. Das hat auch damit zu tun, dass die Früchte aus Angst vor den gefiederten Konkurrenten oft etwas zu früh, d.h. bevor sie voll ausgereift sind, geerntet werden. Diesen Beeren fehlen die Aromastoffe und das Destillat lässt in der Folge an Geschmack und damit an Qualität zu wünschen übrig. Früher, als auch in den Gebirgsgauen noch Getreide angebaut wurde, das auch den Vögeln Nahrung geboten hat, konnte man die Beeren ausreifen lassen und erst im September ernten. „Heute fressen die Vögel alles weg was nicht rechtzeitig geerntet wird“, so eine Bergbäuerin aus dem Unterpinzgau. Laut Rupert Lengauer aus Bruck hatte der Vogelbeerschnaps in der Not der 30iger-Jahren des [[20. Jahrhundert]]s inner Gebirg auch eine wichtige ökonomische Bedeutung. Es war bei den Bauern kein Bargeld vorhanden und konnte z.B. Arzt oder Tierarzt nur mit Schnaps bezahlt werden.
 
Das Wissen um die Nutzbarkeit der Vogelbeeren oder Moschbeeren (Moschbeere leitet sich von Meischbeere ab, „Meisch“ von  Meische) ist - was den hochgeschätzten heimischen Vogelbeerschnaps betrifft - zumindest in den Salzburger Gebirgsgauen weit verbreitet. Kenner behaupten allerdings, dass für eine wirklich gute Qualität nur mehr ausländische Beeren taugen. Manch heimischer Nobelbrenner importiert daher sein Brenngut aus Nachbarländern. Das hat auch damit zu tun, dass die Früchte aus Angst vor den gefiederten Konkurrenten oft etwas zu früh, d.h. bevor sie voll ausgereift sind, geerntet werden. Diesen Beeren fehlen die Aromastoffe und das Destillat lässt in der Folge an Geschmack und damit an Qualität zu wünschen übrig. Früher, als auch in den Gebirgsgauen noch Getreide angebaut wurde, das auch den Vögeln Nahrung geboten hat, konnte man die Beeren ausreifen lassen und erst im September ernten. „Heute fressen die Vögel alles weg was nicht rechtzeitig geerntet wird“, so eine Bergbäuerin aus dem Unterpinzgau. Laut Rupert Lengauer aus Bruck hatte der Vogelbeerschnaps in der Not der 30iger-Jahren des [[20. Jahrhundert]]s inner Gebirg auch eine wichtige ökonomische Bedeutung. Es war bei den Bauern kein Bargeld vorhanden und konnte z.B. Arzt oder Tierarzt nur mit Schnaps bezahlt werden.
  
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