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Die Neubaustrecke soll mit den zwei zusätzlichen Gleisen größere Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr schaffen. Während die über 150 Jahre alte Strecke nur relativ geringe Geschwindigkeiten zulässt, sollen die Züge in Zukunft mit bis zu 250 km/h unterwegs sein. Der Bau würde die Fahrzeit zwischen Salzburg und [[Wien]] um rund fünf Minuten verkürzen, vor allem aber Platz für mehr Nahverkehr auf der Bestandsstrecke schaffen.  
 
Die Neubaustrecke soll mit den zwei zusätzlichen Gleisen größere Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr schaffen. Während die über 150 Jahre alte Strecke nur relativ geringe Geschwindigkeiten zulässt, sollen die Züge in Zukunft mit bis zu 250 km/h unterwegs sein. Der Bau würde die Fahrzeit zwischen Salzburg und [[Wien]] um rund fünf Minuten verkürzen, vor allem aber Platz für mehr Nahverkehr auf der Bestandsstrecke schaffen.  
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Ein Knackpunkt war von Beginn an die Lagerung von zwei Millionen Kubikmeter Ausbruch. Ursprünglich war der Steinbachgraben im Gemeindegebiet von [[Lochen am See]] ([[Bezirk Braunau am Inn]], [[OÖ]]) vorgesehen gesehen. Dort leben vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie der geschützte [[Schwarzer Grubenlaufkäfer|Grubenlaufkäfer]], und so musste dieser Deponiestandort fallengelassen werden. Außerdem wollten die ÖBB das Ausbruchmaterial über eine Transportseilbahn über den [[Tannberg]] transportieren, was ebenfalls auf Widerstand stieß. Dann zwang der Nachweis einer geschützten [[Steinkrebs]]art zur Umplanung des Lagerungsorts im Flachgau.
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== Seltene Tierarten gestalten die Findung eines Standorts des Abraums schwierig ==
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Ein Knackpunkt war von Beginn an die Lagerung von zwei Millionen Kubikmeter Ausbruch. Ursprünglich war der Steinbachgraben im Gemeindegebiet von [[Lochen am See]] ([[Bezirk Braunau am Inn]], [[OÖ]].) vorgesehen gesehen. Dort leben vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie der geschützte [[Schwarzer Grubenlaufkäfer|Grubenlaufkäfer]], und so musste dieser Deponiestandort fallengelassen werden. Außerdem wollten die ÖBB das Ausbruchmaterial über eine Transportseilbahn über den [[Tannberg]] transportieren, was ebenfalls auf Widerstand stieß. Dann zwang der Nachweis einer geschützten [[Steinkrebs]]art zur Umplanung des Lagerungsorts im Flachgau.
    
Seit Februar [[2020]] prüften die ÖBB mehrere Möglichkeiten, darunter zwei Deponiestandorte. Eine Variante am Tannberg war schon als Alternative eingereicht worden. Zudem erwogen die Planer, bei der als Zwischenlager vorgesehenen Fläche in [[Karlsreith]] im Grenzgebiet von Köstendorf und Seekirchen das Material abzulagern. Neben den Deponien standen vier Standorte für eine Bahnverladeanlage auf dem Prüfstand, von der aus das Ausbruchmaterial auf Waggons abtransportiert werden soll. Nachteil: Für eine solche Variante müsste ein neuer, weiter entfernter Deponiestandort gefunden werden.
 
Seit Februar [[2020]] prüften die ÖBB mehrere Möglichkeiten, darunter zwei Deponiestandorte. Eine Variante am Tannberg war schon als Alternative eingereicht worden. Zudem erwogen die Planer, bei der als Zwischenlager vorgesehenen Fläche in [[Karlsreith]] im Grenzgebiet von Köstendorf und Seekirchen das Material abzulagern. Neben den Deponien standen vier Standorte für eine Bahnverladeanlage auf dem Prüfstand, von der aus das Ausbruchmaterial auf Waggons abtransportiert werden soll. Nachteil: Für eine solche Variante müsste ein neuer, weiter entfernter Deponiestandort gefunden werden.
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Es wurde zu einer Petition im Internet aufgerufen, die diese Deponie verhindern will.<ref>[https://www.openpetition.eu/at/petition/online/gegen-den-deponiestandort-karlsreith-neben-dem-naturschutzgebiet-wenger-moor  https://www.openpetition.eu]</ref>
 
Es wurde zu einer Petition im Internet aufgerufen, die diese Deponie verhindern will.<ref>[https://www.openpetition.eu/at/petition/online/gegen-den-deponiestandort-karlsreith-neben-dem-naturschutzgebiet-wenger-moor  https://www.openpetition.eu]</ref>
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Ende September 2020 wurde bekannt, dass die Bürgerinitiative "Aktion lebenswerter Flachgau" in Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftern eine Population von "mehreren hundert" den streng geschützten Grubenlaufkäfer auch beim geplanten Ostportal des Tunnels nahe Köstendorf nachgewiesen hat.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/sensationsfund-ein-kaefer-wird-zur-neuen-huerde-fuer-den-bahntunnel-im-flachgau-93284413 www.sn.at], 25. September 2020</ref>
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=== Auch hier lebt der streng geschützte Schwarze Grubenlaufkäfer ===
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Ende September 2020 wurde bekannt, dass die Bürgerinitiative "Aktion lebenswerter Flachgau" in Zusammenarbeit mit Naturwissenschaftern eine Population von "mehreren hundert" den streng geschützten Schwarzen Grubenlaufkäfer auch beim geplanten Ostportal des Tunnels nahe Köstendorf nachgewiesen hat.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/sensationsfund-ein-kaefer-wird-zur-neuen-huerde-fuer-den-bahntunnel-im-flachgau-93284413 www.sn.at], 25. September 2020</ref>
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=== Der vom Aussterben bedrohte Rotmilan könnte hier brüten ===
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Im März [[2021]] sickerte durch, dass das Verkehrsministerium wegen des Vorkommens einer von einer Bürgerinitiative nachgewiesenen Grubenlaufkäfer-Population einen Verbesserungsauftrag vorbereitete. Die ÖBB kündigten daraufhin an, das Gebiet der geplanten Deponie neuerlich von einem Experten untersuchen lassen zu wollen. Diese sollten während der Vegetationsperiode durchgeführt werden und im Spätherbst abgeschlossen sein.
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Dabei wurden dem Vernehmen nach nicht nur deutlich mehr Exemplare des streng geschützten Käfers gefunden als erwartet. Auch eine weitere vom Aussterben bedrohte Tierart soll entdeckt worden sein: Nämlich der [[Rotmilan]], der in dem Gebiet sogar brüten dürfte. Auch über weitere Funde seltener Arten wird zumindest spekuliert. Karlsreith soll bei den ÖBB deswegen als Deponiestandort jedenfalls zur Disposition stehen, wenn nicht sogar als undenkbar gelten, wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist. Es werde über ein neues Logistikkonzept nachgedacht, wie die mehr als zwei Millionen Kubikmeter an Ausbruchmaterial alternativ abtransportiert und endgelagert werden könnten.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/seltener-vogel-nistet-in-koestendorf-oebb-muessen-plaene-fuer-deponie-erneut-pruefen-107475496?utm_campaign=crossdomain-traffic&utm_source=salzburg24-at&utm_medium=referral&utm_content=teaser www.sn.at], 3. August 2021</ref>
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==

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