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Das '''Domfrauenkloster''' in der [[Stadt Salzburg]] bestand von [[1125]] bis [[1459]].

== Geschichte ==
Es befand sich unmittelbar westlich des [[Salzburger Dom]]es auf dem Gebiet des heutigen [[Kapitelplatz]]es in der [[Altstadt]]. Es wurde von [[Erzbischof]] [[Konrad I. von Abenberg|Konrad I.]] 1125 errichtet mit 24 Nonnen der "Schwestern des hl. [[Rupert von Worms|Rupertus]]", die nach den Regeln des hl. Augustinus lebten. Dem damaligen Zeitgeist entsprechend waren Doppelklöster fast allgemein üblich, Neben dem Dom-Münster entstanden zugleich ein Kloster für Nonnen oder Canonissinen des Augustiner-Ordens. Ihre Vorsteherin hieß Dekanin oder Dekanissin, und war vermuthlich dem [[Dompropst]] untergeordnet.

Durch 337 Jahre bestand dieses Frauenstift, bis Fürsterzbischof [[Burkhard II. von Weißpriach]] mit Bewilligung des Papstes Pius II. vom [[28. April]] [[1459]] dasselbe aufhob, die noch vorhandenen wenigen Nonnen in andere Klöster wies, und zugleich in der Domkirche die Revenaler oder Choralisten (Befectoriales) abschaffte. Statt derselben stellte er zu Besorgung des Gottesdienstes und des Chorgesanges zwölf Chorpriester, sechs aus der Regular- und sechs aus der Säkulargeistlichkeit, jeden mit einem jährlichen Ein Einkommen ­von 70 [[Gulden]] auf und gab ihnen das Domfrauenkloster zur Wohnung. Er bestätigte dies in einer Urkunde vom [[15. Dezember]] [[1461]].

Da dem [[Domkapitel]] diese Einrichtung missfiel, entfernte es die zwölf Chorpriester gleich nach dem Tode des Erzbischofs Burghart im Jahr [[1466]], und stellte die ehemaligen Choralisten wieder her. Die Güter aber des Frauenstiftes blieben dem Domkapitel. Man ist zwar nicht im Stande, alle diese Güter namentlich aufzuzählen, doch verzeichnet ein vorhandenes domkapitlisches Dokumenten-Register vom [[20. März]] [[1635]] mehrere Kauf- und Übergabbriefe, gemäß welchen nachgenannte Güter dem Domfrauen Domfrauenstifte ­zugehört hatten:

: 1. Das Gut Hehling, Gericht [[Tittmoning]]
: 2. Das Gut Weingerstetten.
: 3. Einen Zehent in Wimpassing.
: 4. Das Gut Ehemoosen.
: 5. Ein Haus in der [[Judengasse]]
: 6. Das Gut Campanif in [[Elsbethen]]
: 7. Das Gut Platthub im [[Pfleggericht Wartenfels|Pfleggericht Thalgau]], welches Erzbischof [[Ortolf von Weißeneck]] im Jahre [[1344]] dem Domfrauenstifte zueignete.
: 8. Ein Gut gelegen auf dem Pühel im Eugendorfer Gericht, womit seit [[1335]] ein Jahrtag für den [[Abt Otto I.]] von [[St. Peter]] und den Dechanten daselbst verbunden war.
: 9. Das Gut Ach leiten samt Vogtei im Gericht Thalgau, das Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] im Jahre [[1343]] den Domfrauen gab.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18690003&query=((text:Domfrauenkloster))&ref=anno-search&seite=126 ANNO], Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1869</ref>

Auch Nonnen der [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] waren in diesem Kloster.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1875&page=380&size=45&qid=EURGFBMYUFRXDSWV3H7HQZZO2U93RD ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1875</ref>

== Quellen ==
<references/>

[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Altstadt]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Erzdiözese]]
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)‎]]
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
[[Kategorie:Kloster]]

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