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'''Matthäus Mauracher I.''', eigentlich Ma''thia''s (* [[20. Juli]] [[1818]] in [[Zell am Ziller]];<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1622491654421_55 TB 5 (Taufbuch Zell am Ziller 1813–1853), S. 75.]</ref> † [[7. August]] [[1884]] in  [[Salzburg]]), war ein [[Orgelbauer]] aus der bedeutenden [[Zillertal]]er Künstler-, Bildhauer- und Orgelbauerfamilie [[Mauracher]].
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'''Matthäus Mauracher I.''', eigentlich Ma''thia''s (* [[20. Juli]] [[1818]] in [[Zell am Ziller]];<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1622491654421_55 TB 5 (Taufbuch Zell am Ziller 1813–1853), S. 75.]</ref> † [[7. August]] [[1884]] in  [[Aigen]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-aigen/STB3/?pg=171 STB3 (Sterbebuch Aigen 1852–1886), S. 168.]</ref>), war ein [[Orgelbauer]] aus der bedeutenden [[Zillertal]]er Künstler-, Bildhauer- und Orgelbauerfamilie [[Mauracher]].
    
==Leben==
 
==Leben==
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Bei Domchorvikar Johann Kliebenschädel<ref>Siehe: [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Kliebensch%C3%A4dl,_Johann_Joseph_%281811-%29], aufgerufen am 20. September 2015.</ref> nahm er [[1837]] und [[1838]] Unterricht im Generalbass und in der Harmonielehre. Begonnen hatte es seine solide Ausbildung als 18jähriger [[1836]] bei Pater [[Peter Singer]] in Bozen, ''bei welchem er seine musikalisch-theoretischen Studien machte''. Zeitlebens ''haben diese kongenialen Naturen in Freud und Leid sich eine feste Freundschaft gehalten, haben sich mancherlei ergänzt, maches zusammen erkämpft, errungen''.<ref>[[Salzburger Chronik]] Nr. 182 ([[1884]]), zitiert nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 192.</ref>
 
Bei Domchorvikar Johann Kliebenschädel<ref>Siehe: [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Kliebensch%C3%A4dl,_Johann_Joseph_%281811-%29], aufgerufen am 20. September 2015.</ref> nahm er [[1837]] und [[1838]] Unterricht im Generalbass und in der Harmonielehre. Begonnen hatte es seine solide Ausbildung als 18jähriger [[1836]] bei Pater [[Peter Singer]] in Bozen, ''bei welchem er seine musikalisch-theoretischen Studien machte''. Zeitlebens ''haben diese kongenialen Naturen in Freud und Leid sich eine feste Freundschaft gehalten, haben sich mancherlei ergänzt, maches zusammen erkämpft, errungen''.<ref>[[Salzburger Chronik]] Nr. 182 ([[1884]]), zitiert nach: [[Gerhard Walterskirchen]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation Universität Salzburg 1982, S. 192.</ref>
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Er wurde von dem [[Franziskanerorden|Franziskanerpater]] Peter Singer, dem Erbauer des [[Pansymphonikon]]s, nach Salzburg gebeten. Er verlegte 1861 seinen Wohn- und Werkstattsitz nach Salzburg, in die [[Steingasse]], ''Stein 42''.,<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg, Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref> wo sein Betrieb am 6. Oktober 1863 im Gewerberegister eingetragen wurde. Von Pater Singer erhielt Mauracher eine gründliche musikalische Ausbildung.
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[[Franziskanerorden|Franziskanerpater]] Peter Singer, der Erbauer des [[Pansymphonikon]]s, lud ihn nach Salzburg ein. 1861 kaufte er den ''Bergerhof''<ref>[[Roman Schmeißner]]: ''Pfarrer Johann Ev. Hingsamer: "Übrigens hat sie alle Fehler einer schlechten Orgel."'' Aus dem Briefwechsel des [[Filialkirche zum hl. Johannes dem Täufer in Astätt|Astätter]] Pfarrers Hingsamer mit dem Dechant des Stifts Mattsee. In: ''Das Orgelforum'', Nr. 26, Wien 2021, S. 28–33; S. 29 und Anmerkung S. 33.</ref> am [[Äußerer Stein|Äußeren Stein]] und verlegte seine Werkstatt nach Salzburg (''Stein 42'').<ref>''Handels- und Gewerbe-Schematismus für das Herzogthum Salzburg'', Salzburg, Verlag Ludwig Taube 1866, S. 23.</ref> Am 6. Oktober 1863 wurde er als Orgelbauer ins Gewerberegister eingetragen.
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Mauracher hatte sodann mit der Schaffung der neuen Orgel der [[Kollegienkirche]] („Studienkirche“) solchen Erfolg, dass ihm mehrfache Großaufträge, u.a. der Umbau der [[Dom|Salzburger Domorgel]] und die Erneuerung der Bruckner-Orgel im Stift St. Florian, anvertraut wurden. Er machte auch die Bekanntschaft des Komponisten und Organisten Anton Bruckner, der ihn sehr schätzte.
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Mauracher hatte sodann mit der Schaffung der neuen Orgel der [[Kollegienkirche]] ("Studienkirche") solchen Erfolg, dass ihm mehrfache Großaufträge, u. a. der Umbau der [[Dom|Salzburger Domorgel]] und die Erneuerung der Bruckner-Orgel im Stift St. Florian, anvertraut wurden. Er machte auch die Bekanntschaft des Komponisten und Organisten Anton Bruckner, der ihn sehr schätzte.
    
In seinem Betrieb wurde ab 1878 die von seinem ältesten Sohn [[Josef Mauracher (Orgelbauer)|Josef]] (*&nbsp;1845; †&nbsp;1907) verwendete Hängeventillade (Registerkanzellen mit hängenden Ventilen und horizontalem Hebelverschluss) verwendet. Etwa 120 Orgeln entstanden in dieser Generation, bevor das Unternehmen von den jüngeren Söhnen [[Hans Mauracher|Hans]] (*&nbsp;1847; †&nbsp;1900) und [[Matthäus Mauracher II.|Matthäus&nbsp;II.]] (*&nbsp;1859; †&nbsp;1939) übernommen wurde.
 
In seinem Betrieb wurde ab 1878 die von seinem ältesten Sohn [[Josef Mauracher (Orgelbauer)|Josef]] (*&nbsp;1845; †&nbsp;1907) verwendete Hängeventillade (Registerkanzellen mit hängenden Ventilen und horizontalem Hebelverschluss) verwendet. Etwa 120 Orgeln entstanden in dieser Generation, bevor das Unternehmen von den jüngeren Söhnen [[Hans Mauracher|Hans]] (*&nbsp;1847; †&nbsp;1900) und [[Matthäus Mauracher II.|Matthäus&nbsp;II.]] (*&nbsp;1859; †&nbsp;1939) übernommen wurde.
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
Siehe Artikel [[Mauracher]]
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Siehe Artikel "[[Mauracher]]"
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Mauracherstra%DFe&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen „Info zu 'Mauracherstraße'] auf gis.stadt-salzburg.at
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* [http://gis.stadt-salzburg.at/citymap/cm_data.asp?what=search&ns_sel_search4=address&nsa_txt_street=Mauracherstra%DFe&nsa_txt_hnr=&nsa_btn_submit=Adresse+anzeigen "Info zu 'Mauracherstraße'"] auf gis.stadt-salzburg.at
 
* Reichling, Alfred und Matthias: ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Matthaeus.html]
 
* Reichling, Alfred und Matthias: ''Lexikon der in Tirol tätigen Orgelbauer'', Eintrag [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Mauracher-Matthaeus.html]
 
* M. Mauracher-Orgel von [[1890]] mit Harmonikastimme im ''Kleinen Michl'' (Hamburg): [http://www.walcker.at/orgelneubauten/5884%20HH%20%28Mauracher%29.pdf], aufgerufen am 20. September 2015.
 
* M. Mauracher-Orgel von [[1890]] mit Harmonikastimme im ''Kleinen Michl'' (Hamburg): [http://www.walcker.at/orgelneubauten/5884%20HH%20%28Mauracher%29.pdf], aufgerufen am 20. September 2015.
==== Einzelnachweise ====
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== Einzelnachweise ==
 
<references />
 
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