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Textersetzung - „Erzstiftes St. Peter“ durch „Benediktinerstifts St. Peter“
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Schon am [[7. Mai]] 1657 war Baubeginn und am [[21. August]] [[1661]] konnte nach vier Jahren das Bauprojekt abgeschlossen werden. Die Ausstattung der Langen Galerie mit kostbaren Stuckaturen des aus Linz stammenden [[Johann Peter Spätz]] erfolgte erst [[1668]]. In der Langen Galerie fand die Gemäldesammlung von Fürsterzbischof Guidobald ihren Platz, die später durch Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) und andere Fürsterzbischöfe mit unterschiedlichem Einsatz ergänzt wurde. Die Fürsterzbischöfe nannten ihn ''Galerie gegen St. Peter"'', das Erzstift "''Galerie bey Hof''". Die ''Lange Galerie bey Hof'', wie dieser Gang auch bezeichnet wurde, ist somit die älteste Gemäldegalerie in Salzburg.  
 
Schon am [[7. Mai]] 1657 war Baubeginn und am [[21. August]] [[1661]] konnte nach vier Jahren das Bauprojekt abgeschlossen werden. Die Ausstattung der Langen Galerie mit kostbaren Stuckaturen des aus Linz stammenden [[Johann Peter Spätz]] erfolgte erst [[1668]]. In der Langen Galerie fand die Gemäldesammlung von Fürsterzbischof Guidobald ihren Platz, die später durch Fürsterzbischof [[Max Gandolf von Kuenburg]] (1668–1687) und andere Fürsterzbischöfe mit unterschiedlichem Einsatz ergänzt wurde. Die Fürsterzbischöfe nannten ihn ''Galerie gegen St. Peter"'', das Erzstift "''Galerie bey Hof''". Die ''Lange Galerie bey Hof'', wie dieser Gang auch bezeichnet wurde, ist somit die älteste Gemäldegalerie in Salzburg.  
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Durch große Fenster erhellt klassisches Nordlicht den majestätischen Raum. Als [[1803]] [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] [[Ferdinand III. von Toskana]] für zwei Jahre Salzburg regierte, ließ er darin einen fast 60 Meter langen Bücherkasten in Form einer Glasvitrine aufstellen, den er [[1806]], nachdem er Salzburg wieder verlassen musste, dem Benediktinerstift St. Peter schenkte. [[1819]] hat zwar Kaiser [[Franz I.]] den Galeriegang dem Stift St. Peter zugesprochen, doch sollte es noch bis [[1905]] dauern, bis er endlich ins grundbücherliche Eigentum des (damals schon) Erzstiftes eingetragen wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Lange Galerie als Depot für die umfangreiche Mineraliensammlung des Erzstiftes genutzt. Mit der Enteignung des Erzstiftes St. Peter durch die [[NS]]-Machthaber im Jahre [[1942]] wurde die Lange Galerie für Jahrzehnte zur Zwischenlagerungsstätte.
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Durch große Fenster erhellt klassisches Nordlicht den majestätischen Raum. Als [[1803]] [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] [[Ferdinand III. von Toskana]] für zwei Jahre Salzburg regierte, ließ er darin einen fast 60 Meter langen Bücherkasten in Form einer Glasvitrine aufstellen, den er [[1806]], nachdem er Salzburg wieder verlassen musste, dem Benediktinerstift St. Peter schenkte. [[1819]] hat zwar Kaiser [[Franz I.]] den Galeriegang dem Stift St. Peter zugesprochen, doch sollte es noch bis [[1905]] dauern, bis er endlich ins grundbücherliche Eigentum des (damals schon) Erzstiftes eingetragen wurde. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Lange Galerie als Depot für die umfangreiche Mineraliensammlung des Erzstiftes genutzt. Mit der Enteignung des Benediktinerstifts St. Peter durch die [[NS]]-Machthaber im Jahre [[1942]] wurde die Lange Galerie für Jahrzehnte zur Zwischenlagerungsstätte.
    
Auf einer durchgehenden Wand von 70 Metern werden Kunstwerke gezeigt, die für die Erzabtei entstanden sind und auch der religiösen Andacht dienen: etwa [[Paul Troger]]s "''Christus am Ölberg''" und die zugehörige "''Mater Dolorosa''" oder das Hochaltarbild der hl. Margarethe von [[Pietro Antonio Lorenzoni]], mit dem die [[Margarethenkapelle]] im [[Friedhof von St. Peter]] ausgestattet worden war. Die der Gemäldewand gegenüberliegenden Fenster geben den Blick auf den Domplatz frei.
 
Auf einer durchgehenden Wand von 70 Metern werden Kunstwerke gezeigt, die für die Erzabtei entstanden sind und auch der religiösen Andacht dienen: etwa [[Paul Troger]]s "''Christus am Ölberg''" und die zugehörige "''Mater Dolorosa''" oder das Hochaltarbild der hl. Margarethe von [[Pietro Antonio Lorenzoni]], mit dem die [[Margarethenkapelle]] im [[Friedhof von St. Peter]] ausgestattet worden war. Die der Gemäldewand gegenüberliegenden Fenster geben den Blick auf den Domplatz frei.