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[[Datei:Jüngstes Gericht.JPG|thumb|Fresko "Jüngstes Gericht"]]
 
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Die '''Filialkirche hl. Nikolaus''' ist eine von vier Kirchen in [[Bad Gastein]] und eine der 17 [[St. Nikolaus Kirchen]] der [[Erzdiözese Salzburg]]. Sie steht unter [[Denkmalschutz]].
 
Die '''Filialkirche hl. Nikolaus''' ist eine von vier Kirchen in [[Bad Gastein]] und eine der 17 [[St. Nikolaus Kirchen]] der [[Erzdiözese Salzburg]]. Sie steht unter [[Denkmalschutz]].
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== Einleitung ==
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Die Nikolauskirche gilt als ältestes unverändertes Bauwerk des gesamten [[Gasteinertal]]s und stammt aus dem [[14. Jahrhundert]]. Sie wurde nicht (!) als "Knappenkirche" erbaut und war seit [[1622]] offizielle [[Vikariatskirche]] (neben der damals untergeordneten [[Preimskirche]], der heutigen Pfarrkirche). Sie besitzt in ihrem Inneren eine kunsthistorisch wertvolle, [[Gotik|spätgotische]] Freskenreihe des [[Meister von Schöder|Meisters von Schöder]] und eine Wurzel Jesse Darstellung (der Familie Främinger) und stellt ein im Land Salzburg einzigartiges architektonisches Juwel mittelalterlicher Baukunst dar (Einstützen-Zentralraumkirche in der [[Parler]] Tradition).
      
== Patrozinium ==  
 
== Patrozinium ==  
 
[[Patrozinium]]: [[Nikolaus von Myra]] als Beschützer vor Wassergefahren (z. B. Wassereinbruch in Bergwerksstollen).   
 
[[Patrozinium]]: [[Nikolaus von Myra]] als Beschützer vor Wassergefahren (z. B. Wassereinbruch in Bergwerksstollen).   
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==Lage==
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==Geschichte==
Die Kirche liegt an der alten Poststraße am [[Badberg]], oberhalb des Ortsteiles [[Badbruck]] in der [[Katastralgemeinde Remsach]].  
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Die Kirche liegt an der alten Poststraße am [[Badberg]], oberhalb des Ortsteiles [[Badbruck]] in der [[Katastralgemeinde Remsach]]. Sie wurde nicht (!) als "Knappenkirche" erbaut und war seit [[1622]] offizielle Vikariatskirche (neben der damals untergeordneten [[Preimskirche]], der heutigen Pfarrkirche). Sie besitzt in ihrem Inneren eine kunsthistorisch wertvolle, [[Gotik|spätgotische]] Freskenreihe des [[Meister von Schöder|Meisters von Schöder]] und eine Wurzel Jesse Darstellung (der Familie Främinger) und stellt ein im Land Salzburg einzigartiges architektonisches Juwel mittelalterlicher Baukunst dar (Einstützen-Zentralraumkirche in der [[Parler]] Tradition).
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Die Nikolauskirche gilt als ältestes unverändertes Bauwerk des gesamten [[Gasteinertal]]s und stammt aus dem [[14. Jahrhundert. Erste gesicherte Nachricht über das Bestehen stammt aus [[1389]]. Es gab bereits in einer Urkunde vom [[21. Juni]] [[1378]] die Erwähnung einer "neuen Kirche", jedoch ist unklar, ob es sich dabei um die Nikolauskirche oder vielleicht doch auf die Preimskirche bezieht.
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==Geschichte==
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Die im gotischen Stil errichtete Kirche fand ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr [[1412]]. Sie verfügt als einzige Kirche des [[Gasteinertal]]s über einen Nordturm, weshalb ihre tatsächliche Fertigstellung – da Nordtürme ab dem Jahr [[1400]] allgemein nicht mehr gebaut wurden – für die Zeit davor angenommen wird. Die [[Gasteiner Chroniken]] geben als Fertigstellung das Jahr [[1389]] an, initiiert von den [[Gewerke]]n der Goldbergwerke und von [[Erzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim]] (1365 bis 1396).
Die im gotischen Stil errichtete Kirche fand ihre erste urkundliche Erwähnung im Jahr [[1412]]. Sie verfügt als einzige Kirche des Gasteinertals über einen Nordturm, weshalb ihre tatsächliche Fertigstellung – da Nordtürme ab dem Jahr [[1400]] allgemein nicht mehr gebaut wurden – für die Zeit davor angenommen wird. Die [[Gasteiner Chroniken]] geben als Fertigstellung das Jahr [[1389]] an, initiiert von den [[Gewerke]]n der Goldbergwerke und von [[Erzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim]] (1365 bis 1396).
      
Die ursprünglich erste und viel ältere Kirche zum heiligen Primus (die heutige [[Preimskirche]]) musste aufgrund von Hangrutschungen mehrmals abgebrochen und wieder aufgebaut werden, auch sonstige Gebäude aus dieser Zeit konnten sich aufgrund ihrer Holzbauweise nicht erhalten. [[1622]] ernannte [[Fürsterzbischof]] [[Paris Lodron]] die Nikolauskirche zur Vikariatskirche. Die Nikolauskirche galt seit jeher als "Knappenkirche"; Pfarrkirche war seit alters her die Preimskirche, davor die [[Liebfrauenkirche]] in [[Bad Hofgastein]].
 
Die ursprünglich erste und viel ältere Kirche zum heiligen Primus (die heutige [[Preimskirche]]) musste aufgrund von Hangrutschungen mehrmals abgebrochen und wieder aufgebaut werden, auch sonstige Gebäude aus dieser Zeit konnten sich aufgrund ihrer Holzbauweise nicht erhalten. [[1622]] ernannte [[Fürsterzbischof]] [[Paris Lodron]] die Nikolauskirche zur Vikariatskirche. Die Nikolauskirche galt seit jeher als "Knappenkirche"; Pfarrkirche war seit alters her die Preimskirche, davor die [[Liebfrauenkirche]] in [[Bad Hofgastein]].
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Die Kirche ist im gotischer Stil erbaut. Das Langhaus hat einen quadratischen Grundriss. Ein sogenannter Einstützenraum mit einem Rundpfeiler in der Mitte  wurde nach südböhmischen Vorbildern errichtet.
    
==Ausstattung ==
 
==Ausstattung ==
 
Die Kirche verfügt über ein Sakramentshäuschen und über Portale im [[romanik|romanischen]] Stil. Der quadratische Grundriss mit der Mittelsäule zeigt hingegen eine frühe [[Gotik]]. Die Portale, Säulen und Netzrippen wurden aus [[Konglomerat]] gemeißelt, der sich im [[Harbacher Graben]] (Bad Hofgastein) finden lässt. Die Kanzel besteht aus [[Lungau]]er [[Serpentin]]gestein, die [[Granit]]<nowiki>platten</nowiki> des Bodens stammen aus [[Böckstein]].  
 
Die Kirche verfügt über ein Sakramentshäuschen und über Portale im [[romanik|romanischen]] Stil. Der quadratische Grundriss mit der Mittelsäule zeigt hingegen eine frühe [[Gotik]]. Die Portale, Säulen und Netzrippen wurden aus [[Konglomerat]] gemeißelt, der sich im [[Harbacher Graben]] (Bad Hofgastein) finden lässt. Die Kanzel besteht aus [[Lungau]]er [[Serpentin]]gestein, die [[Granit]]<nowiki>platten</nowiki> des Bodens stammen aus [[Böckstein]].  
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Die aus grünem Serpentin gefertigte Steinkanzel gilt als älteste ihrer Art im Bundesland Salzburg und stammt noch aus der Entstehungszeit der Kirche. Der in die Vorderfront der Kanzel eingebettete Grabstein des [[Jörg Främinger]] – seinerzeit Grabenwirt im [[Wildbad Gastein]] und des Ortes reichster Bürger – dürfte vermutlich erst später eingearbeitet worden sein. Neben der Steinkanzel zeigt das Kircheninnere eine kunsthistorisch wertvolle, spätgotische Freskenreihe die das Leiden Christi bis zu seiner Verherrlichung darstellt.
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Die aus grünem [[Serpentin]] gefertigte Steinkanzel gilt als älteste ihrer Art im Bundesland Salzburg und stammt noch aus der Entstehungszeit der Kirche. Der in die Vorderfront der Kanzel eingebettete Grabstein des [[Jörg Främinger]] – seinerzeit Grabenwirt im [[Wildbad Gastein]] und des Ortes reichster Bürger – dürfte vermutlich erst später eingearbeitet worden sein. Neben der Steinkanzel zeigt das Kircheninnere eine kunsthistorisch wertvolle, spätgotische Freskenreihe die das Leiden Christi bis zu seiner Verherrlichung darstellt.
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== Architektur ==
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Die Kirch ist im gotischer Stil erbaut. Das Langhaus hat einen quadratischen Grundriss. Ein sogenannter Einstützenraum mit einem Rundpfeiler in der Mitte  wurde nach südböhmischen Vorbildern errichtet.
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== Malerei ==
   
Die Fresken stammen größtenteils aus der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s vom „Meister von Schöder“ (Ortschaft Schöder bei Murau, Steiermark).
 
Die Fresken stammen größtenteils aus der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s vom „Meister von Schöder“ (Ortschaft Schöder bei Murau, Steiermark).
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== Bilder ==
 
== Bilder ==
 
{{Bildkat|Filialkirche hl. Nikolaus}}
 
{{Bildkat|Filialkirche hl. Nikolaus}}
   
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* {{wikipedia-de|Nikolauskirche_(Bad_Gastein)}}
 
* {{wikipedia-de|Nikolauskirche_(Bad_Gastein)}}
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* [[Fritz Gruber|Gruber, Fritz]]: ''[[Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung. Bergbau - Badewesen - Bauwerke - Ortsnamen - Biografien - Chronologie]]'', Bad Gastein 2012, 528 Seiten, 838 wissenschaftliche Anmerkungen, Eigenverlag des Rotary Clubs Bad Gastein, ISBN 978-3-200-02728-2.
 
* Verfasser des Rundganges in der Filialkirche hl. Nikolaus: [[Andreas Hirsch]], [[Bad Reichenhall]]  
 
* Verfasser des Rundganges in der Filialkirche hl. Nikolaus: [[Andreas Hirsch]], [[Bad Reichenhall]]  
  

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